Braucht man noch Drumcomputer?

Dieses Thema im Forum "mit Sequencer" wurde erstellt von Q960, 13. März 2010.

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Drumcomputer noch sinnvoll?

  1. ja

    21 Stimme(n)
    87,5%
  2. nein

    3 Stimme(n)
    12,5%
  1. Q960

    Q960 aktiviert

    Ich bin ein großer Fan von Substraktiver Synthese und hatte im Laufe der Zeit so ziemlich jede Drummaschine. Mittlerweile nur noch MD, ER-1,606 und Syncussion. Alle meine Sounds kommen aus real analogen Synthesizern oder FM8. Aber meine Beats fast nur noch via Operator und anderen VSTs aus dem Rechner. Ist das das Ende von Drumcomputern? Ich überlege echt alle abzuschaffen und mir nur noch als Addition zum Rechner ne 909 dazu zu stellen. Was meint ihr?
     
  2. micromoog

    micromoog engagiert

    Ja man braucht sie, da es -man kann's kaum glauben- tatsächlich noch Leute gibt die keine VSTi verwenden. ;-)

    Mein Atari kann leider keine VSTi!
     
  3. Hmm, sollte es nicht eher heißen "Braucht es noch Synthesehardware?"

    Aber zum Titel:
    Nein, seit es den Octupus gibt nicht mehr :mrgreen:
     
  4. micromoog

    micromoog engagiert

    naja, die mittlerweile ausgelutschte Diskussion Hard vs. Soft.

    Will da jetzt auch gar nicht über besser/schlechter urteilen, mir graut nur vor dem Gedanken das ein Synthmeeting mal wie eine LAN-Party aussehen könnte...


    Ebenfalls graut mir immer wieder vor der Soften & Comp.-HW Halbwertszeit, mich ärgerte, dass ich 1997 stolze 800 DM für eine Terratec EWS64XL /ISA-Bus ausgegeben habe - hätte ich mir damals doch nur zwei Jupiter 4 für das Geld gekauft...die kann ich heute wenigsten noch verwenden.
     
  5. Warum immer so verallgemeinernd?

    Liest sich als ob Du keinen mehr brauchst.

    Ich brauch keinen Dedizierten, auch wenn ich manchmal G.A.S. danach habe. Allerdings habe ich zwei Grooveboxen, die das "nebenbei" können. Ob ich Software, meinen Modular oder die Grooveboxen benutze hängt jeweils vom Stück ab, weil bei allen unterschiedliche Resultate rauskommen. Abwechslung ist Trumpf.
     
  6. elmex

    elmex -

    Solange Computer (und deren Betriebssysteme) nicht wesentlich stabiler, Benutzerfreundlicher und Bug-freier werden, wird es Leute wie mich geben, die lieber einfach einen An-Schalter betätigen als Knebel-DRM-Spionier-meine-Festplatte-aus-Verträge mit Microsoft oder Apple abschließen.

    Wenn du meinst du kommst ohne aus, und hast den Rechner im Griff und Vertrauen in die Zukünftige Entwicklung der Software, dann kannste ja deine Hardware raus werfen. Kommt ja auf deine Persönliche Arbeitsweise an.
     
  7. Q960

    Q960 aktiviert

    Die Frage ist eine Provokation, da Drumcomputer irgendwie auch viel Leben inne haben. Die Resultate von VSTis sind jedoch heutzutage wesentlich professioneller klinmgend, oder nicht!°? :cool:
     
  8. micromoog

    micromoog engagiert

    Ach so, na denn - ich mach das eh nur als Hobby - brauche daher keine Profi-Drums.


    Man kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit professineller ohne HW & Drummachines produzieren.
     
  9. Wegen Total-Recall und Samplegenauen DAWs? :gay:
     
  10. Moogulator

    Moogulator Admin

    Professioneller? Oder meinste Samples ansich, die sind natürlich besser zu handlen als zB eine 606, die halt oft noch Outboard braucht? Ich selbst hab mich zwar vom klassischen Drumcomputer verabschiedet, aber nur, weil ich "Drumsounds" nicht wirklich brauche. Aber alles frei. Eine 909 würde ich mir aber echt nicht hinstellen, aber ich sehe in ihr auch eher einen gewissen Sound der EBM und find auch nur BD und SD gut. Wenn du die Sounds viel nutzt würd ich sie nutzen. Aber das ist deine Entscheidung.
    Was ist professioneller? Das es eben FX und so schon gibt und damit Produktions-näher!? ..
     
