analog - digital - anal ???

Dieses Thema im Forum "SyntheTisch!" wurde erstellt von tom f, 24. April 2010.

  1. tom f

    tom f Moderator

    ja der titel soll provozieren :)
    #
    die diskussion ist alt wie opas hut - egal - mir ist danach:

    als anlaog sammler und suchthaufen (sammelzwanghaftigkeit - darum ist auch "anal " im titel gerechtfertigt - siehe freud)
    muss ich sagen daß ich schon recht unproduktiv in letzter zeit bin...

    erst die mpc hat meinen workflow wieder etwas weitergebracht - und nun kommt schon der nächste unerwartetet und heretische sinneswandel - zig analoge synths hier - alles immer etwas mühsam .. (teils kein midi, teils keine speicher, teils wieder was zu reparieren usw..usf... kennt ja jeder hier)

    ja und was mich besonders schreckt - die dinger sind doch mehr fetisch als "nützlich" - oder ???

    habe meinen drummies (808,606,707,727..bis auf die 909) jetz abgesampelt und die originalkisten werden gar nicht mehr eingeschaltet...(aber klar die 808 musste ja noch midifiziert werden :) )

    naja jetzt tönt alles aus der mpc und ich finde daß man da keinen substanziellen unterschiede hört (das aus MEINEM MUNDE!!!)

    ja und all die anderen teile ...die 303 schläft auch nur noch seit dem die xox hier wohnt... der juno 60 klingt zwar "nett" aber irgendwie immer gleich nach sahne pudding - aber eben irgendwie auch langweilig....mann so begrentzte modulationen (klar was soll man sich erwarten)

    und jetzt kommt der gedanke - altes weg und vielleicht doch nen blofeld oder sowas? kostet wenig -hat viel stimmen - viele möglichkeiten - garantie - steuerlich absetzbar ...mannn soviel "+" gegenüber dem juno, der sh101, dem polysix, dem opera 6 usw...usw...und das wo ich DOCH SO BESESSEN WAR von den teilen...irgendwie ernüchternd....
    würde ich jetz aktuell alles verklopfen dann hätte ich ein stattliches sümmchen (und könnte wohl mit nem drittel des geldes ein modernes setup (auch analog) bauen bei dem ich sogar ZIG mehr möglichkeiten hätte und keinen stress wegen full midi und aktuellen rechnungen....

    ach leute wie kommt das ? ich hänge ja an meinen synths - aber irgendwie ist das ganze auch recht symbolisch oder psychologisch ... denn nach sehr sehr langem hin und her bin ich zu dem trockenenm entschluss gekommen daß es sich in "realitas" irgenswie nicht daführsteht zb wegen ein paar drumsounds restaurierte und optimierte drummachines im wert von 4000 euro rumstehen zu haben die vielleicht in ein paar jahren den geist aufgeben ....


    was macht man da ? alles raus - kill your idols???

    vielleicht auch wieder nur ne laune - aber ich will wieder produktiver sein und die alten kisten haben da eher nen anderen effekt - das ist eher wie briefmarken sammeln - da schickt man dann die briefe auch nicht weg - ihr wisst schon was ich meine ;-)

    so long
     
  2. Anonymous

    Anonymous Guest

    Vielleicht hat das "nur" mit Weiterentwicklung zu tun?
     
  3. poly700

    poly700 Tach

    eigentlich sollten dich doch die alten teile durch ihren direkten zugriff inspirieren!
    wenn dem nicht so ist, dann verkaufe sie definitiv!
    ich weiss, was du meinst mit dem juno-60. klingt alles toll, war aber alles schon 1000mal da!
    behalte nur das, was dich wirklich noch überraschen kann.
     
  4. Q960

    Q960 bin angekommen

    Ich hatte auch mal einen mttelgroßen analogen Fuhrpark(808,909,606.SH101.Juno 106,JP6,Mono/Poly,MS-Serie etc.
    Heute habe ich ein kleines Modularsystem, einen Polyphonen Analogen, einen monophonen Analogen, eine MD und ein paar Hardwareeffekte. FM-Sounds und viele Drums kommen aus dem Rechner. Mir reichts und es ist ein viel schnellerer Workflow möglich.
     
