Tipps zum Equipment für z.B. Drone / Dark Ambient / Techno..

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TGM
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Re: Tips zum Equipment für z.B. Drone / Dark Ambient / Techn

ekatakakum schrieb:
ppg360 schrieb:
Die unendlichen Möglichkeiten, die einem Software bietet, führen in der Regel zum Ausufern.
Das kommt aber sehr drauf an, wer davorsitzt.
:supi: und Zustimmung zu dem, was du auf der Seite davor umfassend ausgeführt hast. Letztlich kann man es auf die Frage reduzieren: Ist man in der Lage sich eigenständig zu fokussieren oder braucht man (künstliche) Limitation? Wenn man die Frage für sich selbst beantworten kann, kann man auch die Equipmentfrage beantworten. Für mich persönlich ist die Limitation von Hardware ein Kreativitätskiller und Zeitfresser. Software (ebenfalls Ableton) hilft mir, im Flow zu bleiben bzw. aufgrund der unkomplizierten Speicherbarkeit, sehr schnell in den Flow zu kommen und die Arbeit fortzusetzen. Dass ist für mich persönlich sehr wichtig.
Seither komme ich auch nicht mehr auf die Idee, einen 20 Jahren alten Sampler zu kaufen, um mich an SCSI, Sample-Transfer, RAM-Begrenzung, Ersatzteilbeschaffung, Formatthemen und der Bedienung über Menüs abzuarbeiten. Einem Neueinsteiger würde ich sowas nur empfehlen, wenn er Interesse an anachronistischer Musikproduktion hat.
 
borg029un03
borg029un03
Elektronisiert
Re: Tipps zum Equipment für z.B. Drone / Dark Ambient / Tech

Ohne jetzt den Spielverderber raushängen lassen zu wollen, aber was an Grundsätzlichem ist denn schon vorhanden? Gibts Boxen oder Kopfhörer um überhaupt Klang zu bekommen? Gibts ein Interface und/oder Mischpult um evtl. an eine bestehende Anlage Hardware anzuschließen? Alles Sachen die auch Geld kosten.

Da meist bei Produktionen mehrere Spuren und Synths samt Effekten zum gewünschten Ergebnis führen kommst du vermutlich mit einer DAW deinem Ziel am nächsten, allerdings ist dort der Einarbeitungsaufwand wesentlich größer. Soll es auch unbedingt was haptisches sein zum Anfassen gibt es auch noch Controller sollte also kein Ausschlusskriterium sein.

Wird es dagegen "nur" ein Hardwaresynth wirst du feststellen, dass du evtl. nicht bis zum Ziel kommst und dir irgendwas fehlt. Dafür sind die meisten Synths logisch aufgebaut und anhand deren lassen sich auch diverse Grundlagen ableiten, Einstieg ist also leichter.

Als DAW rate ich zu Ableton, sowohl Effekte als auch die Softsynths decken eine ordentliche Palette an Klangfarben ab und mit Push hat man mMn die beste Symbiose aus Hardware Controller und DAW die es im Moment gibt.

Der MS-20 Mini ist sicherlich vom Klang sehr nah am dem was du suchst, aber für einen Einsteiger erfordert der schon einiges an Einarbeitung in erster Linie auch wegen seiner Semimodularen Patch-Matrix. Aber wenns der sein soll, empfehle ich dazu noch Arturias Microbrute, auch Semimodular, ist schön vielseitig und im Gegensatz zum MS etwas leichter.
 
B
Bug2342
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Re: Tipps zum Equipment für z.B. Drone / Dark Ambient / Tech

1000 Euro für einmal mit alles ist recht knapp, da müssen Kompromisse sein.

Wie schon mehrfach erwähnt ist für diese Art von Mucke erst mal ein GROßER Hall erforderlich. Daneben noch irgendwas, was (pseudo-)natürliche Klänge erzeugt und was elektronisches. Zudem bracht man mehrere Spuren.

