Aktuelle Bücher über Synthesizer und Sounddesign

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Maxi4290

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Hallo

Ich bin auf der Suche nach einem aktuellen, Buch über analoge Klangsynthese und Sounddesign. Ich mein jetzt, egal was man hat, ma kann überall drauf arbeiten.
Kann mir einer was gutes empfehlen?

Danke schon im Vorhinein.

Liebe Grüße
 
randomhippie

randomhippie

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Curtis Roads: "The Computer Musical Tutorial" und "Computer Electronic Music - A New Aesthetic"... schon eher starker Tobak und nur in englischer Sprache erhältlich, aber definitiv umfassend und inspirierend.
 
Otterl

Otterl

zwangserleuchtet
Schon mal "Bücher Synthesizer" hier in der Foren-Suchfunktion eingegeben?
 
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randomhippie

randomhippie

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Florian Anwander: Synthesizer
Na ja... das Buch von Florian hat eher wenig mit Sounddesign zu tun und ist aus meiner Erinnerung stark auf die subtraktive Synthese fokussiert. Das ist jetzt nicht als Kritik zu verstehen - habe das Buch selbst im Regal stehen ;-)

Evtl. habe ich aber den TE auch von vorneherein falsch verstanden und ihm ging es genau darum...
 
Klaus P Rausch

Klaus P Rausch

playlist
Na ja... das Buch von Florian hat eher wenig mit Sounddesign zu tun und ist aus meiner Erinnerung stark auf die subtraktive Synthese fokussiert. Das ist jetzt nicht als Kritik zu verstehen - habe das Buch selbst im Regal stehen ;-)

Evtl. habe ich aber den TE auch von vorneherein falsch verstanden und ihm ging es genau darum...


So ist es.

Beim TE könnte "Analoge Klangsynthese" von Reinhard Schmitz passender sein. Das ist auffallend unprätentiös geschrieben, kommt super straff zur Sache, lässt nichts aus und hat nach gerade mal 128 Seiten das Thema komplett abgefrühstückt. Komplett? Ja, das ist ja die Kunst, komplexe Sachverhalte auf wenig Seiten unterzubringen und trotzdem alles berücksichtigt zu haben. Zumindest das, worauf es im Wesentlichen ankommt. Wenn jemand danach noch mehr Stoff braucht, dann kommt Florians Buch dran.

Allerdings scheint es das Schmitz Buch nicht mehr neu zu geben, es werden aber gebrauchte Exemplare auch bei Amazon gelistet. Ich halte es für DAS Standardwerk schlechthin und gehört wie ein Minimoog Clone in jeden Synthesizerhaushalt.
 
fanwander

fanwander

*****
das Buch von Florian hat eher wenig mit Sounddesign zu tun
Ja, ist so. Da habe ich mich auch immer eher fern gehalten. Der Verlag wollte ja, dass ich ein separates Buch mache, "Wie mache ich die 100 besten Sounds". Wir habe uns damals von dem Projakt verabschiedet als zwei Redakteure und ich uns zusammengesetzt haben und unsere Lieblingssounds vorgespielt haben: Was die anderen toll fanden, fand ich gräßlich brätzend und quietschig, und die anderen fanden meine Sounds langweilig mumpfig. "Sounds" sind einfach Geschmacksfrage und über Geschmack kann man weder streiten - noch meines Erachtens schreiben.
 
Summa

Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
Wenn man die Funktion der Komponenten verstanden hat, div. Verschaltungen schon mal gehört, damit Sounds gebastelt hat, wird man irgendwann von ganz alleine wissen wie bestimmte Sounds gebaut werden, einfach weil man ähnliches schon mal selbst schon mal probiert und damit gehört hat und aus diesem Ansatz heraus sich dem gesuchten Sound annähern kann.
Gerade bei der subtraktiven (analogen) Synthese ist vieles ziemlich offensichtlich, die meisten Synths sind ziemlich überschaubar. Es gibt nur ein paar Tricks die nicht ganz so offensichtlich sind, von denen man schonmal gehört oder gelesen haben müsste oder mit etwas Glück stolpert wenn man sich ein Preset anschaut und so gar keine Idee hat wie der Sound gebaut wurde.
Woran es imho eher scheitert, sind die analyse Fähigkeiten, den Sound den man hört in seine Bestandteile zerlegen und damit den Aufbau erkennen zu können. Auch das richtige hören - sich auf bestimmte Anteile konzentrieren zu können - muss meiner Erfahrung nach geübt werden.
 
