Cherry Audio Mercury-4 (Roland Jupiter-4 Software-Emulation)

Herbie
Herbie
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Es ist die Hüllkurve die beim Original ne ganze Ecke zackiger ist als die beim Mercury. Dadurch kommt dieses "rotzige" zustande
was beim Mercury fehlt. Vieleicht bekomme ich das aber noch hin.
 
swissdoc
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back on duty
@Herbie
Spannend. Ich weiss nicht mehr, was ich da vor 15 Jahren gemacht habe, also was genau das Spezifische am Sound war. Ich habe so meine Theorie, dass es möglich ist, an den Sound eines analogen Synths in gewissen Bereichen, nennen wir sie mal "normal", heranzukommen. In den "extremeren" Bereichen, vor allem auch im Bereich mit Nichtlinearitäten oder einfach alles, wo eine Bandlimitierung oder Slew-Rate-Limitierung nötig ist, weil einem das Samplingtheorem sonst reinfunkt, dort ist es schwierig bis unmöglich. Dort legt dann auch die dickste CPU die Ohren an.
 
Herbie
Herbie
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@swissdoc
Du musst aber doch zugeben dass das Plugin dem Originalen sehr gut nachempfunden ist oder? Beachtlich auch zu welchen Preis diese Firma das geschafft hat.
Wenn man bedenkt dass manch andere Firmen für einen simplen Effekt das 3-4Fache aufrufen.
 
Herbie
Herbie
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@swissdoc
Also wenn ich die Wikipediaseite über das Samplingtheorem sehe mit all seinen Gleichungen und Texten in Fremdsprache, dann sagt mir mein Verstand
dass ich das nicht verstehen muss bzw. keine Energie da reinstecken will um das zu verstehen. Ich bin Musikfreak und kein Professor. Aber wenn du
die Sachlage mit kurzen Worten für mich normal sterblichen erklären möchtest dann würde mich das freuen.
 
swissdoc
swissdoc
back on duty
Aber wenn du
die Sachlage mit kurzen Worten für mich normal sterblichen erklären möchtest dann würde mich das freuen.
Der Kern ist, dass man das analoge Signal bandbegrenzen muss, also z.B. von 0Hz bis 20kHz und dann mit mindestens 40kHz abtasten muss. Das muss man im VST immer im Hinterkopf haben, daher muss man bei Filtern mit Sättigung (nichtlinear, erzeugt neue Harmonische) Oversampling machen, um das Aliasing in den Griff zu bekommen. Es betrifft aber auch Modulationen, dort muss man mit recht hoher Abtastrate arbeiten, wenn man schnelle Transienten haben will.

Nicht zu reden von Feedbackloops (Filterresonanz), Urs Heckmann schreibt hier was zu Zero-Delay-Filtern: https://urs.silvrback.com/zero-delay-feedback
 
Novex
Novex
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Nach längerem Testen des Mercury 4 muss ich feststellen er klingt so wie ein Roland Synthesizer der 80er Jahre.
Der Typische Schöne Vintage Roland Sound ist Super getroffen .
Er bekommt jedenfalls sehr gut die IDM Ambient Sounds die Aphex Twin oder Autechre
( mit dem Juno 60, 106, System 100m, SH101 u.s.w) in den 90er benutzt haben hin.

Das Vintage Roland Mojo stimmt beim Mercury 4.
 
FOTOGRAF MARcX
FOTOGRAF MARcX
step by step sequencer
So, mein Pamphlet, ähhh, Testbericht zum Mercury-4 ist nun endlich fertig, enthalten ist auch ein kleiner Demotrack, den ich ausschließlich mit dem Plugin gemacht habe:
... dieser bericht, diese musik...... heftig gute arbeiten!
 