  5. Anonymous

    Anonymous Guest

    Oder doch ein Fall für den "Gier nach Gear-thread"???
     
  6. tom f

    tom f Moderator

    ja früher hatte ich nicht recht viel mehr als nen pulse plus nen orbit und nen emu sampler und da wurden alben und tracks released - das zeug klang ja sogar toll ;-) (ok es war schon mehr - aber es gab da nie den gedanken "vintage" muss sein)

    und nun - es klingt alles nach 80ies suppe (auch lustig aber eben nicht nur)

    gear ist (wenn es mir auch spass macht) TOTAL overrated - wie sehr habe ich all die diskussion satt (die ich selbst immer betreibe) ob synth xy nun fetter oder geiler ist als synth abc...
    hirnwichserei ist das - ablenkung von der angst der eigenen künstlerischen idee nicht gerecht zu werdenm - das tägliche verschieben des tag-x (ab dann gehts los) nö: immer wird ge-geart - optimiert - saniert - ver/gekauft ... nachgelesen und herumge"freakt" - mann ich will TRACKS machen und kein synth-nerd sein (auch wenn das auch toll ist)

    ständig wird poliert - diskutiert - abgestaubt - angetestet - fuck - das hier ist ja kein test oder ne simulation - real life heißt es doch - zählen tut doch der output und nicht ob jetzt spur 17 in track 3 von nem minimoog d (frühe verion usw...)
     
  7. tom f

    tom f Moderator


    ja der zugriff ist ja ein plus - allerdings wenn defacto nix an dem zugriff reproduzierbar ist, dann hat das producen immer so nen angespannten charakter - sdas kennt man doch auch: man jammt und es klingt toll - sobald man record drückt dann schraubt man nur noch "scheisse" weil es ja "optimal" sein soll (druck)

    der juno ist da wirklich so ein luxusgerät - kann halt 10 klassische 80ies sound perfekt - aber da kommet mir der einzelsound halt schon recht teuer ;-)

    mfg
     
  8. tom f

    tom f Moderator


    lustig - wir haben defacto fast das selbe zeug - 106, mp4 usw hatte ich vergessen zu erwähnen ...

    der 106er ist ja wenigstens full midi - aber als SAMMLER ist es doch ein wahnsinn den 60er herzugeben und den 106er zu behalten :mad: :gay:
     
  9. tom f

    tom f Moderator

    ja ja - mach dich nur lustig ;-)

    ja gear nach SCHON WIEDER NEUEM GEAR... ist schon auch was wahres dran...

    aber nachdem ich gerade versuche meinen horizont zu erweitern fällt es mir wie schuppen von den augen:
    synths um wenige hundert euro mit multitimbralität, zig stimmen, total recall, midi usw...
    mann das ist doch eigentlich wichtiger bei der arbeit als ob der sound jetz zu 99% oder zu 90% dem möglicherweise "nachempfundenem" original entspricht...

    klar sollen die modernen teile auch viele regler haben - das ist wichtig da ich ja auch keine vstis mehr mag...

    aber die ganze analog oldschool sache kommt mir zur zeit bei mir selbst eher wie so ne art "luxusproblem" vor

    oder ich mach halt auch so ne art minimuseum und erläutere zb in workshops die der staat zahlt gestörten jugendlichen die anfänge der synths - und mache daurch bessere menschen aus ihnen (besser als - die schläger affen mit kickboxing von der gosse fernzuhalten (welch absurde idee ohnehin)

    :mrgreen:
     
  10. Anonymous

    Anonymous Guest

    a) Ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber vielleicht hat das was mit einem musikalischen Burn-Out zu tun,
    b) oder ein Equipment-Overload? Jemand schrieb im Forum, dass zuviel Equipment vom Musik machen abhalten
    kann. Vielleicht willst Du auch deswegen abspecken bzw. zusammenfassen?
    c) Wir können nicht über unseren eigenen Schatten springen. Stört es Dich, dass Du trotz Equipmentwechsel
    dennoch die "gleiche" Musik machst?