Jetzt kommt es ein bisschen drauf an, was schon da ist. Ich geh mal davon aus, das ein halbwegs aktueller Computer mit billig onboard Sound rumsteht und sonst wenig.

Pfade zum Glück:
Sowohl für den Hardware- als auch für den Software Pfad sollte was zum aufnehmen da sein. Ich empfehle für den Einstieg den Asio4All Treiber (macht onboard Sound mit brauchbarer Latenz nutzbar) und Reaper als DAW (Kostet 60$, wenn man nicht allzu viel mit Musik verdient, 60 Tage Testversion (geht auch dannach noch, man sollte dann aber zahlen...)). Evtl. noch was für Field-Recordings...lass ich jetzt mal weg.

Dann braucht man noch ein Controler Keyboard oder einen Klangerzeuger mit Keyboard (geht auch ohne, macht aber keinen Spaß. Manchmal will man dann doch mal ein bisschen rumklimpern um eine Melodie auszuprobieren). Geht so bei 200 Euro los, kann man mit einem Tonerzeuger kombinieren (siehe unten).

Ein guter Hall in Software ist der Valhalla Vintage Verb. Gefällt mir viel besser als das Zeug, das man umsonst/als DAW Beigabe kriegt und kostet nur 50$. Wenn man sich keinen Hardware Reverb gönnt, lohnt sich dass.

Bleiben also noch so ca. 700 Euro für den Rest.

Da geht:

1) Waldorf Blofeld (Keyboardversion)+ Hardware Hall
Vorteil: Man ist zumindest für die Tonerzeugung unabhängig vom Computer. Der Blofeld ist (relativ) billig und kann richtig gut (und böse) klingen. Die eingebauten Effekte sind allerdings fast nur zum abschalten gut und es braucht etwas Zeit und Geduld um der Kiste anständige Sounds zu entlocken. Zudem geht eigentlich immer nur eine Spur auf einmal (Der Multimode ist eher mittelmäßig).

2) Kurzweil Pc3 (ohne k, evtl. LE Version, wenn man die Normale nicht günstig gebraucht kriegt):
Rompler eignen sich eigentlich gut für Drones und ähnliches, weil man hübsch Sounds schichten kann. Die PC3 (uneheliches Kind der K2xxx Serie) hat aber auch einige recht mächtige Synthesefunktionen und tolle Effekte. z.B. lassen sich fast alle FX Parameter mit LFOs bewegen und ähnliches. Damit kann man tollen Lärm machen. Der eingebaute Sequencer ist nett, aber eher zum live einspielen gedacht. Kann man mit Industrial natürlich auch machen...

3) Software:
a) warten bis Komplete wieder im Angebot ist (sollte im Herbst nochmal kommen). Kostet dann ca. 250 Euro und ist so ziemlich das Rundum-Sorglos-Paket. Absynth Dröhnt gemütlich vor sich hin, Battery Wumst ganz gut, Konrtakt und Reaktor sind super mächtig...

b) Günstigen Lieblingssynth aussuchen. U-He Bazille und/oder das Madrona Labs Zeug sollten sich recht gut machen. Hat alles vernünftige Demos.

c) Kostenlos ist gut. z.B. mit Supercollider, PD, etc. rumspielen. Da lernt man auch erschreckend viel Synthese bei.
 
olivgrau
olivgrau
Was denn?
Re: Tipps zum Equipment für z.B. Drone / Dark Ambient / Tech

Hey Kindskopf.

Meine Empfehlung, finde jemanden in deiner Nähe, der dir mal eine Einführung gibt ins elektronische Musizieren!

Ich spreche hier aus eigener Erfahrung, als Einführender!

Ansonsten ... hast du ein iPad? Dann empfehle ich Korg Gadget! Das ist prima zum schnuppern!

Sehr geile Tracks die du eingebunden hast.

Via soundcloud habe ich auch ein paar dark ambient tracks ins Netz gestellt, Link ist in Signatur.

ciaOliver
 
K
Kindskopf
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Re: Tipps zum Equipment für z.B. Drone / Dark Ambient / Tech

Wahnsinn! Herzlichen Dank für die rege Beteiligung!
Gigantisch euer Engagement...

