Sysex Dump Anfänger-Frage

Dieses Thema im Forum "Controller & MIDI" wurde erstellt von Sonnentiger, 24. März 2013.

  1. Ich hätte eine Anfängerfrage zu Sysex, da ich damit noch nie gearbeitet habe und nun vor folgender Aufgabenstellung stehe: Wie sichere ich die Werkspresets meines Matrix 6R mit Sysex Dump auf die Festplatte, um die mal "auf der Seite zu haben" und gewissenlos drauflosprogrammieren zu können?

    Mein Wissen über Sysex beschränkt sich darauf, dass es sich um herstellerspezifische MIDI-Befehle handelt, die meist ziemlich groß sind und dementsprechend viel Zeit beanspruchen. Bevor ich mich also mit Live-Anwendungen befasse, möchte ich die ganz primitiven Sachen wissen: wie mache ich einen Dump, brauche ich dazu Software, wenn ja, welche, gibt es Besonderheiten bei den einzelnen Synthies (bei mir eben der Matrix) zu beachten?

    Würde mich sehr freuen, wenn ihr mir eine kurze Einleitung zu dem Thema geben könntet!
     
  2. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Beschäftige Dich grundlegend mit der Midi Spec, z.B. http://www.midi.org/techspecs/ oder http://www.zem-college.de/midi/index.htm
    Du brauchst SW, die SysEx aufzeichnen und wiedergebem kann, das kann ein Sequencer sein oder auf PC z.B. MidiOX http://www.midiox.com/
    Du brauchst ein Midi Interface, das mit SysEx gut umgehen kann
    Dann Matrix Midi Out mit Midi In vom PC verbinden. MidiOX auf Aufnahme von SysEx schalten. Am Matrix einen Dump All auslösen. Die im MidiOX aufgenommen Daten abspeichern.
    Zurück geht es andersherum, PC Midi Out mit Midi In vom Matrix verbinden, Daten im MidiOX einladen, dort auf Send drücken. Am Matrix sollten die Daten aufgenommen werden. SysEx am Matrix muss aktiviert sein.

    Genaueres steht im Handbuch vom Matrix
    http://www.synthzone.com/midi/oberheim/ ... atrix6.pdf
    Seite 57/58 Midi 11 Send All

    Details zum Midiformat vom Matrix hier:
    http://www.youngmonkey.ca/nose/audio_te ... rix6R.html

    Was SysEx betrifft, ist jeder Synth eigen. Bei manchen muss man ein Handshake Protokoll abwickel, oder der Dump kann nur via Midi requestet werden. Da hilft dann in der Regel ein Editor, der zum Synth passt. Oder Sounddiver, leider in die Jahre gekommen.
     
  3. dbra

    dbra Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.

    ???

    Jedes MIDI-Interface kann mit SysEx umgehen...
     
  4. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Nein. SysEx macht gerne Probleme. Das Interface von der Luna Karte z.B. taugt nichts oder auch das Novation SL.
     
  5. Es wäre hilfreich, zu wissen, mit welchem BS Du arbeitest, dann kann man Dir auch Software gezielter empfehlen.

    Für Windows am Besten MIDI Ox nehmen, für Mac den Sysex Librarian. Das sind Universalprogramme.

    Am allerbesten aber wäre eine echte Librariansoftware, denn damit kannst Du die Sounds Deines Synths nicht nur laden und speichern, sondern auch verwalten. Manche Editoren haben das mit eingebaut, das ist weitaus komfortabler als die beiden universellen Dump-Tools.

    Jetzt kommt es drauf an, wie Du vorgehen möchtest. Ich habe den M6R nicht mehr so wirklich im Gedächtnis, weil zu lange her, aber eigentlich sollte er sowohl einzelne Patches als auch den kompletten Speicher per Kommando am Gerät abwerfen können. Ein sogenannter Komplett-Dump wäre dann sozusagen ein Backup, allerdings handhaben das die Hersteller auch unterschiedlich. Beim Einen ist ein Komplett-Dump eine Anzahl hintereinandergehängter Einzeldumps, bei Anderen dagegen werden zwar die Daten der einzelnen Patches aneinandergehängt, der Sysex-Header ist aber nur ein einziges Mal vorhanden.

