Tinnitus

Dieses Thema im Forum "Media 2.0" wurde erstellt von Phil999, 29. Januar 2010.

  1. Phil999

    Phil999 bin angekommen

    ein in der Lautstärke variierender, aber permanenter hoher Ton ist vielen Menschen bekannt. Ich selber zögere jedoch, das bei mir als Tinnitus aurium zu bezeichnen, da ich weder in der Musikproduktion noch in meiner Lebensqualität beeinträchtigt bin. Der Ton ist bei mir einfach da, non-stop, aber wenn ich mich nicht darauf konzentriere, nehme ich ihn eigentlich kaum oder gar nicht war.

    Aber ich finde das Thema interessant, und frage mich, was genau dahintersteckt. In der Diskussion "das grosse Brummen" wurden auch Aspekte des Tinnitus angesprochen, doch das scheinen zwei verschiedene Phänomene zu sein, deshalb wollte ich das in einer seperaten Diskussion behandeln.

    Wenn man liest und hört, was Leute dazu schreiben bzw. sagen, dann wird einem schnell klar, dass die Beschreibungen des Tinnitus sehr stark von der Person abhängt. Es ist ja auch nicht allzu einfach, das zu genau zu definieren. Es gibt aber schon Gemeinsamkeiten, die auf alle Personen zutreffen:

    1. Pfeifen und Klingeln in den Ohren nach einem lauten Knall. Dürfte aber eher einer natürlichen Reaktion des Hörorgans zuzuschreiben sein, also kein klassischer Tinnitus.

    2. dasselbe nach langer Exposition hoher Lautstärken (Disco's, Konzerte, etc.), also auch kein klassischer Tinnitus.

    3. etwa 20 Sekunden ein hohes Pfeifen, dann wieder normales Hören. Wird in der Neuen Medizin als "Epikrise" eines biologischen Hörkonflikts beschrieben. Auch kein klassischer Tinnitus.

    4. ein permanenter hoher Ton, der nie abklingt. Das wäre ein klassischer Tinnitus, und die Betroffenen gelten als tinnitusgeschädigt. Die exakten Beschreibungen sind aber nicht immer deckungsgleich, wie oben schon erwähnt.


    Hier noch ein Ausschnitt aus Wikipedia:
    Das mit der Studie, wo gesunde Menschen nach 5 Minuten Tinnitus kriegen, könnte so erklärt werden, dass sich bei Stille die Empfindlichkeit des Gehörs erhöht, und man dann Töne wahrnimmt, die normalerweise maskiert bzw. verdeckt sind.

    Mich interessiert natürlich die Frage, was man im Falle eines Tinnitus machen kann, welche Therapieansätze zu einer Linderung oder gar Heilung führen können. Da gibt es einige interessante Vorschläge:

    da würde ich gerne mehr darüber erfahren. Technisch gesehen scheint es noch einleuchtend, doch in der Natur sieht das ja oft wieder ganz anders aus.

    ein etwas ungewöhnlicher Ansatz, aber warum nicht? Wenn's funktioniert, dann sollte man auch ungewohnte Wege gehen.


    Ein weiterer Ansatz wurde von Dr. Greuel entwickelt (Ausschnitte von Fernsehberichten sind auf YouTube). Es ist, grob gesagt, eine Entspannungstherapie, aber mit interessanten Methoden wie z.B. eine hörbar-machung des Atemrhythmus.

    Generell kann man sagen, dass eine etwas ruhigere Lebensweise mit weniger Exposition zu Lärm und lauter Musik bei den meisten Tinnituspatienten hilfreich ist.

    Was sind eure Erfahrungen und Ratschläge?
     
  2. Mr. Roboto

    Mr. Roboto positiv eingestellt

    Glücklicherweise bin ich mit diesem Problem nicht geschlagen. Ich weiß jedoch, daß hier eine Behandlung in einer Praxis für "Orthopädische Manuelle Therapie" (OMT) oftmals wahre Wunder wirken kann. Den Besuch solch einer Praxis halte ich im Falle eines Tinitus für mehr als ratsam. Selbst wenn das Problem schon längere Zeit besteht.
     
