A-160 / A-161 Combo

Dieses Thema im Forum "Modular" wurde erstellt von youkon, 13. Januar 2010.

  1. youkon

    youkon bin angekommen

    machen die beiden zusammen schon spass, oder welche module "braucht" man als gute unterstützung?

    hab ich das richtig verstanden, dass ich einzelne ausgänge vom 161 an nen mixer anschließ, damit ich durch unterschiedliche intensität der pegel eine sequenz mit unterschiedlichen zb tonhöhen hinbekomme?

    ...das läuft ja dann immer synchron zur clock....
    wenn die jetzt straight auf 1/16 oder 1/8 läuft ....könnt ja noch n bissl mehr groove gehen?! ;-) wie bring ich da jetzt noch shuffle rein?

    für antworten immer dankbar :)

    finanzamt hat geld überwiesen :D
    zeit zum shoppen.....
     
  2. Anonymous

    Anonymous Guest

    Die beiden (A-160/161) machen mir schon seit 6 Jahren ziemlich viel Spass!
    Als Triggersignal für den A-160 kann man ja alles nehmen, die einfachste Lösung wäre eine straighte MIDI-Clock (z.B. aus dem A-190) oder der steigende Sägezahn eines LFO (A-145 oder A-146), da jede von 0V nach 5V ansteigende Flanke als Trigger funktioniert.
    Um etwas ungeradere Rhythmen zu bekommen, kann man jetzt einiges machen: z.B. mit einem VCLFO (A-147) triggern, dessen Geschwindigkeit moduliert wird. Oder das Triggersignal selbst mit einem VCA gaten, so dass es nur dann den A-160 einen Schritt weiterschaltet, wenn die Steuerspannung des VCA groß ist, z.B. nur wenn Taste gedrückt (Gate aus dem A190), nur wenn eine Zufallsspannung (z.B. A-11:cool: groß genug ist, etc.. Oder man mischt die Sägezähne von zwei LFOs, die verschieden schnell laufen und gibt das in den Triggereingang des A-160.
    Viel kann man auch mit dem Reset-Eingang des A-160 machen. Am einfachsten ist es, einen Ausgang des A-161 in den Reset-Eingang des A-160 zu patchen, dann durchläuft man eben weniger als alle 8 Steps des A-161. Aber diesen Signalpfad kann man ja auch noch durch einen VCA laufen lassen, der irgendwoher seine CV bekommt. Z.B. vom A-118 (siehe oben): dann durchläuft der A-161 manchmal alle 8 Steps, manchmal nur weniger, je nachdem, wie hoch die Zufallsspannung ist.
    Ich habe z.B. mal die Ausgänge 4 und 6 des A161 in den Crossfader A-134 gepatcht, dessen Recht-/Links-Verhältnis von einer Zufallsspannung gesteuert wird, und den Mix-Ausgang als Trigger des Reset-Eingangs benutzt. Mit den Ausgängen 1,2,3,5 des A-161 und den /2,/4 des A-160 habe ich dann diverse Percussion-Sounds angetriggert. Das Ganze bleibt hübsch im Rhythmus der Clock, ist aber nicht so vorhersehbar.
    Sehr viel Spaß macht es auch, den A-160 mit dem Sägezahn/Rechteck eines tief gestimmten VCO zu triggern (ich teile auch gerne mal vorher den VCO A-110 mit dem A-115 herunter). Dann läuft der A-160 sehr schnell durch, aber man könnte ja mit dem Ausgang /64 ein Sample&Hold triggern, das dem VCO eine neue Tonhöhe gibt. Dann hat man nette "korrellierte" Pseudo-Zufalls-Sounds: die hohen Töne des VCO bleiben nur kurz bestehen (weil der A-160 dann schnell durchläuft und schnell eine neue Tonhöhe weitergibt), die tiefen bleiben lang stehen.