    Der Sysex-Header ist natürlich standardisiert:

    F0 <ID> <Data> F7

    Das ist aber auch schon alles, was festgelegt wurde, außer natürlich noch der Sache, daß alle Datenbytes maximal 7bit haben dürfen, also nur Werte bis 127. Werte ab 128 haben ein gesetztes 7. Bit und kennzeichnen die MIDI-Befehle.

    F0 steht am Beginn jeder Sysex-Nachricht, F7 an deren Ende. Nach dem F0 folgt eine Kennung des Herstellers (manufacturer ID) Diese ist, bei den Ein-Byte-IDs, im Wertebereich unterteilt in Hersteller in USA, Japan und Europa. US-Hersteller findet man auf den ersten Nummern ab 01 bis 1F, 01 ist natürlich Sequential Circuits. Von 20 bis 3F findet man die Europäer und ab 40 die Japaner.
    Da dies irgendwann nicht ausreichte, hat man das Ganze erweitert. Ist die ID eine 0, folgen diesem Byte 3 weitere zur erweiterten Herstellerkennung. Alesis zB hat 00 00 0E und Novation 00 20 29.
    Bitte beachten: das sind Hexadezimalzahlen!

    Was ich noch weiß, ist, daß beim Matrix in den Patch-Daten nur die Nummer des Speicherplatzes selbst abgelegt ist, eine Banknummer gibt's nicht. Will man einen Patch aus dem Matrix 6 in den 1000er Laden, muß man ihm vorher sagen, in welche Bank er den speichern soll (via MIDI Bank select).

    Innerhalb einer solchen Sysex-Nachricht findet man meist noch eine Model-ID, also die ein bestimmtes Gerät kennzeichnet, und auc oft eine Geräte-ID. Diese dient dazu, daß man mehrere Identische Geräte unterscheiden kann, für welchen der Dump bestimmt ist. Wenn man zB zwei Matrix 1000 hat und nur einem einen neuen Patch schicken will.

    Innerhalb dieser Nachrichten gibt's auch eine Kommando- und Meldestruktur zur Kommunikation mit dem Gerät. Diese sind aber bei jedem Hersteller völlig verschieden und teils auch bei Geräten des gleichen Herstellers nicht gleich aufgebaut. Ausnahme: Roland. Die haben bei ihren Digitalsynthesizern ein standardisiertes Dumpformat eingeführt, welches bis heute Gültigkeit hat. Die Unterschiede entstehen da nur durch die Zurordnung der Speicherstellen zu den jeweiligen Parametern und die Dumplänge, die aber im Header des Dumps angegeben wird. Yamaha macht's inzwischen ähnlich.

    Yamaha hat interessanterweise bei deren ersten MIDI-Geräten (DX-Modelle) Weitblick genug bewiesen, die Dumps nicht gerätebasiert, sondern Formatbasiert zu machen. So haben alle FM 6OP-Modelle den exakt gleichen Grunddatendump VMEM bzw VCED (Editpuffer), ebenso wie die kleineren 4OP FM-Synths (mit der Ausnahme des DX9 iirc). Die zusätzlichen Parameter der neuen Modelle wie DX7II und DX11 stecken in einem Extradump AMEM bzw ACED oder auch ACED2. Dadurch sind die Daten zwischen den ganzen FM-Synths mit gleicher Operatorenzahl untereinander austauschbar, und selbst die zuletzt gebauten PLG-DX bzw DX200 können neben deren eigenem Format VCED und VMEM lesen.

