Studio isolieren, deine Nachbarn werden sich freuen...

Dieses Thema im Forum "DAW / Komposition" wurde erstellt von Anonymous, 28. April 2010.

  1. Anonymous

    Anonymous Guest

    Kennt ihr irgendwelche günstigen Tricks um den Nachbarn das Leben angenehmer zu gestalten? Übrigens welche Frequenzen stören am meisten, sind es die Bässe? Und in welche Richtungen strahlen die vor allem aus, also ich nehme mal an eher in die Richtung/Wand in der die Monitore schauen und eher nach unten oder oben?

    Raum in Raum ist mir zu teuer und aufwendig...

    Edit: habe hier noch einen anderen Thread gefunden
    https://www.sequencer.de/synthesizer/viewtopic.php?f=7&t=16036&start=0&hilit=studio+dämmen
     
  2. Den Unsinn kannst du vergessen, das nutzt rein gar nichts.. Du kannst zwar stehende Wellen verhindern, aber das wird nichts daran hindern das deine Nachbarn die Bässe hören...

    Ich habe mir meine gesamte Wand mit so Schaumstoff tapeziert, aber nicht damit die Nachbarn nix hören, sondern damit ich nix höre und um den starken Hall zu eliminieren. Weil das ist ein Unterschied wie tag und nacht, ob du in einem Raum mit kahlen Wänden sitzt und das Reverb einstellen willst.
     
  3. nach aussen isolieren geht IMHO eigentlich NUR mit raum in raum. und auch da nur bedingt...
    Und: den bass hört man je nach stellung der monitore HINTER den boxen fast stärker, bzw. in den raumecken... denke nciht dass die richtung in die deine Boxen strahlen ausschlaggebend sind;
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

    @tongenerator
    ja wahrscheinlich schon, aber ein bisschen was wird man doch sicher machen können, auch ohne eine raum in raum konstruktion zu machen...
    ausserdem wäre es da vor allem eine wand mit nachbar, gegen oben und unten ist nichts, aber vielleicht müsste ich mal einfach jemanden holen der da profi ist.

    @mok
    ja, ich glaube eigentlich auch das bässe eher richtungsunabhängig sind
     
  5. C0r€

    C0r€ -

    Das einzige was etwas bringt ist die boxen gut vom untergrund zu entkoppeln, so dass sich der schall nicht durch die koeper hindurch ausbreiten kann. Das wars dann auch schon.

    Ansonsten bringt es noch was vor die Waende schwere Gipskartonwaende zu blenden, die man dicht mit Daemmwolle (Steinwolle) auslegt. Das bringt dann aber nur bei der wand etwas und Baesse koennen immer noch duch den Fussboden rueberkommen wenn der durchgaengig ist...
     
  6. Ich kenne jemanden, der hat kein Raum in Raum gebaut, aber dafür eine 2te Wand hochgezogen. Also im Abstand von ca. 10 cm zur eigentlichen Wand eine 2te Wand aus schweren Holzplatten.
     
  7. j-lite

    j-lite aktiviert

    Der billigste von allen Tricks ist so leise wie möglich zu hören. Schont deine Ohren, dein Klangbild ist am besten und der Nachbar freut sich :cool: bzw nen lowcut auf den bass legen solange du ihn nicht brauchst.
     
  8. Da der Bass die meiste Energie besitzt, ist er auch am schwierigsten zu bändigen. Wenn Schallwellen nicht gerichtet sind, breiten sie sich
    nach allen Seiten aus. -
     
  9. so ist es. gegen die disco von nebenan hilft ü-ber-haupt-nix.

    nach mitternacht den subwoofer abschalten. bitte.
     
  10. Anonymous

    Anonymous Guest

    Die kurze Antwort (=Nein) will zwar keiner hören, fasst aber die harte Realität schon gut zusammen.

    Wenn du deine Bässe im Studio entdröhnst, wird der Sound außen (durch die Wand) auch besser.
    Ich finde Sounddesign an der Stelle durchaus nicht unsinnig, aber viele Leute sind so angepisst von überhaupt-etwas-hören, dass da Hopfen und Malz verloren sind. Im Zweifel mal beim Nachbarn anhören, was da abgeht, wenn du Schwein hast, ist das ein blöder Baumangel (schlecht verschlossener Schacht, schlampig zu gemachte Tür), den man beheben kann.
     
  11. Anonymous

    Anonymous Guest

    Im Moment habe ich noch keine Reklamationen, mein Studio habe ich noch gar nicht umgezogen...
    Bin nur der Meinung Vorsorge ist besser als Nachsorge, ich mache sehr gerne nach 22 Uhr Musik und möchte das nicht die ganze Zeit mit Kopfhörern machen (ist mir eine zu grosse Belastung für die Ohren) lieber einfach leise und verhälnissmäsig auf den Monitoren, Subwoofer habe ich keinen, einfach die Adam P11. Muss mal schauen, vielleicht hören die Nachbaren sowieso nix.
     
