DAW auf Linux via Wine - Erfahrungen?

Dieses Thema im Forum "DAW / Komposition" wurde erstellt von Strelokk, 30. Juni 2013.

  1. Strelokk

    Strelokk Rorschach Guerilla

    Zunächst einmal eines vorweg:

    Ich habe nichts zu verbergen!

    Aber der Gedanke, ein Unternehmen zu dafür zu bezahlen, mich auszuspionieren, widert mich zusehends an. Dummerweise antwortet z.B. Ableton nicht einmal, wenn man wegen einer Linux-Version nachfragt. Verdammt schlechtes Timing: wäre der Datenskandal vor dem Release von Live9 ans Tageslicht gekommen, hätte ich die Soft nicht gekauft. Dummerweise kann ich meine Live-Suite nicht einfach verscheuern, weil ich sie von einer NFR upgegraded habe.
    _________________
    Wer hat Erfahrungen mit DAWs, die via Wine auf einer Linux-Distro laufen? Welche Distro bietet sich an? Ich will nicht wahrhaben, dass es keine Alternativen zu Ubuntu gibt.

    Wie sieht's mit VSTs aus?
     
  2. psicolor

    psicolor Busfahrer und Bademeister

    Die pragmatische Lösung sind 20 Euro für ein XP und einfach das Netzwerkkabel ziehen. Aktivierung per Telefon. So mach ichs.
    Gerne würde ich natürlich auch Erfolgsstories von DAWs via Wine hören, aber ich befürchte dass die Chancen sehr schlecht stehen....
     
  3. Strelokk

    Strelokk Rorschach Guerilla

    :selfhammer:

    Das Netzwerkkabel kann man auch bei 'ner Win7-Kiste ziehen, heißt es in Fachkreisen.
     
  4. Moogulator

    Moogulator Admin

    Bitwig soll auch für Linux kommen.
    Musst dich dann einschränken. Ob eine Emulation das jetzt besser bringt? Oder Bootcamp? Wenn man wirklich was machen will, sind die Konsequenzen doch sehr weit gehend. Für Musiker sogar ziemlich hart.
    Die Frage ist, ob und wie weit man da gehen kann und muss, damit das wirklich das Ergebnis gibt, was man will.
     
  5. dbra

    dbra Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.

    Echtzeitanwendungen mit dazwischenliegender Emulationsschicht? Ich würd mal sagen: Vergiß es. Teste doch mal Ardour an. Ist ab V3.2 sogar benutzbar...
     
  6. Strelokk

    Strelokk Rorschach Guerilla

    Ich weiß. An dieser Stelle auch gerne 'ne Grundsatzdiskussion, das ist nämlich sehr On Topic!

    Wie weit ich gehen muss, ist aus der aktuellen Perspektive nicht zuletzt eine Frage des Prinzips. Und das geht weit übers Musizieren/Sound basteln hinaus. Beispiel: eigentlich wollte ich mir diese Woche so 'ne moderne Mobilquäke kaufen, um die App von flightradar24 nutzen zu können (tolles Tool für Planespotting). Da ist natürlich gestrichen, weil die App nur für die Systeme der US-Spionagefirmen erhältlich ist. Ich finde, es gehört schon ein krankes Maß an Selbstverleugnung dazu, diesen Unternehmen noch Geld in den Rachen zu werfen.

    Bleibt also die Frage, wie weit man gehen kann. Daher dieser Thread, jeder Tipp ist willkommen. Dass es nicht ohne Einschränkungen geht, ist klar.
    ___________________
    Teste doch mal Ardour an - Wenn alle Stricke reißen, werd ich das auch tun.
     
  7. dbra

    dbra Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.

    Unter Linux wirst du aber um Hardware-Klangerzeuger nicht drumherum kommen. Entweder gefallen mir die Soft-Synths klänglich nicht (mehr) (Yoshimi, synthv1) oder sie sind zu buggy, um sinnvoll eingesetzt werden zu können (Triceratops, TAL).
     
  8. Strelokk

    Strelokk Rorschach Guerilla

    An den Gedanken gewöhn ich mich gerade.
     