    Einzelne Dumps in einem Universaltool zu verwalten wird schwierig, vor allem dann, wenn das Namensformat im Dump nicht ASCII ist, sondern was Eigenes. Hier waren die Hersteller immer wieder aufs Neue kreativ, vor allem um Speicherplatz zu sparen.

    Einzelne Dumps speichert man am Besten als .SYX-Datei ab und benennt sie entsprechend, die oben genannte Mac-Software unterstützt dies direkt. SYX ist sozusagen das rohe Sysexdatenformat in Speicherform.

    Problematisch wird's genau dann, wenn eine solche Datei wieder in den Synth reinsoll, dort aber ein fester Speicherplatz hinterlegt ist, der auf keinen Fall überschrieben werden soll. Genau das kann einem beim M6R aber passieren. Ein für diesen Synth geschriebener Librarian kennt nun die Stelle mit der Speichernummer und kann diese bei Bedarf einfach ignorieren, wenn man den alten Patch auf einen neuen Platz legen will. Kennt man selbst das Datenformat im Detail, kann man das auch per Hand ändern, allerdings muß man da erstens meist mit 2 Bytes, High und Low, rechnen, und zweites eine nichtlineare Speicherung berücksichtigen. Oberheim hat zum Glück eine lineare Speicherung, während man zB bei vielen Rolands das sogenannte Oktalsystem vorfand, also immer 8 Speicherplätze pro Bank. Gibt's bei Yamaha in ähnlicher Form.

    Die universelle Software Sounddiver kann diese ganzen Details ebenfalls berücksichtigen, wenn man eine entsprechende Adaption dafür baut, in der das alles korrekt eingestellt wurde. Bei MIDIQuest geht das auf ähnliche Art und Weise.

    Sounddiver gibt's nur noch gebraucht und läuft beim Mac nicht mehr auf dem aktuellen System (nur noch bis 10.6), unter Windows dagegen kann es noch gehen, wenn man im 32bit-Modus bleibt. Unter XP geht's auf jeden Fall.

    Für die Matrix-Modelle gibt's aber spezielle Editoren, mit denen auch das verwalten der Sounds gehen sollte.

    So, genug Lesestoff erstmal. Wenn man einen solchen Editor verwendet, braucht man sich um die ganzen Details nicht kümmern.
     
  6. dbra

    dbra Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.

    Da ein MIDI-Interface die durchgeleiteten Daten in keinster Weise interpretiert, wüßte ich nicht, wie denn nun ausgerechnet SysEx-Daten Probleme bereiten sollten. Genausogut könnten dann Fehlfunktionen bei z.B. NoteOn-Befehlen auftreten. Evtl. liegt's aber am Synth oder der Software. Ich hab mal vor Jahrzehnten ein kleines Utility für den Amiga geschrieben, das Sysex-Daten speichern und zurückspielen kann. Da kam dann der SY55 eines Freundes nicht damit zurecht, das die Software verschiedene SysEx-Messages direkt hintereinander weg sendet. Es musste in der Software eine kleine Pause zwischen den Messages eingebaut werden. Evtl. tritt da bei dir ein ähnliches Problem auf.
     
  7. khz

    khz D@AU ~/Orwell # ./.cris/pr.run

  8. dbra

    dbra Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.

    Ja, oder amidi für die Kommandozeile. Lustig finde ich, das ich mein oben genanntes Utility genauso genannt hatte.
     
  9. Wow, viel Info, danke sehr :nihao:

    Am Notebook mit XP, am PC mit Windows 7.

    Ich hab die Demo von OB6000, aber im Handbuch hätte ich zum Suchwort "Sysex" nichts gefunden.

    Dann wäre das wohl meine Wahl, oder?
     