    Was man mit den Ausgängen des A-160/161 machen kann ist auch so einiges: man kann die Ausgänge /2, /4, /8, /16 des A-160 in einen Mischer geben und die Summe als CV für einen VCO benutzen. Stellt man den Mischer richtig ein, so hat man eine Sequenz mit 16 verschiedenen Tonhöhen. Man kann auch bis zu vier der acht Ausgänge des A-161 mischen und die Summe als Trigger für eine Hüllkurve nehmen und damit einfache Rhythmen erzeugen. Wie man die komplizierter/interessanter macht - s.o., einfach nur den A-160 nicht straight triggern. Spannend ist mit A-160/A-161 auch ein Logikmodul (A-166), da kann man die Ausgänge von A-160/161 dann mit den Logikoperationen AND,OR,XOR,... verknüpfen und erhält ziemlich interessante Triggersequenzen (Beispiele auf der Doepfer-HP im A-166-Manual).
    Um aus den Ausgängen interessante Percussion-Sounds zu bekommen braucht man auch nicht viel: patcht man einen A-160/161-Ausgang direkt in den Audiopfad, hört man zwar nur ein Knacken (den Übergang von 0V auf 5V), aber das kann man ja z.B. mit externen Effekten bearbeiten (Delay, resonante Filter, Fuzz, ...) für verschiedene Click-Sounds. Oder man speist so einen Ausgang zusammen mit einem VCO in einen Ringmodulator; dann ringmoduliert man das Gate-Knacken mit dem VCO und bekommt sehr spitze perkussive Sounds mit definierter Tonhöhe. Üblicher wäre natürlich, die Ausgänge als Trigger für Hüllkurven zu nehmen, als Trigger für ein Sample&Hold, als Gate für einen VCA, als Eingang eines Slew-Limiters...

    Hilft das als Kaufentscheidung? Grüße,
    Markus
     
  3. Ich bin da nicht ganz so begeistert. Das ganze ist sehr sperrig zu nutzen: es gibt keinen manuellen Reset. Und der Teiler des 160 zählt binär hoch statt runter. Das ist für Beat-Teilungen (16tel, 8tel, 4tel,...) völlig unbrauchbar!
    Man will eigentlich, dass sowas kommt:
    Code:
    ++++++++++++++++++++++++ = 16tel
    +-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+- = 8tel
    +---+---+---+---+---+--- = 4tel
    "+" ist ein Clock
    "-" ist eine Pause

    tatsaechlich kommt aber
    Code:
    ++++++++++++++++++++++++
    -+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+
    ---+---+---+---+---+---+
    Das heisst, die geteilten Ausgängen fangen nicht auf den ersten Beat an.
    Daher ist das A160 aus meiner Sicht leider ein fehlkonzeptioniertes Modul.
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

    Beide Kritikpunkte (kein manuller Reset, /2^n-Ausgänge nicht auf der 1) haben mich persönlich noch nie gestört, kommt wahrscheinlich auf das Einsatzgebiet an. Die untere Sequenz ist ja die obere nur um 3/16 verschoben.

    Hier noch ein Beispiel zu meinen obigen Patchvorschlägen - bis auf die Akkorde (handgespielt) kommt alles aus einem Patch, das nur vom A160/161 rhythmisiert ist:
    http://soundcloud.com/mr183/otp18


    Grüße,

    Markus
     
  5. Ja, klar! Aber die Standardanwendung schlechthin dürfte ja sein: ich habe eine 16tel Clock in einem vierviertel Takt, und will jetzt auf den ersten Schlag einen trigger; oder auf alle viertel.
    Das wäre bei einem Downward-Zähler einfach der Ausgang /16 für den ersten Schlag, bzw /4 für die viertel. Beim existierenden A160 brauchst Du immer einen Inverter hinter dem jeweiligen Ausgang. Irgendwelche Kombis machen (zB Ungerade Resets größer :cool: brauchen unmengen von Logik-Modulen dahinter.
     
  6. Damit es swingt muss der Clock selbst schon swingen.

    http://www.frequencyresponse.ch/?p=shufflebox

    Endcoole Sache.

    Florian
     
  7. youkon

    youkon bin angekommen



    Alter Schwede!!!!

    DAnke Dir vielmals!
    So gut wie schon gekauft :D
    Hast mich durch und durch überzeugt, werde Deinen Post dann mehrmals durchlesen und fröhlich experimentieren
     

    Anhänge:

  8. youkon

    youkon bin angekommen

    das ist ja aber mal schon echt eher sagen wir mal "nicht am geeignetsten" :D
    Gibts da irgendwo im Eurorackland n vergleichbares Modul, welches das Ganze sinnvoller macht?

    ....interessant find ichs aber wiederum für Groovezeugs, weil solche Elemente ja oft zwischen den Tönen liegen (halt nicht straight four to the floor)



    anderenfalls hilft ein Inverter.. hab ich das richtig verstanden?
     
  9. Ilanode

    Ilanode Tach

    Vielleicht.

