Stepsequencer Radias vs Origin

Dieses Thema im Forum "mit Sequencer" wurde erstellt von electric guillaume, 25. November 2009.

  1. electric guillaume

    electric guillaume keine Information

    Nachdem ich im Laden einige echt analoge Synths ausprobiert habe und für mich festgestellt habe, dass mir die unterschiede zu Massive und Co zu geringfügig sind, denke ich daran einen Hardware-Synth mit direkt zu bedienendem Stepsequencer anzuschaffen.
    Den Radias hatte ich schon mal unter den Fingern, hatte da aber Schwierigkeiten ohne Handbuch die Dinge zu machen die ich vorhatte. Vom Origin kenne ich nur die Demos im Netz, und da sah das alles sehr intuitiv aus (zugegeben, beim Radias auch). Ansonsten habe ich Stepsequencing, wenn überhaupt, nur mit dem internen Cubase Tool gemacht, habe da also keine Erfahrung.
    Hat von euch jemand die Stepsequencer der beiden Probanden vergleichen können?
     
  2. Moogulator

    Moogulator Admin

    Ja, Origin und Radias. Beide im SynMag.

    Die Konzepte weiche etwas ab. Während Korg auf Echtzeit 16-Step plus 2 Step-Sequencer setzt und da auch quasi einen polyphonen Drumcomputer drin versteckt geht Origin eher den Weg eines Quasioffenen Systems, wo die Patterns extra gespeichert sind und einfach 3 Spuren aufgezeichnet werden. Diese sind aber konsequent "Step", also hier findet keine Motion Recording- Aktion statt, dafür aber kann man ein Arsenal an Zielen damit steuern. 3 Spuren sind das. Inkl Trigger. Beim Radias sind das 3 einfache Motion Recorder und der klassische Sequencer, welcher eine Mischung aus Step-Setzen und Digital-Step-Eingabe ist.

    DH: Wenn man sich drauf einlässt, kann man mit beiden live arbeiten und beide haben dadurch bestimmte Vorteile. Live find ich die Motion Lösung besser, aber sie ist etwas kurz mit 16 Steps, beim Origin ist das nicht möglich, dafür sind die Dinger länger und haben versch. Patterns, was der Performance mit einem SOund zugute kommt.

    Es gibt noch mehr Aspekte, weiss nicht welcher dich besonders interessiert. Groovebox sind beide nicht. Aber ein bisschen.
    Die PErformance damit ist bei beiden in gewissen Rahmen vorzubereiten. Das Routing im Origin zB ist nicht spontan und schnell genug, aber die Eingabe der Noten für den Hauptsequencer (den poly-teil) beim Radias auch nicht. Das ist also, wo du quasi entscheiden müsstest.

    Das wird nicht einfach. Der Origin ist freilich modularer und offener als der fest konfigurierte Radias. Aber dafür gibt es diese Digitwaveforms und den Vocoder und undund . Kann man endlos gegeneinander halten.
     
  3. electric guillaume

    electric guillaume keine Information

    Danke dafür, habe beide Berichte mehrfach gelesen.

    Das befürchte ich auch.

    Das ist mit nicht ganz klar.Was bedeutet Motion Recording? Ich stelle mir das im Augenblick so vor:
    Ich lasse den Sequencer laufen und drehe z.B. am Filter CutOff. Dieser ganze Sweep wird dann über alle 16 Steps als lineares Ereignis aufgezeichnet. Ähnlich wie eine Automationskurve in der DAW. :?:
     
  4. Ariba

    Ariba Tach

    Rischdisch ;-)

    ich hatte mal den Radias, jedoch hat der mir vom Sound nicht gefallen. Mit dem Origin bin ich sowohl Soundtechnisch, von den Möglichkeiten und natürlich mit dem Stepsequencer zufrieden. Momentan steht noch ein Firmware -Update in den Startlöchern, das du.a. die Sequencer-Funktion noch verbessern soll).
    Am besten zu testest Du mal beide Kisten an und entscheidest dann was am besten gefällt- die Steppis sind in beiden Geräten spaßig
     
  5. electric guillaume

    electric guillaume keine Information

    Den Radias habe ich schon mal 1-2 Stündchen unter den Fingern gehabt, da habe ich mich aber noch nicht so sehr um den Stepsequencer gekümmert und dessen Bedienung auch nicht gleich durchblickt.
    Vielleicht bekomme ich am Samstag die Gelegenheit den Origin anzutesten. Mal was anderes als Korg.
    Danke schon mal für den Kommentar zum "Motion-Recording".
     
