Open Labs?

Dieses Thema im Forum "Digital" wurde erstellt von electric guillaume, 12. November 2007.

  1. electric guillaume

    electric guillaume keine Information

    Kürzlich im aktuellen Musicstore Katalog entdeckt:
    Open Labs: Miko und Neko

    http://www.musicstore.de/is-bin/INTERSH ... =OfferList

    Wird als die eierlegende Wollmilchsau angepriesen, hab ich nur hierzulande noch nie von gehört, geschweige denn einen Test dazu gefunden.

    Was haltet ihr von dem Konzept?
     
  2. Anonymous

    Anonymous Guest

    Grausame Ergonomie, sehr hoher Preis und was macht man, wenn der Rechner innen veraltet ist?

    Da ist man IMO besser mit Masterkeyboard + Notebook dran, was sogar transportabler ist, weil Notebooks schmal sind und heutige Masterkeyboards trotz Controller auch eher Richtung klein und handlich gehen.
     
  3. Moogulator

    Moogulator Admin

    Neu ist das ja nicht, wurde vor 2 oder 3 Jahren auf der Musikmesse und davor auf der NAMM gezeigt. Imo ein doch sehr teurer PC. Da ist ein Klapprechner und entsprechender Controllbox (hier mit etwas zu wenigen Reglern) und einem Standard Audio-Interface. Könnte man also nachbauen für weniger Kohle.
     
  4. electric guillaume

    electric guillaume keine Information

    Eigentlich schien mir gerade die Ergonomie ganz interessant zu sein:
    15" Touchscreen und jede Menge Regler nebendran.
    Alles in einem Gehäuse, man braucht nur ein vernünftiges Case und hat keinen Kabelsalat.

    Der Preis scheint mir allerdings unrealistisch hoch zu sein, weshalb ich mir nicht vorstellen kann warum das in USA angeblich so erfolgreich sein soll.
     
  5. Anonymous

    Anonymous Guest

    Einer meiner Kooperationspartner hat das und ist ziemlich begeistert davon. Ich hatte mir die immer auf der Messe angesehen, die gibt´s ja schon ne Weile. Das Konzept ist nicht verkehrt und ähnelt auch dem Receptor, wenn auch hier als Komplettlösung in einem Gehäuse. Sicher kann man sich selber ein System aufbauen mit Laptop, Soundcard, Keyboard, doch das muss man dann erstmal tun und das ist ne Menge Arbeit. Wer mal einen Laptop komplett auf Audiobetrieb samt einem dicken Schwung VST installiert hat, weiß davon ein Lied zu singen. Eine übergeordnete Handlingsoftware hat man dann immer noch nicht und muss auf Sachen wie Forte oder so zurückgreifen. Beim Openlab ist das aber Custom, immerhin Touchscreen und funktioniert vor allem auf Anhieb. Preis > Leistung muss man per Taschenrechner nachkalkulieren, aber über den Daumen gerechnet ist das nicht gerade überteuert. Der Look ist so ne Sache, nicht mein Fall, ich finde die schauen aus, als ob sie im Wartezimmer eines Kardiologen gut aufgehoben sind. Oder Smithers gibt sein Bestes in Mr. Burns Büro damit ;-)
     
  6. das ist alles geschmackssache mit der ergonomie

    ...die idee zu so nem schwachsinn (in meinen augen) ist gar nicht so bloed, geht ja drum geschaeft zu machen
    ...zudem ists ja auch noch ne alles in einem loesung

    ...ich vermiss nur den analogen synth, den stepsequenzer und den kabelsalat

    ...bei leuten die live sowieso nur ihre trax abspielen siehts halt nach mehr aus als "das ist ja nur" ein laptopmusikant :cool:
     
  7. Anonymous

    Anonymous Guest

    Das ist praktisch, aber nicht ergonomisch! :P

    Und nen 15" Bildschirm wär mir persönlich viel zu klein für ein PC-System und der Blickwinkel ist ätzend und lässt sich nicht verstellen.

    Das es ein Touchscreen is, bringt dann auch nicht mehr viel.

    Da finde ich den Oasys einfach interessanter. Auch wenn der noch teurer ist.
     
  8. Anonymous

    Anonymous Guest

    Nein, eben nicht. Ergonomie hat nichts mit "Geschmack" zu tun ! Wenn du stundenlang am Rechner sitzt lernst du ganz schnell wo sich die Rechnertastatur zu befinden hat, wenn du nicht lange Arme kriegen od. dich sonst irgenwie verrenken willst. Links neben einem Monitor ist sie jedenfalls völlig deplatziert. So will ich sicherlich nicht und auch eine Menge anderer leute nicht Arbeiten. Warum ? Weil es total unergonomisch ist.