Klaus P Rausch

Klaus P Rausch

playlist
Was die anderen toll fanden, fand ich gräßlich brätzend und quietschig, und die anderen fanden meine Sounds langweilig mumpfig. "Sounds" sind einfach Geschmacksfrage und über Geschmack kann man weder streiten - noch meines Erachtens schreiben.

Eine generell korrekte Didaktik, wenn auch zwangsläufig individuell aufzuziehen. "Das Dance Pattern Buch" vom Schott Verlag ging ein wenig in diese Richtung und der Bedarf nach einer Kombination aus Grundlagenwissen und reflektiert an stilistisch gewünschten Fallbeispielen nach dem Muster, es soll klingen wie bei einem bestimmten Youtube Clip, ist durchaus der Sache angemessen. Erklärt bekommen, wie man an Stilikonen wie Jump, Blade Runner, Oxygene usw. rankommt und das Lehrprogramm damit ganzheitlich aufzieht, wird von manchen Musiklehrern auch ohne Buchmaterial bereits seit längerer Zeit umgesetzt. Vielleicht nicht an jeder Ecke, aber ich schätze, das wird noch zunehmen im Rahmen der Diversifikation. Bei einem Klavierschüler hat sich ja auch rausstellen müssen, dass man ihm nicht Stücke aufzwingen sollte, da die nur mit Widerwillen geübt werden. Beim Synthese erlernen ist das nicht anders.
 
betadecay

betadecay

Dronemaster Flash
Refining Sound:


So, noch mal etwas genauer, ich hab das vorhin auf die Schnelle am iPad getippt.

Das Buch führt in diverse Synthesearten (Subtraktiv, FM, Granular, AM, RM) ein und erklärt auch die gängigen Effekte (Reverb, Delay, Chorus, Phaser etc.) . Dazu braucht man den Green Oak Crystal Synth (kostenlos für PC und Mac) und eine Max-Runtime für die interaktiven Übungen. Am Schluss werden auch diverse Sounds gebastelt.

Für die Übungen gibt es bei Oxford University Press eine Webseite, da kann man sich die dann runterladen. Dabei ist auch ein Player für den Synth, so dass man keine Hostsoftware oder Keyboard braucht.

Ist durchaus interessant.

Wenn du MASSIVE von NI hast (nicht Massive X!!) dann mag auch das hilfreich sein, das ist Sounddesign pur:

 
sunchylde

sunchylde

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Dieses vl. ... ist relativ teuer, aber hat recht schöne Bilder ;-)

Patch-Tweak-Exploring-Modular-Synthesis-1920x1000-c.jpeg
 
Nick Name

Nick Name

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Ich suche folgendes buch bzw inhalt: Um in einem bild zu sprechen: Ich möchte nicht erfahren wie ein auto gebaut ist - ich möchte wissen wie ich von A nach B komme!

Problem: Meine sounds klingen immer irgendwie gleich - das möchte ich ändern.
Lösung:
Ich möchte erfahren wie ich aus deinem square einen durchsetzungsfähigen bass gestalte, wie die VCA-hüllkurve aussehen muss usw
oder wie ich aus einem saw ein orgelstringpad machen kann, welche hüllkuven, welchen filter vorzugsweise usw
oder wie man aus einem sinus eine orgel baut (Das kann ich ;-) usw

Ich möchte wissen wie die verschiedenen hüllkurven für verschiedene instrumente aussehen: Was unterscheidet eine geige von einer oboe und von einer trompete, welche wellenform muss ich wählen...
Bisher habe ich das immer experimentell erarbeitet - aber wie gesagt, führt das immer zu ähnlichen ergebnissen...

