Workstation/Synth für Livespiel in Band und Studio

Dieses Thema im Forum "Polyphon" wurde erstellt von kriegnix2017, 5. Februar 2017.

  1. Ich bin neu hier und das erste mal aktiv in einem Musikerforum, man möge mir Fehler verzeihen. Passiv bin ich schon seit einiger Zeit in diversen Foren unterwegs (Musikerboard, Technicsforum…und natürlich hier), habe mich aber nie wirklich getraut solche Anfängerfragen zu stellen. Bis ich auf das wirklich gut gemachte Einstiegswiki von Moogulator und dem Klavierumsteiger-Thread von „with-joerg“ gestoßen bin…..

    Ich formuliere mal noch eine Frage zum (vielleicht) besseren Verständnis vorweg:

    Woher komme ich musikalisch, was hab ich bisher gemacht?
    Ich habe als Jugendlicher Held mehrere Jahre Klassik-Klavier (im wahrsten Sinn des Wortes) gelernt (Musiktheorie/Harmonielehre kein Problem). War aber schon immer Fan der Berliner Schule sowie JMJ, Vangelis….und hätte solche Sachen schon damals (meine bewusste Kindheit waren die 70igern/Anfang 80iger, da war das wirklich nur ein Traum für „Normalos“) gern selber gespielt. Hab dann ca. 20 Jahre wegen etwas turbulenten Entwicklungen (Job, Familie, Kinder….) nix mehr gemacht. Erst Mitte der 2000er hab ich mir 1. ein Digitalpiano (Kawai CA71) für die Kids und mich geleistet und 2. Ableton entdeckt und damit die ganze unendliche Freiheit (und die damit verbundenen technischen und kreativen Probleme und mich vielfach verloren) mit DAW, Vst’s und Konsorten.

    Das Ergebnis: 1. Mein Klavierspiel reanimiert und aufgehübscht mit ein paar pianolastigen Klassikern und Improvisationstechniken 2. Zu paar selbst programmierten Fragmenten in Ableton Softsynths live gespielt (inzwischen Ableton 9 Suite, free vsts, NI Komplete 6, Controller Novation SL MKII 25 und Launchpad 1.Generation und Digitalpiano als Tastatur) – mehr ist hier nicht geworden und total unbefriedigend.

    1) Was suchst du genau? Wie ist dein musikalisches Ziel und was suchst du EIGENTLICH?
    - ich will meine o.g. Fähigkeiten bündeln und raus aus meiner „eigenen Suppe“ im kleinen Kämmerlein:

    1. in Bands spielen Richtung Rock (am liebsten Progressiv/Symphonic) bis Top40, Cover und gern auch eigene gemeinsame Songs (habe ich begonnen in einer Studenten/Lehrer-Band der Modern Music School von Alternative bis ansatzweise Symphonic – bei letzterem wird’s interessant
    2. im Studio Vorprogrammierung songabhängiger Setups (Nutzung von Presets oder Signature-Soundcombis, Soundanpassung und –programmierung…. ja, wenn das Ziel klar ist)
    3. im Studio (vielleicht auch in kleinem Rahmen live) JMJ, Vangelis, Berliner Schule… nachempfinden
    4. im Studio durch Jammen (nicht in erster Linie durch Einzelsound frickeln) auf neue Ideen kommen mit Hilfe einer guten (selbst) zusammengestellten Combi und dann live möglichst viel in Echtzeit beeinflussen (Korg Kronos Combis basteln inklusive Karma oder Motif Song Mixing Mode + Arpps + Karma Software?).

