Arturia will sich trade mark "Synthi" sichern

Ich denke es geht lediglich um den Synthi V in der V-Collection und die Hardware von Robin Wood ist in keinster Weise betroffen.
So habe ich das verstanden.

Aber muss nun Robin Wood Arturia fragen, ob er auf seinen Hardware-Synthis weiterhin diesen Schriftzug verwenden darf, den er jahrzehntelang verwendet?

Oder muss er nun gar dafür Geld an Arturia bezahlen?
 
Selbstverständlich, nur scheint ja eben das behauptete Ausbleiben dieser bewährten Praxis der Stein des Anstoßes zu sein: Arturia hat für untenstehenden Schriftzug (der wohl von EMS stammt) Rechtsschutz beantragt, soll dies aber ohne vorherige Absprache mit Robin Wood getan haben.
Sie haben (entsprechend dem Link vom Anfang) im Fast Track Verfahren die Bildmarke bis 2028 registriert und somit für die Nutzung durch Aturia geschützt. Es gab eine Einsprachefrist. Offenbar war ein bisheriger Schutz abgelaufen (kostet ja auch Geld). Wenn die EUIPO keine formalen Fehler gemacht hat, dann ist das völlig korrekt gelaufen. Jeder hier hätte die Bildmarke registrieren können.
 
So habe ich das verstanden.

Aber muss nun Robin Wood Arturia fragen, ob er auf seinen Hardware-Synthis weiterhin diesen Schriftzug verwenden darf, den er jahrzehntelang verwendet?

Oder muss er nun gar dafür Geld an Arturia bezahlen?
Das verdreht möglicherweise völlig die Tatsachen und unterstellt Arturia von vornherein böse Absicht.
Möglicherweise gab es (unproduktive) Gespräche mit Robin Wood und Arturia konnte/wollte das Projekt nicht einfach einstellen und hat deshalb nach einer anderen Lösung gesucht. Arturia hätte sicher den Schriftzug nicht schützen können, wenn es einen anderen Rechteinhaber geben würde.
Ich bewege mich da aber in einem Bereich, mit dem ich mich nicht auskenne ...
 
Aber muss nun Robin Wood Arturia fragen, ob er auf seinen Hardware-Synthis weiterhin diesen Schriftzug verwenden darf, den er jahrzehntelang verwendet?
Die Bildmarke ist nun für Arturia geschützt. Pech für Robin Wood. Er hätte sich die Marke schützen können.
 
So habe ich das verstanden.

Aber muss nun Robin Wood Arturia fragen, ob er auf seinen Hardware-Synthis weiterhin diesen Schriftzug verwenden darf, den er jahrzehntelang verwendet?

Oder muss er nun gar dafür Geld an Arturia bezahlen?

So wie es sich für mich als Laien in dieser Sache darstellt wurde die am 21.11.2018 beantragt. Am 12.12.2018 wurde die Beantragung veröffentlicht und bis zum 12.03.2019 gab es ein Widerspruchsrecht. Am 22.03.2019 wurde die Marke dann registriert und eingetragen.

Da es bis zum 12.03.2019 keinen Widerspruch gab, quasi auch nicht von Robin Wood, kann das nur 2 Dinge bedeuten. a) er hatte gar keine Marke oder b) diese ist ausgelaufen und war frei.

Siehe hier: https://euipo.europa.eu/eSearch/#details/trademarks/017988629

Sieht für mich, als Laien, daher zunächst mal 'sauber' aus.

Hier noch paar Infos zum Markenrecht was ich einfach mal ergoogelt habe ohne Anrecht auf 100% Korrektheit:
https://www.lhr-law.de/magazin/markenrecht/5-dinge-die-sie-zum-markenrecht-wissen-muessen
 
Die Bildmarke ist nun für Arturia geschützt. Pech für Robin Wood. Er hätte sich die Marke schützen können.
Es geht hier gar nicht um "Pech gehabt" ... das wiederum würde bedeuten, dass Arturia böse Absicht hätte (und dann jemand Pech haben könnte).
Es geht hier schließlich nicht um einen Feldzug gegen EMS, sondern lediglich darum, dass man Arturia wegen der Veröffentlichung einer Software nicht an den Karren pinkeln kann.
 
