danielrast schrieb:
Jau, dann lass mal hören. An Audiobeispiele wäre ich sehr interessiert. :supi:

SuperCollider ist Crossplatform, kam ursprünglich aus der Mac Welt wurde dann nach Linux und Windows portiert. Unter Windows sieht die IDE zwar nicht genausogut aus wie unter Linux oder Mac, aber wenn du es dir installiert hast kannst du dir über en Helpbrowser die zahlreichen Code Schnipsel genauer unter die Lupe nehmen als auch evaluieren und dir so selbst ein konkretes Bild über die Qualität der Audioengine machen.
 
mark schrieb:
aber wenn du es dir installiert hast kannst du dir über en Helpbrowser die zahlreichen Code Schnipsel genauer unter die Lupe nehmen als auch evaluieren und dir so selbst ein konkretes Bild über die Qualität der Audioengine machen.
Schade, ich hätte gern was von Dir selbst gehört.

Hier sind ein paar Klangbeispiele:

http://supercollider.sourceforge.net/au ... -examples/

Sound ganz interessant, musikalisch Null.
mark schrieb:
Ich brauche nicht 20 verschiedene Programmiersprachen die alle einen unterschiedlichen Dialekt haben und mich so durcheinenader bringen, sondern ich brauche eine Programmiersprache mit der ich das erreichen kann was ich will. In meinem Falle wäre es von Prinzip her C/C++.
*seufz* C/C++ sind die Sprachen für Profis. Also so Unternehmen wie Microsoft. Die ca. 500 bezahlte Angestellte, die das studiert haben (bzw. von ihnen selbst ausgebildet wurden), in Vollzeit 'ransetzen, um ein Programm entwickeln zu lassen. Das dann weltweit vermarktet wird.
C/C++ ist low-level, knapp über Assembler. Schnell in der Ausführung, aber ohne jede Rücksicht auf den Programmierer (warum auch, man hat ja 500 davon, die wissen, was sie tun).
Du hast keine String-Funktionen? Schreib' Dir welche.
Dir fehlt der Datentyp "dynamisch veränderbare Liste"? Schreib' ihn Dir.
Dein Programm bekommt den Input/Output zu bestimmmten Geräten nicht hin? Schreib' Dir Treiber.
Du willst Fehlermeldungen? Alles was Du von mir kriegst, ist die Meldung "Speicherzugriffsfehler". Das war's.
C/C++ ist für jedermann verfügbar, aber ein Einzelner, zumal, wenn er kein abgeschlossenes Informatikstudium hat, kann damit nur wenig produktiv sein.
Die Sprachen richten sich einfach nicht an ihn, sondern an große Teams von Profis.
In Python schreibt man für dieselbe Datenverarbeitungsaufgabe 2-11 mal weniger Code. Deshalb hat man im Vergleich zu C/C++ dann das Gefühl, man könne fliegen:

http://xkcd.com/353/

Was glaubst Du wohl, warum SuperCollider eine eigene Programmiersprache anbietet? Warum schreibt man das nicht direkt in C/C++? Weil's für den Einzelnen ein Schmerz im Hintern ist.

Wie gesagt sind C/C++-Programmierer, zu denen Du Dich anscheinend zählst, Profis. Für derartige Profis ist es überhaupt kein Problem, auch 20 andere Programmiersprachen zu verstehen und zu lernen. Die meisten Programmiersprachen (abgesehen von Exoten wie Haskell oder Brainfuck) haben alle dieselben Sprachkonstrukte: Variablen, Operatoren, Schleifen, Bedingungen, Funktionen, Objekte.
Und selbst, wenn das nicht so wäre, würde von einem C/C++-Programmierer erwartet, daß er es versteht.

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Das Ganze ist auch manchmal ein Problem bei Musikern: Die Leute sehen das VST-Software-Development-Kit von Steinberg

http://www.gersic.com/vstsdk/

und lesen, aha, das macht man mit C++. Na fein, Graphik editiert man mit gimp, VSTs baut man mit C++ (als wäre C++ eine Anwendung). Dann öffnen sie vielleicht noch ein IDE, und denken, ah, das ist C++.
Das ist natürlich ein grundlegender Irrtum.

Aber es kann jeder gern selbst seine Erfahrungen damit machen.
Nur behauptet bitte nicht, ihr seid C/C++-Programmierer, wenn ihr nicht wenigstens 5 lauffähige Programme mit mehr als je 1.000 Zeilen Code in diesen Sprachen geschrieben habt.
 
