Anfänger DAW oder Synthesizer oder beides?

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Ines_K

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Hallo, ich möchte gerne anfangen Musik (ambient, chill-out) zu machen, reines Hobby.

Ich habe mich schon eine wenig im Forum eingelesen aber als Einsteiger ist das alles sehr schwer.

Ich habe schon Logic Pro X und ein MIDI-Keyboard, damit komme ich soweit klar.

Was mir noch nicht ganz klar ist: Was sind die Vorteile eines Hardware-Synthesizers? Was kann der was Logic nicht kann? Klar, kann man ohne DAW spielen, aber sonst?

Was für Geräte sind das auf dem Bild und wir werden die eingesetzt?

Danke, Ines
 

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electric guillaume

electric guillaume

keine Information
:hallo:

Logic Pro X und Midikeyboard reichen für das was du vor hast auf alle Fälle.

Es ist eher eine Frage des Wie.
Wenn du mehr der haptische Typ bist, sind Regler und Knöpfe immer gut und Viele kommen so schneller zu guten Ergebnissen.

Auch die Limitierungen die ein Hardware Synthesizer zwangsläufig mit sich bringt können kreativitätsfördernd sein.

Links müsste eine NI Machine Mk2, also so was ähnliches wie Logic, nur als Hardware in Form einer Grovebox (unter der Haube steckt da auch Software) sein und rechts eine Novation Mininova, also ein Hardwaresynthesizer. Bitte korrigiert mich wenn ich bei den Geräten falsch liege.

Zu beiden Geräten gibt es haufenweise Youtube Videos, die zeigen was man damit machen kann.
 
maak

maak

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Hi,

das links das ist die Maschine Mk3 von Native Instruments

https://www.youtube.com/watch?v=3zlW8ooramo

rechts die Mininova von Novation

https://youtu.be/3tWUlfAdaDI?t=52


Logic und jede andere DAW - kann locker alles was die beiden auch können.

Vorteile Hardware Synthesier? joa auf die Frage gibt's immer ellenlange Diskussionen :) Weil sich da viel um persönliche Vorlieben dreht, zb wie du gerne Musik machst, da gibt's keine 100% Antwort. Manche wollen sich den Stress nicht antun den Synth und Computer zu verkabeln (wie beim Novation Video) und arbeiten 100% nur mit Software andere haben die Maus Klickerei satt und brauchen was zum anfassen und Knöpfe zum drehen. Andere sind mit einem bestimmten Sound aufgewachsen und wollen dann genau den Synthesizer haben. Wenn du mich fragst, wenn du EDM Musik machen willst mit aktuellen Sounds dann kommt man an Software nicht vorbei, wenn das mehr in Richtung Singer&Songwriter / live performance gehst desto mehr Sinn macht dann Hardware. Aber ne hard and fast rule Hardware vs Software gibt es echt nicht (deswegen ja immer die Diskussionen darüber) und darüber könnte man Bücher ohne Ende schreiben. Wenn du mit Logic klar kommst, dann lass dich nicht von Youtube und Marketing bums verrückt machen. Um Musik zu machen braucht man das alles 0.

Die Idee bei der Maschine (ist ja im Grunde auch Hardware) ist interessant, die versuchen einen Mittelweg zu gehen. Du hast zwar ne tighte Anbindung zwischen Maschine, Computer und deine DAW, aber im Grund kommt Maschine schon mit ner eigenen DAW an und du brauchst eigentlich gar nicht mehr auf den Monitor zu gucken, weil man das alles vom Maschine Hardware Controller alles steuern kann. Du brauchst im Grunde auch kein Logic mehr. Ist dann etwas redundant zwei grosse Musikprogramme zu lernen und zu bedienen.
Maschine selber ist kein Synth oder so was. Du kontrollierst von da nur Sounds, Samples und Loops, die von dem Rechner gespielt werden. Ist also wie ein Hardware Controller der extra für die Maschine DAW gemacht worden ist. Die MK3 kommt auch mit Gigabyte an Samples. Viele Leute kommen damit super klar. Aber wenn du nicht jetzt schon "spezielle" Sachen machen willst (fingerdrumming) würde ich auch hier sagen nice to have.
 
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Noise-Generator

Noise-Generator

M1@u!
Pauschal kann man das schlecht sagen welche Vorteile ein HW Synth hat, generell haben sie schonmal eine Bedienoberfläche und Regler am Gerät selbst. Manche sind analog und somit eigenständig im Klang, andere sind digital und klingen so gut, besser oder schlechter wie ein Plug-In in einer DAW.
Die Bedienoberfläche kannst du dir praktisch zur DAW dazukaufen, also einen Midi Controller. Die Regler legst du dann auf Knöpfe deiner Plug Ins und kannst dann direkt schrauben, ohne Maus.
Pragamatisch gesehen könntest du dein Setup erstmal mit einem Controller, zB. einem Nanokontrol erweitern.
 
Eigenfrequenz

Eigenfrequenz

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Logic Pro X und Midikeyboard reichen für das was du vor hast auf alle Fälle.
Schau dir Tutorials an. Oder Leute die mit Logic produzieren. Für Ableton war es der Kalkbrenner, Für Fruity loops der Garrix. Für Logic gibt es sicher auch jede Menge namhafte Producer von denen man sich inspirieren lassen kann.
Wenn du ein Gefühl für die ganzen Syntheseformen und ihre Komponenten hast, dann kannst dich auch mal umschauen. Eher wirst du keinen Unterschied raushören oder sonstigen Nutzen draus ziehen.
 