    Im Studio gern auch Anbindung an Ableton (wenns sein muss, auch eine andere DAW, da Ableton bisher kein VST3.0 unterstützt und Yamaha nur noch das zu kennen scheint – Stichwort Motif/Montage-VST- Editor) als Sequenzer/Patternsequenzer (ich liebe die Session-Cliptechnik). In einer Band mit Laptop bin ich nicht wirklich begeistert, es sei denn jemand überzeugt mich vom Gegenteil  (Stichwort Stabilität von Windoof-Rechnern)
    Nach bisherigen Recherchen kämen für mich eigentlich nur Workstation in Frage (Kronos, Motif, Montage?) oder gibt’s gute Synth-Kombis. Oder vielleicht Stagepiano und….61iger Mittelklasse Workstation oder…Motif oder Kronos könnte ich mir gut als Ideenlieferant vorstellen und erste Schritte im Sounddesign durch Abwandlung am Gerät oder auch als Basis in Form von Pattern in Ableton

    ICH BRAUCHE EURE ERFAHRUNG

    a) wie soll das klingen.. was sind die wichtigsten Kriterien?

    - zunächst mal „Natursounds“, in die man auch unter einem guten Kopfhörer (DT990) „eintauchen“ kann, verwöhnt von Holztastatur in Kombi mit Steinway Galaxi (VST): in erster Linie gute Pianos für Soli/Balladen, FM-bis dreckige E-Pianos, Hammond Clone, „Blechsounds“ soweit bei Klassikern gebraucht (Sax, Trompeten, Bläserensemble), orchestrale Sounds (symphonic!), typische Streicher (Violine und Cello auch als gute Solovarianten), Gitarre nur zur Unterstützung als „zweiter Gitarrist“ (klar, die Motif Gitarren sind gut, aber nur deswegen zulegen?), Holzbläser soweit notwendig (ne gute Soloflöte als Intro ist vermutlich Standard)
    - Sonstige Brot und Buttersounds, Sounds für Klassiker wie Queen, Pink Floyd, Vangelis, JMJ, …
    - möglichst effektive Sound-, Performance(nachemp)findung der Keyboardparts bekannter Songs auch mit Hilfe von „Signaturesounds“
    - kann in keiner Weise VA’s von echten Analogen unterscheiden, ist für mich also nicht wichtig, (könnte da vermutlich auch mit Motif leben, der kennt ja nur samplebasierte Synthese)
    - schwelge gern auch mal in schön bewegten Flächensounds (aber es darf nicht durchgängig plätschern)
    - Um Stile hab ich mich noch nie gekümmert, es sei denn es wird durch die (Cover-)Band notwendig (also gern mal Klassik/Jazz mit House/Trance verschworbeln, oder einen Poptitel dreckig rockig)
    - Ich hab schon mehrere Session im Musikhaus durch, für schnelle Standards für Rock war der Kronos neben Nord Stage eindeutig der Favorit (dreckige Orgeln, e pianos sofort, das/die Pianos). Motif/MoxF muss ich definitiv aufbohren, die ursprünglichen Pianos gekoppelt mit der Tastatur (hier MoxF): das ging gar nicht, Flash-Speicher und zusätzliche Library’s (Easysounds….) sind zwingend (und müssen eingepreist werden), Montage klang schon gut, aber auch hier konnte mich das Piano nicht wirklich überzeugen (ein E-Piano dazu layern geht schon mit meine CA71, gut den Bösendorfer gibt’s ja immer noch Gratis dazu).

    Bedienung / Bedienbarkeit / intuitive oberfläche?

