analog vs digital - Unterschiede nur in der Metaebene?

Rasenmähermann

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hallo,
habe mir ja kürzlich einen mopho keys geleistet und bin dann beim stöbern im netz auf diesen test gestoßen:
http://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/dave-smith-instruments-mopho-keyboard/3.html
weiter unten gibt es dort einen vergleich mit 3 anderen gängigen digital synth.
Bei diesem werden rudimentäre patches verglichen, wo mir persönlich wieder mal aufgefallen ist, dass ich bei nur einem oszillator und selbst bei filtern mit leichter resonanz, keinen Unterschied zwischen analog und digital höre. Unterschiedlicher Charakter - ja, analog oder digital - nein.
Hörbar wird es meines erachtens erst bei extremeinstellungen oder bei komplexeren patches, besonders dann auch mit fm und feedback. Wobei mir analog oder digtal schon immer egal waren.
charakter und was besonderes suche ich - und da kann ein ion genauso punkten wie ein juno.
Ich frage mich wie ihr das seht? hört euch mal den testvergleich an.
Gibt es unter euch welche die analoge und digitale wellenformen unterscheiden könnt?
Welche die bei simplen einoszillator bässen den unterschied erhören können?
Wo liegt eurer Meinung die stärke von analogem sound, also wirklich nur Klang und nicht interface und sonstiges?
Besonder die meineung von analog synth verfechtern interessiert mich. Oder ist die analoge liebe untrennbar mit dem gedanken verbunden einen echten analogen unter den fingern zu haben der sozusagen atmet?
Ich beispielsweise werde auch nicht mit plug ins warm. Mich törnt es einfach an ein gerät zu besitzen mit ganz eigenem flair, sound und design. Da kann ich mich einfach besser mit identifizieren. Das macht mir mehr spass.
Ich kann mir schon vorstellen, wenn man da so einen jupiter 8 vor sich hat, der vollgefüllt mit analoger technik ist, bei dem beim öffnen einem komplex verkabelte platinen entgegenkommen die diesen besonderen sound verursachen und man direkt mit dem interface in diese schaltungen eingreifen kann,das sehr inspirieren und erfreuen kann.
Aber reduziert auf den sound, wie sieht es da aus?
bin gespannt. ;-)
 
Nur bei SAW habe ich keinen Unterschied gehört. In Summe hat überraschenderweise der Blofeld noch am meisten gepunktet, direkt gefolgt vom Mopho und Virus.

Rein unwissenschaftlich und technisch wahrscheinlich hanebüchen erkläre ich mir das so, dass der reine Wellenformvergleich die Unterschiede im Gesamtklang nicht plastisch darstellen kann und bei der Verwendung mehrerer Stimmen, der Modulation etc. analog anderes reagiert und Nullen/Einsen immer nur ein Abbild sind. Hier musste man dann auch mal eine 8-stimmige Fläche unter Hinzunahme des P08 vergleichen. Zumindest zwischen den oben genannten finde ich die Unterschiede aber nicht so gravierend und eher eine Frage der Geschmacksrichtung. Nur der Radias fällt für mich ab.
 
Ach der Mopho...der digitalste unter den Analogen...Ich hatte viele Jahre einen Clavia NordLead3 und einen Moog Voyager...irgendwann konnte ich den NordLead3 einfach nicht mehr hören...sehr dünn und kalt...der Moog tönte einfach immer besser. Mittlerweile setze ich digitale und analoge gezielt ein, wobei mir auch solche Hybride wie der DSI Pro2 viel Freude machen. Letztendlich sollte man die Stärken und Dchwächen seiner Werkzeuge ke nen. Und sich nicht durch einschränkende Denkweisen wie Analog vs. Digital Diskussionen selbst limitieren. Alles kann, nichts muß.

Für mich ist das Thema schon seit längerem erledigt. Läuft halt.
 
pulsn: soviel zu gehate gegen den mopho....
für mich strahlt das ding ordentlich wärme.....aber nicht holzig wie ein moog sondern halt britzelig.

Für mich fällt der radias auch total ab.....der viel bei dem test als einziger besonders auf. Aber das filter ist schön.

Jetzt rein auf den sound bezogen, wo fangen bei euch die stärken des analogen klangs an, im gegensatz zu va's?
 
