Unterschied Analog/Digital bei Mixern

Dieses Thema im Forum "DAW / Komposition" wurde erstellt von zero303, 13. März 2008.

  1. moin moin.....

    Kann mir mal jemand den unterschied zwischen einen Digitalen und nem Analogem Mischer für Recording erklären?

    Ist die Interfacegeschichte von großer wichtigheit ? wenn man das so ausdrücken kann.. :D

    Danke im vorraus
     
  2. MiK

    MiK Löten&Coden

    Moin,

    der Unterschied ist eigentlich ganz einfach: der eine arbeitet analog, der andere digital :)

    Und im Detail bedeutet das:

    Ein analoger Mixer ist relativ statisch, Du hast Deine Kanalzüge, vielleicht ein paar Busse, irgendwo nen Master-Out, je nach Gerät mehr oder weniger Ausstattung. Du kannst aber an der Konfiguration nicht viel ändern und je mehr Funktionen Du hast, desto mehr Knöppe hat das Ding auch.

    Ein digitaler Mixer ist normalerweise relativ flexibel, weil er von einen Inputs den Kram recht frühzeitig digitalisiert und dann digital weiter bearbeitet, an den Outputs dann wieder nach analog wandelt, wenn Du nicht über TDIF oder ADAT oder sowas raus gehst. Flexibel insofern, dass Du das interne Routing der Signale mehr oder weniger frei ändern kannst. Allerdings ändert sich damit auch die Arbeitsweise. Ich hab nen Tascam DM-24, komme gut damit klar, mache aber auch fast nix. Kumpel, der seit Jahrzehnten mit analogen Konsolen arbeitet, hat sich neulich auch einen zugelegt und stand dann erstmal vor einer schwarzen Kiste voller Rätsel. Es ist definitiv ne Umgewöhnung. Allerdings hab ich mit dem DM-24 auch ne ziemlich leistungsfähige Konsole mit insgesamt einer nicht genau zu bezeichnenden Zahl Inputs (32 analoge, weil noch 2 Analogkarten drin sind, 8 Channels ADAT, dann noch der ganze TDIF-Kram und SPDIF bzw. AES/EBU und so), auf den 16 internen Kanälen Gate, auf allen Kanälen Kompressor, 4Band-EQ, Effekte drin, und das Ganze in einem doch recht handlichen Kasten, weil eben die ganzen Knöppe umgeschaltet werden in der Funktion, auch die Fader. Ist natürlich etwas weniger intuitiv.

    Ich möchte in dem Zusammenhang noch die dritte Variante anbringen - DAW, also den eigentlichen Mixer im Rechner, draussen nur noch Wandler und Controller. Der DM-24 kann z.B. auch so betrieben werden, macht ein Kumpel mit seinen beiden DM-24, der fährt die Dinger nur als Wandler, geht mit den TDIF direct-outs in den Rechner und benutzt die Fader und so via MIDI, um das Cubase zu steuern, wo dann der eigentliche Mix stattfindet.

    Die Kurzfassung: wenn Du wenig Kanäle brauchst oder genug Platz hast und lieber auf was Analoges stehst, hol Dir nen vernünftigen Analogmixer, für viel Flexibilität in wenig Volumen in einem Gerät, was auch Standalone betreibbar ist, nen digitalen Mixer, und wenn eh alles im Rechner landet, bist Du vielleicht mit ein paar guten Wandlerboxen und nem anständigen MIDI-Controller mit Motorfadern ideal bedient.

    Eine "Interfacegeschichte" kann ich jetzt so nicht direkt zuordnen, da ich nicht genau weiss, was Du damit meinst. Digitale Mixer haben immer einige digitale Schnittstellen, das reicht von AES/EBU bis hin zu USB/Firewire, oft ist sowas aber auch optional.