  9. khz

    khz D@AU ~/Orwell # ./.cris/pr.run

    VSTI mit Wine ist naja. Ich hatte nie das benutzt da ich Musik machen will und nicht verzweifeln.
    Kannst dir mal als Live und zum install z.B. das anschauen http://www.bandshed.net/AVLinux.html (VSTI mit dabei).
    Oder http://kxstudio.sourceforge.net/ soll auch Neueinsteiger freundlich sein.
    Auch werden vereinzelnt nun Programme für Linux angeboten (Renoise, Bitwig, ..).
    Generell sollte jedem klar sein das Linux nicht Mac/Win ist und gewisse dinge da (noch) nicht gehen.
    Und auch da (Linux) könnte spyware drin sein (Nvidia, flash, Skype, ...). Aber man hofft halt ... :)
     
  10. Strelokk

    Strelokk Rorschach Guerilla

    Skype hab ich nie genutzt.
    Von Ubuntu weiß man, dass es Nutzerdaten zu Cannonical funkt.
    Wegen der NVidia-Schnittstelle muss ich jetzt erstmal 'ne Suchmaschine befragen... Fuck, der Mist steckt überall drin.
     
  11. khz

    khz D@AU ~/Orwell # ./.cris/pr.run

    Naja denke da das eher weniger Schadcode drin ist (Linuxer Hacken gerne und Überwachen sich selbst (würden wenn da was ist evt. das finden)) bzw kann man zur Not freien Grafiktreiber/Flash/VoiceoverIP/... install ... evt. bissel schlechter aber es gibt alternativen.
    Um nochn bissel parra zu streuen: Die Spyware ist in der HW eingebaut! War auf heise.de oder so ein Bericht das u.a. USA Konzerne das z.B. gleich ins MB mit reinbauen. so what?
    Und: man kann Musik machen (externe HW ist da schon extrem hilfreich da Projekte (SW-Synths) mangelwahre bzw dead sind).
    Auch wird man von Konzernen nicht mehr völlig herablassend ausgelacht wenn man bzg. Linux nachfragt. ;-)
    http://wiki.linuxaudio.org/wiki/start
     
  12. dbra

    dbra Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.

    Vorhin vergessen: AMS (Alsa Modular Synth) soll noch ganz gut sein, hab's aber bisher noch nie ernsthaft genutzt. (obwohl ich es mir schon min. 5 mal vorgenommen hab :) )
     
  13. Strelokk

    Strelokk Rorschach Guerilla

    Reaper ist am naheliegendsten. Das hatte ich mal auf meiner Testkiste (damals auch unter Win).
    Es ärgert mich nur, dass ich 'ne bezahlte Version von Live habe, die aus o.g. Gründen nicht so einfach verscheuern kann. Daher die Frage nach Wine/Kompatiblität.
     
  14. khz

    khz D@AU ~/Orwell # ./.cris/pr.run

    Nimm z.B. avlinux (link oben) da ist RT Wine fertig mit drauf (config) und teste. Wird aber nicht so flott und so funken wie du es gewohnt bist. *vermut*
    SW Synths http://wiki.linuxaudio.org/apps/start naja eben andere Welt. ;-)
    War hier auch mal Vorschlag Audio-Distribution zu bauen ... naja die Audio SW überzeugt viele hier bestimmt ... viel wichtiger ist es brauchbare/nutzbare/aktive SW als eine von unzähligen (und schnell selbst zusammen geklickte) distribution ... sagte ich damals.
    (Man kauft SW die man nicht wieder verkaufen darf/kann? Hmm clever die Konzerne!)
     
  15. Strelokk

    Strelokk Rorschach Guerilla

    Ich schätze, 'ne regululäre Version von Live kann man verkaufen, nur ich habe 'ne Upgrade-Version. Meine 8.0 war eine sogenannte NFR (Not for resale), die ich seinerzeit für einen Testbericht bekommen hatte.
     
  16. Anonymous

    Anonymous Guest

    Man muß ja nicht den Stecker ziehen, kannst ja auch ne Firewall hochfahren und alles dicht machen und inner VM Linux starten und damit surfen und in der Firewall dann genau diese Verbindung nach draußen zu lassen. Surfen dann über anonymisierte Proxies. VM und Windows können Daten per gemeinsamer Partition tauschen. Dann Mails verschlüsseln wo geht. Ableton Live kannste weiter benutzen.

