øsic schrieb:
Manchmal ist der eine Synth von der Bedienung/ Ergebnis - Relevanz nie richtig erfoscht worden, hat das komplette Spektrum nicht erlernt und kann das Wissen auf Anhieb nicht abrufen...
da steht dann schon was anderes auf dem Markt. Ich habe Harmor auch nie in der Tiefe so richtig verstanden bzw. einzelne Segmente, doch beim drehen verändert sich meist der Ton auf gleiche weise.
Und eigentlich kaufe ich keine Synths, es gibt so viel krasse Freeware...bei den einen oder anderen würde ich gerne zugreifen...
Mir ist aufgefallen, dass viele Leute oft von "digitaler kälte" sprechen sich aber gar nicht so genau damit befassen was denn da nun im Inneren passiert. Damit meinen sie dann: Der PC und die Software Synthesizer arbeiten "digital" und "zu exakt" und klingen deswegen steril. Das stimmt das aber nicht, denn digitiale Synths und vor allem die vor 2010 klingen steril und auch unangenehm (aliasing) weil sie gerade
nicht exakt genug sind. Das war eine Ära in der einfach die CPU Leistung fehlte und oft mit 16bit und fixed point arithmetic gearbeitet wurde um CPU Verbrauch zu sparen. Moderne Synthesizer denen nun endlich mehr Power zur Verfügung steht machen nichts anderes als präziser zu arbeiten, mit besseren mathematischen Modellen und Approximation (aka. Analog Emulation). Jeder digitale Synth mit genug Leistung hat die fähigkeit 100% analog zu klingen. Wie auch bei anderen Produkten gibt es immer wieder neue Generationen und die aktuelle Generation der Soft Synths fixiert sich nun endlich auf guten Klang. Auch wir haben mit RAPID viel Arbeit in den Klang gesteckt, da kann einfach kein Freeware Synth mithalten. Zusätzlich zur zeitgemäßen Klangqualität haben wir uns außerdem auf die einfache Bedienung konzentriert, was aber nicht heißt dass es RAPID der Einfachheit halber an Features fehlt. Einige skeptische potentielle User sahen die Rapid GUI und hielten die Features zunächst für unspektakulär, aber nachdem sie RAPID in ihren alltags Workflow aufgenommen haben verstanden sie dann woher der Name kommt. Bisher gab es jedenfalls nur positive Rückmeldungen zur Bedienung, Klang und auch der Leistung! Es sind eben auch die vielen kleinen Dinge die ein gutes Produkt ausmachen!
øsic schrieb:
- würde behaupten 8*3 OSC sind etwas zu viel?
Wenn du von einer einzigen Fläche sprichst, dann vielleicht schon. Klar, es macht wenig Sinn 24 Hypersaws zu stacken, denn am Ende kommt halt immer ein weiterer Hypersaw bei raus. Da muss man als Sound Designer auch einfach mal seinen Horizont erweitern. Das was du normalerweise mit mehren Instanzen vollbringst kann bequem in einer RAPID Instanz erledigt werden. Da kommen dann halt mal 4 Layer Presets bei raus die Pad, High-Arp, Mid-Bass und Ambient Blips oder Ähnliches enthalten. In Kombination mit dem Layer Send Effekt lassen sich so äußerst komplexe Klänge erzeugen, an die man vorher (wenn man im 3x VCO
Moog Schema feststeckt) vielleicht gar nicht dachte. Parallel denken, mehrere Rhythmiken für verschiedene Layer nutzen, unterschiedliche Bänder abdecken uvm! Das ist die Zukunft von modernen Sound Design.
Reverse And Play schrieb:
Schaut man sich so Biographien von Leuten an, die viel Geld mit ihrer Musik verdient haben, so haben die mit ganz wenig Zeug im Kinderzimmer(Daft Punk) oder Küche(JMJ) angefangen und dort nicht minder schlechtere Musik gemacht als heute.
Besseres und mehr Equipment hat noch keinem geholfen bessere Musik zu machen. Der Mensch wird dann am innovativsten wenn wenig Mittel zur Verfügung stehen.
Das ist mit Vorsicht zu betrachten. Bekannte Künstler die etwas von Kassetenrekorder Sessions erzählen sind da auch nicht immer ganz ehrlich finde ich. Außerdem hatten sie oft den analogen Vorteil, denn letztendlich steckte hinter jeder Veröffentlichung welche du von früher kennst ein Plattenlabel mit Ton/Master Engineer und einiges an Equipment, da kann man nicht viel falsch machen. Ich kann mir kaum vorstellen dass eine Neuzeitversion von Daft Punk mit freeware Synth1 arbeitet und aus reiner Willensstärke Hits schreibt, nur weil sie sich intensiv mit der Bedienung außeinandersetzen.
Ganz auf Profi Equipment sollte man dann doch nicht verzichten. Klar kann ich auch auf einer Gitarre aus Gummibändern spielen, das würde so manch einer sogar als "kreativ" bezeichnen. Aber da investiert man dann doch lieber in ein vernünftiges Instrument das sogar mal bei schlechten Ideen einigermaßen gut klingt. So lässt sich die Kreativität jedenfalls besser in die richtige Bahn lenken.
Zu Sound Design Monstern mit der Architektur von UVI Falcon kann ich nur sagen: Man kann so ziemlich jeden Klang zusammenprogrammieren, aber wenn ich mir die Art und Wiese anschaue wie man dort nun arbeitet. Völlig uninspiriert nach unübersichtlichen überkomplexen Listen/Baum Schema. Im Vergleich zur Gummiband Gitarre kann man hier sagen: Schön dass ich den Bausatz für eine Gitarre bekomme, aber muss ich sie wirklich jedesmal neu zusammenkleben?
Dann lieber eine robuste Gitarre / Rapid, um mal von der Analogie wegzukommen ;D