    ...Michael
     
  3. oh man da haste mir aber einiges aufgetischt ich bin ehrlich gesagt planlos ziemlich sogar..... ich glaub es soll schon im rechner landen zu schluß... jedenfalls brauch ich einen mit paar kanälen so acht oder so..
    also ich habe folgendes equipment
    Roland sh32
    Korg microkorg
    Korg emx
    Korg esx
    Macbook pro
    so jetzt möcht ich gerne die vier sachen abmischen über den mac
    wie bekomme ich das hin nen pult mit interface oder wie oder was?
    Man muß das so komplieziert sein als anfänger biste echt im arsch.
    thanks anyway
     
  4. MiK

    MiK Löten&Coden

    So kompliziert isset nicht, es will nur wohlüberlegt sein, weil das alles Geld kostet, was Du da brauchst :)

    So, wie es für mich klingt, ist das mal einfach als kleines Hobbystudio gedacht, und es läuft eh alles im Rechner zusammen. Dann hilft schon mal folgender Entscheidungsbaum:

    - Wenn es wichtig aussehen soll oder Du einfach einen anfassbaren Mixer willst, muss ne Konsole her
    - Wenn Du es handlich und klein haben willst, reicht Dir im Moment ein Interface mit 8 Inputs, abmischen kannst am Rechner, was aber mit Mausgeschubsten Fadern nicht so intuitiv ist. Du kannst aber im Nachgang noch nen MIDI-Controller dazu packen, günstig wäre hier z.B. der BCF2000

    Meine Anfänge mit nem kleinen Gerätezoo waren ein sehr günstiger 16->4 Mixer aus der Bucht, irgendson chinesischer Billigkram, von dem ab in den Line-In des PowerBook G3. Minimalsetup halt. Dann kam irgendwann mal das FW-Interface dazu, an nem anderen Rechner, wo einige Geräte direkt dran hingen, andere über den Billigmixer gingen. Dann hing da noch irgendwo ein 16er Rackmixer dazwischen, und vor etwa nem Jahr habe ich die beiden Analogmixer gegen den digitalen getauscht.

    Überleg Dir also erstmal, wie schnell Dein Studio wachsen wird und welche finanziellen Mittel Du parat hast und vor allem, wie professionell Du anfangs arbeiten möchtest. Du kannst nämlich wirklich so weit runter gehen, dass Du mit dem Line-In des Rechners und nem billigen Analogmixer anfängst und dann im Laufe der Zeit siehst, in welche Richtung Du willst.
     
  5. Hey danke nochmal für deine Tipps :)
    Ich denke mal ich werd mir erstmal den ALESIS MULTIMIX 8 FIREWIRE
    holen kannst du mir deine Meinung dazu sagen?

    Also am liebsten würde ich auf den laptop verzichten aber dein Tascam welcher mit sicherheit sehr geil ist geht vom finanziellen erstmal garnicht.

    Jedenfalls möchte ich nicht alle 3 Monate mein Equipment wechseln um mich technisch zu verbessern.

    Zum abhören hab ich mir die Tapco S5 geholt würdest du mir dazu nen Subwoofer raten? wollt mir den Tapco SW 10 holen eventuell nach dem Pult.

    Hab da noch nen Midi Patchbay MAV8 von Kawai aber hat leider kein usb Anschluß....und nen Alesis Microverb 4....also momentan geht mein ganzes Geld nur in equipment rein es macht aber fun.

    Dnke für deine Beratung echt coole Sache ;-)
     
  6. Hey danke nochmal für deine Tipps :)
    Ich denke mal ich werd mir erstmal den ALESIS MULTIMIX 8 FIREWIRE
    holen kannst du mir deine Meinung dazu sagen?

    Also am liebsten würde ich auf den laptop verzichten aber dein Tascam welcher mit sicherheit sehr geil ist geht vom finanziellen erstmal garnicht.

    Jedenfalls möchte ich nicht alle 3 Monate mein Equipment wechseln um mich technisch zu verbessern.

    Zum abhören hab ich mir die Tapco S5 geholt würdest du mir dazu nen Subwoofer raten? wollt mir den Tapco SW 10 holen eventuell nach dem Pult.

    Hab da noch nen Midi Patchbay MAV8 von Kawai aber hat leider kein usb Anschluß....und nen Alesis Microverb 4....also momentan geht mein ganzes Geld nur in equipment rein es macht aber fun.

    Dnke für deine Beratung echt coole Sache ;-)
     
  7. Hey danke nochmal für deine Tipps :)
    Ich denke mal ich werd mir erstmal den ALESIS MULTIMIX 8 FIREWIRE
    holen kannst du mir deine Meinung dazu sagen?

    Also am liebsten würde ich auf den laptop verzichten aber dein Tascam welcher mit sicherheit sehr geil ist geht vom finanziellen erstmal garnicht.