    Verdammte Scheiße - warum muß ich mich x-mal anmelden und den Text jedesmal zwischenspeichern,
    bis ich mal einen Beitrag "los" bin.

    Nachtrag: "Gier nach Gear" sollte kein lustig machen sein!!!
     
  11. tom f

    tom f Moderator


    das habe ich ja auch nicht negativ gemeint mit "lustig machen" ;-)
    also ich denke schon daß es einfach zwei paar schuhe sind die sich im unidealen falle gegenseitig behindern: sammeln & musikmachen...

    also es ist bei mir auch schon so daß sich der sound stark mit den geräten ändert (bis auf die persönliche grundnote - die mir aber wichtig ist)
    overload ist sicher ein thema - besonders wenn man pedant ist und am liebsten hätte daß alle synths wie neu aussehen BEVOR man sie überhaupt seriös einsetzt ....naja ... man sehe sich meinen avatar an ...

    bzgl. musikalischer burnout: das kann zum teil auch stimmen - aber eher wegen einer gewissen trostlosigkeit wegen der "guten alten zeit" als man noch locker auf samplern, vinyls unduisw. releasen konnte und man das gefühl hatte die mucke wurde auch wertgeschätzt - das hat sich doch in den letzten jahren sehr verschlechtert und musik ist zum reinen gebrauchsgegendand geworden ...(überspitzt formuliert..aber das wäre mir jetz zu langwierig das genauer zu erörtern...)


    greetz
     
  12. Anonymous

    Anonymous Guest

    Äh, hm, wenn ich ehrlich bin, in Deiner Antwort habe ich mich selbst auch etwas
    gefunden...jetzt müssten wir virtuell einen saufen gehen...Aber wir wollen ja seriös bleiben:

    Was die alten Zeiten betrifft: damals hattest Du eine handvoll Bands - egal ob Elektronik a la TD/KS oder
    Krautrock a la Nektar, Eloy, Can etc. (vom Ausland mal ganz abgesehen: Genesis, PFloyd, King Crimson).

    Diese Bands wurden von den Labels aufgebaut und noch "gehätschelt". Kunststück: damals war das Angebot
    an kreativen Musikern auch nicht so groß. Stell Dir vor, eine Band wie TD würde HEUTE anfangen: no chance!
    Vielleicht ist das ein Trost! Die hatten Glück zum rechten Zeitpunkt anzufangen.*
    Früher wußtest Du auch, dass Du Dich am nächsten Morgen mit Deinem Arbeitskollegen noch über das
    Fernsehprogramm unterhalten konntest, weil es nur 3 Programme gab und nur der Tatort mit Schimanski
    "sehenswert" war. Heute "Medienvielfalt" - lassen wir das Thema Qualität.

    Zur Musik zurück: wir wissen, was sich in der Musik in den letzten -zig Jahren getan hat. Technologie und
    Preise sind soweit vorangeschritten, dass jeder sein eigenes Zeugs produzieren kann. Jeder kann sein
    Ding durchziehen - aufgrund der Masse kommst Du aber nicht mehr durch, selbst wenn Du "gut" bist/wärst.
    Was immer "gut" bedeutet. Das soll alles wertfrei sein, denn Entfaltung der eigenen Persönlichkeit und
    Kreativität ist zu befürworten. Spart so den einen oder anderen Therapeuten.

    Früher ist vorbei, was man durchaus auch mal bejammern darf - schließe mich selbst nicht aus.
    Aber HEUTE ist JETZT und vielleicht gibt es auch jetzt (siehe auch oben *) einen Zeitpunkt in was reinzu-
    rutschen und einen Anfang (wo/wie auch immer) zu machen.
    Was immer noch geht - aber nur wenige können - einen neuen Trend kreieren. Wer hätte nach der
    Deutschen Welle in den Achtzigern gedacht, dass Techno mal so gewaltig kommen würde?
    In eine ANDERE Richtung forschen kann manchmal weiterbringen.
     