Am liebsten wäre mir ein nachschlage-werk zb tabellarisch - gibt es sowas!?
 
C

Chris

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Ich suche folgendes buch bzw inhalt: Um in einem bild zu sprechen: Ich möchte nicht erfahren wie ein auto gebaut ist - ich möchte wissen wie ich von A nach B komme!

Problem: Meine sounds klingen immer irgendwie gleich - das möchte ich ändern.
Lösung:
Ich möchte erfahren wie ich aus deinem square einen durchsetzungsfähigen bass gestalte, wie die VCA-hüllkurve aussehen muss usw
oder wie ich aus einem saw ein orgelstringpad machen kann, welche hüllkuven, welchen filter vorzugsweise usw
oder wie man aus einem sinus eine orgel baut (Das kann ich ;-) usw

Ich möchte wissen wie die verschiedenen hüllkurven für verschiedene instrumente aussehen: Was unterscheidet eine geige von einer oboe und von einer trompete, welche wellenform muss ich wählen...
Bisher habe ich das immer experimentell erarbeitet - aber wie gesagt, führt das immer zu ähnlichen ergebnissen...

Am liebsten wäre mir ein nachschlage-werk zb tabellarisch - gibt es sowas!?
Ich bin ja auch kein Syntheseexperte und will es auch gar nicht werden. Mir hat hier geholfen, daß ich einfach Presets nehme und schaue wie sie aufgebaut sind. Das geht auch gut mit kostenlosen Softwaresynths.
Und weil ich auch zu faul bin mir von Grund auf jeden Klang selber zu bauen, und auch nicht glaube, daß es aus künstlerischer Sicht für mich notwendig ist, verwende ich auch meistens Presets die ich dann etwas abändere. Natürlich nicht beim K2 der ja keine hat. ;-).
Keine Antwort auf deine Frage aber der Versuch einer Hilfestellung. Das Leben ist schwer genug, warum es sich in der Musik noch schwerer machen. :)
 
Summa

Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
Ich suche folgendes buch bzw inhalt: Um in einem bild zu sprechen: Ich möchte nicht erfahren wie ein auto gebaut ist - ich möchte wissen wie ich von A nach B komme!

Problem: Meine sounds klingen immer irgendwie gleich - das möchte ich ändern.
Lösung:
Ich möchte erfahren wie ich aus deinem square einen durchsetzungsfähigen bass gestalte, wie die VCA-hüllkurve aussehen muss usw
oder wie ich aus einem saw ein orgelstringpad machen kann, welche hüllkuven, welchen filter vorzugsweise usw
oder wie man aus einem sinus eine orgel baut (Das kann ich ;-) usw

Ich möchte wissen wie die verschiedenen hüllkurven für verschiedene instrumente aussehen: Was unterscheidet eine geige von einer oboe und von einer trompete, welche wellenform muss ich wählen...
Bisher habe ich das immer experimentell erarbeitet - aber wie gesagt, führt das immer zu ähnlichen ergebnissen...

Am liebsten wäre mir ein nachschlage-werk zb tabellarisch - gibt es sowas!?
Bestimmte Frequenzen - was Resonanzen von Instrumenten betrifft, find' ich interessant, weil zum Teil nur schwer rauzuhören, aber den Rest bekommt man mit etwas Übung auch alleine hin, die sind für Instrumentensounds meist wichtiger als die eigentliche Wellenform.
Hüllkurve kann man raushören, zur Not auch mit 'nem Audio Editor sich anschauen, gut - das gilt an sich auch für Resonanzfrequenzen, mittlerweile hat jeder Editor 'nen Spectrum-Analzyer Onboard.
Das erklärt vielleicht auch meine Abscheu gegen ADSR-Hüllkurven, die sind für vieles einfach unvollkommen.
Ich kann nur jedem raten sein Gehör zu trainieren, die wichtigen Parameter/Frequenzen etc. rauszuhören. Übung hilft und Abkürzungen machen einen nur abhängig von irgendwelchen Listen oder Parameter die man im Kopf behält, das funktioniert nur so lange bis was kommt wofür man kein Rezept hat.
 