Hab' jetzt nochmal hin- und her recherchiert.
Allerdings traue ich mich aufgrund meines marginalen KnowHows
noch nicht so richtig eine Entscheidung zu treffen.

Bisher sind folgende Gerätschaften genannt worden, die mich auf den ersten Blick, bzw.
nach Klangbeispielen auf Youtube&Co ansprechen:

- Access Virus Indigo 2
- MS20 Mini
- Korg Electribe Sampler
- DSI Envolver
- Roland SP404 Sx
- Octatrack
- Waldorf Blofeld Keyboard

Über Effektgeräte und Hardware-Sampler möchte ich mir im ersten Step noch keine allzu großen Gedanken machen....sonst droht meinem Schädel wieder Vakuum!

Was haltet Ihr von der bereits genannten Kombination MS20 + Electribe Sampler?
Kann man damit auch fiese, zerstörerische, den Solar-Plexus-aus-dem-Leib-prügelnde Beats, wie im 2. Video (Swarm Intelligence – Antenna, ab 1:20 min) basteln? Oder brauche ich diesbezüglich wieder zusätzliche Hardware (z.B. Drummashine)?

Nochmal eine Verständnisfrage:
Angenommen, ich habe mit der MS20mini einige Klänge, z.B. Von 1/2sek. - 60sek. erzeugt, kann ich diese dann z.B. Im ElectribeS abspeichern, mit weiteren "Onboard-Sounds" tunen, "auf die Pads legen" und arrangieren und final über ein Midi-Interface (?) + DAW auf'n Pc aufnehmen? Oder bräuchte ich dafür schon wieder einen Sequencer? Ich wunder mich bloß, weil es bei den meisten hier zuhause aussieht wie in einem Raumschiff-Cockpit aus dem Paralleluniversum.......soviele Instrumente :invader2: :nihao: :invader2:

Nochmal vielen lieben Dank für die zahlreichen Antworten und natürlich für die Soundbeispiele...
Ich werd' mich mal nach versierten Leuten in meiner Nähe umschauen, zwecks der Hilfe zur
Selbsthilfe. Kennt Ihr wen aus Oberbayern oder aus dem Salzburger Land?

Viele Grüße
Kindskopf
 
haesslich
haesslich
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Re: Tipps zum Equipment für z.B. Drone / Dark Ambient / Tech

damit kannst du auf jeden fall anfangen und schon eine menge ausprobieren.
bei der soundästhetik der videos, die du verlinkt hast, gibt's ein paar besonderheiten:
- da geht viel über den hall. der muss gut sein, damit du die gewünschte wirkung erzielst. die electribe steigt da vermutlich aus.
- selbst wenn der hall stimmt, braucht man viel ein gewisses know, um den sound so aufzubauen, dass es nicht matscht. das emptyset und das thomas köner video sind schöne beispiele dafür, da matscht nichts, und trotzdem ist es unglaublich dicht in den tiefen frequenzen. da braucht man sicherlich ein wenig erfahrung für.
mit einer electribe und einem ms20 wirst du viele sounds und strukturen so umsetzen können, aber genau diese soundästhetik, das wird nicht auf anhieb gelingen. ich würd sagen:
schönes setup zum einsteigen. dann viel ausprobieren und daran wachsen! und dann langsam die erwartungen an dich selber hochschrauben.
 
klangsulfat
klangsulfat
format c: /y
Re: Tipps zum Equipment für z.B. Drone / Dark Ambient / Tech

Kindskopf schrieb:
Was haltet Ihr von der bereits genannten Kombination MS20 + Electribe Sampler?
Kann man damit auch fiese, zerstörerische, den Solar-Plexus-aus-dem-Leib-prügelnde Beats, wie im 2. Video (Swarm Intelligence – Antenna, ab 1:20 min) basteln? Oder brauche ich diesbezüglich wieder zusätzliche Hardware (z.B. Drummashine)?