    Illya

    -- bearbeitet --
     
  9. wens nur um Touchscreens geht, die bekommt mann für 400-500 Euro auch schon als 19"er.
     
  10. jo das stimmt,

    meiner meinung nach gibts da aber keine regel die auf alle anwendbar ist,
    da gibts ja auch die praksisorientierten denen die "regeln" der ergonomie eher egal sind

    andrerseits
    ein klavier ist beispielsweise sehr ergonomisch konzipiert, etwas damit anfangen koennen jedoch die wenigsten
     
  11. Ich würde halt sagen - ohne Taschenrechner, aus dem Bauch, dass das etwa 20-30 % zu teuer ist. Und daher für mich nicht interessant.
    Andersrum, wenn ich endlich mal Vollprofi bin :) und Zeit wirklich 1 zu 1 = Geld bedeudet, wäre das wieder Latte.
    Und ich denke da ist auch der Markt / Zielgruppe.
     
  12. Anonymous

    Anonymous Guest

    Willst Du damit sagen, dass Ergonomie praxis-hinderlich sein soll?
    Ist jetzt irgendwie "in" auf Ergonomie zu pfeifen? :? (Hört sich jedenfalls so an, als ob Ergonomie nur für Idioten wäre)

    Ergonomie ist allen solange egal, wie sie noch jung sind und keine Schmerzen verspüren. Narren, die sich nicht betroffen fühlen halt.

    Verstehe jetzt nicht, was das eine mit dem anderen zu tun haben soll.

    Bei Ergonomie geht's um Gesundheit & Komfort und damit optimale Arbeitsbedingungen und nichts anderes. Weder um Design, noch um Einfachheit oder sonstwas.
     
  13. :lol:
    wer beim musikmachen rueckenprobleme bekommt sollte sich mal lieber fragen stellen ob ers nicht n bissel uebertreibt

    musik ist zudem keine arbeit!

    tut mir leid, aber wenn ich immer an meinem arbeitsplatz ergonomisch korrekt rumhocken wuerde, dann wuerde bei verschiedenen arbeiten der workflow leiden!
     
  14. Och als ich das Ding zum ersten mal vor 2 oder 3 Jahren auf der Musikmesse gesehen hatten stelten die sich noch so 7000 bis 10000 € je nach Ausstattung als UVP. vor :lol:
     
  15. Anonymous

    Anonymous Guest

    zu 1. und 3.
    Irgendwie hab ich das Gefühl Du willst es nicht verstehen und hast irgendwelche extrem komischen Vorbehalte gegen Ergonomie.

    Bei Ergonomie geht es z.B. gerade auch um einen optimalen Workflow!
    Ergonomie ist ja nicht nur der Gesundheitsaspekt.

    zu 2.. Da darf ich mal Wikipedia zitieren:

     
  16. Anonymous

    Anonymous Guest

    Das könnte dann 2 Gründe haben:

    - Gibt noch wenig Käufer, bei höheren Stückzahlen wäre die Fertigung biliger.
    - Die Entwicklung samt Software kostet auch, das muss man als Kunde bezahlen.

    Würde mich mal interessieren, ob jemand sich schon mal hingesetzt hat und die Preise der Einzelkomponenten bei einem System Laptop, Touchscreen, VSTs, Forte oder VST Wrapper, Masterkeyboard usw. zusammengerechnet hat.

    Einen Markt für solche Teile sehe ich auch, ist im Grunde nix anderes als das klassische Workstationprinzip. Schon der Trinity hatte einen kleinen PC unter der Haube.
     
  17. Anonymous

    Anonymous Guest

    Workstations haben aber zumeist eine zielgerichtetere Bedienung und passendere Prozessoren (Man vergleiche mal den Stromverbrauch! Das Thema ist ja sehr aktuell!).

    Oasys und Neuron haben auch PC-Komponenten drin, sind aber einfach bedien- und designtechnisch (und ergonomisch :P) durchdachter.
    Das ätzende am PC sind ja nicht die PC-Komponenten.

    Bei Open Labs ist einfach ein PC + Masterkeyboard + Controller in ein klobiges Gehäuse geklatscht worden.
     
  18. Anonymous

    Anonymous Guest

    @ flapps

    Die Musik natürlich nicht... ;-)

    Nicht nur für mich ist aber das bewusste schöpferische Handeln Arbeit.

    Mangelnde Bewegung ist natürlich auch totaler Mist, aber es hindert mich niemand daran mir die anderswo zu verschaffen. :lol: MEINE Rückenprobleme habe ich überings aus der Landwirtschaft, da habe ich mir in jungen Jahren den Rücken vergniedelt, nicht beim Musik machen. Ist lange her, aber wirkt sich natürlich erst später aus sowas.

