Sound Rezeptur gesucht

Dieses Thema im Forum "Ansätze / Konzepte" wurde erstellt von otto auch, 11. September 2016.

  1. Moin,

    wie in dem nachfolgenden Beispiel die Sounds gemacht sind, fehlt mir als echt schon der Ansatz. Ok die stuttering Vocals würde ich noch hinbekommen.
    Fängt aber schon ab 0.30 etwa mit der SD an... Rauschfahne? zuerst gecuted/muted.. !?

    Und irgendwie wohl viel Post Edith!?

    Und vielleicht ein bischen Distortion?

    Wie ist da noch Platz bei 1.0x m - und was für ne fette conga ist das? :mrgreen:

    Das Beispiel ist stellvertretend für den Grad bzw. Art an Schmutz, Zerre und Drive die mir gut gefällt.



    Danke :nihao:


    Gruss
     
  2. fanwander

    fanwander ||||||||||

    Das macht Dir jeder Synth: Noise, mittel resonierendes Filter ohne Envelope, VCA Envelope hat kurzes Decay und langes Release. Wenn Du die Taste lange drückst, dann ist der Sound kurz, weil das Decay ganz nach unten geht - das Release kommt nihct mehr zum tragen; wenn Du die Taste nur ganz kurz antippst, geht der Envelope sofort in die lange Releasephase über - der Sound ist lang.

    Da das mono ist, ist schwer zu beurteilen, ob es mit Hall gesamplet ist, oder im Mix gemacht. Ich tippe aber mehr auf mit Hall gesamplet, weil zum Teil davor ein reverse-Hall ist, also einfach der Hallsample umgedreht. Ich vermute übrigens eine gesamplete Bongo, die tiefer gespielt ist, das klingt dann "größer" als eine echte Conga.
     
  3. Danke Dir :nihao:

    Ok, interessant. Werde ich ausprobieren (resonierendes Filter hab ich sogar schon mal gebastelt), aber wäre da wohl z.Zt. nicht drauf gekommen.

    Oha an Bongo dachte ich sogar... aber das war so oder so mehr Vermutung. Auch das mit dem Hall werde ich testen.


    Vielleicht noch kurz wie man zu den restlichen Sound in etwa kommt? Wobei es mir dabei hauptsächlich um die Bässe bis Mitten geht. Ich glaub ich habe da schon länger einen "Denkfehler".. und vermute das vieles von dem Sound, was ich nur dem eigentlich Bass zugeschrieben habe, eigentlich vom Drive und Zerre von (nennen wir es mal) Basslead kommt - also einem Sound der noch Bassanteil hat und den eigentlich Basssound unterstützt. Bei dem Beispiel ab 0.40 etwa.. das sind doch auch eher zwei Sounds?

    Dank dem Reminder (Q-Video) werde ich mich mal bischen mehr auf die Combfilter des Blofeldes konzentrieren, vermute damit könnte man evtl. auch in vergleichbare Klangegefilde kommen. Achja und was ist z.B. mit FM kommt man damit nicht vielleicht auch sehr gut hin bzw. eher wie mit anderen Methoden?


    Gruss
     
  4. fanwander

    fanwander ||||||||||

    Nein, das ist nur ein Sound. Ich vermute ein Sample eines echten E-Basses durch ein Tiefpass. Ob der ungefilterte Sample ein verzerrter Sound ist, ist schwer zu beurteilen. Vermutlich einfach ein Jaco Pastorius artig klingender Fender-Jazzbass oder so.

    Das eigentliche Geheimnis der Dichte dieser Produktion dürfte aber einfach der massive Einsatz von Kompressoren auf allen Ebenen sein. Dabei ist "massiv" nicht im Sinn von "starke" Kompression gedacht, sondern es bedeutet, andauernd und an jeder Stelle wird komprimiert; wenn auch oft nur mit geringer Ratio: Im Kanal, in der Subgruppe, in der Summe. Und vermutlich wird auch mit Sidechain-Kompression in den Subgruppen gearbeitet. Solche Produktionen scheinen einfach strukturiert zu sein, sind aber in der Mischung doch meist recht komplex.
     
  5. Danke Dir :nihao:

    Hoha, ok - (analoge) Zerre liegt aber schon auf dem Bass!? Ich glaub Orange Tree hat ne Jaco Sample Lib. Muss gestehen kannte den Musiker vorher nicht, war wohl einer der Bassisten überhaupt!? Mich hat es geflashed wie er Flageolett Töne spielt. :)

    Ok, kann man ja mal versuchen mit dem (Kompressor) Ansatz.. Und ich schätze das nicht für leicht ein. ;-)

    Blieb nur noch die Frage nach den Sounds ansich. Aber habe gesehen, gibt hier nen Thread "Bass mit FM" oder so.. das werde ich mir mal anschauen/hören.


    Gruss
     
  6. fanwander

    fanwander ||||||||||

    So knurrige Bass-Sounds gehen oft erstaunlich gut mit unsymmetrischem Rechteck (ohne PWM) von nur einem Oszillator.

    Was mir als a boring-old-fart-Beispiel immer einfällt ist der zwar unauffällige aber knochentrockene Bass in Steve Winwoods "Valerie". Beim Konzert (1988 oder so... :opa: ) hat der Bassist da einen Moog Prodigy gespielt
     
  7. Danke Dir :nihao:

    Geht erstaunlicher Weise gut in die richtige Richtung. :D

    In Sachen Sounddesign bin ich halt echt noch nen Newbie, hast Du/Ihr vielleicht ne Videoreihe mit der man dem entgegenwirken kann!? Bevorzuigt auch mit Erklärung, weil nur das Sound "nachbauen" bei mir noch kein Aha Effekt auslöst..

    Werde ich mir noch anhören/anschauen..


    Gruss