  6. snowcrash

    snowcrash Tach

    im detail: der radias speichert nur den momentanen wert der reglerbewegung zum zeitpunkt eines steps. also 16 werte pro motion sequenz. smooth wird es dadurch, dass man waehlen kann ob er spruenge machen soll oder ein fliessender uebergang zwischen den steps stattfinden soll. funktioniert aber eh erstaunlich gut. poti-zwirbeleien im 32stel bereich gehen dabei aber verloren. man muss sich das eher als komplexeren "triangle" LFO vorstellen, fuer eine "automation" wie bei den electribes (die im prinzip gleich funktioniert) sind die laengen der motion sequenzen leider zu kurz... ist also etwas anderes, mit mehr life zugriff, weil die 16 steps im laufenden betrieb eingestellt werden koennen... das geht bei den tribes zB so nicht.
     
  7. electric guillaume

    electric guillaume keine Information

    Danke für die Details. Wenn ich dich richtig verstehe heißt das, dass bei einer langsamen Sequenz mit langen Legato-Noten im "smooth"-Modus ein kontinuierlicher "Sweep" möglich ist. Wie bei einer Automationskurve, nur, dass man die Werte dieser Kurve zwischen den Steps nicht beeinflussen kann.
     
  8. nihil

    nihil Tach

    so isses, der sequencer vom radias lässt sich leider am besten über den rechner editiern, am gerät ist es wohl etwas pfriemelig, ich hab es allerdings noch nicht so richtig ausprobiert da rechner, ansonsten ist der radias schon ein sehr feines gerät
     
  9. Moogulator

    Moogulator Admin

    Ja, eben Echtzeitrecoring aber eben nur mit 16 Punkten der Änderung, eben Step. So wie bei den Electribes. Nur ist deren Auflösung höher.

    Achja: ein Slew Limit gibt es schon auch, also eine radikale Umschaltung oder ein langsames Gleiten von Wert zu Wert. Aber eben nur bei Motion Seq, die andere Abteilung ist etwas theoretischer. Das muss man nicht mit Editor machen, man spielt die Noten und kann dann nachträglich wie bei einem Lauflichtsystem die Steps aktivieren oder nicht. Alle sind gleich lang dabei, das ist also nicht so wie bei den Tribes, was ich etwas schade finde. Das noch und es wäre weit intuitiver gewesen.
     
  10. electric guillaume

    electric guillaume keine Information

    Wenn man zum Editieren wieder in den Rechner muss, lohnt sich der Aufwand eher nicht.
    Ich muss wohl einfach etwas Zeit investieren um herauszufinden ob mir das jeweilige Bedienkonzept zusagt oder nicht.
    Vielleicht bin ich auch durch die relativ übersichtliche Editiererei am Rechner in den letzten Jahren zu bequem für Hardware geworden ;-)
     
  11. Moogulator

    Moogulator Admin

    Muss man nach meiner Ansicht nicht. Das hat jemand anders behauptet ;-)
    Zu bequem für Hardware? Naja. Es gibt Aspekte wo das stimmt, aber, hmm…
     
  12. electric guillaume

    electric guillaume keine Information

    Ich hatte die Aussagen auch hintereinander gestell, weil sie gegensätzlich waren. Der eine sieht es so, der andere anders, da spielen eben persönliche Vorlieben oder auch Vorkenntnisse eine Rolle.
    Mit zu "bequem" für Hardware meinte ich eigentlich nur, dass bei den meisten Softsynths ein Blick in die Bedienungsanleitung heute oft überflüssig ist. Bei einem so vielseitigen und einigermaßen komplexen Synth wie dem Radias wird man um das Blättern in der Bedienungsanleitung und das Abtauchen in das ein oder andere Menü nicht herumkommen. Dafür ist man, wenn man sich das know how angeeignet hat, mit der Hardware evtl schneller und mit mehr Spaß am Ziel.
     
  13. nihil

    nihil Tach

    Sounds am Gerät bauen macht Spass mit dem Radias, die Software ist hilfreich um einen Überlick zu bekommen.
    Sequencen erstellen geht ja auch am Gerät, ist aber halt mit dem Editor angenehmer, ich muss mich jetzt nicht selbst quälen und unbedingt alles am Gerät machen.
     
  14. Moogulator

    Moogulator Admin

    Wollte nur sagen: Genau DAS ist Ansichtssache.
     
  15. nihil

    nihil Tach

    klar jeder so wie er mag geht ja beides
     

Diese Seite empfehlen