    Du brauchst einen digitalen Inverter, wie bspw. die unteren beiden Submodule des A166:
    http://www.doepfer.de/a166.htm

    Ein analoger Inverter (wie der A175) würde aus Gate low (= 0V) und Gate high (= + X Volt) folgende "Zustände" ableiten: Gate low (= 0V) und Gate low (= - X Volt). Damit wäre Dir nicht geholfen.
     
  10. rechner7

    rechner7 Tach

    sorry - ich glaube der code fuer den doepfer clock-div muesste so richtig lauten:

    - + - + - + - + - + - + - + - + - + clock
    - - + + - - + + - - + + - - + + - - /2
    - - - - + + + + - - - - + + + + - - /4

    dh die runtergeteilten versionen sind immer 'off-beat'


    an den ausgaengen liegen gates mit einer pulsweite der halben steplaenge.
    fuer microtiming-grooves kann ich die kombination logik und trigger-delay empfehlen.
    mit dem trigger-delay kannst du die zusaetzlich noch die gate-laengen zurechstutzen..

    evtl waer auch das clockwork von flame was fuer dich?

    edit: war noch ein fehler in der tabelle - ich hoffe, dass es so stimmt..
     
  11. serenadi

    serenadi Tach

    :D

    Hallo Florian,

    daß Doepfer da ganze einfach nicht nachgedacht hat, ist mir heute auch aufgefallen, ich plane gerade mein eigenen Clock-Divider.

    Du kannst das aber leicht ändern.
    Das CD4024 wird von einer negativen Flanke getriggert. Das ist der Grund dafür.
    Doepfer hat das Clock-Signal auch invertiert, daher kommt die Verschiebung.
    Er hat aber das invertierte Signal nochmals invertiert auf der Platine zur Verfügung, es steht am Pfostenstecker, der zum Clock-Sequenzer geht, an.
    Du brauchst nur dieses doppelt-invertierte Signal an den Clock-Eingang des 4024 führen, dann funktioniert es so, wie Du es haben willst.
    Trenne die Leiterbahn zu Pin 1 des 4024 auf und verbinde den mit Pin 3 des Pfostensteckers (ursprünglich ist Pin 1 mit Pin 5 verbunden).
    Noch besser ist es, das über einen Umschalter wählbar zu machen, dann kannst Du durch kurzes Hin- und Herschalten bei größeren Teilerverhältnissen den "Startpunkt" jeweils um einen Schritt verschieben, was interessante Rhythmen ergeben kann.

    Gruß Bernd
    .
     
  12. youkon

    youkon bin angekommen


    Ist das sehr schwer für Lötidioten und nicht Elektriker zu bewältigen?
    Hört sich sehr interessant und nicht zu schwer an.
    Falls Du das machst, würde ich mich über Fotos freuen, dass ich die Stellen genau sehen kann :)
    der Rest dürfte ja dann nicht mehr so schwer sein.....
     
  13. bartleby

    bartleby echt reaktiv

    +1!
     
  14. serenadi

    serenadi Tach

    Bei Doepfer geht es schon eng zu. Wer noch nie einen Lötkolben in den Fingern hatte, sollte das einen Freund machen lassen.

    Anzumerken ist aber noch, daß zwar die Clock dann auf den "richtigen" Punkt geteilt wird, eine Teilung, wie sie Florian dargestellt hat, wird aber nicht komplett erreicht. Im 4024 sitzen ja einfach FlipFlops hintereinander, so daß die größeren Teilungsverhältnisse nie auf die "1" kommen können, aber sie laufen, wie gesagt, wenigstens gerade.

    A160-Mod
    Im Bild links ist der Umschalter angeschlossen, im Bild rechts habe ich den mittleren Anschluss weggelassen, damit man die Trennstelle der Leiterbahn sieht.
    Fragt mich nicht, wo ich den Umschalter montiert habe, denn ich habe ihn nicht montiert. Das Ganze ist für mich nur ein Test, mein eigenes Modul wird doch etwas anders. :lol:
    Viel Spaß beim Umbau.
    Bernd
    .
     
  15. bartleby

    bartleby echt reaktiv

    ah cool, danke. und wenn man auf den schalter verzichten und den umbau permanent machen will, muss man nur die leiterbahn rechts im bild kappen und den entsprechenden pin mit dem (im bild) oberen der beiden in deinem pdf schon mit kabeln fuer den schalter versehenen pins der steckleiste verbinden, richtig?

    oehm, das hab ich jetzt gerade nicht verstanden. also was genau macht der teiler nach dem umbau besser, und was nicht? koenntest du die reslutierenden clock-muster vielleicht auch mal so aufzeichnen wie florian (als code, wg. dem font) bzw wie rechner7 (mit den besser nachvollziehbaren pulsweiten)?
     