  13. CO2

    CO2 bin angekommen

    mal wieder ein passendes beispiel dafür, wieviel bei dem ganzen scheiß analog vs. digital usw. im kopf ab geht :gay: plötzlich klingt die tr gesamplet ja ganauso gut, habs ja selber gesamplet..... ging mir genauso, benutze deswegen nur noch den impulse im live mit eigenen samples, die trs habe ich alle verscherbelt, scheiß drauf. da entscheidet nur die arbeitsweise, ich kann beats prima am rechner erstellen, der supidupigroove ist doch mythos.... hab stundenlang tr-loops A/B mit Live laufen lassen, man hört keinen unterschied, wenn man noch ein rauschen unterlegt bin ich mir sicher, das über 90% hier ausm forum das original nicht wirklich erkennen würden (zumindestens bei der 909, 707, 505, 606 geht auch, bei der 808 wird man es noch am ehesten raushören)
     
  14. tom f

    tom f Moderator


    ja irgendwie erschreckend oder ?

    also mein fehler bei samplen bzw. beim arbeiten im rechner war bis jetz immer mein wahn alles ultrahoch auszusteuern - da kann es dann schon leicht sein daß die sachen weniger gut klingen wenn man vielleicht regelmäßig peak clippings hat bzw. wenn man dann auch alles ultrahot mixt...

    ja und bei der mpc muss man halt etwas vorichtig sein wegen den 16/44 un der etwas doofen gain architektur der kiste - habe da etwas rumgetestet und denke daß ich da klanglicj jetz das optimum (hoffe ich ) rausbekomme - also selbst die 808 klingt aus der mpc super....(wobei ich alles 88/24 sample (über das echt gut klingenden konnekt4:cool: und dann alles im recher editiere und dann erst am schluss auf 16/44 mit etwas headroom konvertiere...
    übrigens ist es schon jemandem aufgefallen daß die digital verarbeitung der mpc "falsch" ist in bezug auf referenz pegel?

    ein 0db sinus der in der mpc überall "neutral" gegained wird clippt nämlich - man muss das sample dann auf 95 statt auf 100 stellen ...das ist irgendwie weird (aber egal wenn man es weiss) na jedenfalls mache ich den headroom eben vorher und in der mpc rühre ich die volumes so gurt es geht gar nicht mehr an - denn da gibt es einfach zu viele stellen an denen man das regeln kann und das ist (das habe ich mit grosser wahrscheinlichleit ;-) ) rausgehört - nicht gut für den sound

    mfg
     
  15. Alles verscherbeln würde ich sicher nicht, das bereust Du ziemlich wahrscheinlich irgendwann, und wenn Du das Zeug dann zurückkaufen willst, ist es bestimmt nicht billiger geworden ;-). Geräte zu behalten, die nie genutzt werden kanns aber ja auch nicht sein...
    Die Mischung machts, aber ich kann natürlich nicht beurteilen welche Mischung Deiner "Arbeitsweise" am ehesten entspricht. Drums z.B. mache ich seit eh und je im Rechner, inzwischen mit Maschine, da fehlt mir nix, ich brauche keine zusätzlichen Eingänge etc., und Drumcomputer haben mich halt (anders als Dich offenbar) sowieso nie groß interessiert. Für manch einen ist ein (analoges) Modularsystem genau das, was ihn weiterbringt, mich macht die Patcherei wahnsinnig (da bleib ich lieber bei der G2-Demo).
    Ist also (welch überraschende Erkenntnis!) alles sehr subjektiv. Trotzdem gebe ich zu bedenken, dass für meinen Geschmack viele Deiner Synths in ihren Möglichkeiten eher beschränkt sind (Musterbeispiel Juno 60, wie Du ja auch sagst), so dass es mich nicht wundert, dass Du Dich fragst, wozu Du die behalten sollst. Vielleicht ist die Konzentration auf einige wenige Geräte, die dann etwas mehr können als z.B. ne 101 am sinnvollsten, also 1-2 monophone Analoge (Pro One, S1 o.ä.) + ein polyphoner analoger, der was kann (leider meist teuer, anfällig oder beides. Vielleicht Matrix 6...per *ähem* Editor?) + Blofeld, MPC und X (Clavia Modular u./o. was Dir sonst zusagt) + 1-X von Deinen Geräten, welche Du am meisten vermissen würdest (tja, schwere Entscheidung, nicht wahr?). Alles immer schön in griffweite (!) und einsatzbereit(!). Oder einfach auf nen Solaris sparen :mrgreen: .