  12. dk

    dk -

    da die wellenlängen bei tiefen frequenzen ziemlich gross sind- beugen sie sich um praktisch alles was man so in der whg. stehen hat. deshalb kann mann bei tiefen freq. (bässen), nicht von "gerichtet strahlen" sprechen!
    sprich- das wummern der bässe wirst du in deiner whg. überall haben solange die gengenstände kleiner als die wellenlänge sind ( wo von ich ausgehe).
    bei hohen freq. sieht das andera aus. du wirst hinter einem gegenstand hohe freq. nicht gleich stark wahr nehmen wie vor diesem!

    was ich dir emphehlen kann, sind raummoden ( stehende wellen) deines raumes soweit es geht in den griff zu bekommen.
    vorallem in raumecken!
    du kannst das ganze mit sinustönen ausmessen, spAziere im raum herum und höre, wo bassbereich zu stark und wo zu schwach!!!!

    da freut sich nicht nur die akustik, sonder auch der nachbar.... ;-)
     
  13. Leider hab ich bei mir nicht die Möglichkeit, Lautsprecherstative aufzustellen. Bisher hab ich meine Monitore mit soner Laminat-Trittschalldämmung entkoppelt. Von Schwingungen der Tischplatte kann ich nix berichten. Meine Frage aber: Ist sowas hier https://www.thomann.de/de/primacoustic_isoplane.htm vielleicht noch besser, oder is das Geldschneiderei? Gibt es (bessere) Alternativen?
     
  14. Hörst du eigentlich deinen Nachbar durch die Mauer ? Falls du ihn hörst hört er dich wohl auch ... :mrgreen:
    Sonst gibt es ja viel Zeug und einige Frequenzen zu dämpfen und die Akkustik im Raum zu verbessern.
    Aber wenn du ja bald alles umräumst, brauchst du das wohl sofort nicht !
     
  15. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ja es hat noch Zeit, Monitorständer werde ich mir über kurz oder lang sowieso noch reinziehen, genug Platz müsste eigentlich vorhanden sein...
    Und ich kann mir gut vorstellen, dass ein Raum der akkustisch besser tönt, auch gegen aussen weniger lärm rauslässt, bis auf die Bässe.
     

    Anhänge:

  16. Also Platz ist gut weil die Schallwellen dann ja nicht sofort auf einen Gegenstand stossen.
    Ich habe dazu die Akkustik im Studio gut verbessert dabei auch keine probleme mit Nachbarn weil es keine gibt ... ;-)

    Mit den Bassfrequenzen ist das einbisschen schwieriger. Ich kann mich noch gut erinnern als wir damals in einer probe bei einem Freund im Zimmer spielten.
    Mit einem Peavy Verstärker von 600 watt kamen die Teller aus dem Schrank in der Küche ... :mrgreen:
     
  17. Sagen wir so, wenn der Raum besser tönt, wirst du vielleicht gar nicht mehr so oft aufdrehen wollen um die Verständlichkeit zu verbessern.
    Zumindest ist das der Effekt den ich bei mir seit der akustischen Verbesserung im Raum beobachten kann.
     
  18. Btw: Kaltschaummatratzen, geviertelt und auf MDF geklebt, geben gute Schallabsorber. :mrgreen:
     
  19. Rastkovic

    Rastkovic Pleasure to Kill

    Die Wahl des Musikraums in einem Mehrfamilienhaus sollte gut gewählt sein. Am besten weit weg vom Schlafzimmer... :)
     
  20. nz

    nz -

    IMO geht es ja grundlegend um 2 Sachen:

    1. Den Raum akustisch so nutzen zu können, daß man auch bei etwas höherer Lautstärke abhören kann, und du selbst den Mix beurteilen kannst. Damit meine ich etwa 80 -87 db- das ist
    für das Gehör so OK ( Fletcher- Munson- Kurven ). Nat. soll man auch leise abhören, aber nicht auf Dauer, weil man dann die Bässe zu laut mixt.

    Zur einfachen Optimierung des Raums: Boxen nie an die Wand!! Wenns geht im erst leeren Raum die Boxen aufbauen, CD mit Lieblingstracks auflegen, hören. Dann Position wechseln, bis man
    einen guten Platz gefunden hat. Dann: Möbel rein, wie Couch, Teppich, Regal etc. und nochmal hören. Raumsymmetrie: Der Schlüssel, darauf achten das es einigermaßen passt.

    Flatterechos minimieren: Baumarkt Naturdämmstoff kaufen, Gerüst aus Holz und alles mit Stoff umspannen. Günstig, wirksam. Quadratisch. Unter die Decke hängen, damit Reflexionen zw. Decke und Boden etwas eliminiert werden.

    Erstreflektionen der Monitore auf die Seitenwärnde: Längliche Absorber zw. Monitoren u. Hörposition anbringen.

    Boxenständer: Monitore entkoppeln. Geht mit Primacoustik Sachen auch gut.

    Die angesprochene Raum-in-Raum Idee würde ich auch gut finden- aber würde ich eher mit einem Holzgerüst machen, und das mit Stoff bespannen. Viel billiger, und auch farblich variabler.

    2. Die Nachbarn sollen nix hören. Nur mit extrem viel Aufwand ( Raum-in-Raum ) und sehr gutem Boden(belag) zu machen...
     

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