ich sehe synthesizer wie andere instrumente auch.
mit einem schlagzeug kann man keine gitarrenmusik machen, mit einer geige keine flöte spielen usw.
Der Vergleich hinkt, denn ein und derselbe Synthesizer kann ja verschiedene musikalische Funktionen übernehmen.
Rückblickend hattes es einen Vorteil, als Synthesizer so teuer waren, dass man sich nur einen kaufen konnte:
Man war gezwungen, sich mit diesem einen Instrument so ausführlich zu beschäftigen, dass man es wirklich in- und auswendig kannte, gleichsam blind bedienen konnte und genau wußte, wie man welchen Klang erzielt. Den klanglichen Feinschliff erzielte man über Mischpult und Effekte. Und da man ohnehin auf Mehrspur aufnahm (und sei es mit einem Portastudio), genügte ein einzelner Synthesizer.
Heute dagegen
• muss jeder Bestandteil eines Stücks permanent parallel in Echtzeit erzeugt werden – mit entsprechendem Maschinenpark,
• braucht man für jede Klangnuance einen speziellen Synthesizer,
• die Community tauscht fleissig Tipps, welcher aktueller Synthesizer denn nun eher nach
Moog, Roland oder Oberheim klingt, und welcher für fette Bässe wie in diesem oder jenem Musikstück zu gebrauchen sei.
Die Industrie freut es.