  10. Sounddiver lohnt sich nur dann, wenn Du einen ganzen Gerätepark hast, den Du damit editieren oder auch verwalten willst. Es werden aber auch etliche Geräte nicht unterstützt, entweder, weil sie zu neu sind und sich noch keiner die Arbeit einer Adaption gemacht hat, oder eine Adaption schlicht und einfach aufgrund einer völlig schrägen Sysex-Implementation nicht möglich ist. Handshake zB geht nur bei Roland Sysex, nicht aber frei einstellbar. Wollte ich seit Polyframe drinhaben, andere auch, stand auf der Featureliste, kam aber leider nicht mehr zur Realisation. Es fehlen auch noch ein paar Übertragungsformate, da die Hersteller immer wieder aufs Neue da kreativ sind.

    Für die Matrix-Modelle war auch mal ein Modul geplant, wurde auch nie realisiert. Module können im Gegensatz zu Adaptionen auf Besonderheiten eines Gerätes eingehen, weil sie direkt in C programmiert sind, während eine Adaption sich mit den Möglichkeiten, die das Universalmodul bietet, begnügen muß.

    Das hat im Falle des Matrix den Nachteil, daß man die Parameter der Modulationsmatrix nicht mit sogenannten Parameterchanges editieren kann, sondern es wird immer der komplette Patch gesendet. Grund dafür ist, daß man bei Parameterchanges in Sounddiver immer nur eine Variable senden kann, die Matrixparameter aber zwei davon haben, mämlich Quelle und Ziel. In einem Modul wäre das gegangen.

    Deine Wahl sollte der OB6000-Editor sein, nicht nur aus diesen Gründen, sondern weil das ein aktuelles, supportetes Produkt ist. Daß der nichts von Sysex sagt, wundert mich nicht, denn damit will man offenbar den Benutzer nicht belasten bzw verwirren. Den Benutzer interessiert die Art der Kommunikation mit dem Synth nicht, es soll einfach nur funktionieren.

    Eins hab ich bei den Hersteller IDs vergessen: die beiden höchsten IDs 7E und 7F sind für Universal System exklusive und für Realtime Universal System Exclusive reserviert. Letzteres wird für MIDI Timecode benutzt, Ersteres zB für den MIDI Sample Dump und die Universelle Geräteabfrage.

    @dbra: könnte man meinen, ist aber nicht so. Um das zu verstehen, muß man ins Detail gehen. Eine Sysex-Message kann sehr lang sein und darf niemals unterbrochen werden, egal durch was, ist also schon sowas wie ein Verstopfer auf der MIDI-Datenleitung bzw der langsame LKW am steilen Berg. Das Interface muß die Möglichkeit haben, einen Sysex-String zwischenzuspeichern, um Befehlen mit höherer Priorität Platz zu machen (sowas wie eine Datenkriechspur), das sind die sogenannten System Realtime Messages (F8-FF). Diese haben oberste Priorität und müssen sofort ausgeführt werden, das sind MIDI Clock, Start/Stop/Continue, Active Sensing und Reset.
    Zu Hoch-Zeiten von MIDI konnte man sich meist drauf verlassen, daß das funktioniert, heutzutage, wo MIDI oft nach "Datenblatt" und oft nur als Zugabe oder möglichst billig implementiert wird, ist das nicht mehr der Fall.
     
  11. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Glaub mir, es gibt Interfaces, die können perfekt mit SysEx umgehen (wobei das genauer das Interface und den Treiber betrifft, ich rede von einem PC mit Windows) und es gibt welche, die können es nicht.

    Known good: Emagic AMT/Unitor, SoundBlaster Karte mit Adapter
    Known bad: creaamware Luna, Novation SL 25

    Und weiter falsch. Ein MIDI-Interface unter Windows interpretiert Daten, z.B. wird Running Status glattgebügelt und kommt so auf der Applikations-Schicht gar nicht an.
     
  12. dbra

    dbra Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.