Die Diskussion darum was da besser klingt ist im Grunde sinnfrei, weil beide Welten gleichermaßen wichtig sind. Ich hab auch nen Voyager, den lieb ich auch total, aber in Produktionen kommt der nur punktuell zum Einsatz, weils einfach echt ein extrem dicker, dichter Sound ist. Setz ich den so ein dass er wie ein Moog klingt, ist da fast kein Platz mehr für andere Instrumente. Setz ich nur Digitales ein, hab ich immer irgendwie das Gefühl, dass da noch Platz für was anderes wär. Die Mischung macht's.
Und dann spielt der persönliche Geschmack auch ne große Rolle. Es ist ne Glaubensfrage... Unterschiede gibt's auf jeden Fall, auch hörbare. Aber ob das dann im Mix noch wichtig ist, ist eine andere Frage. Für mich ist es sehr wichtig, aber vielleicht nur, weil ich ja auch den Produktionsprozess kenne. Hört man einen fertigen Track mit dem man nix zu tun hatte, sieht das wahrscheinlich ganz anders aus.
 
hatte auch lange den Nordlead 3, heute habe ich den 4er, den ich liebe und den Prophet 08 PE den ich auch liebe, neben Voyager und Perfourmer und Pro 2 und eineben Anderen die ich auch liebe, alle Teile sind anders und das macht den Reiz, habe leider meinen V-Synth Gt verkauft, der ebenso eine andere Palette liefert, die Frage nach dem Unterschied ist legitim, die Antwort ist aber leider: mal macht sich Kandidat A und mal B besser hängt einfach stark vom Kontext ab in dem sie stehen.
 
reznor schrieb:
pulsn: soviel zu gehate gegen den mopho....
für mich strahlt das ding ordentlich wärme.....aber nicht holzig wie ein moog sondern halt britzelig.

Für mich fällt der radias auch total ab.....der viel bei dem test als einziger besonders auf. Aber das filter ist schön.

Jetzt rein auf den sound bezogen, wo fangen bei euch die stärken des analogen klangs an, im gegensatz zu va's?

Ich fand den Klang vom Mopho auch total langweilig und nicht wirklich analogisch.
 
genau das mein ich....
der mopho ist analog, klingt aber nach manchen meinungen digital.
Zeigt mir doch mal ein paar beispiele von gutem analog klang, meinetwegen auf youtube und versucht es mal zu beschreiben.
analog scheint ja mal nix zu heissen....
Natürlich höre ich auch den unterschied zwischen sem und mopho, aber das sind halt eher geschmacksrichtungen. Obwohl ich zugeben muss, dass mir der sem besser schmeckt.

Macht dochmal einen vergleichstest, in dem ihr guten ANALOG Klang gegen schlechten antreten lasst. Un dann müssen die leute den hochwertigeren klang raushören.
Das wäre doch mal ein ansatz um Klarheit zu schaffen.

Gibt es da wirklich qualitativ etwas zu hören oder ist das alles nur geschmackssache?
 
Ich persönlich bevorzuge bei Hardware den Analogklang (bin aber digitaler Hardware nicht abgeneigt!), weil es einfach ein Gefühl bietet, ein "echtes" bzw. ein vom Material abhängiges Instrument zu haben. Digitalklang klingt für mich aber ebenfalls schön und wirkliche Unterschiede merke ich nicht. Wenn ich aber Digitalklang haben will, dann nicht etwa nur ein "digitalisiertes Analog" sondern etwas, was die Möglichkeiten des Digitalen auch nutzt. Dazu gehören neben (bezahlbarer) Mehrstimmigkeit und Effekten vor allem auch andere Arten der Klangerzeugung (Wavedraw,...) und Filterung.
 
"Metaebene" -- tolles Wort, muß ich mir merken.

Mit "Der Unterschied liegt eher auf der Metaebene" läßt sich trefflich jegliche Diskussion abwürgen.

Stephen
 
pulsn schrieb:
Und für jeden ist etwas anderes wichtig! :opa:
Ich finde das die bisher beste Antwort auf diese Art Fragen. Man wird wohl niemanden argumentativ von seiner Meinung abbringen wenn er überzeugt ist, dass analog einfach besser klingt als digital, oder ein Reissue niemals an ein Original heranreicht. Ich selbst bevorzuge analoge Synths, ziehe widerum dennoch den (virtuell analogen) microKORG z.B. einem Minibrute vor, weil mir da der Name einfach nicht reingeht. Das verkörpert einfach nicht das, was ich mit einem Synthesizer verbinde. Klingt mir, genauso wie Boomstar, zu sehr nach Hipster und Homie :opa:
Aber wer jetzt sagt, der Name ist doch egal, es kommt doch auf den Sound an und er ist immerhin vollanalog... Kann ich nur sagen, ja, aber... nö :mrgreen: !
 