    - Ja gern, möglichst eine zentrale Hardware-Setupsteuerung für Live-Gigs
    - Ableton (Session-Szenes) oder Cantabile/Forte nur ungern live als Zentrale
    - vernünftiges Display, auch Touchscreen (MoxF ist deswegen als Live-Zentrale für mich fragwürdig)
    - Mausbedienung während des Spiels wirkt irgendwie abtötend
    - geil wäre, wenn bei Soundtuning hardwarecontroller-sets zum Schrauben zugewiesen werden können, gibt’s da templates (kenne sowas vom Zusammenspiel der hauseigenen Ableton-Instrumente mit Novation-Midi-Controllern mittels Automap bzw. Ableton-Template-Konfiguration)
    - Drums nötig? Ja, zum Jammen und Ideengeber
    - Arpeggiator? jaa
    - Klang / Komplexität? Klang siehe oben, Komplexität: was live mit Spielhilfen (Stepseqenzer, Arrps, Karma, Drehregler/Slider, ribon, wheels….) geht. Würde auch kurze Phrasen einspielen, aber keine Midifile- und Backingtrack- Session – ich will kein Alleinunterhalter werden (und könnte vermutlich auch unseren derzeitigen Drummer nicht für den berühmten Klick begeistern)
    - Bei Software: Windows (7-10), DAW, am liebsten Ableton, weil ich es kenne und per Session ein excellenter Patternsequenzer ist, VSTs zum Sound aufpolieren (nur wenn notwendig)

    hilfreich und wichtig dabei:

    - Deine Arbeitsweise:
    ergibt sich vermutlich schon aus Zielstellung
    Software möglichst nur im Studio, live könnte ich es mir zum Aufpolieren von Sounds even. als intelligenten Expander noch vorstellen
    möglichst viel intuitiv und on the fly beim Jammen (ist da der Pattern/Mixingmode des Motif wirklich hilfreich oder komme ich besser mit Remotesteuerung von Ableton zum Ziel?)

    - deine Kenntnisse sind..?
    Synth/Workstation/Hardware Anfänger, Ableton technisch verstanden (Midi-Remotesteuerung, Instrumentenracks basteln, Sidechaintechnik mit Compressor und Autofilter….), gutes Klavierlevel, Harmonielehre, allererste testweise Schraubversuche an Vst-Synths (muss aber ne Reihe Zusammenhänge noch lernen, wie wirkt was und was ist effektiv….).

    - Deine musikalische Vision und Ansatz, wie du Musik machen willst:
    siehe Ziele, lernfähiger und vielleicht mal annehmbarer Bandkeyboarder mit allen „Notwendigkeiten“ der Setup- und Soundsprogrammierung, viel live spielen und nebenbei meinen Traum von JMJ und Co verwirklichen, im Studio Keyboardparts für eigene Songs im Bandverbund entwickeln (falls ein komplettes eigenes hörbares zeitgemäßes „Instrumentel“ dabei rüberkommen sollte, hab ich auch nichts dagegen – auweija dann muss ich mich ja wirklich mit „Mischen“ ….beschäftigen)

    - Nicht sehr wichtig aber hilfreich:

    Alternativen gibt es fast immer mehrere..
    - Willst du mit Software arbeiten? Im Studio ja als Ergänzung
    - Willst du mit Hardware arbeiten?
    Ja, Im Studio zum live jammen und als Ideengeber in Kombi mit DAW. Im Bandkontext möglichst nur Hardware
    .

    b) wie tief willst du selbst in die Synthese einsteigen oder fit drin oder willig zu "investieren"?
    möchte mich darauf einlassen, aber nicht verlieren.

    2) gibt es ein max. Budget? Wieviele Kröten machst du locker dafür MAXIMAL? Oder bist du sogar offen für alles (idealerweise)?
    Max 3.000,- Euro, 2000,- wären im Augenblick verträglicher

    3) Es gibt grobe Kategorien, wie Rom/Sample-basiert.. es gibt Mischformen, die Samples verbiegen es gibt aber auch reine Synthesizer, die alles komplett synthetisieren.. Hier ist gut, wenn du eine grobe Richtung hast.. Das kannst du an diesen Dingen festmachen:

    - Brauchst du "Naturinstrumente" (bekloppter Begriff), meint Klavier, Katzendarm, Streicher etc.. zB für Rock und Keyboarding im alten Sinne..
    Unbedingt! Siehe oben