    Illya

    -- bearbeitet --
     
  19. Anonymous

    Anonymous Guest

    Die klare Linie des Konzepts ist sicher Voraussetzung für den Erfolg. Kann sein, dass Open Labs sein Konzept entweder schlecht kommuniziert, was in der Branche häufig vorkommt, oder tatsächlich keins hat. Form follows Function - aus dieser Perspektive sammelt das Teil mal nicht viel Punkte.

    Vom Äußeren abgesehen finde ich die Herangehensweise schon ok, existierende Brocken einfach zusammenzuwürfeln. Entwicklungen kosten einfach zuviel, denn das Kaufpublikum ist zu recht anspruchsvoll, also nimmt man aus öffentlich zugänglichen Schubladen, wenn man nicht wie Yamaha etwa fast alles selber an Technologie besitzt.

    Das ätzende am PC? Die Probleme, die sich stellen, wenn man damit arbeitet. Ich kann verstehen, dass ein Hersteller sagt: Lass das mal mit Laptop, das übernehmen wir und du musst dich nicht mit Sachen rumärgern, die das Musikmachen aufhalten.

    Ist halt ein schwieriges Unterfangen, wie man an allen Ecken und Enden sehen kann.
     
  20. Ermac

    Ermac -

    So einfach ist das aber nicht, denn es IST einfach nur "just a CPU". Es ist allgemein bekannt, dass sich die meiste kopiergeschützte Software gar nicht oder über Umwege installieren lässt. Und da die Jungs von Openlabs bisher nicht durch die Programmierung von unglaublich guten VSTi aufgefallen sind, ist man auf Fremdplugs angewiesen. Daran ist ja auch das Muse Receptor gescheitert, die User haben einfach genausoviel Stress damit wie mit normalen Laptopsystemen. Und unter uns gesagt: Mein Korg Triton ist mir auch schon abgestürzt, einmal sogar bei einem Konzert.
     
  21. Anonymous

    Anonymous Guest

    Du hattest wahrscheinlich meinen letzten Satz im Posting überlesen:

    Denn ich kann dir nur beipflichten. Zwar ist insbesondere der Receptor sehr weit entwickelt, doch scheitern die Ambitionen des noch so enthusiastischsten Herstellers an verschiedenen Sandkörnern im Getriebe. Die Liste der Sandkorntypen ist lang und reicht bis Spanien, deshalb fange ich in diesem Thread keine an. Uns Musikern bleibt bislang nur die Erkenntnis, dass man unter´m Strich froh sein muss, keine Error-Meldung in einem der vielen Displays vorzufinden. Und zwar genau dann nicht, wenn man sie beim besten Willen nicht brauchen kann, etwa beim Gig oder all den anderen Arbeiten, wo es heißt: Es sollte eigentlich genau jetzt losgehen, nur scheint mein XYZ das anders zu sehen :D
     
  22. Drumfix

    Drumfix aktiviert

    Die Mediastation von Liontracs ist ja ein ähnliches Konzept wie der Neko.
    Verwendet aber wie Receptor einen Linux/Wine Unterbau.

    Mir ist aber meine Touchscreen/Rechner/Masterkeyboard Lösung
    wesentlich lieber. Vor allem kann man zuhause auf dem 88er
    spielen, und dann für live gegen ein kleines 3-Oktaver tauschen.

    Und wenn mein oller Rechner abnippelt wird der Touchscreen
    zusammen mit nem Mac Mini in eine Kiste geschraubt (als Megagroove Box :cool:).

    Und erheblich günstiger ists eh.
     
  23. Meine Erfahrung zum live Musizieren mit Rechner (Klapprechner in meinem Fall) sind die, dass man sich erstmal durch hunderte freie Plug-ins kämpfen muss, um ein paar vernünftige davon heraus zu picken und damit nen Haufen Zeit vertrödelt, die man lieber in das Kennenlernen (s)einer Workstation mit entsprechenden Fähigkeiten investieren hätte sollen. Oder eben in jeden anderen "gekauften" Synthi.

    Was ich damit eigentlich sagen will: Die Beschränkungen, die ein Gerät zwangsläufig mit sich bringt, können extrem zur Inspiration beitragen. Meinen JV mochte ich nie am SoundDiver programmieren, das war mir zuviel auf einmal, ich war darin quasi verloren und kam nie zum Punkt, hab immer noch dies entdeckt und jenes...und während dessen habe ich schon wieder vergessen was ich eigentlich machen wollte.
    Vielleicht bin ich auch einfach ein "Menü-Typ", aber an so ner Kiste wie NEKO, Receptor o.ä. würde ich einfach nie fertig werden...
    Ein Menü bietet für mich jedenfalls einen unschlagbaren Vorteil: Man sieht nur den Parameter zu einem Zeitpunkt, den man wirklich sehen will.
     

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