MacroDX schrieb:
Aber wer jetzt sagt, der Name ist doch egal, es kommt doch auf den Sound an und er ist immerhin vollanalog... Kann ich nur sagen, ja, aber... nö :mrgreen: !

Kann eigentlich ein roter Synth cool klingen und nicht nur Steril :denk:

Klingt Gelb ein wenig scheini :dunno:
 
Natürlich scheint es übergreifend eine geschmacksfrage zu sein.
Dennoch scheint es kreterien für guten und schlechten analog klang zu geben.
Zum beispiel wird dem boomster einen edlen und amtlichen analogklang nachgesagt während auf der anderen seite ein mfb microzwerg nur ein klingt aufjedenfall analog bekommt.
das ist ja nicht nur auf amazona so.....
Und da bin ich noch nicht dahinter gekommen, was der unterschied zwischen zwischen gutem und schlechten analog klang liegt,
Mir gefallen auch synth wie voyager und sem vom klang besser als der des mophos. Woran das liegt kann ich aber nicht sagen.
 
weil die vco´s vom mopho einfach kacke klingen ... das hat mit analog nichts zu tun - das gibts auch digital.


=> mist jetzt hab ich doch was gepostet ... shice :selfhammer:




-> ansonsten cooles thema :supi: sollte man wirklich mal drüber reden :kaffee:
 
Also ich mag den Klang vom Microkorg nicht so, dafür aber Microbrute. Roland JP8000 hatte ich mal und damit ist fett kaum möglich.
Aber ich hatte auch schon mal nen ganz alten analogen Siel. Klang aber jedes neuere Analogplugin besser.
Ich stehe allgemein eher auf digitale Klänge. Ausser beim Bass kommt bei mir auch mal was analog klingt zu Einsatz ( Plug ins, also nicht echt aus nem Analogen ). Sonst alles was man eher als Digitalklang einordnet. So 303 Sounds oder Pling Pling mag ich gar nicht.
 
kl~ak schrieb:
weil die vco´s vom mopho einfach kacke klingen ... das hat mit analog nichts zu tun - das gibts auch digital.


=> mist jetzt hab ich doch was gepostet ... shice :selfhammer:




-> ansonsten cooles thema :supi: sollte man wirklich mal drüber reden :kaffee:


Die VCO s klingen nicht Kacke , das Gerät hat einfach nicht den Sweetspot des Voyagers, aber kann sich klanglich je nach Programmierung durchaus hören lassen und klingt sehr fett, im Gegensatz zu Nord, wenn man ihn richtig einstellt.

allerdings rede ich vom P08, der Mopho sollte aber ähnlich Kacke klingen :lollo:
 
reznor schrieb:
pulsn: soviel zu gehate gegen den mopho....?

Um mal die Metaebene zu verlassen...wieso Gehate? Wenn du so wie ich schon diverse analoge und digitale Synths hattest, dann würdest du mir beipflichten. Es war zudem gar nicht negativ gemeint, sondern eher als Feststellung, wie der Mopho klanglich einzuordnen ist. Das ist per se weder gut noch schlecht. Ich hatte lange einen Evolver und hab auch lange überlegt ob ich mir einen Mopho 4x zulege bzw. einen Tetra. Letztendlich ist es nun ein Pro2 geworden. Das Curtis Filter hat mich nie so richtig begeistern können. Beim Pro2 sind nun zwei neu entwickelte SSM/SEM Filter Nachbauten drin, die wirklich supergeil klingen.
Der neue Sub 37 hingegen, für den ich u.a. meinen Voyager verkauft hatte, hat mich klanglich enttäuscht. Der Voyager klingt einfach organischer und wärmer. Das mag an dem Dual-Filter des Voyagers liegen, aber mit Sicherheit auch an den Oscis, die bei. Sub37 eher klinisch steril nach DCO's tönen. Zudem mag ich das Multidrive beim Sub 37 nicht. Da klingt das vom Little Phatty deutlich schmutzig geiler. Gottseidank hab ich hier noch Perfourmer Mk2 und Analog Four die mich mit organisch weichen Wattebässen und anderen Klängen versorgen. Der Pro2 ergänzt sich mit Beiden ausgezeichnet und für mehr oder auch mal weniger grobes Digital Klingendes, hab ich noch ne Monomachine und einen OP1 am Start, und diverse Softsynths (Ableton Operator, Absynth, Synplant etcpp.)
 