Dann wäre es aber sehr schade, fast eine Verschwendung, wenn Arturia "nur" einen virtuellen Software-EMS programmiert hätte. Da wünsch ich mir dann doch etwas Hartware mit Reminiszenzen an EMS.
 
Es geht hier gar nicht um "Pech gehabt" ... das wiederum würde bedeuten, dass Arturia böse Absicht hätte (und dann jemand Pech haben könnte).
Kein Stress, "Pech gehabt" im Sinne der Erklärung von @Umbrella Corporation. Das ganze Prozedere ist ja klar geregelt und das mit gutem Grund. Was auch immer die Gründe sein mögen, Robin Wood hatte offenbar keinen Markenschutz.
 
Das verdreht möglicherweise völlig die Tatsachen und unterstellt Arturia von vornherein böse Absicht.
Weder habe ich geschrieben, dass Arturia böse Absicht gehabt habe, noch habe ich Tatsachen verdreht, ich habe nur Fragen gestellt, die ich mir angesichts der Tatsache in den Kopf kamen, dass dieser Schriftzug nun jemandem gehört (was er vorher wohl nicht tat, sonst hätte Arturia sich diesen ja nicht schützen lassen können).

Möglicherweise gab es (unproduktive) Gespräche mit Robin Wood und Arturia konnte/wollte das Projekt nicht einfach einstellen und hat deshalb nach einer anderen Lösung gesucht. Arturia hätte sicher den Schriftzug nicht schützen können, wenn es einen anderen Rechteinhaber geben würde.
Ich bewege mich da aber in einem Bereich, mit dem ich mich nicht auskenne ...
Das geht Dir genau wie mir.

Wer weiß – vielleicht gibt es ja ein Gentlemen's Agreement zwischen Arturia und Robin Wood, dass letzterer diesen nach wie vor benutzen darf. Fände ich schön.
 
Es geht hier schließlich nicht um einen Feldzug gegen EMS, sondern lediglich darum, dass man Arturia wegen der Veröffentlichung einer Software nicht an den Karren pinkeln kann.
Danke für diesen Gesichtspunkt. Ich hoffe einfach nur, dass aus diesem – verständlichen Bedürfnis seitens Arturia – keine (unbeabsichtigten) Nachteile für Robin Wood erwachsen.
 
Danke für diesen Gesichtspunkt.
Wer die diversen Synths der V-Collection kennt hat vielleicht im Laufe der Jahre bemerkt, dass Arturia das GUI bei einigen Instrumenten geändert hat. Das ist nicht zuletzt deshalb geschehen, weil es sich Firmen, die früher Vereinbarungen mit Arturia getroffen hatten, plötzlich anders überlegt haben. Ich gehe einfach stark davon aus, dass sich Arturia nicht nochmals auf so dünnes Eis begeben wollte.
 
Danke für diesen Gesichtspunkt. Ich hoffe einfach nur, dass aus diesem – verständlichen Bedürfnis seitens Arturia – keine (unbeabsichtigten) Nachteile für Robin Wood erwachsen.
Ich denke Robin Wood ist alt genug seine Rechte selbst wahrzunehmen falls dies nötig sein sollte. Dazu bedarf es keine Foren, keine öffentlichen Diskussionen oder sonstiges.
 
Warum soll man das Verhalten von Firmen nicht in der Öffentlichkeit diskutieren dürfen?

Wo habe ich das geschrieben? Ich habe lediglich geschrieben, dass Robin Wood seine Rechte selbst wahrnehmen kann wenn er der Meinung ist, dass er das muss. Scheint wohl nicht der Fall gewesen zu sein zumindest nicht beim Verfahren zur Eintragung der Marke. Was ist daran also seitens Arturia so verwerflich? Was kannst/möchtest du Arturia nun in dieser Sache vorwerfen da du der Meinung bist warum man das Verhalten nicht Öffentlich diskutieren darf? Anhand welcher Fakten machst du das fest?

