SYGER
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Hi,
meine 2cents dazu:
Ich mach seit Ewigkeiten Musik, d.h. ich kauf Geräte, probier die aus, mach 8bar loops die es nie zu songs schaffen and that's it. ;) (Dazu jammen als Teil von "Maschinenliebe", aber das ist eine ganz andere Sache).
Mich hat das nur noch genervt nix fertig zu bekommen und mein Ziel war es zu veröffentlichen und das endlich hin zu bekommen.
Ich bin davor über die Jahre durch zig "Studio"-Varianten gegangen: Im selben Zimmer wie das Home Office (eigener Tisch, selber Tisch, stehend/ sitzend), eigenes Zimmer. Nichts hat funktioniert.
Dann hab ich mich in einem atelier eingemietet - ähnlich wie das was Du an Platz anmieten kannst und dann ging es plötzlich.
Die folgende Kombi machte es für mich:
Räumliche Trennung von Allem anderen: Es ist wie bei Yoga. Könnte man auch zuhause machen. Macht man aber nicht, weil man den A nicht hochbekommt und lieber chilled. Deshalb gehen die Leute in ein Studio. Ging mir auch so. Dadurch, dass ich da Miete gezahlt hab, bin ich da auch hin und wenn ich dort war, hab ich Musik gemacht und nichts Anderes.
Geringe Anfahrtszeit/ Rüstzeit: Das Fitnessstudio am Ende der Stadt nutzt man dann auch wieder nicht. Bei mir waren es 8min zu Fuß - genug um vom Arbeitstag runter zu kommen und mich bisschen zu sortieren. Ein Knopf zum Anschalten und Alles lief, statt ewig noch rumstöpseln oder Geräte aufbauen zu müssen hilft auch.
Kleine Arbeitspakete und Teilung von Aufgabenblöcken: Man ist nicht Jeden Abend kreativ, aber es gibt immer was zu tun. Wenn man sich aufschreibt was an jedem Track (ich arbeite immer an 2-3 Ideen gleichzeitig) zu tun ist, kann man sich das Arbeitpaket raussuchen was für den jeweiligen Tag passt. Dann ist es halt "Optimieren Kickkdrum & Bass bei Track x" oder "Cleanup der Spuren und nicht notwendigen Geräte bei Track Y vor der Veröffentlichung" statt "Entwurf eines neuen Welthits" ;)
Minimalistisch: Ich hab am Ende von meiner Hardware nichts mehr genutzt und nur noch im Laptop produziert. Dazu keine Boxen (auch da bin ich über die Jahre durch x Interaktionen gegangen): Das Ganze "wir richten ein studio mit boxen ein" ist imho eine einzige Geldvernichtung. Wenn Du nicht richtig Geld reinstecken kannst, um das akustisch so behandeln wie es gehört, bringen Dir die besten Boxen nichts. Das merkt man erst wenn man Sachen für die Veröffentlichung wirklich fertig macht, also versucht das 100% fertig zu bekommen - das ist pain the ass wenn es im Studio gut klingt und Tests in Auto, AirPods, Handy, JBL usw. wieder ganz anders klingen. Meine Lösung die sich seit mehreren Jahr bei mir bewährt hat: Steven Slate VSX Kopfhörersystem und als zusätzliche Testabhöre: Auto, Handy, Macbook, AirPods, Boombox.
Aufwände tracken: Um zu sehen, ob ich das Studio wirklich nutze, hab ich ein Jahr lang getracked was ich da gemacht hab, einfach Excel: Ankunftszeit, Endzeit, was hab ich gemacht, Ausgerechnet in Stunden & Minuten. Das war für mich immer so ein kleines "Erfolgstagebuch" auch wenn man das Gefühl hatte es ging mal nichts vorwärts, sieht man doch was man schon geschafft hat. Es ist crazy was man mit "eine Stunde hier, eine Stunde da" schafft!
Im Schnitt war ich bei knapp unter 2h je Studiobesuch unter der Woche und wenn es am WE mal ging, waren es 3-4.
Am Ende geht es darum, welche Verhaltensweisen ein Studio bei Dir stärkt. Bei mir war es das "loslegen, Plan für die Veröffentlichung folgen, die Energie reinstecken auch wenns dann mal in Arbeit ausartet und vor Allem: Kontinuierlich was machen und wenn es nur Kleinigkeiten sind.
Nach einem Jahr war ich dann soweit, dass ich das Studio nicht mehr gebraucht hab, um in meine Routine zu kommen. Inzwischen mach ich das wieder zuhause.