  11. Anonymous

    Anonymous Guest

    Zur Atari Zeit habe ich meine Drums eigentlich aus allem geholt, auch aus einem Drumcomputer. Das war ein kleiner DR-550 und den hatte ich mir eigentlich auch nur geholt um meinen D-110, damals mein Haupt Klanglieferant, zu entlasten. Ansonsten habe ich noch ein wenig FM Drums aus meinem DS-55 rausgeholt und ein Paar 8 Bit Samples aus dem Amiga. So ein Drumcomputer hat eben den Vorteil das du ihn einschaltest und loslegen kannst. Heute brauche ich aber keinen mehr, mein Rechner ist mir da auch lieber.
     
  12. CO2

    CO2 engagiert

    ich denke auch, es ist stark abhängig von der arbeitsweise. ersetzen kann man analoge drums auch locker durch (gute) samples. ich hatte lange diverse analog-drums im einsatz, meistens beats gebaut, abgesamplet und dann weiterverwurstet, also im prinzip mit samples gearbeitet. insofern hat sich das thema irgendwann erledigt, benutze nur noch samples, mach mir die beats fast nur noch aus irgendwelchen sounds, also auch keine VSTis oder so.
     
  13. Anonymous

    Anonymous Guest

    Die frage ist geht s ums sounds? Nein!

    Geht s um die eingabe? Ja!

    Kein compi swingt so wie ne 909!!

    Das interface beeinflußt sehr stark das ergebnis! Vor nem klotz sitzend machst du andere beats, als vor ner mattscheibe!

    Perfekt wäre es wahrscheinlich, wenn man die 909 als steuergerät benutzt! Wie das Daniel Bell macht, live!

    peter
     
  14. TROJAX

    TROJAX aktiviert

    Genau, Software Sequencer laufen nicht so tight wie die Maschinen.
     
  15. Q960

    Q960 aktiviert

    Tight hin oder her. Auch der Computer kann mittlerweile gut shufflen. Ich bemerke nur, daß Drumcomputer meist noch sehr viel Nachbearbeitung bedürfen, um wirklich fettig zu klingen. Wenn ich dagegen ein Drumkit in L8 mit Operator-Sounds zusammenstelle muß ich nur etwas die Hüllkurven und Tonhöhen anpassen und es klingt sofort amtlich. Früher habe ich mind. 4 Mixer Kanäle allein für eine 808 belegt. Wenn man einen größere Drumcomputer Batterie sein eigen nennt wird das schnell monströs und nicht mehr wirklich schnell bedienbar.
     

    Anhänge:

  16. Neo

    Neo aktiviert

    Professionell sollte das Endergebnis sein und wie man dahin kommt ist doch eigentlich egal. Ich würde nie auf Hardware bzw. Drumcomputer verzichten wollen, finde als Ergänzung sowas wie Ocean Drums aber sehr angenehm.
    Aber wie hier schon viele schrieben, kommt es auf die eigene Arbeitsweise an. Somit gibt es auch nur eine individuelle Antwort die sich jeder selbst geben muß.
     
  17. Anonymous

    Anonymous Guest

    Daran bin ich gescheitert! Fand ich viel zu schwierig und materialaufwendig (kosten)
    Die ergebnisse davon kennst du ja...

    peter
     
  18. Anonymous

    Anonymous Guest

    @ Q960

    Wenn ich mir jetzt einen Klopfgeist holen müsste, dann würde ich zumindest darauf achten, das ich bei den Samples nicht festgelegt bin, weil ich nichts schlimmer finde. Klar, man kann auch aus einem Sample einer 909 Bass Drum unterschiedliches per Kompressor und EQ basteln, ist ja kein Ding, aber was ist denn, wenn ich z.B. mal keine Elektronik Drums haben, oder eine Batterie von Tabla Klängen, oder auch vielleicht ein Rock Kit anliegen haben will? Ich würde mich jedenfalls klanglich nicht so einengen lassen. Nach der R8 damals, die ich mir auch fast gekauft hätte, habe ich den Markt aber auch nicht mehr beobachtet, weil ich eben alles vom Atari aus gemacht habe und somit eher nur die Klänge gebrauchte hätte, also mehr einen reinen Sampleplayer mit Einzelausgängen. Mir hat das damals alles aber auch ausgereicht. Mehrere Klopfgeister nehmen ja auch schon gut Mixerkanäle in Anspruch, zumindest sofern man alles einzeln abmischen will und wer will das heute nicht, die Kiste sollte dann auch über genügen Einzelausgänge verfügen, was bei meinem grottigen DR-550 ja nicht der Fall war, der hatte nur ne Stereo Summe..