Ich finde es außerdem lediglich wenig Zielführend über Dinge zu diskutieren wo kein vollständiges oder einseitiges Bild herrscht. Denn wie man anhand dieser Diskussion hier sieht scheint der Sachverhalt bei Arturia nicht ganz dem zu entsprechen was im Muffwiggler Forum behauptet wurde. Ich finde es auch wenig Zielführend wenn vom Ankläger dort von "Dieben" gesprochen wird. Das ist einfach nicht sachlich vor allem dann wenn es sich (wohl) um einen ehemaligen Freelancer handelt der von sich aus gegangen ist weil ihm Dinge nicht gepasst haben und/oder er das Projekt nicht nach seinen Vorstellungen gestalten konnte. Sprich, da gibt es noch ein 'persönliches Hünchen zu rupfen'. Da ist dann die Ebene der Sachlichkeit längst verlassen. Sowas lässt mich nun mal immer aufhorchen.
 
Gesetze, Verträge und Absprachen sind gar keine schlechten Ideen, sich erstmal daran zu halten, hat sich bewährt.
hier scheint es ganz offensichtlich nicht um Gesetzte zu gehen sondern um "Gepflogenheiten".
Zumindest was die aspekte angeht die "papz" ( der mir übrigens mal in ner lustigen sache SEHR freundlich ausgeholfen hatte ) bzw. "Olivier" öffentlich kommentiert hatten.

Arturia wird ja wohl juristisch gut beraten sein. Und "die Leute" gut bezahlt sein nehm ich an....;-)
besser als die die die realen Produkte stemmen werden müssen ;-)



was hier sichtbar wird, ist wie ehemals kleine, möglicherweise reine "Freaks" Buden, sich in währschafte Geschätsunternehmen wandeln, und halt auch derartiges Geschäftsgebahren an den Tag legen.
Der normale Musikfreak sähe es halt gerne "idealistischer", nicht ?


Fragt sich aber auch wie wichtig die sympathie des Kunden vs. ne mögliche antipathie zählt ?
was papz post angeht ist für mich die aussage klar:
es wurde von vornherein gar nie versucht "das beste" zu geben.....
Ist auch normal in der heutigen wirtschaft.
und zeugt halt allenfalls von ner schlechten Führung wenn leute aus Kosten vs. Nutzen Gründen von vornherein schon, sagen wir mal: "etwas knausrig planen".

Das ganze zerreden dieser tasache halte ich für.........an uns szenen leuten vorbeireden.
Hier gehts nicht um juristik.
Für uns Kunden ( ich hab die V collection ) ist es wichtig ein Gefühl für Firmen zu entwickeln,
grad auch in ner Zeit wo Wirtschaft und Managements gerne rein über PR-werte agieren, statt wie früher,
"primär" über "reale produkt wertigkeit" zu gehen.



Im Musikinstrumenten markt möchte ich halt noch was vom "alten denken" sehen.
und *für uns* sind diese Foren u.U. "auch" genau dazu da, diese Winde und Gerüche mitzubekommen...........
das ist nicht unerheblich für einige.


Die geschichte mit der "verwertung" der MI opensource ressourcen stiess z.bsp. mir selber *SEHR* sauer auf vs. ----> "die billige vermarktung" der tatsache dass man da auf (bewährte) MI werte zurückgegriffen hatte.
Was marktstrategisch und auch vom kunden-nutzen her ein sehr kluger schachzug gewesen ist,
aber komplett verbockt wurde durch ......eben: die leistung der etagen darüber, die management und PR betreffen.



Heute sitzen die Böcke OBEN,
während die unten stemme MüSSEN aber nichts mehr verdienen sollen !
mein Fazit / generell
 
@siebenachtel

Da sind viele durchaus ganz unterschiedliche Themengebiete angesprochen, warum auch nicht.