Liebe Grüße,
Sebastian
meine 2cents dazu:
Ich mach seit Ewigkeiten Musik, d.h. ich kauf Geräte, probier die aus, mach 8bar loops die es nie zu songs schaffen and that's it. ;) (Dazu jammen als Teil von "Maschinenliebe", aber das ist eine ganz andere Sache).
Mich hat das nur noch genervt nix fertig zu bekommen und mein Ziel war es zu veröffentlichen und das endlich hin zu bekommen.
Ich bin davor über die Jahre durch zig "Studio"-Varianten gegangen: Im selben Zimmer wie das Home Office (eigener Tisch, selber Tisch, stehend/ sitzend), eigenes Zimmer. Nichts hat funktioniert.
Dann hab ich mich in einem atelier eingemietet - ähnlich wie das was Du an Platz anmieten kannst und dann ging es plötzlich.
Die folgende Kombi machte es für mich:
Räumliche Trennung von Allem anderen: Es ist wie bei Yoga. Könnte man auch zuhause machen. Macht man aber nicht, weil man den A nicht hochbekommt und lieber chilled. Deshalb gehen die Leute in ein Studio. Ging mir auch so. Dadurch, dass ich da Miete gezahlt hab, bin ich da auch hin und wenn ich dort war, hab ich Musik gemacht und nichts Anderes.
Geringe Anfahrtszeit/ Rüstzeit: Das Fitnessstudio am Ende der Stadt nutzt man dann auch wieder nicht. Bei mir waren es 8min zu Fuß - genug um vom Arbeitstag runter zu kommen und mich bisschen zu sortieren. Ein Knopf zum Anschalten und Alles lief, statt ewig noch rumstöpseln oder Geräte aufbauen zu müssen hilft auch.
Kleine Arbeitspakete und Teilung von Aufgabenblöcken: Man ist nicht Jeden Abend kreativ, aber es gibt immer was zu tun. Wenn man sich aufschreibt was an jedem Track (ich arbeite immer an 2-3 Ideen gleichzeitig) zu tun ist, kann man sich das Arbeitpaket raussuchen was für den jeweiligen Tag passt. Dann ist es halt "Optimieren Kickkdrum & Bass bei Track x" oder "Cleanup der Spuren und nicht notwendigen Geräte bei Track Y vor der Veröffentlichung" statt "Entwurf eines neuen Welthits" ;)
Minimalistisch: Ich hab am Ende von meiner Hardware nichts mehr genutzt und nur noch im Laptop produziert. Dazu keine Boxen (auch da bin ich über die Jahre durch x Interaktionen gegangen): Das Ganze "wir richten ein studio mit boxen ein" ist imho eine einzige Geldvernichtung. Wenn Du nicht richtig Geld reinstecken kannst, um das akustisch so behandeln wie es gehört, bringen Dir die besten Boxen nichts. Das merkt man erst wenn man Sachen für die Veröffentlichung wirklich fertig macht, also versucht das 100% fertig zu bekommen - das ist pain the ass wenn es im Studio gut klingt und Tests in Auto, AirPods, Handy, JBL usw. wieder ganz anders klingen. Meine Lösung die sich seit mehreren Jahr bei mir bewährt hat: Steven Slate VSX Kopfhörersystem und als zusätzliche Testabhöre: Auto, Handy, Macbook, AirPods, Boombox.
Aufwände tracken: Um zu sehen, ob ich das Studio wirklich nutze, hab ich ein Jahr lang getracked was ich da gemacht hab, einfach Excel: Ankunftszeit, Endzeit, was hab ich gemacht, Ausgerechnet in Stunden & Minuten. Das war für mich immer so ein kleines "Erfolgstagebuch" auch wenn man das Gefühl hatte es ging mal nichts vorwärts, sieht man doch was man schon geschafft hat. Es ist crazy was man mit "eine Stunde hier, eine Stunde da" schafft!
Im Schnitt war ich bei knapp unter 2h je Studiobesuch unter der Woche und wenn es am WE mal ging, waren es 3-4.
Am Ende geht es darum, welche Verhaltensweisen ein Studio bei Dir stärkt. Bei mir war es das "loslegen, Plan für die Veröffentlichung folgen, die Energie reinstecken auch wenns dann mal in Arbeit ausartet und vor Allem: Kontinuierlich was machen und wenn es nur Kleinigkeiten sind.
Nach einem Jahr war ich dann soweit, dass ich das Studio nicht mehr gebraucht hab, um in meine Routine zu kommen. Inzwischen mach ich das wieder zuhause.
Liebe Grüße,
Sebastian