Herbie
Herbie
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Ich hab da heute noch etwas magisches entdeckt. Für lau! Hab mir nämlich kürzlich einen Korg Delta gekauft
und eben kam mir die Idee mal zu gucken ob den jemand emuliert hat. Ich kann direkt schon sagen dass
die das nicht schlecht hinbekommen haben.
https://www.youtube.com/watch?v=_J6_rW_-kfA
Ich hab mich hier mal selbst zitiert und muss nochmal das "nicht schlecht" betonen. Das Bandpassfilter vom Original (welches ich seit kurzem besitze) ist Phänomenal und
das haben sie in der Emulation nur zu max. 60% so hinbekommen wie beim Korg Delta. Mir ist das heute erst klargeworden. Ich hatte den seit ich ihn habe mehr rumstehen lassen nachdem
ich ihn auf seine Funktionen getestet hatte. Jetzt wo ich den Jupiter 5 mit einem großen "Hau Ruck" vom Platz gehiphoppt habe um ihn meinem Kumpel zurückzugeben und den Delta auf diesen Platz
gestellt habe wird mir Klar dass diese Korg Filter schon ne crasse Nummer für sich sind. Selbst bei meinem Modular habe ich nicht so ein crasses und extrem "schleifendes" & ausdruckstarkes Filter.
Der MS20 hat ja auch'n crasses. Den hatte ich vor vielen Jahren. Ich vermute einen MS20 kann man bis Dato auch noch nicht Emulieren. Beim JP4 finde ich es allerdings vernachlässigbar einen
Originalen zu haben. Ob das so ist sei nur dahingestellt, aber mein Empfinden nach mehreren Tagen Test (JP4 &Mercury) ist nunmal so. Das Nabla Vst allerdings werde ich wieder löschen. Es ist von der Quallität nicht
mit dem Mercury zu vergleichen obwohl das Mercury ja eigentlich auch nix kostet. Tja, da kann man nur mal abwarten bis es etwas gibt was diesen wundervollen Korg Delta emulieren kann.
Bis dahin wird er hier mein Gast sein, mir Spass bereiten, und die Ehre haben sich in meinen Songs verewigen zu dürfen.
 
Friendlynoise
Friendlynoise
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Neugier war größer als meine Faulheit. Demo schon im PC instlliert. Vergleich zwischen Mercury 4 und JuLiter 4 kommt in den nächsten Tagen. :)
 
Sticki
Sticki
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Die Schreibfehler sind ja immer witzig die man hier so liest.
Juliter 4 statt jupiter :)
 
Friendlynoise
Friendlynoise
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Wow, gute Arbeit! Respekt!! Bin gespannt auf den 2. Teil.
Danke, der zweite Teil kommt in 2-3 Tagen, falls der Jupiter 4 immer noch lebt…
Ich hatte ein richtiges Panik-Erlebnis, als die Leds im Jupiter 4 10 Minuten nach dem Einschalten ausgingen und das Gerät plötzlich stumm war. :cry:
Zum Glück kam er wieder ein Viertel Stunde später ins Leben zurück. Vielleicht weil er ein paar Monate unbenutzt war…
 
swissdoc
swissdoc
back on duty
Hier ist zweite Teil:
Besten Dank für die super Arbeit. Entlarvend, was die Haltung der Entwickler betrifft. Der Mercury-4 klingt immer schwächer und starrer als das Original. Immer wenn es um Detune und Beating geht, dann eiert er statisch herum. Dass man das Fake Reverb Verhalten nicht emuliert und auch die dumpferen Presets (viel zu schneller LFO bei einem der Chor-Sounds kommt noch dazu) einfach so raushaut, ist schon merkwürdig. Immerhin ist ein gewisser Grundcharakter vorhanden. Wie heisst es so schön: You get, what you pay for.

Und da es keine Alternative gibt (Hallo Roland), ist es für viele die einzige Option.
 
Herbie
Herbie
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Bei einigen Beispielen ist der Unterschied doch schon sehr arg, aber nicht bei allen. Man darf hoffen dass die Entwickler sich jetzt nicht ausruhen und
Verbesserungsupgrades raushauen so alle Halbe Jahre von mir aus für'n 10er oder'n zwanni. Was bisher geschah finde ich trotz allem gut und es bleibt abzuwarten
wie die Sache weitergeht.
Frage: VCA Saturation...wie geht das denn?
2. Frage @Friendlynoise : hast du denn auch die "SchwebeRegler" benutzt für Chorus und Osc?
 