Bei Auseinandersetzungen geht es aber um konkrete Sachlichkeiten, im Idealfall um einen Paragrafen im Vertrag. Das macht die Sache sowohl übersichtlich, als auch eingrenzend. Man will ja möglichst auf kurzem Wege zum einvernehmlichen Resultat kommen, nicht wahr? Beherzigt das jemand nicht, dann wird eine laaaaange zerfledderte Story draus. Alte Hasen der Branche kennen das.

Das andere von dir angesprochene wie PR-Werte, ein Gefühl für Firmen usw. ist eine ganz andere Baustelle und wird von entsprechenden Leuten bearbeitet, damit es zu möglichst wenig Missverständnissen kommt, klare Linie erkennbar ist, Website eine schnelle Führung hat. Alles das halt.

In Foren wiederum, genau wie bei Facebook und Co. sieht die Sache wieder anders aus. Hier sind es meist nicht mehr als 3 Zeilen, die verkommuniziert werden und es geht um Interaktion mit den Kunden oder Interessenten. Wer es da nicht draufhat, kann unbeabsichtigt ganz schön baden gehen.

Auf allen diesen Gebieten tun Texter und Konzeptioner ihr Bestes, damit keine Pannen passieren. Nichts ist stabiler, als ein falsches Gerücht, das einmal in die Welt gesetzt wird.

Für mich ist das Thema hier nun abgeschlossen. (<---- Wichtig für Unternehmen ist immer, das Heft in der Hand zu behalten, sonst springen die Leute mit einem um).
 
@Umbrella Corporation: Selbstverständlich bin ich der Ansicht, das Verhalten von Firmen öffentlich diskutieren zu dürfen, denn genau das tun wir ja hier in diesem Thread. Dein Einwurf "Dazu bedarf es keine Foren, keine öffentlichen Diskussionen oder sonstiges" habe ich so missverstanden, als ob Du mit eben dieser Diskussion nicht einverstanden seist. Bitte entschuldige.

Ich finde es außerdem lediglich wenig Zielführend über Dinge zu diskutieren wo kein vollständiges oder einseitiges Bild herrscht.
Drehen wir uns da nicht im Kreis? Denn das hatten wir doch schon: Arturia könnte dies ändern, das ist aber seit Februar 2019 nicht geschehen.

Denn wie man anhand dieser Diskussion hier sieht scheint der Sachverhalt bei Arturia nicht ganz dem zu entsprechen was im Muffwiggler Forum behauptet wurde.
Auf Muffwiggler hat papz – soweit ich das verstanden habe – zwei Dinge behauptet:
(1) Arturia soll das Rechtsschutzverfahren für das Synthi-Logo ohne vorherige Absprache mit Robin Wood eingeleitet haben.
(2) Es soll eine Zusammenarbeit von papz und Arturia gegeben haben, die papz aus verschiedenen Gründen beendet hat.

Mich interessiert konkret der erste Punkt, ich zitiere aus dieser Post von papz vom 18. Februar 2019, dieser Post vom 8. März 2019 und dieser vom 26. April 2019:
"Robin Wood didn't design the Synthi nor invented the names but he aquired the full rights of EMS in 1995 after working for all incarnations continuously since 1970."

"Robin Wood didn't register the "Synthi" brand despite the production has never stopped for 50 years. It's Robin's initial mistake, ok, but this doesn't excuse Arturia's move to sneakily take advantage of the situation when they became aware of this.
Arturia registered a competitor's brand for a product still in production behind his back. Isn't that wrong ?
Robin finally decided not to do a legal opposition and went for an "amicable" agreement."

"…there was no actual agreement with Robin, … . I won't detail tractations here but it seems that the aforementioned "amicable" agreement also failed : Robin will get nothing and plans to defend his rights in a legal action."


Sowohl auf papz' Seite als auch hier im Thread scheint ja Einigkeit darüber zu bestehen, dass die Firma Arturia das Recht auf ihrer Seite hat: Robin Wood habe es schlichtweg verabsäumt, sich das Design schützen zu lassen, entsprechend sei es "frei" und für die Firma Arturia verfügbar gewesen, um ihre berechtigten (!) Interessen gegenüber anderen Herstellern zu vertreten (wie @Fr@nk ja dankenswerterweise ausführte).