Die erwähnte Combo ist der beste Einstieg, den du für die Kohle bekommen kannst. Jedenfalls, was Hardware anbelangt. Für extreme Hallfahnen und Shimmer-Effekte würde ich noch den Bodentreter Zoom MS-70CDR (gebraucht deutlich unter 100 Euro) hinter den Synth klemmen. Wobei der "Wet Reverb"-Algorithmus im Electribe Sampler für extreme Halleffekte fast schon ausreicht. Nebenbei bemerkt, die Electribe ist (auch) ne Drummachine :D Ne spaßige Kombi wäre auch die Electribe Sampler + iPad + Synth Apps. Jedenfalls bist du mit der Electribe Sampler als Basis für ein kleines Setup auf dem richtigen Weg. Wenn es auch Rechner und Software sein darf, würde ich unbedingt auch NI Maschine MK2 antesten. Dann bekommst du für relativ wenig Kohle die Flexiblität von Software und die Haptik von Hardware.
 
Mork from Ork
Mork from Ork
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Re: Tipps zum Equipment für z.B. Drone / Dark Ambient / Tech

Hier sind mal ein Paar Beispiele,die dir mal zeigen,was so ein Effektgerät zu leisten im Stande ist:

Das scheint genau in deinen Musik-Style zu passen und ist mit minimalsten Mitteln realisiert worden und zwar durch den Arturia Microbrute,als Synthesizer und das Strymon Timeline Effektpedal (ist eigentlich für Gitarren gedacht,aber eignet sich hervorragend für alles was eine Sound-Veredelung braucht)!
Hier ein Beispiel,wie einfach der Sound veredelt wird:

Und dann,wie das ganze im Setup sein Potenzial ausspielt:

Es ist schon erstaunlich,das ein einziges Effektgerät den Sound so aufwerten kann,da kannst du aus den günstigsten Synthesizern ein Soundmonster machen ;-)
Da du ja mit dem Korg MS-20 mini liebäugelst,könnte dich das interessieren (Für später zumindest mal vormerken)!
Der Microbrute kommt in dem ersten Video auch unglaublich Sphärisch rüber,als wenn da mehrere Synthesizer laufen würden!
Hat er aber nur mit dem "ICE-Delay" Algorithmus des Strymon Timeline hingebogen ! (Ein Delay-Typ von insgesamt 12,die das Gerät hat)
Das ganze hat nur ein Nachteil,das Strymon Timeline kostet 499.- !
Gibt natürlich auch günstigere Effektgeräte,aber an die Möglichkeiten und den ganz speziellen Sound kommt die Konkurrenz nicht dran!
Handgemacht in den USA,von einem 6 Köpfigen Team,die haben den von Grund auf KOMPLETT selber entwickelt!
Wie gesagt,für Später mal vormerken,was so alles möglich ist! :waaas:
 
betadecay
betadecay
Dronemaster Flash - NASA-Jünger und Winkelleugner
Re: Tipps zum Equipment für z.B. Drone / Dark Ambient / Tech

Also...

Wenn's echt billig sein soll:

DAW: Samplitude Silver oder eine abgespeckte Cubase-Version liegen oft mal in irgendwelchen Zeitungen dabei oder kommen mit, wenn man sich irgendwelche Hardware kauft. Ich glaub, bei meinem Audio-Interface war Cubase gleich mit dabei.

Ein Reverb-Plugin: kostenlos ist "Ambience" - im freien Bereich angeblich das beste, was es gibt.

Ein Looper als VST: der freie "Angstrolooper" loopt Audio - wenn es sein muss, solange, bis der Strom ausgeschaltet wird ;-)

Auch kostenlos: https://www.amazona.de/amazona-de-freeware-tyrell-n6-synth - aber irgendwie hab ich da nie so recht verstanden, wie man die LFOs einsetzt. Kann aber mächtige Sounds machen, mein lieber Schwan... Die anderen Synths (Bazille etc.) von u-he kenne ich nicht, aber wenn der Tyrell der Synth für arme ist...