I

Ines_K

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Danke erstmal für die Tips. Was ist das für ein Teil direkt rechts neben dem Laptop?
 
weasel

weasel

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der fuer mich wesentlichste unterschied zw. HW und SW ist die bedienbarkeit/das UI.

bei SW arbeitest du in der regel haupst. mit maus und tastatur, ggf einem midikeyboard mit ein paar je nach anwendungszweck flexibel/unterschiedlich gemappten drehknoepfen/fadern.

bei HW steht fuer mich die haptik im vordergrund, an einem ordentlichen instrument kanns du zb mit beiden haenden gleichzeitig an knoepfen drehen, sehr wichtig fuer mich war das echte knoepfe ueberhaupt erstmal zum rumdrehen und ausprobieren einladen. viele nutzer schreiben (vor allem analoger) hardware eine bessere klangqualitaet zu, das ist fuer mich aber heutzutage ein unwesentlicher und sowieso uninteressanter unterschied.

mit der maus geht natuerlich auch alles bzw sogar noch mehr, hierbei solltest du aber auch beruecksichtigen ddas es oft erschlaegt wenn man unendliche moeglichkeiten hat. wie @electric guillaume schon schrieb suchen sich die meisten musiker mehr oder weniger bewusst dann eh wieder einschraenkungen wie sie zb. ein HW synth bietet. dazu macht es mit der maus imho wesentlich weniger spass, ist weniger intuitiv und kann weniger "auswendig" gelernt werden. bei mir selber hat das letztendendes dazu gefuehrt das ich in software in erster linie presets lade und ggf. mal cutoff oder release nachjustiere, waehrend ich an hardware synths eigtl fast immer mit einem leeren INIT preset anfange.

wie von anderen beschrieben, verschwimmen die grenzen zwischen HW und SW heutzutage ja mehr und mehr, ableton push/maschine geben relativ guten direkt zugriff auf zumindest 8 parameter, software wie omnisphere hat extrem gute controller einbindung diverser HW synths, andere HW laesst sich per VST fernsteuern usw usf... ein mittelweg der fuer dich evtl interessant ist waere ein ipad. theoretisch natuerlich auch nur software, aber durch den touchscreen kann man da schon alles relativ intuitiv und "direkt" anfassen. hier sei korg gadget schwerstens empfohlen, die gratis version reicht fuer den anfang. stichwort gratis, ein letzter wichtiger unterschied sind natuerlich die kosten. in SW hast du offensichtlich schon alles grundlegende, ist im zweifelsfall auch fuer anfaenger die guenstigere loesung.

zum hintergrund: ich habe 20 jahre lang ausschliesslich in-the-box gearbeitet und erst seit 5-6 aus o.g. gruenden die HW fuer mich entdeckt. ich dachte immer "ja nee ich hab doch alle synths als plugin", konnte mir die HW damals auch nicht leisten. aber hab dann halt irgendwann entdeckt das HW mehr ausmacht als den sound.


ps. wenn du das kleine desktop teil auf deinem screenshot meinst mit dem einen grossen drehknopf, das ist "nur" ein audio interface, apogee duet
 
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betadecay

betadecay

Dronemaster Flash
Danke erstmal für die Tips. Was ist das für ein Teil direkt rechts neben dem Laptop?
Ein Audio-Interface. Sowas wie eine Soundkarte im PC, aber besser. Man kann Hardware als input da rein geben ,output auf die Boxen oder Kopfhörer.


Wie man sowas verkabeln kann, sieht du hier auf der Seite unten (Setup-Beispiele): https://www.native-instruments.com/de/products/komplete/audio-interfaces/komplete-audio-6/ - das ist jetzt für das KOMPLETE 6 von Native Instruments, aber im Prinzip sind die alle gleich. Wenn die Eingänge nicht reichen (und viele Instrumenteneingänge haben die meist nicht), muss man die Hardwaresynths erst in einen Mixer geben und diesen diesen in das Interface. Das KOMPLETE 6 hat 4 analoge Eingänge, einmal Stereo (sind schon 2 ) und 2 mal Mono, die man aber als Stereo missbrauchen kann. Da wird es ohne Mixer schnell eng.
 
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betadecay

betadecay

Dronemaster Flash
Was mir noch nicht ganz klar ist: Was sind die Vorteile eines Hardware-Synthesizers? Was kann der was Logic nicht kann? Klar, kann man ohne DAW spielen, aber sonst?
Was die Leute bei Hardware mögen, ist meist die "Haptik", oft auch der analoge Klang. Software ist ja immer digital. Ansonsten gibt es hier genügend Threads, in denen sich die Leute die Köppe eingeschlagen haben wegen sowas. Religionskriege. Für mich sind es Werkzeuge - wenn ich sie benutzen kann, dann isses gut und wird genommen.

Haptik ist aber so ein Ding, denn ich kann die Funktionen eines Hardwaresynths auch aus meinem MASCHINE-Kontroller heraus ansteuern und mir dort auf einen der frei belegbaren Drehknöppe legen. Ebenso wie die Funktionen eines Softwaresynths. Es gibt aber Puristen hier, die mögen nicht mal das.

Software ist oft billiger (auf dem iPad oft unter 10 Euro, selten über 30), und auch auf dem PC. Bei Hardware werden ja gerne auch mal 4-stellige Beträge fällig. Obwohl es da auch tolle Kisten von 300 bis 700 gibt, die KORG Volcas sogar um 140. Nur mal so als Beispiel.

Ob ich aber die Funktionen eines Waldorf Nave für einen vergleichbaren Preis in Hardware kriegen kann? Ich wage es zu bezweifeln. Dafür reicht aber offenbar keine Softwareemulation eines KORG MS-20 an das Original heran.

Das Problem: jeder Synth ist anders, den einen will man wegen diesem Feature, den anderen wegen jenem.
 
 


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