Auch wenn sich Arturia hier offensichtlich rechtlich einwandfrei verhalten hat, hinterließe es bei mir einfach einen unangenehmen Nachgeschmack, sollte Arturia sich die Rechte für einen Teil des Designs eines noch in Produktion befindlichen Instruments gesichert haben, ohne mit dessen Hersteller vorher Kontakt aufgenommen zu haben. Dass ich mit dieser geschmacklichen Irritation mehr oder weniger allein zu stehen scheine, und dass dies aus rechtlicher Sicht irrational ist, ändert nichts daran, dass ich so empfinde.

Aber darüber hinaus habe ich ganz schlicht die Frage aufgeworfen, welche Konsequenzen dieser der Firma Arturia gewährte Rechtsschutz denn nun für Robin Woods Fertigung von Synthis haben wird.
 
@Umbrella Corporation: Selbstverständlich bin ich der Ansicht, das Verhalten von Firmen öffentlich diskutieren zu dürfen, denn genau das tun wir ja hier in diesem Thread. Dein Einwurf "Dazu bedarf es keine Foren, keine öffentlichen Diskussionen oder sonstiges" habe ich so missverstanden, als ob Du mit eben dieser Diskussion nicht einverstanden seist. Bitte entschuldige.

Kein Problem :).

Drehen wir uns da nicht im Kreis? Denn das hatten wir doch schon: Arturia könnte dies ändern, das ist aber seit Februar 2019 nicht geschehen.

Ich sehe das nunmal anders. Sie müssen gar nichts. Aufgrund welcher Grundlage denn? Denn wer weiß, ob sie sich nicht inzwischen mit Robin Wood gütlich im Hintergrund geeinigt haben? Vielleicht auch gar wegen des Threads? Wer weiß? Fakt ist: Wir wissen es nicht :).

Auf Muffwiggler hat papz – soweit ich das verstanden habe – zwei Dinge behauptet:
(1) Arturia soll das Rechtsschutzverfahren für das Synthi-Logo ohne vorherige Absprache mit Robin Wood eingeleitet haben.

Das behauptet papz. Gibt es seine Aussage desjenigen dazu den es betrifft? Sowei ich in diesem Thread gelesen habe - Nein. Also ist es nur erstmal eine Aussage die im Raum steht. Hat keinen Anspruch auf Wahrheit oder Tatsache

(2) Es soll eine Zusammenarbeit von papz und Arturia gegeben haben, die papz aus verschiedenen Gründen beendet hat.

Sowas findet täglich statt und solche Zusammenarbeiten gehen auch aus den verschiedensten Gründen wieder auseinander. Hinterher Dreckige Wäsche in Foren zu waschen halte ich persönlich halt für Fragwürdig. Wie bereits geschrieben bin ich auch Freenlancer in der Audio Softwarebranche. Und ja, auch ich hab das einie oder andere Gebahren bereits erlebt. Dennoch trete ich das nicht in Foren breit sondern Regle das mit betreffenden Firmen/Magazinen direkt. Auch auf rechtlichem Weg.

Sowohl auf papz' Seite als auch hier im Thread scheint ja Einigkeit darüber zu bestehen, dass die Firma Arturia das Recht auf ihrer Seite hat: Robin Wood habe es schlichtweg verabsäumt, sich das Design schützen zu lassen, entsprechend sei es "frei" und für die Firma Arturia verfügbar gewesen, um ihre berechtigten (!) Interessen gegenüber anderen Herstellern zu vertreten (wie @Fr@nk ja dankenswerterweise ausführte).

Nochmal: Ich für mich kann das nicht Werten weil ich keinerlei Quellen habe um das für mich zu prüfen. Es steht eine Aussage von papz im Forum gegen ein Markenrechtverfahren welches Augenscheinlich korrekt verlaufen ist. Die Aussage eines direkt beteiligten, nämlich Robin Wood scheint es nicht zu geben. Man weiß auch nicht ob es im Hintergrund noch Agreements oder sonstiges gab. Ich glaube auch nicht, dass die Firma Arturia sich hier das 'OK' von papz einholen muss. Deshalb sehe ich seine Aussage als rein persönliche aus seiner Sichtweise. Ob er weiß was alles im Hintergrund noch gelaufen ist? Ich weiß es nicht. Ich sehe auch keinen Grund, dass Arturia ihm das Verfahren offen legen muss.