Immer günstig: Softsynths auf dem iPad - iMS20, iVCS3, Nave... hat beim MS20 auch den Vorteil, dass man nicht gleich 500 Euro für Hardware ausgibt, auf dem iPad ist er wesentlich preiswerter uns schluckt auch keinen Platz auf dem Schreibtisch... Und bei Gefallen kannst du dir das Ding ja immer noch in Hardware holen.

Gar nicht mal zu verachten für Drones: die Korg monotrons (alle 3) - man muss da nur etwas nachhelfen, z.B. in dem man ihren Output durch einen Hardwaresynth schickt und dort das Filter und die Effekte nutzt (das mache ich mit einem micro KORG), oder die Effekte aus der DAW (Delay, Reverb, Chorus/Phaser/Flanger oder auch den erwähnten Angstrolooper). Ein solches Vorgehen empfiehlt sich überhaupt bei manchen lo-fi-Geräten, das kann den Sound mächtig aufpeppen, ausser der lo-fi-Sound ist explizit gewünscht. Sowas soll ja auch vorkommen.


Wenn's hingegen (etwas mehr) Geld kosten darf:

NI KOMPLETE - Synthesizer und gesampelte Instrumente, mit denen du dich bis an dein Lebensende auseinandersetzen kannst, ohne auch nur annähernd fertig geworden zu sein. Kann ein Musiker ohne KOMPLETE leben? Ich wüsste nicht, wie....

Mein Lieblingssynth vom KOMPLETE ist übrigens das REAKTOR-Ensemble RAZOR, der neigt zwar etwas zu Klingelgeräuschen, aber macht auch wunderbare Drones, Pads und dank des Formantfilters auch Chöre.

ABSYNTH ist auch nett, da kann man eigene Samples laden (für die braucht man natürlich einen Field Recorder...) und dann mächtig verfremden (z.B. mit dem schönen Waveshaper). Mit KONTAKT geht das sicher auch, aber bis man das mal verstanden hat...


Ein Hardwaresynth ist natürlich allemal zu empfehlen, entweder als Effektgerät (wie oben beschrieben) und natürlich auch um ihn selber zu spielen. Aber dazu haben meine Vorgänger ja schon eine Menge gepostet, da muss ich (fast) nichts hinzufügen.

Ausser: mein microKORG war wirklich preiswert, unter 300 €, aber der ist schwer zu editieren - man besten noch mit einer funktionalen aber nicht wirklich schönen Software von Korg, aber dafür kann er Presets speichern (ich will den jetzt nicht empfehlen, ich sag da grad nur was über meine Erfahrungen damit). So ein MS20 kann das nicht, und ist auch "nur" monophon, ist aber von den Modulationsmöglichkeiten her deutlich flexibler (leider auch etwas teurer - trotzdem liebäugele ich ja doch noch mal mit so einem Gerät, ich weiß nur nicht, wo ich ihn hinstellen soll, ohne meine Frau total zu vergrätzen...). Für schräge Sounds ist der unter Garantie das bessere der beiden Geräte. Ausserdem kann der seinen eigenen Output als externen Input nutzen und damit lustige Feedbacks machen! (@andere Forumsteilnehmer: geht das auch mit dem micro KORG? Da traue ich mich ja jetzt nicht...)

Die anderen empfohlenen Geräte kenne ich nicht (aus eigener Erfahrung, vom Namen her natürlich schon), aber da vertraue ich dem Sachverstand der Forumskollegen :)

Nicht wirklich billig (zumal ja noch der blöde Zoll dazu kommt), aber für seltsame Sounds sehr interessant sind womöglich diese Dinge: http://folktek.com/ - ich habe einen Illluminist Garden. Zumindest müssten diese Steampunk-Geräte in einem Live-Setup richtig was hermachen...


