Beste Abhörposition in diesem Raum? (Später Raumbehandlung)

Green Dino

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Guten Morgen,

Da ich mit der momentanen Position im Raum nicht wirklich zufrieden bin, nun aber in diesem Raum bleiben werde dachte ich, das beste wäre Leute mit Erfahrung zu fragen.

Das Zimmer in dem ich davor war fand ich wesentlich angenehmer, hatte aber auch mehr mit KH gearbeitet, was sich jetzt geändert hat.

Leider hatte ich meinen Schreibtisch jetzt an eine nicht so schöne Stelle versetzt, weil ein Bett in das Zimmer kam, so groß ist unsere Wohnung aber nicht und ein mal mit dem Schreibtisch umziehen dauert fast 2 Tage bis alles wieder verkabelt ist - Deshalb hätte ich gerne mal eine Einschätzung wo ihr die beste Abhörposition vermuten würdet. Messmikro schaff ich mir noch an und werd dann auch mit Akustikbehandlung anfangen.

Am Fenster wäre ergonomisch am besten, letztes Jahr war ich da wo jetzt das Bett steht, was, direkt neben der Tür nicht wirklich angenehm ist...

Prinzipiell kann ich in dem Zimmer machen was ich möchte (so lange es sich finanzieren läßt). Ich wollte jetzt erst mal Ideen sammeln bevor es los geht.

Vielen danke an alle schon mal im Vorraus^^

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marco93

marco93

Moderator
Schreibtisch vor's Fenster. In die oberen Ecken dann 8 Bassfallen und an die Seitenwände an die Erstreflexionspunkte Seitenabsorber. Viel mehr wird wahrscheinlich schwierig.
Ich würde die Monitore dann möglichst wandnah stellen bzw. erstmal Messen, Schieben, Messen, Schieben,Messen, Schieben ... .

Monitore auf Ständern hinter den Tisch. Welche Monitore eigentlich?
 
Green Dino

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Dank dir. So hatte ich mir das auch vorgestellt. Presonus Eris E5 hab ich, 5 Zöller.
In die oberen Ecken dann 8 Bassfallen
Wäre sehr nett wenn du mir noch mal genauer erläutern könntest wie du das meinst :weich:
 
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marco93

marco93

Moderator
Dank dir. So hatte ich mir das auch vorgestellt. Presonus Eris E5 hab ich, 5 Zöller.

Wäre sehr nett wenn du mir noch mal genauer erläutern könntest wie du das meinst :weich:
Sorry, ich meinte natürlich vier Bassfallen.

Im Prinzip schaut es so aus wie im Bild unten rechts. Vorne in die Ecken müssen jeweils bis zur Decke Bassfallen mit Rockwool in der Dicke von ab 40 cm. Je dicker, desto besser und mit Abstand zur Wand (ca. 10 cm, ... muß man dann messen). Der Abstand zu Wand ergibt sich daraus, dass poröse Absorber um Schnellemaximum wirken, d.h. da wo die Geschwindigkeit der Luftmoleküle ihr Maximum hat (vergleichbar mit dem Nulldurchgang eines Pendels). Direkt an der Wand ist ein Druckmaximum (vergleichbar mit dem Wendepunkt eines Pendels). Das Schnellemaximum ist dann 1/4 lambda (Wellenlänge) von der Wand entfernt, d.h. bei 170 Hz wären das dann ca,. 340 m/s / 170 1/s + 1/4 = 0.5 m.

An die Seiten kommen Absorber für die Mitten und Höhen, damit der dort reflektierte Schall absorbiert wird. Du willst ja möglichst viel Direktschall von den Monitoren. Dafür reicht dann Basotect ~10 - 14 cm oder Rockwool in der gleichen Dicke. Auch hier wieder je dicker desto besser, dann wirkt es auch noch im Bassbereich. Das sind die zwei wichtigsten Plätze. An die Decke sollte auch noch nach Möglichkeit ein Deckensegel genau zweichen Dir und Deinen Monitoren. Das wirkt auch um die Reflexion an der Decke zu verhindern. Hinten (erstmal nicht so wichtig) gibt es dann die Möglichkeit einen Diffuser zu installieren, aber da reicht auch ein simples Regal, Setzkästen, etc. etc.