    - Soll es röcheln, klingeln.. Chöre, Ambient-Flächen und so weiter?
    Ja, alles, ich liebe z.B. Flächen in jeder Hinsicht mit z.B. langsamer Zugabe von am Anfang fast nur erahnten Rhythmen, oder Glockensounds (hab aber null Ahnung von FM außer mal beim FM8 als Presets benutzt)

    - Willst du viel oder wenig in den Klang eingreifen können? und wie lernbereit bist du?..
    Bin ein Lerntier (komme beruflich schon ständig in Kontakt mit Neuem), Life immer eingreifen: vorprogrammiert und live eingesetzt (Filterfahrten, Morphing, Sound- Komplexitätswechsel, Wavesequenzing)
    Wenn es die Zeit erlaubt, gern auch mal Soundfrickeln (wahrscheinlich erstmal so genug zu lernen),

    Keyboard:
    Am liebsten 88 Hammer-Tasten, ABER das Gewicht: ich möchte gern mein gutes Teil (oder die Teile) jede Woche in den Probenraum mitnehmen um die Sounds/Performances/Combis im Bandkontext zu Verfügung zu haben. Mein Studio ist leider auf dem Dachboden und besteht hinsichtlich Tasten derzeit aus Digitalpiano CA71 (untragbar) und Novation Midi-Controller 25 Tasten. Im Probenraum steht bis jetzt leider nur ein Korg SP250 auf dem man Klavier spielen kann oder im Ansatz ultrabraves E-Piano oder Orgel (Leslie Fehlanzeige, geschweige Synthi Sounds).
    Deshalb meine Ideen (die ihr mit Eurem Erfahrungsschatz gern korrigieren/erweitern sollt):

    - 61iger Workstation + SP250 (Proberaum/Gig derzeit) + irgendein gebrauchtes 88 Masterkeyboard fürs Studio (für den Anfang mein CA71)
    - 73 Hammer (meines Wissens nur Korg Kronos?), weiß aber nicht, ob ich 21kg + Case jede Woche schleppen will, aber es wäre nur eine Kiste
    - Die „Großen“ 88iger fallen gewichtsmäßig definitiv raus (Montage/Motif ca. 30 kg ohne Case!)

    Hab auch schon an Mittelklasse-Workstation gedacht, aber als einzigste Kiste ist immer irgendwas:
    Alle kein Aftertouch, Setlist nicht wirklich (oder nur um die Ecke per Song/Pattern Mixing Mode wie beim MoxF), 88iger wären leicht genug

    Moxf: Motif-XF-Engine, Arpps+Karma-Software!, Pattern-Sequenzing, Bedienung aber irgendwie kryptisch (ob ich nach 14 Tagen Urlaub noch alle Tasten-Combis im Kopf habe), das Display (lieber nicht), Audio gar nicht möglich (oder nur über Umweg als Waveform im Flash)

    Roland FA: guter Anfang, Tastatur na ja aber warum nicht alle notwendigen Brot und Butter Sounds als Supernatural-Sounds (damit das Integra-Teil noch eine Daseinsberechtigung hat?), Ein Sampler ohne timestreching-Funktion (was wird mit meiner mühsam erstellten Audiophrase, wenn die Band sich doch auf ein anderes Tempo einigt?)?,

    Korg Krome: Tastatur 88 na ja, 61 geht gar nicht, Controller fast Fehlanzeige

    Ach ja, die Kurzweils, vielleicht die aktuelle PC3LE-Variante (preislich in der Mittelklasse) nach freigegebener VAST-Engine. Konnte ich bisher nicht selber testen/hören. Aber nach diversen Soundbeispielen scheint es doch so zu sein, dass die Soundpresets (subjektiv für mich) an einigen Stellen gefrickelt werden müssen, als da wäre das Piano…. Ich bin nicht wirklich glücklich, da kommt für mich kein Wow-Effekt bei den Naturinstrumenten auf (allerdings Orgel, E-Pianos und orchestrale Sounds im Verbund sind super). Synthie-Sounds sind mit Sicherheit gut, allerdings nicht immer die Werkspresets

