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Studio in dem man nicht gegen eine Wand guckt.

Ich mag mein Studio, aber ich habe aktuell auch eines dieser Setups, wo der Computer mit kleinem idealen Tisch und Abhörmonitore gegen die Wand stehen. Das ist nicht gerade schön.
Habe eine schwierige Aufgabe für die es sicher viele Ansätze gibt.

Früher hatte ich den Blick ins Studio aber mit so einer Art Abteil-Insel, man war also auch irgendwie eingesperrt.

Durch Sessel statt Stuhl und schönen für mich gut passende Höhen habe ich aktuell eine angenehme Arbeitshöhe von Tastatur, Keys und Monitor - aber - man guckt gegen eine Wand, die Fenster sind seitlich zu meiner Rechten. Das ist doch eigentlich unschön, ein Studio sollte ein Ort der freien Entfaltung sein.

So gesehen "scheitere ich" an der "Hardware", rein physisch ist das einengend. Bei mir steht viel auf Ständern, damit man "durchschauen" kann, der Roboter kann sauber machen. Blockaden sind nicht gut.
Hat das mal einer probiert? Besser und schöner machen?

Wie machst du das? Hast du bessere Ideen?
Bei einem Freund, mit dem ich kürzlich ein schönes Liveset gemacht habe, hat sein Zentrale mit Rechner und Synths in der Mitte des Raumes.
Davor ist die Sitzecke und dahinter Atelier. Sowas ist schon besser. Aber es ist ja am Ende auch wie im Büro sitzen. Kann man sowas überhaupt kombinieren? Sofastudio? Nein, es muss kein Sofa sein, Sessel und bequem ist ja schon da.


Ich fänd rausgucken oder ins Zimmer hinein schauen schon besser, es ist schön hier.
Liebe Lofts und große Zimmer, nicht viele kleine - daher ist das hier so. Also hier wohne und arbeite ich. Das nur nebenbei. Weil das muss zusammen kommen, Musik und Arbeit ist dasselbe! Aktuell habe ich 3 Arbeitsbereiche - Video, Audio und Arbeit & Tests. Das ist ansich nur so, weil Arbeit & Tests faktisch das Sofa ist, "Wohnzimmer", da probiere ich auch aus. 1-3 Geräte auf den Tisch, die kommen aber weg oder können leicht weg geschoben werden, wenn "jemand kommt"…


Wer hat gute Tipps, Beispiele und eigene Ideen, wie man das hinbekommt, sodass man da auch Leute rein führen kann (Freunde) was nicht lebensfremd und seltsam ist oder zu nerdig, dennoch aber als Arbeitszentrum für Musik und Machen funktioniert.

Leider nerven auch zu viele Aufbauten und Barrieren, sowas wie 6fach Keyständer - ja, habe ich immer hinter mir in jeder SeqTalk Sendung kann man das sehen, das ist die Laborzeile.

Daher - wie habt ihr das optimiert oder habt ihr das nicht und es ist einfach so? Die meisten Studios sehen gut aus, aber man sitzt doch mit den Augen an der Wand und eingebaut. Ich habe gern eine freie Arbeitsidee - offen.

Gern alles dazu was dir einfällt..
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke meistens ist es der akustischen Situation bedingt am besten die Monitore nahe an der Wand in Richtung des Raumes auftustellen.
Als Klanginsel in der Mitte müsste der Raum schon sehr sehr gross sein evtl 100m² ? ;)
 
Ich achte auf sowas - dafür wirft man mir vor, es sähe aus wie "schöner wohnen"
Aber ich brauche eine gewisse ordnung - und auch farblich.

Von berufswegen weiss ich wie objekte funktionieren und wieviel abstände die haben müssen oder brauchen um zu wirken!
Hat nix mit musik zu tun aber mit wohlfühlen.

Apropos "Wand" es hilft die kleine broschüre von Paul Klee über "Grundlagen der Gestaltung" von 1928 oder so...
Da steht dann das zb das waagegechte linien nicht einschränken aber senkrechte - diese wirken wie ein gefängnis! Waagerechte linien wirken eher wie ein horizont... also erweiternd...

Wenn man das weiss, kann man das auf ein studio anwenden... Ansonsten hilft eigentlich nur genau hinsehen und sich fragen "Was sehe ich" und "Was sehe ich eigentlich wirklich".

Ich habe zb eine "wand" wor mir mit dämpfung - Und ich hatte die immer zusammen stehen - kante auf kante und irgendwann hatte ich die eingebung diese mal etwas von einander weg zustellen - das ist einmal akustisch besser wieder - da mehr vielfallt - und die WAIRKUNG einer "WAND" hat sich völlig aufgelöst.
So etwas zu beobachten finde ich toll...

