Er ist halt kein Sweepspot Synth der in allen Einstellungen gut klingt, die Presets sind auch absoluter Müll. ich wette das dein Urteil anders ausfallen würde wenn du zu Hause etwas Zeit mit ihm verbingst.
Ist zwar schon ein älterer Beitrag, aber ich geb auch mal etwas Erfahrung bei:
Habe den DOM1 seit er rauskam und zwischenzeitlich mit dem Instrument gehadert: Der nicht so breite Sweetspot wie bei Roland/Moog, der nicht so schön übersteuerbare Filter (hierzu sei unten die recht einfach zu realisierende Pre-Filter-Drive Modifikation verlinkt, welche das sehr deutlich macht), das Fehlen von direktem Parameterzugriff (und damit Sequencingspielerein) und auch die Macken der Paraphonie störten mich Anfangs und ließen mich zweifeln. Außerdem finde ich die (digitalen) Hüllkurven nicht zu wenig knackig, aber etwas zeitaufwendiger zu justieren als bei anderen Synths (wie z.B. SH101 oder Model D)
Dem Gegenüber stehen wiederum der Oszillatorklang, die tollen Möglichkeiten des Multimodefilters, die vielen Modulationsoptionen und das meiner Meinung nach sehr gelungene Layout der Regler. Ich liebe das Klangfinden auf dem Instrument, Presets verwende ich praktisch nie und habe viel Freude daran, in neuen Tracks immer neue Sounds zu entdecken- daran liegt meiner Meinung nach auch die größte Stärke des DOM1. Einfach alles ein bisschen verjazzen lassen und auf Abwege geraten.
Mein absoluter Lieblingssynth und ein echtes Instrument, wer allerdings (nur) nach den fetten analogen Bässen sucht, dem reicht/gefällt eventuell eher eine klassische Sweetspotmaschine à la BS, Moog oder die Rolande.
Gib Zeit, gib Liebe, dann behält man das Gerät wahrscheinlich bis man abnibbelt und vererbt es dann an die nächste Generation.
https://youtu.be/cRpkcqfeT60?t=10