PySeq schrieb:
mark schrieb:
aber wenn du es dir installiert hast kannst du dir über en Helpbrowser die zahlreichen Code Schnipsel genauer unter die Lupe nehmen als auch evaluieren und dir so selbst ein konkretes Bild über die Qualität der Audioengine machen.
Schade, ich hätte gern was von Dir selbst gehört.

Hier sind ein paar Klangbeispiele:

http://supercollider.sourceforge.net/au ... -examples/

Sound ganz interessant, musikalisch Null.

Davon solltest du dich nicht abschrecken lassen!

Nette Reverbs gehen z.B. ziemlich einfach.

Mit besserer Abstimmung kann das sogar noch besser klingen.
Sehr schoen sind auch die binaural und physical modelling Sachen, und die Art und weise wie man in einen laufenden Sequenzer neue Spuren einsynchen kann.
Natuerlich gibt es auch viele Beispiele, die eher fuer Mathematiker interessant sind, als dass sie gut klingen. Aber das muss man ja nicht so nutzen.
 
PySeq schrieb:
Schade, ich hätte gern was von Dir selbst gehört.

Hier sind ein paar Klangbeispiele:

Sound ganz interessant, musikalisch Null.

*seufz* C/C++ sind die Sprachen für Profis. Also so Unternehmen wie Microsoft. Die ca. 500 bezahlte Angestellte, die das studiert haben


keine Ahnung
 
Also, Butter bei die Fische...

Ich hatte mit dem Thema nicht vor gehabt meine Künste des Programmierens unter Beweis zu stellen. Genau genommen scheitere ich täglich, kläglich bei den kleinsten Aufgaben mit SuperCollider. Das hat nichts damit zu tun das SuperCollider nichts taugt, sondern damit wie Komplex es ist und wie sehr die abverlangte Lernkurve ist.

Aaaaber, SuperCollider bietet einfach das komplette Sammelsurium an nur Vorstellbaren Möglichkeiten im Bezug auf Klangsynthese. Man hat hier die Möglichkeiten die einem kein noch so teures Analoges Modularsystem bieten kann und zwar kostenlos. Das einzige wo das analoge Modularsystem trumpfen kann ist eben der Komfort im Bezug auf die Bedienung.

Das schwierige ist es eben einen Klang zu programmieren von dem man noch nicht weiß wie er später klingen soll. Die Anzahl der Argumente steigen und es wird immer unübersichtlicher und schwieriger die Parameter im nachhinein zu verändern um so seinen gewünschten Klang zu bekommen. Zur Hilfe kann man sich einen externen MIDI Controller nehmen, aber auch der muss eingebunden werden und jeweils neu angepasst werden, Werte müssen zuvor in Zwischenvariablen gespeichert sein, weil ansonsten der Klang mit den Standardwerten der Argumente in der SynthDef aufgerufen werden. Noch unangenehmer wird es wenn man Effekte benutzen will, hier muss man expliziet die Reihenfolge der Nodes und Gruppen einordnen und auf dem Server sortieren, ansonsten kommt nichts raus.

Den Vogel abschießen tut man aber wenn es um die Funktionalität des Sequenzer geht. Die Komplexität steigert sich ab hier ins Grenzenlose. So kann man über die Aufstellung mathematischer Gleichungen aus einem Pattern meherer Streams erzeugen die einen ever changing Beat erzeugen...

Alles sehr Komplex, aaaaber wenn man einen Mac hat macht es wieder Sinn, weil wenn man einen Mac hat kann man die erstellten Synths als StandAlone Applikation erzeugen. Unter Linux bleibt dann höchstens noch die Möglichkeit mit Gui Elemten vereinfachung zu schaffen.

Das Ding überhaupt und warum ich persönlich gerne SuperCollider mag ist das Thema Live Coding sowie Algorithmische Komposition.

Mit diesen 2 Schlagworten trifft man bei SuperCollider ins Schwarze. Nur erfordert es eine extreme Lernkurve und viele Jahre Übung. Für mich ist SuperCollider die Hauptmahlzeit und als Pausenhäppchen bleibt Renoise... Ich bin jedesmal aufs neue erstaunt wie einfach ich mich im Umgang mit Renoise tue nachdem ich mir Stundenlang mit SuperCollider den Kopf zerbrochen habe.

Also man hat durch die Anwendung und das erlernen der Möglichkleiten von SuperCollider in jedem Fall einen großen nutzen mit der Aussicht auf unendlich Komplexe Klangstrukturen, die sich mit der Hilfe einer kleinen Gleichung beschreiben lassen
 
Alles rund um "SC".