    Na gut, wenn die Treiber (EDIT: oder Windows) dann doch an den Daten rumpfuschen, kann das durchaus sein... Ich hab jetzt einfach nur an das Stück Hardware gedacht, das ja nichts weiter als ein UART ist, welches mit Daten gefüttert wird. (Hab dazu das Amiga-MIDI-Interface im Kopf, was direkt an die serielle gestöpselt wird, und wirklich nur das sendet, was man ihm sagt... :) )
     
  13. serge

    serge ||

    Kann's aus eigener Erfahrung bestätigen. Habe versucht, das Betriebssystem meines Haken Continuum (ein fast 1 MB großes SysEx-File) über ein Billig-Interface von Just Music vom Rechner ins Instrument zu bekommen: Fehlanzeige, und zwar wiederholbar. Daraufhin die Anleitung des Continuums befragt und siehe da:

    "Certain interfaces will appear to work with the Continuum during normal use, but can have problems during a data firmware download. These same failing interfaces can have subtle and random problems with large amount of performance data, and in general should be avoided for use with the Continuum."
    (Continuum User Guide, Seite 62)

    Offenbar haben manche MIDI-Interfaces unter "Volllast" (vollständige Ausnutzung der MIDI-Bandbreite) über einen längeren Zeitraum (beim Firmware-Update des Continuums sind's etwas mehr als vier Minuten) Probleme mit dem Datendurchsatz. Habe jetzt ein MotU MIDI Express 128, damit funktioniert es einwandfrei.
     
  14. dbra

    dbra Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.

    Wenn's wirklich an der Ausnutzung der Bandbreite liegt, ist das Teil aber wirklich Schrott. Ich vermute mal, daß es dann auch im normalen Betrieb ab und zu zu Übertragungsfehlern kommt, die dann nur nicht weiter auffallen.
     
  15. serge

    serge ||

    Unter den mit dem Continuum als nicht funktionierend gelisteten Interfaces finden sich auch welche namhafter Hersteller.
     
  16. dbra

    dbra Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.

    Ist auch M-Audio dabei? Hab nämlich eines von denen. Da ich bisher alles ITB gemacht hab, hab ich darüber noch nie SysEx-Dumps gemacht...
     
  17. M-Audio ist mir bei MIDI eher ein rotes Tuch, vor allem weil die gerne mal murksige Treiber ablieferten.

    Ich sag ja immer wieder, daß wenn man mit MIDI mehr macht als ab und an ein paar Noten und Controller abzufeuern, man ein Interface von einem Hersteller kaufen sollte, der sowas kann. Die Emagics sind da bisher ohne Fehl und Tadel gewesen, ebenso MOTU.

    iConnectivity scheint ein weiterer Könnerkandidat zu sein, dem werde ich, wenn das 4plus lieferbar ist, mal auf den Zahn fühlen.

    Am besten hat der ganze MIDIkram noch auf dem Atari (oder auch Amiga) funktioniert, wo die Interfaces direkt ins OS eingebunden waren, bzw die Sofware direkt auf die Hardware zugriff, da die im TOS eingebauten Routinen nicht optimal waren. Und selbst mit der ROMPort-Trickschaltung, die einen Treiber brauchte, ging das tadellos, weil keine zig Layer dazwischen.
     
  18. dbra

    dbra Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.

    Naja, hab Linux, von daher sind mir Herstellertreiber egal... :) Hab ich mir vor so 2 Jahren geholt ohne groß Plan zu haben. Mal sehen, ob's irgendwann Zicken macht.
     
  19. dbra

    dbra Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.

    :supi:
    Leider hatte ich damals nur ein echtes Popel-Keyboard. Typbezeichnung weiß ich gar nicht mehr, war ein Yamaha mit FM-Synthese mit 2 OPs. Über Controller war nichts steuerbar und die Drumsamples klangen wie ein Witz. Hab ich für 120DM nem Freund abgekauft. Hat aber trotzdem Spaß gemacht... :)
     
  20. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Ich habe mal Daten vom C64 via Midi auf einen Atari ST übertragen (es ging um Namen und Synonyme von fleischfressenden Pflanzen, ich hatte da mal was für einen Klassenkammeraden auf dem C64 gebastelt, nun unter http://www.omnisterra.com/bot/cp_home.cgi zu finden). Das ging prima.