Brauni
Brauni
....
Jetzt mal ehrlich, hast du wirklich versucht die Sounds anzugleichen oder nur die Reglerstände gleich eingestellt? Hört sich überhaupt nicht gleich an, da waren die Soundvergleiche von dem anderen Tester erheblich ähnlicher.
Und nach solchen Beispielen kann man doch Synths nicht miteinander vergleichen.
Sorry, will dich hier nicht schlecht machen, ich weiß nur selbst das es manchmal schwer ist die Synths anzugleichen.
 
Friendlynoise
Friendlynoise
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Besten Dank für die super Arbeit. Entlarvend, was die Haltung der Entwickler betrifft. Der Mercury-4 klingt immer schwächer und starrer als das Original. Immer wenn es um Detune und Beating geht, dann eiert er statisch herum. Dass man das Fake Reverb Verhalten nicht emuliert und auch die dumpferen Presets (viel zu schneller LFO bei einem der Chor-Sounds kommt noch dazu) einfach so raushaut, ist schon merkwürdig. Immerhin ist ein gewisser Grundcharakter vorhanden. Wie heisst es so schön: You get, what you pay for.

Und da es keine Alternative gibt (Hallo Roland), ist es für viele die einzige Option.
Ich glaube, mit Gelduld kann man bestimmt näher an fast alle Klänge kommen, wenigstens nah genug, um sie musikalisch verwerten zu können. Zum Beispiel mit den Factory Presets, aber da es hier um einen Vergleichstest geht, wollte ich die Unterschiede nicht vermeiden.
 
Friendlynoise
Friendlynoise
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Bei einigen Beispielen ist der Unterschied doch schon sehr arg, aber nicht bei allen. Man darf hoffen dass die Entwickler sich jetzt nicht ausruhen und
Verbesserungsupgrades raushauen so alle Halbe Jahre von mir aus für'n 10er oder'n zwanni. Was bisher geschah finde ich trotz allem gut und es bleibt abzuwarten
wie die Sache weitergeht.
Frage: VCA Saturation...wie geht das denn?
2. Frage @Friendlynoise : hast du denn auch die "SchwebeRegler" benutzt für Chorus und Osc?
Wenn man den Schieberegler ganz rechts nach oben bewegt, erzeugt der VCA subtile bis heftige Verzerrung. Die klingt manchmal unheimlich schön, aber manchmal auch Zuviel des Guten.
2. Frage: bei den von mir angestellten Klangen habe ich versuch, beide Instrumente stets anzugleichen. Bei den Presets und Unser Presets im Video geht es leider doch nicht, da im Jupiter 4 gespeicherte Klänge nicht mehr editierbar sind.
 
Friendlynoise
Friendlynoise
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Jetzt mal ehrlich, hast du wirklich versucht die Sounds anzugleichen oder nur die Reglerstände gleich eingestellt? Hört sich überhaupt nicht gleich an, da waren die Soundvergleiche von dem anderen Tester erheblich ähnlicher.
Und nach solchen Beispielen kann man doch Synths nicht miteinander vergleichen.
Sorry, will dich hier nicht schlecht machen, ich weiß nur selbst das es manchmal schwer ist die Synths anzugleichen.
Sorry absolut unnötig. Ich freue mich auf Kommentare und Fragen. :cool:
Ausserdem bin ich einfach End-User und ich will auf keinen Fall behaupten, mein Test wäre das letzte Wort.
Also, im zweiten Video gibt es Klänge, die ziemlich gleich klingen: die konnte ich angleichen. Bei anderen ging das einfach nicht, weil sie trotz ähnliche Lautstärke ganz anders klangen.
Dazu noch: bis jetzt habe ich die Hüllkurven in den bei mir erstellten Klängen auf 0, 100, 100, 0 gestellt. Filter war völlig geöffnet, keine Resonanz. Dabei kann man praktisch nichts Falsches machen, eben weil die Klänge extrem einfach sind.
Übrigens, ich habe bis jetzt keinen Test gesehen, wo Hardware und Software verglichen wurde. Wärest du so lieb, mich auf die Links zu verweisen?
 
 


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