  16. youkon

    youkon bin angekommen

    @ serenadi:

    supergeil! danke für das pdf!
    soooo ein Lötidiot bin ich nun auch nicht, denke mitm bißchen vorherigen warmlöten werd ichs schon schaffen.
    Kaputtmachen kann ich auch :D diesmal dann halt n bißchen vorsichtiger bei der Trennstelle.


    Aber Du hattest doch das Ding mit dem Switch geschrieben (den es nicht gibt) ...wenn man den umlegt, sagtest Du doch, dann steppt man sich immer ein Schritt nach vorne, oder hab ich das mißverstanden? auf jeden Fall müsste man dadurch dann doch auf den zB 1., 5., 9., 13. Schritt kommen (wenn man wöllte)

    aaaalso, wenn das so ginge, wo müsste dieser switch dann hin? trennen/nichttrennen der Trennstelle, oder?
     
  17. rechner7

    rechner7 Tach

    der schalter macht eine inversion des clock inputs (so wie ich es verstanden hab).

    fuer 13er oder andere krumme muesstest du ein vc-divider nehmen oder das mit einem trigger-delay realisieren. das a162 verschluckt naemlich bei langen delay zeiten die trigger, dh mit der delayzeit kannst du den teiler einstellen..

    ansonsten gibts noch von 4ms irgendwann(schon?) mal ein interessanten clockdivider.
    http://4mspedals.com/eurorack.php
     
  18. serenadi

    serenadi Tach

    Sorry Leute, sorry Dieter,
    ich muss mich entschuldigen.
    Ich habe da die beiden Signale verwechselt, ich hoffe, es hat noch niemand die Leiterbahn zerkratzt.

    Es ist doch das invertierte Clock-Signal, welches dem 4024 zugeführt werden muss, also so wie es im Original auch ist. Ich hatte mit meinem Test eigentlich etwas anderes vor, dann die Signale verwechselt und dachte daraufhin, daß es anders herum besser lief.
    Es kam mir aber selber etwas spanisch vor, darum habe ich eben nochmal das Scope angeschlossen.

    Nichtsdestotrotz läßt sich das Clocksignal mit dem Schalter weitersteppen (prellfrei), so daß man dadurch auf musikalisch sinnvollere Kombinationen kommen kann. Sinnvoll wäre da vielleicht, einen Taster zu nehmen, allerdings sind mir außer den ITT Digitast-Tastern keine Taster mit Umschaltkontakt bekannt.
    Der Schalter ist im pdf unter den Bildern eingezeichnet. Er schaltet den Eingang des 4024 entweder auf das invertierte Clocksignal (original) oder auf das nicht-invertierte.
    Die Pinbezeichnungen der Stiftleiste im pdf sind aber entsprechend auch verkehrt. Ich werde das im Laufe des Tages noch korrigieren. Die Signale stehen bei meinem A160 auf der Platinenoberseite aber auch korrekt beschriftet.

    Tut mir leid, so was sollte nicht passieren.
    Bernd
    .
     
  19. Anonymous

    Anonymous Guest

    edit: uff, dein letztes post ist ja schon länger da.
    Das ist mir dann in der freudigen erregung entgangen :lol:

    doch, grad umgebaut und mitten in den tests :lol:
    ergab aber etwas konfussion ..............weil ich bekomm immer andere resultate :lol:

    der mod kann durchaus sinn machen für leute die gerne grooves per passiv adder zusammenstöpseln.
    Das ding reagiert jetzt sehr ähnlich wie der CGS Masterdivider.
    D.h. je nach pulsweiteneinstellung des clock VCOs bekommt man ne andere "groovequantisierung bei Div2


    was ich nicht herausfinden konnte ist ob div2 auf den ersten oder den dritten 16tel kommt.
    als ich den ungemoddeten a160 dazu nahm sah es nach drittem 16tel aus, davor nach erstem.
    ungemoddet kommt der schlag auf den offbeat.

    mal weitergucken.
    die idee mit dem schalter finde ich interessant.
    ich habe neben clocksachen eh A/B schalter. werde mir wohl ne frontplatte machen die speziell als a160 compagnion dient



    sehr interessant für mich !
    ich habe nämlich den CGs masterdivider komplett anders verdrahtet.
    original läuft da meines erchtens nichts in sync, aber nach meiner verdrahtung muss man dem jetzt ne invertierte clock füttern.
    A-175 taugte in der tat nicht. ( versteh nix von sowas )
     

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