    Wenn jetzt aber eh schon ein Rechner vorhanden ist und die Software dafür auch, dann würde ich nicht lange überlegen und zumindest erst einmal damit machen, wenn das nicht so funzt, dann eben extern mit einem Drumcomputer, aber wie gesagt, ohne die Samples austauschen zu können wäre man eben klanglich schon sehr festgelegt, was aber auch manchen nicht stört.
     
  19. C0r€

    C0r€ -

    Ich find gerade auch das so schoen daran, man hat zig kanaele wo was durchlaeuf, dann noch duch exteren kompressoren usw. durch. Am Ende hat das einen sound, der sehr eigen ist und irgendwie "lebt". Klar ist das auch arbeit, finde es wird einem auch belohnt. Und man kann im rechner noch das draufsetzen, was soundso gemacht wird bei plugins. Oder man macht sich mir hardware samples, die man in die plugins fuettert. Klar kann auch mal ein song nur mit plugins entstehn, gibts bei mir auch, aber nur noch plugins? Das hatte ich schon und da will ich nicht zuerueck, schon alleine wegen der arbeitsweise.
    Hab mittlerweile auch eine beachtliche Sammlung an Drumcomputern hier.
     
  20. wannimmer ich Drums am Rechner mache, werden die verhältnismäßig steif und klanglich wirken sie imemr sehr seperiert von den anderen Sounds

    was ich aber ganz gerne mache, mit VSTs noch zusätzliche Sounds dazulayern - das erweitert das Klangspektrum ungemein
     
  21. Mickey_Charon

    Mickey_Charon aktiviert

    Ich denke es kommt drauf an mit was für einer "Auffassung" du ans Musik machen ran gehst.

    Brauchen tut man ne Drummaschine nicht mehr heute. Aber grade wenn man so ein bisschen "Sound-fetischist" ist und das ganze nicht mit dem Ziel verfolgt tracks zu produzieren sondern eher gute grooves welche in sich komplett geschloßen sind und ein klangliches gesamtbild abgeben sollen, dann kommt man nicht um ne ordentliche drummaschine herum...
    Ich hab lang mit VSTs und Operator und Impulse in Ableton meine Drums gebastelt... aber wenn ich dann die 909 von nem Kumpel in Live höre bekomm ich immernoch ne gänsehaut... diese weite und vorallem brachialität bekommt man (also zumindest ich) mit Ableton / vsti's einfach nicht hin. Ich hab das echt schon oft versucht... Layern von Drumsampels, Operator, zahllose effekte wie tubes oder saturator und EQing, aber entweder klingts dann zwar voll aber matschig oder rund aber nicht mehr voll :sad: Digital halt...

    Will jetzt auch wieder weg vom Rechner und ran an die Maschinen :) Ist wohl ne Frage der Philosphie.
     
  22. Cyborg

    Cyborg aktiviert

    Drumcomputer hatte ich in den letzten 30 Jahren immer wieder mal nur kurzzeitig, um sie zu testen und darüber zu berichten, sie für den Musikladen besser kennenzulernen und aus Neugier. Dauerhaft brauche ich keinen weil ich viel ohne Drums mache (das geht tatsächlich) oder aber, wenn ich welche brauche, die Sounds dafür entweder aus meinem ollen M1R oder dem EMU ESI4000 Sampler hole, die Drums aus dem Alesis Fusion sind auch nicht zu verachten.
     
  23. Moogulator

    Moogulator Admin

    Denke mal dies hat auch stark mit dem Genre zu tun. Ich unterstell dir das jetzt fieserweise, aber der einer kann eine 909 sehr wichtig finden, der andere deshalb auch nicht. Noch schlimmer bei der 303. Würde ich Acid machen, würde ich wohl noch immer eine haben, so halte ich das Ding für nicht sooo entscheidend. Und das gehört zum Werkzeug. Vielleicht wird man hier auch bald fragen, ob sich bestimmte Synths noch "lohnen". Das kann gut sein. find aber die Frage nicht sooo schlecht.

    Sie sagt auch viel über die Arbeitsweise aber auch die Verwendung von 808's und so. Ich hätte noch die 808, wenn ich eine Maschine behalten hätte. Die mochte ich. Den Rest von früher finde ich oft als Maschine zu eingeschränkt oder zu doof, aber teilweise haben sie nette Sounds gehabt.