    Für meinen ersten PC habe ich dann ein Interface von der PC Zeitung aus USA nachgebaut, Lochraster und viele Strippen... Da wurde der UART auch direkt mit TurboPascal angesprochen. Zum Dumpen und Speichern von SysEx ging das prima. Der Microwave sendet aber bei einem Dump auch keine Realtime Messages ;-)

    Atari ST war genial, nie Probleme gehabt. Aber mit der AMT ist es auch fein. Dumm nur, dass es keine neuen Treiber für Windows mehr gibt.
     
  21. 2OP FM klingt nach SY22 oder sowas, könnte aber auch ein PSR gewesen sein.

    Ich habe mir mein erstes MIDI-Interface für den Rechner selbst entwickelt und auch programmiert (6502 Maschinensprache, kein Commodore), da es nix Fertiges gab und Atari noch nicht drin war. Interessante Erfahrung, war aber prima fürs Analysieren von Synth-Dumps etc. Irgendwann hatte ich die Nase voll, wollte den Kram gerne benutzen, und das 2x16 Zeichen Display des Q-80 nervte. Da gabs gerade bei uns die 1040ST im Abverkauf und ich hab zugegriffen, Notator Alpha als Sequenzer dazugekauft.

    Wenn irgendwas klemmte, hab ich immer noch den alten Rechner mit dem Eigenbau-MIDI genommen, da konnte ich mir schnell eine passende Anwendung in Assembler oder BASIC zusammenbauen, auf dem Atari fehlten mir da noch die passenden Programme. Das kam erst viel später (Midia etc).

    Den AMT-Treiber sollte man doch analysieren können, aber wer beherrscht x86-Maschninensprache und kennt die Aufrufe von Windows auf dieser Ebene?
     
  22. dbra

    dbra Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.

  23. Gut, das heißt, ich muss erst mal den ganzen Presetbestand in das OB6000 reinladen. Ich vermute mal, das erzeugt aber trotzdem Sysex-Dateien, auch wenn das Handbuch die nicht so nennt?

    Mein Saffire-MIDI-Interface sollte Sysex übrigens schon können, würde mich wundern wenn nicht :mrgreen:
     
  24. So, ich habe jetzt mal mit der Demo versucht, eine Bank aus den Werkspresets zu erstellen. Ich bekomme aber immer die Meldung "No MIDI-Communication", trotz korrekt eingestellter IN- und OUT. Liegt das daran, dass es nur die Demo ist?
     
  25. Das kann ich Dir nicht sagen, da ich das Programm nicht kenne. Ist das MIDI-Interface in Windows korrekt eingebunden und in der Software auch ausgewählt? Ist der Matrix1000 denn korrekt an MIDI angeschlossen? Also MIDI Out des Interface an MIDI In des Matrix und umgekehrt? Ist die Device ID korrekt eingestellt? Ich wüßte jetzt allerdings nicht, wie man am Matrix 1000 diese einstellen könnte, das steht sicher im Handbuch. Die Device ID ist oft mit dem MIDI-Kanal identisch, auf den der Matrix eingestellt wurde, und wenn die Software eine solche ID haben will, dann sollte diese auch mit der am Gerät übereinstimmen, sonst geht's nicht.

    Die Kommunikation mit dem Matrix erfolgt natürlich über Sysex-Daten, anders geht es ja nicht. In welchem Format das Programm die Daten abspeichert, ist Sache des Programms. Sinnvollerweise sollte ein Export als SYX- oder MIDI-Dateien möglich sein.
     
  26. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Hast Du SysEx am Matrix aktiviert, es gibt dort einen Menu Eintrag. Midi 04 System Exclusive ON/OFF. Muss auf ON stehen.
    Wenn Du Daten in den Matrix zurückschreiben willst, muss der Memory Protect ausgeschaltet sein. Sonst ignoriert der Synth die Dumps.
     