Die untere reihe ist auch GRAU damit diese die ganzen verschiedenen geräte zu einer einheit zusammen zieht! Und die obere reihe ist "gruen" warum wohl :-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei mir steht der Computertisch mit etwas Abstand zu zwei großen Fenstern, die bis zum Boden reichen. Ich kann also raus gucken. Allerdings blendet das bei Sonne, sodass ich dann die Außen-Jalousien herunterfahren muss. Linkerhand steht dann das Rack mit Audio-Interface, Preamps, Rack-Synths usw. an der Wand. Hinter mir der Poly 61M auf einem Keyboardständer und das "kleine" Modularsystem. Das "große" Modularsystem steht rechts vom Computertisch. Es ist also eine U-Form.
 
Um das wand gefühlt wegzubekommen kannst du natürlich auch mit bildmotiven deiner wahl arbeiten..
 
hab hier in meinem schlafzimmer auch gerad noch eine seite der wand völlig weiß und leer, nicht schön. dachte mir letztens, ich werd demnächst ein paar dünne regalbretter anbohren und eine pflanzenwand draus machen - hängepflanzen, farne, usw.
also einfach nen kleinen dschungel in die wohnung bringen.
 
Ich fänd rausgucken oder ins Zimmer hinein schauen schon besser, es ist schön hier.

Häng einfach einen großen Spiegel über den Arbeitsplatz. Waagerecht und leicht geneigt, damit du auch den Raum sehen kannst. ;)

Dürfte einiges an Umräumarbeiten und Raumeffizienzbedenken direkt überflüssig machen.
 
Was auch gut sein kann, ist die verwendung von Filz:
Der bringt eine gewisse wärme mit, ist aber noch technisch genug das man ihn an einem arbeitsplatz benutzen kann.
und er macht akustisch was - ich hab ihn auf dem arbeitstisch...
 
  • #14
Ich hatte nicht den Eindruck, dass ne akustische Raumoptimierung hier das Ziel war. Und da rechts eh schon ein Fenster ist, macht ein Spiegel mehr den Braten wohl auch nicht mehr fett. Aber man kann dann trotzdem noch Besuchern ins Gesicht sehen, wenn man am Rechner Dinge macht.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Moogulator
  • #15
Kleine Info: Ich habe keine Bilder und habe es lieber "schlicht" und Farben sind weiss, weiss und weiss, etwas schwarz und noch weniger silber. Bauhaus!

Ich finde das gut. Ich will bewusst keine Bilder mehr, keine Poster, gar nichts. Es ist einfach nur Raum. Ich versuche sehr, dieses Geclutter zu begrenzen, in allem wie es aufgebaut ist.

Die technische Perfektion des Abhörens ist gar nicht so wichtig wie es immer gemacht wird, das schafft man - dennoch ist es ja eher ein "Gefühl", jeder andere würde sagen - alles fein.

Daher -- ich schau mal. Das mit dem Spiegel könnte sogar ganz nice sein, aber das ist oben vorn dann, Aber - ansich könnte man auch alles in der Mitte aufbauen und dennoch soll ja auch mal "ne Freundin vorbekommen" können die nichts mit Synths zu tun hat.



Ziel: Hier gibt es natürlich kleinen Publikumsverkehr, das ist ja eher privat. Vielleicht mal nen Schüler, oder zum aufnehmen oder so kommen, aber das ist nicht so wichtig, ggü. dem eigenen Arbeiten und Leben.

Sicher eine schwierige Idee, verstehe ich - daher um alle Gedanken dankbar.
Aufstellen und Plan ist natürlich auch noch schwerer zu beschreiben. Klar.
 
  • #16
Ein wenig Platz und ein großes Fenster?

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So aufgeräumt ist es natürlich nur selten. Realistischer:
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Man kann auch von außen reinschauen:
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  • HaHa
M.i.a.u.: verstaerker und SirAdrianFish
  • #18
Das ist ein schwieriges Thema,was mich auch schon seit nem Jahr wurmt - Ich hab in unserem Haus die obere Etage für Mich -aber nur ein kleines Dachzimmer für mein Studio,weil der Rest ist halt Wohn/Schlafzimmer & Bad etc. - Von daher werd ik Mir im Frühjahr mit diversen neuen Tischen & Co. eine U-Form bauen - sodass ich jeden noch so kleinen mm meiner kleinen Studio-Butze praktikabel nutzen kann.
 

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  • #19
Die Idee mit Blick nach draußen ist nice to have aber mMn gar nicht so wichtig. Wenn ich konzentriert an meinen Geräten sitze da ist es eigentlich egal was vor mir ist.

Was mal ganz schön ist ist wenn ein schönes Pad vor sich hin moduliert und ich dann nach draußen schaue und bissl träume.

Ursprünglich war mein Plan ein Paar Monitor zu nutzen, sowohl für's auflegen als auch zum produzieren. Das in einem Raum unterzubringen ist aber schwierig. Deswegen und wegen Kind produziere ich ausschließlich über Kopfhörer.

In dem umfunktionierten Kinderzimmer hab ich links, wenn man reinkommt, mein DJ Pult und gerade zu den "Produktionsschreibtisch".

Dieser steht recht mittig im Raum, vor dem Fenster. Mir war es wichtig das man gut an das Fenster ran kommt und ganz öffnen kann. Vor dem Fenster ist halt "nicht nutzbarer" Raum aber einen Tod muss man sterben.



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