 
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Würze

Würze

¿
Hallo Green Dino

In diesem Raum willst Du schlafen, Musik machen und die Katze stromert auch darin herum?!
Auf gar keinen Fall würde ich:
Bassfallen mit Rockwool in der Dicke von ab 40 cm.
darin installieren.
Aufgrund des begrenzten Platzangebotes würde ich versuchen,
den Dingen im Raum einen praktischen und gleichzeitig einen akustischen
Nutzen zu geben.
z.B.
Die Regale als Regale und als Diffusoren.
Das Bett als Breitbandabsober klappbar an die Wand.

Den Tisch und die Lautsprecher würde ich auch vor das Fenster stellen.
 
Green Dino

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In diesem Raum willst Du schlafen, Musik machen und die Katze stromert auch darin herum?!
Die Katze stromert zum Glück nicht dadrin rum, legt sich nur manchmal morgens kurz ins Bettchen^^ Aber wo Katzen sind, ist alles Katzenreich^^:mrgreen:

Ansonsten, ja. Wir haben umgeräumt, da meine Frau zum Malen Licht braucht (und Platz). Dafür hab ich in dem Zimmer den ganzen Tag meine Ruhe. Was mir lieber ist als ein größerer Raum durch den immer jemand durchwuselt^^


Aufgrund des begrenzten Platzangebotes würde ich versuchen,
den Dingen im Raum einen praktischen und gleichzeitig einen akustischen
Nutzen zu geben.
z.B.
Die Regale als Regale und als Diffusoren.
Das Bett als Breitbandabsober klappbar an die Wand.
Das mit dem Bett ist ne gute Idee! Ansonsten hatte ich auch dran gedacht die Regale als Diffusoren zu benutzen.

Macht man dann eigentlich mehrere Messungen, also stellt immer wieder Zeug wild in den Regalen um bis man einen guten Effekt hat, oder gibts da sonst irgendwelche Regeln?
 
marco93

marco93

Moderator
Die Katze stromert zum Glück nicht dadrin rum, legt sich nur manchmal morgens kurz ins Bettchen^^ Aber wo Katzen sind, ist alles Katzenreich^^:mrgreen:

Ansonsten, ja. Wir haben umgeräumt, da meine Frau zum Malen Licht braucht (und Platz). Dafür hab ich in dem Zimmer den ganzen Tag meine Ruhe. Was mir lieber ist als ein größerer Raum durch den immer jemand durchwuselt^^



Das mit dem Bett ist ne gute Idee! Ansonsten hatte ich auch dran gedacht die Regale als Diffusoren zu benutzen.

Macht man dann eigentlich mehrere Messungen, also stellt immer wieder Zeug wild in den Regalen um bis man einen guten Effekt hat, oder gibts da sonst irgendwelche Regeln?
Beim Messen würde ich immer nur EINE Sache ändern, sonst weiß Du ja überhaupt warum sich jetzt was geändert hat. Auch das Mikro währenddessen nicht verrücken.
 
Green Dino

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Beim Messen würde ich immer nur EINE Sache ändern, sonst weiß Du ja überhaupt warum sich jetzt was geändert hat. Auch das Mikro währenddessen nicht verrücken.
Ja, schon klar. Diffusoren sind ja anscheinend so ne Wissenschaft für sich, deshalb meine Frage, wie man das üblicherweise angeht.
 
marco93

marco93

Moderator
Ja, schon klar. Diffusoren sind ja anscheinend so ne Wissenschaft für sich, deshalb meine Frage, wie man das üblicherweise angeht.
Mach mal die erste Messung und poste dann das mdat File sofern du REW nutzt. Wichtige Plots sind. Frequenzverlauf, Spektrum (wichtig für die Abklingzeiten) und Impulse Response (da sieht man dann Diffusoreffekte, aber das ist schon Feintuning). Mikro auf Ohrenhöhe an der Spitze eines gleischenkligen Dreiecks mot den Monitoren.
 
devilfish

devilfish

alles kann, nix muss..
Messen, Messen, Messen... und da der Platz ziemlich begrenzt ist, unter dem Bett Absorber bauen und an der Decke richtig fette 20-40cm Teile abhängen. An den Wänden, wo Reflexionen entstehen mindestens 10cm Basotect hin. Bassfallen auch an die Decken, in die Ecken, und dann so tief runter wie es dein Geschmack/Platz zulässt. Man kann da schon einiges machen, auch mit wenig Geld, wenn man handwerklich Bock hat. Das wichtigste ist aber Messen..
 
Green Dino

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Da ich jetzt langsam mal anfangen wollte im Zimmer umzubauen hatte ich gestern ein bisschen vermessen und dann viel mir auf, dass bei lautem Klatschen am Fenster Nachhall zu hören ist, auf der gegenüberliegenden Seite (da wo das Bett steht) ist es still.