  3. Phil999

    Phil999 bin angekommen

    kannst Du da Namen oder Institute nennen, die mit "Orthopädischer Manueller Therapie" Tinnitus behandeln? Oder, bessere Frage, woher hast Du davon gehört?
     
  4. kl~ak

    kl~ak Tach

    schaubenzieher ins ohr und ordenlich draufhauen - dann sollte ruhe sein ....


    also es gibt so zwei varianten

    1.
    durch beschädigung _nahe zu unheilbar

    2.
    durch stress _ mangelnde durchblutung _ psyche usw


    ich habe das phasenweise


    gut hilft ginko, viel trinken, nicht rauchen, kein stress - auch kein positiver, lecitin, vitamin b12,




    bei akute sachen unbedingt sofort zum arzt und mit sauerstofftherapie behandeln!!! _ wenn nicht alles kaputt - hat jetzt n dj aus meinem freundeskreis erlebt = links keine hihats mehr



    die meißten unfälle ergeben sich bei musikern durch die unwissenheit, was lautstärke und gehör angeht


    richtig fies sind volumenwechen: weil im ohr die schallwellen über eine flüssigkeit auf die flimmerhärchen übertragen werden _ bei leiser umgebung wird die flüssigkeit dichter _ bei lauter umgebung flüssiger (osmose) der prozess des festerwerdens geht schneller

    bedeutet

    der dj der in der disco bei den düsenflieger loslässt und mit flüssigem ohr den lärm so einigermaßen wegsteckt killt sich sein gehör am besten, indem er mal raus eine rauchen geht - flüssigkeit wird fest - dann wieder rein und den kopfhörer (der natürlich noch lauter ist als der düsenjet) rauf auf´s ohr und mit voller ladung auf die dichtere - noch nicht wieder sich verflüssigte innenohrsuppe - direkt auf die flimmerhärchen

    die brechen dann richig ab!

    wenn man nach einem so herbeigeführten hörsturz nicht sofort zum arzt geht ist das dan auch für die ewigkeit


    gleiches gilt natürlich auch für alle die, welche in der disse ihre ohrstöpsel mal so eben rausnehmen!



    grüße jaash
     
  5. mokkinger

    mokkinger Tach

    die zeit heilt (fast) alle wunden.

    hatte nen schweren gehörsturz, stressbedingt. 3 tage fast nichts mehr gehört (ca 20% restgehör)anschl. nen sehr störenden tinitus bei 3,5 kHz auf beiden ohren, erst mit infusionen 10 tage in 2 phasen behandelt worden, anschl. dann mit tabletten zur blutverdünnung... hat alles nur mässig geholfen, nach 1 jahr hatte ich nen "rückfall". anschl. keine medikamente, nur noch ruhe und relativ deutlichen wechsel meins lebens... (arbeitsplatz, sogar wohnort), hatte beim ersten mal schon mit rauchen aufgehört... 2 jahre hatte ich noch recht deutlich mit zu kämpfen, mittlerweile würde ich sagen ists fast weg. ich geb dem ganzen einfach seinen raum, und seine zeit, das hilft am meisten...
     
  6. Phil999

    Phil999 bin angekommen

    Geduld, sich Zeit lassen, nicht in Panik die Sofort-und-Jetzt-Lösung erzwingen, scheint mir auch etwas enorm Wichtiges zu sein. Vielen Dank für Deinen Bericht, ich finde ihn sehr wertvoll.

    Es geschieht ja nie etwas ohne Grund. Selbst wenn man den Grund vielleicht nie genau kennt, kann man in etwa die Richtung erkennen. Medikamente können bestenfalls unterstützend wirken, doch die eigentliche Heilung kann nur vom Körper selber kommen, und man kann dem Körper die Ruhe und Zeit geben, die er braucht.
     

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