    Jedenfalls möchte ich nicht alle 3 Monate mein Equipment wechseln um mich technisch zu verbessern.

    Zum abhören hab ich mir die Tapco S5 geholt würdest du mir dazu nen Subwoofer raten? wollt mir den Tapco SW 10 holen eventuell nach dem Pult.

    Hab da noch nen Midi Patchbay MAV8 von Kawai aber hat leider kein usb Anschluß....und nen Alesis Microverb 4....also momentan geht mein ganzes Geld nur in equipment rein es macht aber fun.

    Dnke für deine Beratung echt coole Sache ;-)
     
  8. MiK

    MiK Löten&Coden

    Nein, kenn ich nicht, vielleicht kann sonst jemand da mehr zu sagen. Ich las Alesis aber schon in den Reihen der empfohlenen Interfaces.

    Och, der ist mittlerweile teils für 800 Euronen zu haben. Kumpel hat sich sogar neulich einen aus Amiland geholt, ich hab das Ding gschwind auf 230V umgebaut, der hat inklusive shipping und so damit gut unter 700 EUR gezahlt.

    Genau. Drum lieber gut überlegen, wohin Du Dich entwickeln willst, und nur Zeug anschaffen, was entweder nahezu unendlich billig ist oder was Du auch auf Dauer brauchen kannst. Oder halt in was Dickes investieren, aber da muss dann noch sicherer sein, das es auf Dauer nützlich ist.

    Ich hab auch hier Tascam (obwohl ich eigentlich auch viele schlechte Erfahrungen mit denen gemacht hab :), die VL-X5 find ich ziemlich okay, gabs mal im Paar für 195 EUR, was für Aktivmonitore sehr in Ordnung ist. Auf den Subwoofer verzichte ich, ich glaub, sowas gehört aber auch nicht unbedingt in ne anständige Abhöre, wenns nicht sauber eingemessen ist, was Frequenzgang angeht. Da ich mit dem Studiorechner aber auch alle sonstigen Dinge mach (Musik ist nur son Nebenher-Hobby :), hab ich da insbesondere zum Musik hören noch ne Endstufe mit 2 dicken Boxen dran, das ist quasi dann der "Consumer-Mode". Man sollte seinen Mix ja eh auch auf etwas handelsüblicherem Equipment testen.

    Beim letzten Hobby, wo ich anfing, interessante Rechner zu sammeln, sagte mir mal einer in einer Mailingliste "so fings bei mir auch mal an". Diese Worte möchte ich Dir im Zusammenhang mim Studioaufbau nun auch mit auf den Weg geben :)

    Ich mach ja so gut wir gar nix mit dem Equipment, aber das Sammeln und hin und wieder mal am Gerät forschen macht in der Tat sehr viel Spass, und da sind auch schnell mit "Kleinkram" ganz ordentliche Geldsummen weg. Hier mal ein Matrix-1000 für 200 EUR, da mal ein Pro/Cussion für 100, lauter so Kleinkram, das läppert sich dann. Schlimm wirds, wenn Du dann noch so Sachen wie Minimoog, ARP 2600 und im Extremfall noch nen CS80 reinstellen willst. Das wird dann finanziell sehr fies. Aber es gibt gute, einfache Geräte, die nicht viel Geld kosten. Idealerweise kann man dann ncoh ein wenig das Zug selber reparieren, und schon kriegt man für 50-100 EUR und etwas Arbeit schon nettes Spielzeug.

    ...Michael
     
  9. okok und deine produktionen speicherst du dann im dm24?
    welches Format?
     
  10. MiK

    MiK Löten&Coden

    Nein, der DM24 ist ein Mixer, der speichert nix, ausser vielleicht Automationen der Steuerung. Gespeichert wird der Kram im Rechner. Den Mixer hab ich geholt, weil

    a) mein Rechner damals nicht wirklich funktioniert hat, und ich IT hassen gelernt habe mit dem Drecksding (es war ein Windows-Rechner :)
    b) er wichtig aussieht
    c) ich ihn damals (vor etwa nem Jahr) vergleichsweise günstig bekommen habe

    Wenn ich mal was mache, was sehr sehr selten vorkommt, fungiert er eigentlich nur so als Wandler und Pegelanpasser, das finale Mixing mach ich dann auch im Rechner, gesteuert über nen BCF2000.

    ...Michael
     

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