Beispiele für das, was (vorwiegend mit Software) so geht:

Hier macht der iVCS3 den Herzschlag und der microKORG den dronigen Hintergrund:
src: https://soundcloud.com/argyre-planitia/0171a
(Die Factory-Presets des micro-KORG gruppieren sich in Trance/Techno/HipHop/Retro etc. - aber wenn man den Apparat richtig behandelt, macht er auch ganz andere Sachen :) )

Wenn man mit einem Küchenpinsel auf einem Aluminiumkochtopfdeckel rumkratzt, das sampelt und durch ABSYNTH schickt und RAZOR den Chor singen lässt, dann passiert sowas:
src: https://soundcloud.com/argyre-planitia/the-chant-of-the-lampades-from-my-new-album

Hier habe ich eine Toilette gesampelt (die war defekt, da plätscherte konstant ein leichter Wasserstrom durch) - das rückwärts gespielt und gewaveshapet gibt diese Flüstergeräusche, die Schreie hingegen sind das gesamplete Resonanzpfeifen eines Shruthi-1, das auch durch Absynth hindurch durch musste:
src: https://soundcloud.com/argyre-planitia/the-living-fungi-of-yuggoth

Wenn ich mich recht erinnere, hab ich den hier:
src: https://soundcloud.com/argyre-planitia/0095-1
komplett mit dem hier gemacht: http://www.hollowsun.com/hs2/alien_devices/sotu/

Und hier hat der Angstrolooper diverses Metallgeklapper geloopt (auf den Pfaden von "raison d'être" wandelnd - "Metamorphyses" und so... :) ), das Pad am Schluss ist wieder mal RAZOR, den ich oft für solche Pads oder Drones einsetze:
src: https://soundcloud.com/argyre-planitia/0177a

Und was so ein Monotron kann (der Robert Kozletski spielt aber auch in einer andern Liga als ich):
src: https://soundcloud.com/rckozletski/monotron-space

Mit Software ist also auch einiges machbar. Die andern Forumsmitglieder haben ja diverse Hardwaregeräte empfohlen - da halte ich mich, wie oben schon gesagt, weitgehend raus, mit Hardware bin ich eher spartanisch ausgestattet. Dafür wohnt meine Frau aber auch immer noch hier :)

Stefan
 
Audiohead
Audiohead
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Re: Tipps zum Equipment für z.B. Drone / Dark Ambient / Tech

0177 hat er mir angetan...sehr sehr schöner "Track"
 
betadecay
betadecay
Dronemaster Flash - NASA-Jünger und Winkelleugner
Re: Tipps zum Equipment für z.B. Drone / Dark Ambient / Tech

Audiohead schrieb:
0177 hat er mir angetan...sehr sehr schöner "Track"

Freut mich!

Es ging bei meinem Post jedenfalls nicht um eine Werbeaktion für mich (auch wenn ich mich immer freue, wenn jemandem meine Sachen gefallen), ich wollte nur auch mal das Thema "Software" etwas in den Fokus rücken, denn damit geht durchaus auch 'ne Menge, und das bei Bedarf auch noch recht preiswert - was ich grade für den Anfang wichtig finde.

Denn was mir in dem Thread nicht klar geworden ist: wie weit sich "Kindskopf" überhaupt mit Synthesizern auskennt.

Als ich vor ein paar Jahren damit angefangen habe, hatte ich jedenfalls absolut Null Ahnung und wusste darum auch noch gar nicht, ob ich das je verstehen würde und was ich dann damit anfangen könnte (ausser, dass es Richtung dark Ambient /Experimental gehen sollte - zum einen, weil ich das mag, zum anderen bin ich auf dem Klavier doch eher ein Dilettant). Und da hat es sich als extrem günstig erwiesen, mit dem Buch von Gorges anzufangen (das es wohl nur noch antiquarisch gibt), da liegt ein stand-alone-Softsynth bei und man kann so für schlappe 30 Euro (ohne Keyboard, weil die Computertastatur ausreicht) das Synthprogramming lernen. Vorteil: kostet fast nix, und wenn's keinen Spass macht, muss man keine Harwdare bei ebay verticken und Platz nimmt ein Softsynth auch nur auf der Festplatte ein. Und gute freie Softsynths und Effektplugins gibt es mehr als einen, der Tyrell N6 ist ja nur die Spitze des Eisbergs.