    edit: Was die Retro-Anfälligkeit betrifft: Mir gehts da (leider) auch so, dass ich dagegen nicht immun bin, aber "glücklicherweise" war es mir finanziell nicht möglich, lauter alte Kisten zu kaufen, die ja auch ihre Schattenseiten haben (wie Du ja auch ausführst). Und die Notwendigkeit dafür wird (was den Klang angeht) ja auch immer weniger wichtig; ich denke schon, dass es stimmt, dass in den nächsten Jahren Analogklang 100% emulierbar wird (bin aber sowas von kein Experte, ich hoffe halt, dass es so kommt ;-)).
    Aber selbst dann werden diese elenden "Klassiker" wohl für so Leute wie sie hier z.T. versammelt sind (mich eingeschlossen) nur wenig von ihrer Faszination verlieren. Ein Minimoog hat durch seine "Geschichte" einfach eine gewisse "Aura", die ein Minimax nie haben wird, selbst wenn die Unterschiede im Klang minimal sind und der Minimax objektiv einige Vorzüge bietet. Wer für solchen Heckmeck nicht empfänglich ist und diesen ganzen Hype um veraltete Elektronik als lächerlich empfindet kann sich freuen, spart er doch viel Geld und (sofern er VSTs nutzt) Platz.
    Ich finde aber, dass es legitim ist, nicht alles dem Ziel des schnellen "Produzierens" (!) zu unterwerfen. Die wenigsten Menschen sind (zum Glück) stets rational vorgehende Nutzenoptimierer. Also ein paar Macken darf man sich wohl erlauben, wenn man so ein sonderbares Hobby hat (die Profis müssen natürlich in erster Linie produktiv sein). Sowas sag ich mir zumindest, um mich davon zu überzeugen, dass es OK ist, dass ich trotz allem gerade auf der Suche nach 2 alten Vintage-Gurken bin, die ich halt "schon immer" haben wollte. ;-)

    edit: was für ein Geschwurbel, aber ich bin jetzt leider zu faul, das sinnvoll zu entschwurbeln...
     
  16. :supi: :supi: :supi: :supi: :supi: :supi: :supi:
     
  17. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hab den Eindruck, dass es einigen so geht...
    Kleiner Trost?
     
  18. roechel

    roechel Tach

    also ich hab mir das thema schon zum zigsten mal in anderen threads, diskussionen, foren, berichten usw. durchgelesen...und ich kanns nicht mehr hören!!!

    jeder produktive ablauf besteht aus eigener erfahrung, dynamik, überzeugung usw. es kann doch nicht sein, dass man im heutigen zeitalter, wo alles mit allem verbunden und eingesetzt werden kann...man sich immer noch den kopf zerbricht, ob etwas, global gesehen, besser sein kann als das andere...dies ist nicht so!!!

    es gibt für jeden "scheiss" einen spezialisten oder ein tool...und letztendlich ist deine krativität und dein innovationsgeist gefragt.

    stinkt dir dein Juno weil er immer gleich klingt...benutzt du den keine vst's um das aufzupeppen...um ev. neue ideen oder klangkollagen zu erstellen...oder nochmals abzusamplen und vielleicht auf einem midikeyboard als neues instrument einzusetzen?!?

    tja...in diesem fall würde ich es verstehen. klingt wirklich alles letztendlich gleich...aber auch bei den vst's...also wieder von vorne...ich denke man beisst sich jedesmal in den eigenen schwanz...und eigentlich ist's sooo leicht...

    es liegt immer an sich selbst...es wird nicht der synth xy oder das plug-in zx alleine sein der deine produktivität steigern wird.

    und ich erkenne (sorry nicht böse sein), dass dein avatarbild doch einiges über deine persönlichkeit aussagen könnte ;-) ...du sagst es ja selber auch!!!

    aber das ist wieder eine andere geschichte...