    Aftertouch nötig oder nicht? Ja

    Was du da brauchst hängt von deinen Zielen zusammen:
    - Willst du live spielen? Ja.
    - Studioeinsatz? Ja
    - Hobby oder eher "Profi"? Hobby
    - High-End Sounds oder nicht?.. High End Sound
    - Eher Sounds bauen oder wirklich produzieren? Sounds bauen bei Bedarf, Produktion nur wenn entstandene Fragmente fertig ausbaubar, aber geringste Prio.
    - Sequenzieren oder eher "Player"? Ich hoffe, ich antworte im richtigen Kontext: Sequenzing im Sinne einer Spielhilfe für Live-Gigs und Jammen ja, aber keine Midifile/Backingtrack Songplayer Aktionen. Audio-Sequenzer gerne auch um mal am Rechner entwickelte Audio-Phrasen (und damit auch schmerzlos Sounds) als Intros oder Outros verwenden zu können

    Was kannst du dafür AUSGEBEN? Bis zu 3000EUR. 2000 wären Familien-Budget freundlicher.

    Gerne Euren Rat in der Hoffnung Euch nicht "erschlagen" zu haben

    Viele Grüße und großen Dank im Voraus
     
  2. hairmetal_81

    hairmetal_81 Mitglied in Capt. Obvious' Lambada-Testlabor

    Willkommen im Forum.


    Kurze Antwort:
    Korg Kronos oder Kurzweil Forte.


    Alles drin;
    Klaviersounds
    Orchestersounds
    umfangreiche Synth-Engine
    grosser Sampling-Speicher
    gute Tastatur (mit Hammermechanik)


    :nihao:
     
  3. freidimensional

    freidimensional Tastenirrtuose

    Oder Alesis Fusion der noch Harddiscrecording und FM Synthese hat.
    Da find ich die Tasten zwar nicht soo gut, aber der ist soundmässig noch
    was flexibler (aber evtl. ist die Synthqualität nicht so gut wie beim Kurzweil,
    ich fand sie aber gut). Und er hat nen ziemlich günstigen Anschaffungspreis
    für das was er bietet.
     
  4. Upps, das ging ja schnell, vielen Dank :supi: :D
    Forte hatte ich noch nicht wirklich auf dem Schirm. Gibts da sowas wie Arrps, stepseqenzer. Werde ich Mal anspielen.

    Sagt mir (noch) gar nichts. Muss ich Mal ins Netz abtauchen.
     
  5. PySeq

    PySeq ......

  6. Hab vorhin Mal in Deinen Channel rein gehört, klingt schon super :supi: Die Jupiters sind aber nicht 16fach multitimbral, bei 4 Parts ist Schluss, oder hab ich was falsch verstanden?
     
  7. Bernie

    Bernie ||||||||||||||||||||||

    sehe da den Kronos.
     
  8. ich zwei Kronos (61er und 73 Tastatur, da mich die Schlepperei auch sehr nervt) und den Jupiter 80.
    Kronos ist etwas flexibler, aber es wird auf Dauer teuer, denn die guten Sounds die man irgendwann dazu kaufen möchte (und das möchte man !) kosten ziemlich viel. Das doofe ist, dass die dann anschließend hardwaremäßig an das eine Gerät gebunden und nicht übertragbar sind. Der Jupiter hat einen völlig anderen aber auch sehr fetten Grundsound, m.E. eine sehr gute ! Tastatur und ist gebraucht auch für 2k€ zu bekommen.
     
  9. PySeq

    PySeq ......