Ich fang mal an mit einem Installationsfrage:
Habe das nie installiert weil das auch "dev-util/google-perftools" mit installieren will.
Ist dass Google Tool harmlos? Die haben ja Don't be evil gestrichen.

Code:
 # emerge -a1v -j 5 supercollider

These are the packages that would be merged, in order:

Calculating dependencies... done!
[ebuild  N     ] sys-libs/libunwind-1.2.1:7::gentoo  USE="static-libs -debug -debug-frame -doc -libatomic -lzma" ABI_X86="(64) -32 (-x32)" 763 KiB
[ebuild  N     ] dev-qt/qtxmlpatterns-5.9.5:5/5.9::gentoo  USE="-debug {-test}" 1.314 KiB
[ebuild  N     ] dev-util/google-perftools-2.6.3:0/4::gentoo  USE="-debug -largepages -minimal -optimisememory -static-libs {-test}" ABI_X86="(64) -32 (-x32)" 891 KiB
[ebuild  N     ] dev-qt/qtdeclarative-5.9.5-r1:5/5.9::gentoo  USE="jit widgets xml -debug (-gles2) -localstorage {-test}" 20.912 KiB
[ebuild  N     ] dev-libs/leveldb-1.18-r2::gentoo  USE="snappy tcmalloc -static-libs" 205 KiB
[ebuild  N     ] dev-qt/qtwebkit-5.9.1:5/5.9::gentoo  USE="gstreamer jit opengl printsupport -debug -geolocation (-gles2) -multimedia -orientation -qml {-test} -webchannel -webp" 34.474 KiB
[ebuild  N     ] media-sound/supercollider-3.8.0-r1::gentoo  USE="fftw gpl3 jack qt5 sndfile -avahi -debug -emacs -gedit -portaudio -server -static-libs -vim (-wiimote)" CPU_FLAGS_X86="sse sse2" 8.659 KiB

Total: 7 packages (7 new), Size of downloads: 67.215 KiB

Would you like to merge these packages? [Yes/No]
 
Wenn man mal hier hineinschaut: https://github.com/musikinformatik findent man eine ganze Menge interessanter Projekte über Additive Synthese, DX7 Emulation, Sampleplayer, Superdirt-Sample Player, Sprachsynthese etc.
Muss ich mir mal näher ansehen, wenn ich viel Zeit habe.

Ich grab das hier mal aus, weil ich gerade festgestellt habe, dass mir Supercollider doch mittlerweile sehr gut gefällt. Auch das Monome Norns/Shield nutzt ja Supercollider.
Es gibt auch mehr tutotials und die integrierte Doku ist wirklich gut.

Aber: weiss jemand, wie man ein einen Fader (auf dem Bildschirm und über Midi) mit einer Variablen belegt? Den Fader selbst bekomme ich hin, nur fehlt mir das wissen für die Verknüpfung.
 
supercollider wird im musikstudium so viel gelehrt wie C++ beim informatikstudium.

sprachen muss man sich grundsätzlich selbst beibringen, das leistet keine ausbildung und kein studium.

was wir in diesem video sehen, ist weit unterhalb dessen, was mit SC an tutorials und helpfiles mitgeliefert wird, da muss man eigentlich garnichts mehr selbst machen.
 
supercollider wird im musikstudium so viel gelehrt wie C++ beim informatikstudium.

sprachen muss man sich grundsätzlich selbst beibringen, das leistet keine ausbildung und kein studium.

was wir in diesem video sehen, ist weit unterhalb dessen, was mit SC an tutorials und helpfiles mitgeliefert wird, da muss man eigentlich garnichts mehr selbst machen.
Was wolltest du damit sagen?
 
welche teil deiner eigenen aussage hast du nicht verstanden? :)

du hattest gemeint, dass du jemanden kennst, der supercollider studiert hätte.

das ist ungefähr so realististisch wie die aussage von jemand anderem weiter oben, der meinte man müsse informatik studieren um C++ zu lernen.

programmiersprachen lernt du an musikhochschulen genauso wenig wie ein instrument zu spielen, das musst du alles selbst mitbringen.
 
welche teil deiner eigenen aussage hast du nicht verstanden? :)

du hattest gemeint, dass du jemanden kennst, der supercollider studiert hätte.

das ist ungefähr so realististisch wie die aussage von jemand anderem weiter oben, der meinte man müsse informatik studieren um C++ zu lernen.

programmiersprachen lernt du an musikhochschulen genauso wenig wie ein instrument zu spielen, das musst du alles selbst mitbringen.
Achso... Ja ok Zustimmung. Im Rahmen des Studiums und dann natürlich im Rahmen der Band d. h. Freizeit.
 


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