    ich denke es liegt immer an der gesunden mischung zwischen den verschiedenen ergebnissen, erlebnissen und überzeugungen.

    versuch doch mal dein altes gear ein bisschen ruhen zu lassen...und arbeite mal vielleicht nur mit 2 bis 3 von dir selektierten objekten...vielleicht sogar die, die du nicht magst...und versuch mal das beste rauszuholen...oder eben andere sounds...am rechner dann noch weiterbearbeiten...fertig ist die neue "suppe"... ;-)

    und vergesst doch mal die ganze diskussion anlaog/digital - hard/software...bentutzt die sachen...und wenn jeamand was anderes behauptet...soll er doch...

    piiis
     
  19. Anonymous

    Anonymous Guest

    hi tomflair.

    wenn du deine 808 +909 verkaufen wills ,dann kunst mir gerne eine angebot machen... sofern es keine mondpreise sind.

    ausserdem wäre ich an deinen mpc kits die du erstellt hast interessiert.

    gruss,trigger.
     
  20. gringo

    gringo Tach


    :supi:

    Je weniger man hat, desto mehr kann man (ist man gezwungen) aus dem Einzelnen herausholen.
    Je mehr man sich auf Maschinen verlässt, desto weniger macht man (je nach Person) mit Hirn und Hand/Fuß.

    Das wurde schon so oft besprochen und ich habe das Gefühl, dass hier mehr Sammler, als Musiker unterwegs sind.
    Zumindest lassen die Posts darauf schließen. Ich kann mich der obigen Meinung nur anschließen.
    Das wurde in der letzten Zeit mehr oder weniger agressiv auch von anderen (selbsternannten) Professoren hier vorgetragen.

    Trennt das Museum vom Studio oder verkauft es ganz und bleibt nur bei Geräten, die wirklichen Nutzen für euch haben.
    Trotzdem muss ich sagen, dass mir ein ausgeschalteter Rechner aufgrund der eingeschränkten Möglichkeiten mehr Raum
    für Kreativität bietet.

    Mein Vorschlag: Ersetzt den Sequencer durch eine Tastatur und spielt auch wenn ihr es (noch) nicht könnt.
    Je mehr eigenen input man den Geräten gibt, desto musikalischer kann es werden. Und das ist eines der
    Lecks, die hier auftauchen und besprochen werden.

    Macht eine Session mit zwei, drei Synthspielern. Die spielfertigen machen den Bass, die anderen den Rest und die,
    die nicht spielen können, werden bestimmt ein paar Flächen und FX hinbekommen.
    Ich kann das aus Erfahrung nur predigen: Gründet eine Synthband oder macht nur einen wöchtenlichen/monatlichen Jam.
    Wie schon jemand in einem Beitrag schrub: Man lernt viel über einen selbst, menschliches Miteinander, Maschinen, Musik usw.
    Es macht so viel Spaß mit anderen Menschen Musik zu komponieren, ist teils leichter - wenn man sich denn mag.

    Tipp für´s Komponieren: Rechner aus, ein Synth an, Fokus auf Melodie/Fläche/Wasweissich, wenn die Melodie steht, können die Einstellungen verändert werden.
    Am Ende kann man immer noch im Rechner weitermachen. Aber das sehen viele bestimmt ganz anders. WAI.
     
  21. Äh, mal eine kreuzdumme OT-Frage: Wen stellt das Bild dar? Muss man den als Synthesizer-Mensch kennen?
     
  22. Anonymous

    Anonymous Guest

    Die Titel-Figur aus einer US-Fernsehserie: http://de.wikipedia.org/wiki/Monk_%28Fernsehserie%29
     
  23. Danke. Ach so: "zahlreiche Macken", neurotisch, "Zwangsstörungen"..., sollte ich mir evtl. mal ansehen...
     
  24. tom f

    tom f Moderator

    wie ich es schon oft genug erwähnt habe ist der avatar ganz klar auch ein hinweis auf meinen chartakter und leider nicht umbedingt ein übertriebener...

    bzgl...gewisser kommentare (wenn ich diese auch nicht als negativ empfunden habe) - klar . ich schrieb es in der präambel: alter hut..tausendmal diskutiert usw..usw...