    Ja, der Channel von "The 80s Fan" klingt schon gut. Leider ist es nicht meiner. :mrgreen:
    Meiner wäre hier.
    Weiß nicht, hab' keinen Jupiter. Aber wenn man mit einer DAW oder einem Studio arbeitet, braucht man Multitimbralität eigentlich nicht. Man spielt die Tracks meist nacheinander ein. Das kann man z.B. sogar auch mit nur einem Monosynth tun.
    Und live hat man für vielfache Multitimbralität eigentlich auch nicht genug Hände. Ein/zwei Splits sollten da reichen.
    Braucht man dann noch mehr Stimmen, braucht man eben ein weiteres Band-Mitglied. Wenn auch das nicht reichte, hatten z.B. Depeche Mode auch live immer noch ein Tonband am Start. :mrgreen:
     
  10. der "Trick" beim Jupiter 80 besteht auch darin, dass jeder dieser 4 Sounds bereits aus einem 4-Layer Sound bestehen kann. Es sind also massive Klangschichtungen möglich,
     
  11. PySeq

    PySeq ......

    Allerdings ist der 80 deutlich schwerer als der 50.

    Jetzt kommt bestimmt: "Um 30 schwerer." Ja, ja. :mrgreen:
     
  12. erstmal vielen Dank für die Antworten, inzwischen bin ich etwas schlauer, aber entschieden habe ich mich noch nicht
    Ich glaube aber fast, dass der Kronos das Rennen machen wird

    @freidimensional
    Alesis Fusion: Der Gebrauchtpreis ist schon heiß, da könnte man sich glatt zwei hinstellen. Aber ich tue mich schwer, etwas nahezu blind zu kaufen (kann ja den armen Privatverkäufer nicht stundenlang überstrapazieren). Die Modulationsmöglichkeiten gehen wohl fast gegen unendlich. Die Effekte sollen aber teilweise nicht grad der Brüller sein (Beurteilung leider nur nach youtube-Hörtests, großer Alesis-Thread und einer Amazona Leserreview) sein. Und externe Effekte gehen ja nur an die Summe. Die acht Audioeingänge sind vermutlich nicht als einzelausgänge schaltbar, so dass man getrennt Routen könnte. Allerdings die Klaus Schulze Option.... :lol:

    @pyseq
    Jupiter 80/50: die Naturinstrument-Simulationen sind schon gut und bis zu 10 Tones (Jupiter 80) schon ein Wort, aber ich hätte schon gern Multitimbralität (z.B. für diverse Midi basierende Programme, die gern mal auf GM oder GM2 abheben, so käme man bei solchen Sachen schnell zum Ergebnis ohne Frikelei mit Midikabel, konkurrierenden Audioengines etc am Rechner, alles schon gemacht). Die meisten Kisten (außer wahrscheinlich Montage) können audiomäßig sowieso max. vier Spuren gleichzeitig auf eine DAW geben. Bedeutet für mich, dass ich im Fall der Audioübertragung eh sequentiell arbeiten müsste.
    Für das Livespiel sind es mir bei den Jupiters auch etwas zu wenig Controller, aber vielleicht habe ich nur noch kein Gefühl dafür, was man dann wirklich braucht/nimmt. Könnte ja außerdem noch mein Novation per Midi anbinden, dürfte auch beim Jupiter hoffentlich kein Problem sein.