    VMware/Virtualbox gibts kostenfrei im Netz. Anonymisierer Proxies auch.

    http://proxy.speedtest.at/proxyOnlyAnon ... p?offset=0

    https://www.virtualbox.org/
     
  17. Strelokk

    Strelokk Rorschach Guerilla

    Es geht mir nicht darum, nicht abgehört zu werden (das lässt sich eh nicht verhindern), es geht darum, amerikanische Produkte zu boykottieren.
     
  18. DrFreq

    DrFreq -

    DAW unter Wine funktioniert generell mit Wineasio sehr gut, so kann man z.B. einige Windows VST Plugins absampeln. Zum echten bearbeiten im Sinne von Musik machen würde ich es nicht benutzen, wegen des erhöhten CPU Verbrauch und der erhöhten Latenz...

    Prinzipiell ist es egal welche Linux Distribution man verwendet, wobei ich selbst das ganz normale Ubuntu (nicht die Studio Version benutze)... Renoise ist für Linux die Wahl. Alternativ kann man mit einer rpm basiernden Distribution auch die Plannet CCRMA Repositories installieren.. Aber nur Ubuntu bietet über das Software Center out of the box alles mögliche an Plugins an und guten Synth, wie amSynth, Synthv1 oder phaseX, selbst tsd Modue und Plugins für modulare Synthese wie amSynth als LADSP Plugins oder den Impulse Response Hall... Gerde unter Suse oder so muss man sich quälend alle Abhängigkeiten zusammensuchen und alles compilen... Sowas ist zwar eine nette Übung aber unsinnig für alle die nur einmal die Software installieren wollen aber dann scheitern... Auf der anderen Seite wäre es natürlich toll wen mehr Leute auch für andere Distributionen paketieren würden... Nun ist es so das es zu viele Distributionen gibt und somit sich die Windows Gegner auf eine vielzahl von Distributionen aufteilt, wodurch der Fortschritt hinterher hinkt.. Besser ist es wenn man sich auf eine Distribution spezialisiert, momentan ist eben Ubuntu die beste Windows Alternative, abgesehen vom MacOSX, auch Debian 7, fedora oder suse kommt nicht out of the box sofort klar ohne das an wühlen muss
     
  19. Anonymous

    Anonymous Guest

    Was macht ein Produkt amerikanischer als das andere? Weil der Firmensitz in den USA ist, die Softwareentwicklung aber in Indien, und der Support in Irland? Unmöglich das genau zu bestimmen, dank Globalisierung. Und amerikanische Firmen != amerikanische Regierung.

    Ableton Live in Wine laufen zu lassen...frickelig, aber geht bestimmt. Mußt du mal schauen, ob sich der Aufwand lohnt. Ansonsten, gibts ja Alternativen, s.o. Bitwig, Reaper, Ardour.
     
  20. Strelokk

    Strelokk Rorschach Guerilla

    Stimmt, es sind nur die Handlanger. Aber irgendwo muss man mal anfangen. Also da wo's wehtut: Geld.
     
  21. DrFreq

    DrFreq -

    Mac, Lenovo und hp sind auf jeden Fall USA, Toshiba sind Asiaten, achso Siemens heisst ja jetzt Fujitsu Siemens

    benutz einfach kein Internet mehr und schon hast du Ruhe
     
  22. Strelokk

    Strelokk Rorschach Guerilla

    Siemens ist schon seit Jahren draußen. Fujitsu macht allein weiter.
     
  23. khz

    khz D@AU ~/Orwell # ./.cris/pr.run

    <OT>Deutsche, Nord Korea, Russland, Linux, ... ist ~besser als z.B. USA?????</OT >

    TIP:
    Install neben dein Windows irgend ein Linux (Dualboot) und teste es in Ruhe.
    Eine fertige Distribution wie z.B. AV Linux kann dir evt. einiges abnehmen (hinsichtlich RT jackd, RT-Wine, ist auch Mixbus, Renoise mit dabei) und mach so deine Erhahrungen.
    Hast immer noch deine gewohnte Umgebung Win && Programme.
    Bitwig etc. werden ja auch für Linux kommen ... .
     