Auch wenn sich Arturia hier offensichtlich rechtlich einwandfrei verhalten hat, hinterließe es bei mir einfach einen unangenehmen Nachgeschmack, sollte Arturia sich die Rechte für einen Teil des Designs eines noch in Produktion befindlichen Instruments gesichert haben, ohne mit dessen Hersteller vorher Kontakt aufgenommen zu haben. Dass ich mit dieser geschmacklichen Irritation mehr oder weniger allein zu stehen scheine, und dass dies aus rechtlicher Sicht irrational ist, ändert nichts daran, dass ich so empfinde.

Sollte ... das ist der Knackpunkt. Wir wissen es nicht. Keiner weiß es außer die Direkt beteiligten. Und papz zähle ich da nicht dazu denn ich glaube nicht, dass er bei den Verhandlungen Arturia ./. Woods dabei war. Er schreibt aus seiner Perspektive (mit nicht unerheblichen Hintergrund, dass eine Kooperation zwischen ihm und Arturia, aus welchen Gründen auch immer, nicht gefruchtet hat). Es obliegt mir auch fern dies zu werten.

Aber darüber hinaus habe ich ganz schlicht die Frage aufgeworfen, welche Konsequenzen dieser der Firma Arturia gewährte Rechtsschutz denn nun für Robin Woods Fertigung von Synthis haben wird.

Das ist ja auch völlig legitim.
 
Auch wenn sich Arturia hier offensichtlich rechtlich einwandfrei verhalten hat, hinterließe es bei mir einfach einen unangenehmen Nachgeschmack, sollte Arturia sich die Rechte für einen Teil des Designs eines noch in Produktion befindlichen Instruments gesichert haben, ohne mit dessen Hersteller vorher Kontakt aufgenommen zu haben.
Laut Post von papz wurde er im März 2018 auf eine Zusammenarbeit angesprochen und der Antrag auf Markenschutz im November 2018 gestellt. Ich selbst habe schon im Sommer von dem geplanten Synthi V erfahren. Es ist deshalb für mich einfach nicht vorstellbar, dass es zwischen März und November keine Gespräche mit Robin Woods gegeben haben soll und Arturia sich die Rechte "ohne vorher mit dem Hersteller Kontakt aufgenommen zu haben." gesichert haben soll.

Meine -sehr persönliche- Einschätzung ist, dass diese Gespräche einfach nicht produktiv waren und/oder die Vorstellungen zu weit auseinander lagen. Nun wird Arturia, von einer dritten Partei, öffentlichkeitswirksam der schwarze Peter zugespielt ... und das in einer geradezu geschäftsschädigenden Art (Zitat: Lügner und Diebe ...). Ich bin mir nicht sicher wofür sich Arturia hier in irgendwelchen Foren entschuldigen soll.
 
So das ist mein letztes Wort zum Thema. Ich hab mir jetzt mal die Mühe gemacht und nach den Nizza Klassifizerungen gesucht die sich Arturia hat schützen lassen. Das wären die Klassen 9 und 15. Und so wie sich das für mich als Laie darstellt trifft dieser Schutz der Wortmarke nur auf Software zu. Damit wäre z.b. die Hardware Produktion von Robin Woods gar nicht gefährdet. Aber das ist nur meine Laienhafte interpretation.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn Robin doch immer noch so viel am Namen „SYNTHI“ liegt, hätte er ihn eben schützen müssen. Bob Moog durfte die Namen „MOOG“ und MINIMOOG“ auch lange nicht mehr verwenden, weil sie nicht mehr geschützt waren. Na und? Selber schuld, wenn man sich die Kohle für die Schutzrechte sparen will, darf man halt später nicht rumnörgeln.
 