    @musicsound
    Du hast ja beide Geräte (Jupiter und Kronos) und den Kronos in doppelter Ausführung. Mich würde jetzt folgendes interessieren:
    Welches Teil nimmst Du bevorzugt für was?
    Für welche Soundlibrarys gilt die Gerätebindung, auch für die KA-Sounds?
    Wie ist die 61iger Tastatur spielbar, mir ist es noch nicht gelungen, sie mal irgendwo anzuspielen, weil im Regelfall nur die RH3 Tastatur zur Verfügung steht. Die RH3 habe ich schon mehrfach gespielt, da die auch im Korg SP250 verbaut ist. Mit was ist die 61iger vergleichbar (andere Geräte). Auf der Montage-Tastatur bin ich auf anhieb zurecht gekommen (klar, steht natürlich immer mit der eingestellten Velocity-Kurve und der (Multi)samplezuordnung im Zusammenhang)
    Gibt's für die 73iger Kronosversion Softbags am besten mit Rollen um das Gesamtgewicht möglichst nicht über 25kg kommen zu lassen (hardcase sind ja teilweise leer bis zu 10kg)?
    Kann man den sog. common stepsequenzer Engine-übergreifend verwenden?
    Kennt Karma auch einfache Arpeggien, bzw. kann man eigene GEs anlegen (vermutlich nur mit der KARMA-Software?), um eigene Arpeggien erstellen zu können
    Kann man für sowas vielleicht sogar den Arp des Polysix per internem Midirouting zu den anderen Engings "missbrauchen"?
    Unklar ist für mich noch die eingehende und ausgehende Audiospurenanzahl bei Nutzung des USB-Audiointerfaces, 2/2?
    Mit dem internen Audiosequencer geht doch vermutlich auch eine Pattern/Loopbasierte Audioaufnahme (im idealfall mehrfach quasi wie Songpattern) bei gleichzeitig bis zu vier Spuren, habe ich das richtig erfasst?
    Der Midisequencer kann das vermutlich auch patternbasiert, oder? Kann selbiger auch Controllerbewegungen aufnehmen (im Sinne einer Automation?, die man vielleicht auch als Spielhilfe benutzen kann)?

    So, jetzt habe ich Dich/Euch mit Fragen regelrecht bombardiert, schon mal vielen Dank im Voraus
    Ihr seht schon, intuitiv bin ich beim Kronos, aber vielleicht verlange ich zu viel von dem guten Stück. Und Karma ist fürs Improvisieren schon irgendwie genial

    Was habt ihr für Erfahrung in Sachen Keyboardburg und Gewicht:
    Sind 25kg (z.B. 73iger Kronos + Softbag?) noch wöchentlich einmal tragbar (vom 2. Stock ins Auto und 50m in den Probenraum), oder habt ihr diese Größenordnung schon aufgegeben?
    Oder mit einer 61iger (oder auch beim Jupiter 76iger Version) wandern gehen, im Proberaum das Korg SP250 anbinden uind im Studio ein 88 Masterkeyboard. Dann müsste ja die 88iger Kiste unten und die 61/76iger oben hin. Geht sowas noch davor sitzbar aufzubauen bei gleichzeitiger sinnvoller Bedienung des Touchscreens (die sind ja nicht klappbar wie beim Oasis)?

    Viele Grüße und Dankeee
     
  13. Plan9

    Plan9 ....

    In Sachen Gewicht sind Softwaresynthesizer unschlagbar.
    Laptop, Masterkeyboard und noch einen Ständer. Fertig.
     
  14. Ja klar wäre die Laptop-Version gewichtsmäßig geschickt. Aber ich vertraue keiner alleinigen Software-Lösung auf der Bühne
     
  15. PySeq

    PySeq ......

    Wenn Du ihn Dir leisten kannst, ist der Kronos wahrscheinlich am besten.
    Die Flagschiffe sind bestimmt alle nicht schlecht.

    KronosX ab 73 Tasten sogar Hammermechanik: Würde ich aber unbedingt anspielen. Eine (P-115) war mir neulich zu schwergängig.

    Überhaupt: Anspielen! Läden wären hier.
     
  16. Anspielen steht eh nochmal an. Die RH3 habe ich ja quasi wöchentlich einmal am Sp250 unter den Fingern. Ich finde sie richtig gut (komme ja vom Piano). Auf den "Synthi-Tastaturen fühle ich mich nicht so wohl, aber manche sehr schnelle Sachen gehen gefühlt besser. Deshalb hab ich ja über eine Kombi 61iger + 88 Masterkeyboard. Allerdings mit 61iger allein ist mir schlicht zu wenig, das reicht nicht live für ein richtiges Pianolastiges Stück wie zB "I don't like mondays"