reznor schrieb:
Natürlich scheint es übergreifend eine geschmacksfrage zu sein.
Dennoch scheint es kreterien für guten und schlechten analog klang zu geben.
Zum beispiel wird dem boomster einen edlen und amtlichen analogklang nachgesagt während auf der anderen seite ein mfb microzwerg nur ein klingt aufjedenfall analog bekommt.
das ist ja nicht nur auf amazona so.....
Und da bin ich noch nicht dahinter gekommen, was der unterschied zwischen zwischen gutem und schlechten analog klang liegt,
Mir gefallen auch synth wie voyager und sem vom klang besser als der des mophos. Woran das liegt kann ich aber nicht sagen.

aber ja aber nein aber ja aber nein aber ja aber nein aber ja aber nein...hmm also eher nein...

also ist alles nur eine frage des geschmacks und was man machen möchte.jaaaahaaa denn auch ein flügel kann obergeil klingen und gibt es etwas analogeres???
oder wenn man böcke hat auf buchla dann verlässt man die klassische analogwelt sowieso irgendwie und irgendwie auch wieder nicht oder man möchte mit granularsynthese arbeiten
seeeeeeehr digital das ganze aber ja aber nein ich erweiche vom thema ab.die metaübühne immer an die metaübühne denken...also das curtisfilter vom evolver finde ich jetzt auch nicht sooooo dolle und die oszillatoren sogar noch weniger vor allen dingen dann wenn ich die mit meiner x0xb0x vergleiche die drückt nämlich gewaltig um nicht sogar zu sagen die schiebt.aber beim evolver geht es mir nicht NUR um die oszillatoren nicht NUR um das filer und auch nicht NUR um den vca das heißt im klartext im klarsten klartext es geht tatsächlichstens um nicht weniger als die summe ALLER teile + modual...äh modulationsmöglichkeiten UND dem delay UND dem feedback UND der möglichkeit es zu modulieren gerade weil es teil der klangerzeugung ist.
ach ja der microBRUTE ist einer meiner lieblingssynth´s und auch die volcas können klingen.jawohl!
 
pulsn schrieb:
reznor schrieb:
pulsn: soviel zu gehate gegen den mopho....?

Um mal die Metaebene zu verlassen...wieso Gehate? Wenn du so wie ich schon diverse analoge und digitale Synths hattest, dann würdest du mir beipflichten. Es war zudem gar nicht negativ gemeint, sondern eher als Feststellung, wie der Mopho klanglich einzuordnen ist. Das ist per se weder gut noch schlecht. Ich hatte lange einen Evolver und hab auch lange überlegt ob ich mir einen Mopho 4x zulege bzw. einen Tetra. Letztendlich ist es nun ein Pro2 geworden. Das Curtis Filter hat mich nie so richtig begeistern können. Beim Pro2 sind nun zwei neu entwickelte SSM/SEM Filter Nachbauten drin, die wirklich supergeil klingen.
Der neue Sub 37 hingegen, für den ich u.a. meinen Voyager verkauft hatte, hat mich klanglich enttäuscht. Der Voyager klingt einfach organischer und wärmer. Das mag an dem Dual-Filter des Voyagers liegen, aber mit Sicherheit auch an den Oscis, die bei. Sub37 eher klinisch steril nach DCO's tönen. Zudem mag ich das Multidrive beim Sub 37 nicht. Da klingt das vom Little Phatty deutlich schmutzig geiler. Gottseidank hab ich hier noch Perfourmer Mk2 und Analog Four die mich mit organisch weichen Wattebässen und anderen Klängen versorgen. Der Pro2 ergänzt sich mit Beiden ausgezeichnet und für mehr oder auch mal weniger grobes Digital Klingendes, hab ich noch ne Monomachine und einen OP1 am Start, und diverse Softsynths (Ableton Operator, Absynth, Synplant etcpp.)

Das mit dem Sub37 ging mir genauso, er klingt nach Moog, aber das gewisse Etwas fehlte, der P08 kann sehr gut klingen, ist aber dem Voyager nur partiell ebenbürtig.
 


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