  27. Steht auf ON, das isses nicht. Ich hab den Dump mit MIDI OX auch hinbekommen, am Matrix kanns also nicht liegen. Das Problem liegt offensichtlich in der Software, auch auf einem anderen Rechner mit anderem OS tritt die gleiche Fehlermeldung auf.
     
  28. Hab beim Durchstöbern meiner Bitstream gerade rausbekommen, dass es hier ein Template für Matrix gibt. Erstmals war ich ganz euphorisch, da diese Softwareeditoren auf alpenländisch "zum Speibn" ( :wuerg: ) sind, und zwar allesamt, aber anscheinend haben die Jungs von CME nicht sauber programmiert. Jedenfalls hab ich in deren Forum folgende Konversation gefunden, die 1:1 auf meine Situation zutrifft: http://www.waveidea.com/en/support/phpBB3/viewtopic.php?f=14&t=542.

    Meine Frage ist nun: könnte mir jmd den Sinn des letzten Postings erklären? Ich kapier nicht ganz, was wodurch ausgetauscht gehört im Sysex-String. Die "Control Value Position" ist bei jedem Parameter "5". Soll ich also jedesmal an der sechsten Stelle des Hexameters "05" eintragen? Oder an der fünften? :shock: Hoffe ihr könnt mir da auf die Sprünge helfen.
     
  29. ID_nrebs

    ID_nrebs Tach

    so, ich hau das nochmal nach oben!

    probiere gerade eine soundbank auf meinen matrix6 zu schieben und irgendwie geht das nicht...
    ich benutze dafür sysex librarian. sysex ist natürlich im synth auf on... den patchspeicher empfangen hat funktioniert.

    finde im manual auch nix zum thema empfangen aber das sollte doch eigentlich automatisch gehen wenn daten anliegen, oder?!

    danke für eure hilfe!
     
  30. virtualant

    virtualant eigener Benutzertitel

    aus einer Anleitung für ein Soundbank die ich für Matrix6/6R habe:

    ########################################################
    Zunaechst muessen Sie an Ihrem Matrix 6R den MIDI-Kanal auf
    "1" stellen. Dazu druecken Sie die orange Taste <MASTER>. Nun
    leuchtet die LED "Master Edit". Druecken Sie die linke Taste
    der oberen Reihe ("Parameter"). Druecken Sie nun zweimal die
    Taste <0>, das Display zeigt "Basic Channel" an. Nun schalten
    Sie die obere, linke Taste ein ("Value"), so dass die zugehoerige
    LED leuchtet. Mit den Pfeiltasten stellen Sie den angezeigten
    Wert nun auf "1" ein.
    Um System-Exclusiv-Daten empfangen zu koennen, muss der Sysex-Modus
    im Matrix 6R aktiviert sein. Druecken Sie dazu die orange Taste
    <MASTER>. Nun leuchtet die LED "Master Edit". Druecken Sie die
    linke Taste der oberen Reihe ("Parameter"). Danach druecken Sie
    nacheinander die Tasten <0> und <4>, das Display zeigt "SystemX"
    an. Schalten Sie die obere, linke Taste ein ("Value"), so dass
    die zugehoerige LED leuchtet. Mit den Pfeiltasten stellen Sie den
    angezeigten Wert nun auf "On".
    Um in den Normal-Modus zurueckzugelangen, druecken Sie jetzt die
    blaue Taste "Patches". Die LED "Patch Select" leuchtet. Ausserdem
    muss der Speicherschutz ausgeschaltet sein. Auf der Rueckseite des
    Geraetes (!) befindet sich ein entsprechender Schalter mit der
    Beschriftung MEMORY PROTECT. Dieser muss sich in der Stellung
    "off" befinden.
    ########################################################

    ich muss das auch mal wieder ausprobieren, lange nix mehr gemacht mit meinem matrix6R... aber ich hab damit nie Probleme gehabt.
     

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