Meine -sehr persönliche- Einschätzung ist, dass diese Gespräche einfach nicht produktiv waren und/oder die Vorstellungen zu weit auseinander lagen. Nun wird Arturia, von einer dritten Partei, öffentlichkeitswirksam der schwarze Peter zugespielt ... und das in einer geradezu geschäftsschädigenden Art (Zitat: Lügner und Diebe ...).
Die Wortwahl ist in der Tat mehr als unglücklich.

So das ist mein letztes Wort zum Thema. Ich hab mir jetzt mal die Mühe gemacht und nach den Nizza Klassifizerungen gesucht die sich Arturia hat schützen lassen. Das wären die Klassen 9 und 15. Und so wie sich das für mich als Laie darstellt trifft dieser Schutz der Wortmarke nur auf Software zu. Damit wäre z.b. die Hardware Produktion von Robin Woods gar nicht gefährdet. Aber das ist nur meine Laienhafte interpretation.
…die mir vollkommen nachvollziehbar erscheint. Mir war nicht bewußt, was es mit diesen Klassifizierungen auf sich hat. Vielen Dank dafür, dann ist dies hier auch meine letzte Post zu diesem Thema.
 
Bei Auseinandersetzungen geht es aber um konkrete Sachlichkeiten, im Idealfall um einen Paragrafen im Vertrag. Das macht die Sache sowohl übersichtlich, als auch eingrenzend. Man will ja möglichst auf kurzem Wege zum einvernehmlichen Resultat kommen, nicht wahr? Beherzigt das jemand nicht, dann wird eine laaaaange zerfledderte Story draus. Alte Hasen der Branche kennen das.
ok, ich verstehe.
Deine Perspektive macht natürlich Sinn.
Ich als Kunde kam da halt von ner ganz anderen Perspektive ;-)


in papz post hatte ich btw. nie zuviel Gewicht gelegt. Es weist halt auf ein paar details hin wie man da arbeitet.
soviel darf man da schon aus den zeilen für sich rausnehmen sag ich mal.
Umgekehrt sehe ich den Fall mit dem kistchen wo man den MI open source code verwendet hat als ne ganz klar und offen auf dem Tisch liegende Geschichte an.
ich sags nochmals: das problem da ist die art und weise der PR !


----> da gehört bei arturia der eine oder andere mal ne woche an den firmeneigenen marterpfhal gehängt.
ich nehme an man hat bei Arturia auch einen, wie bei allen guten indianern üblich ;-)
 
ich sags nochmals: das problem da ist die art und weise der PR !

Unbedingt.

Richard Branson äußerte sich mal so (sinngemäß): Die falsche Person an der Rezeption kann innerhalb eines einzigen vormittags ein Unternehmen ruinieren.

Sicherlich etwas übertrieben, aber Unternehmenskommunikation ist nunmal ein Spezialfach.
 
Richard Branson äußerte sich mal so (sinngemäß): Die falsche Person an der Rezeption kann innerhalb eines einzigen vormittags ein Unternehmen ruinieren.
jo.
jetzt frag mal den Richard Branson ob er denn auch bereit sei ner richtig guten Person an der Reception ein entsprechendes Gehalt zu bezahlen ? ;-)


hier fällt nämlich heute die Welt auseinander...........


..........bin mal per zufall drüber gestossen was Mike Oldfiled von Branson ( u.A.: Virgin Records) hält ;-)
Halte den aber für ne sehr interessante Figur ! (beide letztendlich )
 
OT: Yep, von Oldfield gibts dieses wunderbare Interview, wo er sehr viel aus dem Nähkästchen plaudert. Obwohl ich Branson überhaupt nicht mag, interessant finde ich den auch.
 
Und weiter OT: Brandon & Oldfield sollen sich aber schon vor Jahren versöhnt haben.
 
OT - Branson und Oldfield ... sicher interessantes Thema ... aber vielleicht könnten wir da einen neuen Thread starten und diesen hier in Frieden ruhen lassen?
 


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