    aber so ist das nun mal - ich habe ja auch vorgewarnt - nach dem motto: betreten auf eigene gefahr.. ich will niemnadem die zeit rauben.

    habe auch gewisse sachen schon recht klar formuliert: sammel vs. producen / analog sound vs. 95& sound und dafür 100% "ease of use" - gewisse selbst gefühlte dogmen bzgl "wert" von geräten ... so ghesehen ist das eben diffizil und durchwachsen - und man formuliert halt hier die gedanken nochmal schriftlich um sie auch im kopf zu ordnen.

    ich bin primär musiker (war es zumindest) nun wurde ich sammler - das befriedigt aber irgendwie anders und weniger nachhaltig (nach dem kauf ist vor dem kauf)

    meine arbeitsweise wäre grundsätzlich partiell oldschool - aber ganz vintage dann doch nicht - das bemerke ich erst jetzt "schmerzlich" - midi für alle parameter sollte sein - ebenso presets und full hands on ...ich will spontan arbeiten und der computer dient mir da nicht so gut...

    wie gesagt: mpc ist da schon sehr erfrischend - nun noch ein paar sachen wie zb der dark energy wieder weg und dafür nen tetra ...dann wird es auch praktikabler...wenn finanziell nicht notwendig (sieht zum glück nicht so aus) behalte ich all den alten sammel kram aus purer geilheit oder ich verhökere ghanz langsam ...

    im prinzip hatte ich ja vor 10 jahren ein sehr funktionell und orgamnisches setup - nur habe ich mich halt in letzter zeit im übermass mit detail beschäftigt die vielleicht nicht sooo relevant waren - klar - pedanterie...fetisch..hobby...

    aber nun ist eben definitiv zeit zum massig producen und da muss man das setuo der vorgabe anpassen - auch wenn es vielleicht schmerzt aus gewohntem auszubrechen (monk) ;-)


    ist schon klar daß man hier nicht auf die erleuchtende antwort wartet - eher nettes geplauder unter ähnlich gesinnten...

    manche entscheidungen sind leichter wenn zumindest pseudomäßig durch eine art volksentscheidung getragen ;-)


    gruss an alle
     
  25. tom f

    tom f Moderator


    du auch ?

    das häuft sich hier ja direkt...können bald ne eigene rubrik beantragen...

    (leider)
     
  26. Hallschlag

    Hallschlag Tach

    ...um dann nen putzfimmel zu bekommen ? :)
     
  27. Naja, bei mir hält sich alles noch in einigermassen erträglichen Grenzen, und zumindest a bissl neurotisch zu sein ist doch heute eh normal ;-)

    Und so ein
    ist doch zumindest für das persönliche Umfeld ganz praktisch...
     
  28. tom f

    tom f Moderator


    bis zu einem gewissen grad schon - mein hund und meine freundin verstecken sich allerdings wenn ich den putzlappen schwinge - denn da bekomme ich (angeblich) einen diabolischen elan der scheinbar ängstigend ist
     
  29. Oha, ...bei mir wie gesagt isses alles noch einigermassen normal. Da ich aber von Jahr zu Jahr mehr Macken entwickle muss das nicht so bleiben...
     
  30. Steril707

    Steril707 Tach

    Also beim Thema Drumcomputer bin ich mittlerweile recht unnostalgisch geworden. Ich finde die Dinger nerven mehr als was sie bringen.
    Meine Electribe ESX macht den Job genausogut, und der Klangunterschied ist mir schnuppe, weil mein musikalischer Output am Ende um einiges höher ist, als wie mit den Originalgeräten.

    Ich hab mir irgendwann angewöhnt, Geräte zielgerichtet zu kaufen, und nicht danach, dass mehr Gear automatisch besser ist.
    Also, an erster Stelle sollte der Gedanke stehen, was dein musikalisches Ziel ist, und dann ob deine Geräte der geeignete Weg sind, dahinzukommen.

    Oder du sagst ganz ehrlich, du sammelst halt die Kisten gerne, aber dann musst du das in deinem Kopf trennen.
     

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