Nick Name

Nick Name

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Ich suche folgendes buch ...
Lösung: Display-darstellung aller funktionen am Behringer Deepmind 12d

Bevor ich mich durch tausend bücher lese, um auf die aspekte zukommen, die mich interessieren, suche ich mir lieber ein interessantes patch aus
und schaue nach wie die gebaut sind und experiemntiere entsprechend.

Gibt es noch andere "didaktische" synthesizer!?

ps: Mir fällt gerade auf das "Cooking your own sound" eine doppelte bedeutung hat:
a) das man ein rezept lernt und es nachkocht (Wie baue ich eine 303) oder
b) das man lernt neue sounds zu erfinden ( was wahrscheinlich nur über a) geht...
 
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swissdoc

swissdoc

back on duty
In der Keyboards gab es in den 80ern und auch später noch sehr feine Artikel zu solchen Themen, also z.B. wie baue ich einen Oboen Sound mit einem OB-8 und eine ganze Reihe von Hubertus Mass zum DX7. Dann kam irgendwann das Soundforum, wo es meistens Rompler waren, damals gerade der letzte Schrei. Kann also funktionieren, aber als Buch?

Hier der Klassiker an sich - SOS Synth Secrets:
 
Klaus P Rausch

Klaus P Rausch

playlist
In der Keyboards gab es in den 80ern und auch später noch sehr feine Artikel zu solchen Themen, also z.B. wie baue ich einen Oboen Sound mit einem OB-8 und eine ganze Reihe von Hubertus Mass zum DX7. Dann kam irgendwann das Soundforum, wo es meistens Rompler waren, damals gerade der letzte Schrei. Kann also funktionieren, aber als Buch?


Hat es denn funktioniert?

Soundbeispiele zur Veranschaulichung sind immer gut, daher auch die Idee mancher Leute, sich die Parametereinstellungen von Presets anzusehen. Allerdings setzt das voraus, dass nicht nur Parameterfunktionen verstanden wurden, sondern auch der gezielte Einsatz derer im synthetischen Instrumentenbau.

Maass hatte damals wahrscheinlich eine Art Sound Reengineering betrieben. Hat einen Slap Bass programmiert und hinterher für den Workshop aufgeschrieben, an welchen Einzeldetails es denn liegt, dass das wie ein Slap Bass klingt. Nicht viel anders bei Dave Bristow und Gary Leuenberger DX Factory Voicing. Die haben einen Schwung Sounds programmiert, dann überlegt, wonach es denn klingt, und dann den Namen hingeschrieben. Ok, vorher dank viel Synthesekenntnis natürlich gezielt gefeilt.

So auch Bristows Äußerung: "Man kann Sounds ohne spezifische Kenntnisse in Akustik nicht so überzeugend programmieren."

Daher halte ich alternativ eine Art Sounds machen nach Zahlen für zielführend und man nennt lediglich Step by Step die paar Stellen an die man für bestimmte typische Alltagsfälle ran muss. Zwar lässt sich das universell darstellen und könnte damit allgemeingültig für viele Instrumente herhalten, verlangt aber intellektuelles Abstrahieren und ein klares Vorstellungsvermögen. Haben die wenigsten Musiker in Sachen Sound. Erfolgsmethode ist daher auf ein bestimmtes Modell reduziertes Anleiten "Fläche?" mit Fokus auf Tonansatz und -ausklang, Obertonreduktion, Dynamikverhalten und Effekte (<---- nur als Beispiel). Das passt, weil es dem zeiteiligen Musiker eine Soforthilfe in die Hand gibt, aber ihm keine Grubenlampe verpasst, wenn er ins Parameterlabyrinth geschickt wird und dort die Orientierung verliert.
 
 


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