  24. Anonymous

    Anonymous Guest

    Dann solltest Du auf den Einsatz von Software verzichten, dir ein Korg D3200 zum recorden, mixen und mastern holen und konsequent nur noch FreeBSD einsetzen bzw. Raspberry PI Computer...ach warte...Raspberry kommt aus UK (#Tempora)...also nix mit surfen, da Android von Google und PC Hardware die Hintertürchen hat. Deine Musik dann nur noch per selbstgebrannter CD vertreiben und per Snailmail.
     
  25. khz

    khz D@AU ~/Orwell # ./.cris/pr.run

    Ich schon, hey
    Ich habe was zu verbergen!
    (Sry, wegen noch mal OT. (Wenn es sein muss löscht den Beitrag / die Beiträge bzw. mein Benutzerkonto! ;-) ))
     
  26. Dir ist klar, dass Ableton inzwischen zu nicht unerheblichen Teilen in USA programmiert wird, und dass es seit 2007 eine Ableton Inc. in NYC gibt?
     
  27. psicolor

    psicolor Busfahrer und Bademeister

    So zur Info: Bei mir scheitert das Unterfangen seit eh und je an meiner RME Hammerfall, die ich noch nirgends gescheit zum laufen gebracht habe. Der hdsploader tut nicht was er soll. Ich krieg die Karte zum laufen, wenn ich nach dem Anschalten des Rechners Windows boote, mich anmelde (damit die Firmware geladen wird) und wieder Linux boote ohne den Rechner dazwischen ganz auszuschalten. Aber selbst dann leidet das ganze unter gelegentlichen Aussetzern und Knacksern. "Bau doch n RT-Kernel" könnte jemand jetzt gerechtfertigterweise anbringen. Da kann ich nur antworten: "Hmm. Keine Lust, keine Zeit, kein Geld".

    Dass VSTs und VSTis unter Linux prinzipiell funktionieren zeigt übrigens die SM-Pro V-Machine.
     
  28. dbra

    dbra Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.

    Wieso bauen? Die gibt's doch bei allen großen Distros einfach zu installieren. Um Linux echtzeitfähig zu machen, ist es mit dem Booten des Echtzeitkernels aber nicht getan. Meist gibt es da zusätzliche Pakete, die (fast) alle nötigen Änderungen am System machen.

    Was sagt den dmesg? Hast du die Firmware überhaupt installiert?

    EDIT: Sehe grade, hdsploader ist so ein spezieller Firmware-Loader... Keine Ahnung, kenn ich nicht. Aber da gibt's doch auch einige Tutorials im Netz. Hast du die schon durchprobiert?

    EDIT2: Da wird irgendwo gesagt, hdsploader wäre nicht mehr erforderlich. Poste doch mal den dmesg-Output nach dem Anstecken der Karte.
     
  29. Anonymous

    Anonymous Guest

    @Flo: Deswegen hatte ich gefragt, woran er das
    festmachen will.

    Alle Firmen agieren global. Wer denkt er kaufe mit Volkswagen ein rein deutsches Auto, irrt sich gewaltig. Selbiges gilt alle Produkte die man sonst so kauft. Bösendorfer hat eine Fabrik in China für ihre Klaviere, also nix mehr mit deutscher Wertarbeit.

    In der ersten deutschen Ausgabe von Wired wahr mal eine Übersicht welche Anteile bei der Herstellung des IPhones aus welchen Ländern kommt...sehr beeindruckend...das ist neben China auch Europa mit einem nicht unerheblichen Anteil dabei. Soviel zum Thema, ich kauf keine amerikanischen Produkte.
    Ist halt ein zweischneidiges Schwert. Dann kaufen alle vermeintlich amerikanische Produkte nicht...schädigt dann aber ein deutsches mittelständiges Unternehmen damit, welches bspw. Zulieferer für Apple ist. Also ich glaub aus dieser Nummer kommt man nicht so ohne weiteres raus.
     

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