    Work Hard!
     
  24. Cyborg

    Cyborg aktiviert

    Na klar, Schubert ist ja auch "ohne" ausgekommen ;-) Inzwischen benutze ich Drums sehr viel öfter als vor, sagen wir mal, 10 Jahren. Eine separate Maschine würde sich bei mir aber nicht lohnen. Wie ich schrieb, hole ich die Drumsounds aus der Korg M1R, vom EMU Sampler oder jetzt auch aus der bei mir neuen, ALESIS Fusion. Automatiken habe ich allerdings nie benutzt weil ich die Tracks immer selbst eingespielt und mit Cubase aufgezeichnet habe. Zum einspielen hatte ich mir vor ewigen Zeiten mal dieses Yamaha - Spielzeug (DD-12) bei NeckerQuelle gekauft, 8 dynamische Pads und Taster für die Bassdrum, das reicht mir. Früher, als ich noch in Berlin wohnte und im Music-Shop Jahnel arbeitete, stand natürlich die Fricke-Kiste bei mir (uns). (F. hatte durch den Shop einiges an Starthilfe und Arschtritten bekommen damit er die Geräte auf den Weg brachte ;-) ) Dann hatten wir auch einige Zeit die BME Rattlesnake, mir gefiel das ganz gut weil man die auch live spielen konnte wie beispielsweise das Simmons-Set.
    Aber, um nochmal darauf zurückzukommen, wir hatten damals meist zu Dritt, umrahmt von einem recht großen "Maschinenpark", improvisiert, so etwa im Stil der hier schon geschmähten "Berliner Schule". Da waren knackige Sequenzen einfach wichtiger als Drums. Davon ist dann einiges bis heute "hängen" geblieben :)
     
  25. Bernie

    Bernie Anfänger

    ich habe gerade wieder meine Liebe zur ollen Simmons SDS-800 entdeckt. Die trashigen analogen Sounds mochte ich schon immer, hatte aber immer wieder Probleme mit der Ansteuerung. Seit ein paar Wochen hab ich den CotK Extended Rythm Controller im System und jetzt kann man endlich mal "richtige" Beats damit machen.
    VSTis sind überhaupt nicht meine Welt.
     
  26. wenn ich an meiner vermona-drm, oder xbase schraube komme ich mir immer vor, als wäre ich musiker (ob ichs nun bin, oder nicht) ...egal was für ein mist rauskommt - -
    wenn ich am pc sitze, komme ich mir immer wie ein programmierer vor, auch wenn das noch so toll klingt und "hitverdächtig" erscheint- - -
    manchmal ist es nicht wichtig was hinten rauskommt, sondern wie mans vorne eingibt. außerdem musiziert bei mir das auge mit und KEINE büromaschine fand ich bisher so sexy wie manche hardware...ich kenne auch gearporn - aber kein pc,- laptop, apple,- oder notebookporn- aber sicher gibt es da auch fetischisten. ich habe mich an computern erst mitte/ende der 90er rangetraut, als die software aussah wie hardware (reaktor, vstis, reason, etc.)
     
  27. Jörg

    Jörg |

    "Brauchen"? Nein, glaub ich nicht.
    Aber man so schön damit rumdaddeln! :mrgreen:

    Ich habe z.B. öfter mal einen Sequencer rumtuckern und steppe dazu verschiedene Pattern auf dem Drumcomputer durch um mal zu hören wie dieses klingt, oder jenes, oder noch was ganz anderes...
    Ich finde es auch herrlich spontan, einfach real time was auf den Pads rumzuklopfen, und dann als Pattern abzuspeichern oder auch nicht. Das ist einfach mehr Rock´n´Roll als das Klötzchen-Geschiebe. :mrgreen:
     
  28. +1 :supi:

    Es gibt also tatsächlich noch andere Verrückte ;-) die noch einen Atari ST benutzen?!
     
  29. Cyborg

    Cyborg aktiviert

    VSTis, Bäh! ..krie'ch Plaque! Richtige Instrumente muss man anfassen können, sie müssen ständig sichtbar an ihre Existenz erinnern und nach Möglichkeit den Raum mit dem Duft nach Elektronik füllen. "Chanel No. Synth"! :)
     
  30. micromoog

    micromoog engagiert


    So ist es - meine immer wieder gebetsmühlenhafte und andere mit Sicherheit schon nervende Aussage: Der Atari ist der beste digitale Hardwaresequencer! ;-)
     

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