Boxen/Raum Messung für Frequenzkorrekturen..

Dieses Thema im Forum "DAW / Komposition" wurde erstellt von Anonymous, 12. Oktober 2006.

  1. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hab gehört dass man mit einsatz eines EQ vor dem master Ausgang die unlinearen Frequenzgänge von mässigen Boxen oder Raumresonanzen korrigiern kann. Durch Einmessung mit Mikro for den Boxen am Abhöhrplatz sollte dies sehr gut Funkionieren.

    Jetzt meine Frage was für ein Mic dafür geeignet ist. Kugel, Niere usw. und ob es unbedingt ein spez. Messmikro sein müsste. Ich konnte ein B&K 4011 ausleihen, die sind ja ziemlich linear soviel ich weiss..

    Vielleicht kennt sich hier ja jemand mit ausmessungen aus...?
     
  2. Anonymous

    Anonymous Guest

    Das funktioniert mäßig (Lautsprecher) bis schlecht(Raum).
    Das Problem ist, dass am Ohr eine Mischung aus Direktschall vom Lausprecher und verzögert jede Menge Schall aus dem Raum ankommt. Letzterer hat aufgrund der Lausprecher(!) und Raumeigenschaften nun aber einen ganz anderen Frequenzgang. Das lässt sich mittels EQ nicht unter einen Hut bringen, die *einzige* Lösung sind gute Lautsprecher und gute Räume.

    Zum Frequenzgang messen reichen auch preiswerte Kugel'meß'mikrofone, die sind gar nicht so schlecht. Wenn es besser werden soll muß man erstmal Meßtechnik büffeln und Erfahrungswerte sammeln.

    Was geht ist etwas(!) im Baßbereich entzerren, das ist natürlich ein fauler Kompromiss, aber wenn man so einen blöden Raumdröhner ein wenig bändigt kann das durchaus eine (kleine) Verbesserung bringen. Wobei im Baßbereich Experientieren mit den Lautsprecher und Abhörpositionen viel mehr hilft als der EQ. (Dazu sind Meßmikro und Tongenerator ganz hilfreich, auf diese Weise kann man dann auch identifizieren wo welcher Raummode 'rumsteht' - und wo die Boxen besser nicht stehen.)

    Ausserdem kann ein EQ die Boxen in sich schon etwas linearer bekommen, das Problem ist, dass man hier ohne Meßtechnikerfahrung und geübtes Ohr kaum weiterkommt.

    EQ und Mikro kosten Geld. Geld das in besseren Monitoren besser inverstiert wäre.

    Ansonsten bin ich durchaus EQ-Fan. Wenn einem der Sound nicht gefällt kann man ihn sich damit eben zurechtdrehen. Aber 'einmessen' und die Einstellung ist dann 'heilig' und wird nicht mehr angefasst ist ein Marketing-Gedankte von EQ-Verkäufern die das Zeug auch an die verwirrten Geister der 'authentischen Originalwiedergabe' verkaufen wollen.
     
  3. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hi Fetz danke für deine Antwort. Ich finde dies ein sehr interessantes Thema.
    ICh bin total deiner Meinung, dass man mit etwas Boxenverschiebung, korrekte Aufbauweise und einem einigermassen gut akustisch gedämpftem und isoliertem Raum sehr viel rausholen kann.

    Ich denke aber auch, dass per EQ sollte trotzdem recht gut funktionieren.

    Ein einigermassen gedämpfter, kleiner Raum hat praktisch keine Nachhalzeit. Vielleicht um die 0.5 sec. Klar ist nun dass der Raum nicht alle Frequenzen gleichmässig wiedergiebt. sonst gäbe es ja keine Probleme... Also hat man bestimmte Frequenzbänder verschieden stark betont. Das Ziel ist jetzt alle Frequenzen, an deiner Abhörposition im Raum gleichmässig zu empfangen. Was an anderen Stellen im Raum ist, kann uns ja egal sein. Ich mess also an dieser Position meine beiden Boxen durch. Die Analyse kurfe im Match EQ (Logic) kann man inventieren und als EQ-Kurfe auf den Master Ausgang legen. Nun sollten wir theoretisch einen perfeckt linearen Frequenzgang an der gleichen Position messen, was natürlich nicht ganz möglich ist, aufgrund Lautsprecher Bauweisen...Aber man sollte der Linearität sehr nahe kommen.

    Ich habs probiert und mit weissem rauschen praktisch einen linearen Frequenzgang gemessen. Ich habe diese Methode übrigens von einem Boxenbauer gehört, der so ziemlich die absolute High-End Mastering Klasse konstruiert.
    Der meinte eben man könne auf diesem Weg sehr viel aus nicht so guten Boxen und Abhörraum holen, aber auch dass es sehr wichtig wäre harte Erstreflektionen zu vermeiden und damit zu spielen was passiet, wenn man die Boxen schon nur ein paar cm im Raum verschiebt. (eben einfach die richtige Abhörposition zu finden).
     

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