Da müsste der Tisch allerdings nah an der Wand stehen, wegen der Tür, also Monitore auf Stative und den Tisch dann in den Raum rein ziehen ist wegen der Tür doof.
Obwohl, dann siehts halt beim Reinkommen doof aus, ich mach ja da kein Kaffeekränzchen...

Also alles auf dort aufbauen und messen, oder doch am Fenster?
 
molemuc

molemuc

quaterbernie
auf ein Wort:

der Raum wäre auch ohne Nebennutzung
nur so mittel geeignet. Keine klare Geometrie
keine gleichmäßige Reflektion.

Ich würde gar nix machen.

Zum produzieren (das was spass macht)
geht es auch so - zum mischen nimmst du
Kopfhörer und Ozon 8 - mache auf jede
Spur einen 30 Hz Cut und gut ist.

Habe mal deine soundclouds durchgezappt,
mir gefällt das schon - aber es wird nicht
radiotauglich werden und soll es wohl auch
nicht. Zu dieser Art der Musik passt keine
Hochglanzproduktion.

Die Akustikgurus haben schon recht und
alles ist akustisch super begründbar, aber
was nutzt der beste akustische Raum wenn
die Musikidee fehlt.

Also lieber Zeit und Geld zum Musikmachen
verwenden.

Warte auf eine andere Lebenssituation,
wenn der Anspruch steigt miete einen
passenden Raum und baue den dann
geometrisch richtig aus - ggf zusammen
mit anderen Musikkern.
 
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Green Dino

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auf ein Wort:

der Raum wäre auch ohne Nebennutzung
nur so mittel geeignet. Keine klare Geometrie
keine gleichmäßige Reflektion.

Ich würde gar nix machen.

Zum produzieren (das was spass macht)
geht es auch so - zum mischen nimmst du
Kopfhörer und Ozon 8 - mache auf jede
Spur einen 30 Hz Cut und gut ist.

Habe mal deine soundclouds durchgezappt,
mir gefällt das schon - aber es wird nicht
radiotauglich werden und soll es wohl auch
nicht. Zu dieser Art der Musik passt keine
Hochglanzproduktion.

Die Akustikgurus haben schon recht und
alles ist akustisch super begründbar, aber
was nutzt der beste akustische Raum wenn
die Musikidee fehlt.

Also lieber Zeit und Geld zum Musikmachen
verwenden.

Warte auf eine andere Lebenssituation,
wenn der Anspruch steigt miete einen
passenden Raum und baue den dann
geometrisch richtig aus - ggf zusammen
mit anderen Musikkern.
Verstehe.
Ob und wieviel ich an Akustikmaßnahmen in dem Raum mache steht ja auch noch nicht fest, erst mal geht es darum den richtigen Platz zu finden.
Da mir beim Umziehen immer ein ganzer Tag verloren geht und ich die Zeit lieber zum Musikmachen nutze wollt ich das halt vorher gut planen.

Das auf meinem Soundcloud sind übrigens alte Sachen, da sind ja schon hundert neue Tracks dazugekommen - hab mich mehr in Richtung Techno orientiert, aber ja, fürs Radio soll das nicht sein.

Kopfhörer nehm ich beim Mixen sowieso, parallel check ich auf den Monitoren und diversen anderen Lautsprechern und Kopfhörern/In Ears, die ich seit Jahren für den Zweck nutze.
Low Cut mach ich auch, ich kanns unter 30Hz ja nicht richtig einschätzen.

Eventuell muß ich halt mit dem Kram in ein anderes Zimmer umziehen...



Dagegen hilft schon ein Vorhang.
Vorhang schliessen schien nichts zu verändern.
 
Green Dino

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Hmm, meine Frau meint ich könnte auch jedes andere Zimmer umbauen (sie ist scharf auf das schöne ruhige Schlafzimmer haha)...
 
fanwander

fanwander

*****
Kannst Du überhaupt so laut hören, dass massive Akustik-Behandlung trotz Bemöbelung relevant wird?

Meine Erfahrung ist: Reflektionen kriegt man durch Raumgestaltung in den Griff. Bassfallen in den Ecken kann man machen, wenns wirklich gravierende Probleme gibt (das siehst Du in den Messungen).
An den üblichen Krempel kann man sich gewöhnen oder man kriegt ihn mit EQing auf der Abhöre in den Griff.
 
 


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