Für Anfänger kann ich solches Vorgehen nur dringend empfehlen. Wer ein iPad hat, sollte sich vielleicht auch 2, 3 Apps zulegen, kostet ja auch kaum was und das entsprechende "How to make a Noise" vom Simon Cann.

Wenn dann der Geldstom durch die verkauften Alben einsetzt, kann man sich ja immer noch Hardware im großen Stil dazukaufen :)

Es kommen ja eh noch genug andere Ausgaben dazu: ein vernünftiges MIDI-Keyboard, Kopfhörer/Monitorboxen... bei mir war es dann noch KOMPLETE (ohne diverse REAKTOR-Ensembles, MASSIVE und ABSYNTH wär ich musikalisch kaum lebensfähig, dazu noch die genialen samplebasierten Synths für KONTAKT von Hollow Sun...), der Bedarf an einem Synth, den man anfassen kann, kommt über kurz oder lang eh, dazu ggf. auch diverse "Effektboxen". Ich versuche derzeit z.B. in meinen kürzlich erworbenen micro Granny einzusteigen (ach, hätt ich doch mehr Zeit...), für Dark Ambient / Industrial hat so eine lofi-Soundshredder-Box auch ihren Reiz. Da kommen schnell noch mal 100 Euro hier und 200 da zusammen... Über die Jahre ist so jedenfalls einiges im meine Ausrüstung geflossen, und dabei sieht es hier noch nicht mal wie in einem Raumschiffcockpit aus.

Stefan
 
marco93
marco93
Moderator
Re: Tipps zum Equipment für z.B. Drone / Dark Ambient / Tech

Warum wird hier so oft der MS20mini empfohlen, kann man das nicht auch alles mit einem Microkorg machen?
 
Raze
Raze
.
Re: Tipps zum Equipment für z.B. Drone / Dark Ambient / Tech

betadecay, wenne mal was fertig hast mit dem microgranny, kannste das ja hier mal im forum posten?
stelle mir das ding mit ein paar pedalen dahinter evtl. ganz interessant vor...
 
betadecay
betadecay
Dronemaster Flash - NASA-Jünger und Winkelleugner
Re: Tipps zum Equipment für z.B. Drone / Dark Ambient / Tech

Raze schrieb:
betadecay, wenne mal was fertig hast mit dem microgranny, kannste das ja hier mal im forum posten?
stelle mir das ding mit ein paar pedalen dahinter evtl. ganz interessant vor...

Klar, mach ich. Kann aber noch dauern, ich bin grade anderweitig beschäftigt.

Immerhin hab ich die Grundlagen von dem Ding mittlerweile verstanden, ist eigentlich nicht schwer, aber die Anleitung ist an manchen Stellen arg schwer verständlich.

Ein neues Preset hab ich mir erzeugt, indem ich einfach eines von der microSD-Karte genommen und unter neuem Namen abgespeichert hab (am PC, der kleine Granny hat dafür wohl keine Funktion oder ich hab sie einfach nicht finden können), jetzt hab ich da auch schon ein paar eigene Sounds drin - aber dass man zum Durchsteppen durch die Sounds da eine bestimmte Taste permanent gedrückt halten muss, hätte man ja auch mal schreiben können... Meine Güte, wie hab ich mich da abgemüht... Wenn man dann in seinem eigenen Preset ist und auch seinen Sound hat, ist das Speichern ja simpel. Wie eigentlich die ganze Kiste.

Man sollte nie, nie, nie einen Entwicker die Doku schreiben lassen, aber genauso sieht mir das aus. Zumal das tschechische Englisch und mein deutsches Englisch sich offenbar auch nur schlecht vertragen :) Obwohl ich mein Englisch, jedenfalls für Anleitungen und Fachtexte, für durchaus passabel halte.
 
 


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