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Der Grundsound eines Synthesizers zeigt sich besonders? in seinen "Sweet-Spots"!?

  • #61
Jetzt kann das Ding z bsp einen einzigartigen vocalsound wenn man das Filter bei dreiviertel Resonanz mit nem lfo im Audiobereich moduliert - konnt ich so gut noch aus keiner anderen Kiste rausholen (bin kein modularist) - das is für mich ein sweet Spot.
den kenne ich auch (habe auch einen ms 404)
und war erstaunt, das "so ein klang" aus der kiste rauskommen kann.
 
  • #62
Kannst du denn den Oszillator alleine hören? Ich hab' die Erfahrung gemacht dass der Oszillator nur in so fern einen Einfluss auf den Klang hat, dass er mehr oder weniger Obertöne oder ein Spektrum hat der bestimmte Frequenzbereich priorisiert, für alles andere müsste so ein Oszillator schon sowas wie moduliert sein.
zum oszillator alleine mit offenem filter: der klingt einfach so schon viel fetter mit mehr bass als die meisten anderen die ich kenne, deswegen hab ich das genau so immer mal wieder als leadsound benutzt - weils halt gut funktioniert hat. der ms404 kann jetzt nicht besonders viel, aber das was er kann halt ziemlich gut.
im bezug auf den vocalsound: denke schon daß der hauptsächlich vom lfo-modulierten filter gemacht wird und der oszillator würzt das ganze nur.

mir fällt da noch was zum an1x ein : im init-patch klingt der übel dünn (=grundklang?), aber wenn du weißt welche knöpfe du drehen musst hat der viele unterschiedliche wunderbare facetten (=Sweetspots). wär für mich auch ein beispiel wo grundklang und sweetspots eher auseinanderliegen
 
  • #63
zum oszillator alleine mit offenem filter
Bei vielen analogen Synths hat selbst der offene Filter noch Einfluss auf den Sound.
mir fällt da noch was zum an1x ein : im init-patch klingt der übel dünn (=grundklang?)
Der Filter des AN1x ist relativ neutral - was gut für Pads ist, anders als beim FS1R - der praktisch die selben Filter hat - fehlt dem AN1x der Filter Input Parameter, mit dem man den Sound beim FS1R heftig in die Sättigung fahren kann. Ich glaub mich beim AN1x an einen Filter Feedback Parameter zu erinnern, der den Bass Bereich ein wenig anhebt.
 
  • #64
mir fällt da noch was zum an1x ein : im init-patch klingt der übel dünn (=grundklang?) (....) wär für mich auch ein beispiel wo grundklang und sweetspots eher auseinanderliegen
Besonders "dünn" ist der init-patch bei DX7 und anderen Yamaha-FM-Synths - reiner Sinus. Da käme wohl keiner auf die Idee, von einem Grundklang zu reden. Zumal FM sehr vielfältige Sounds produzieren kann.

Und wenn man auf Resonanz verzichtet - die lässt sich nur schwer nachbauen - kann der DX7 auch schöne warme, filter-artige Klänge erzeugen.
 
  • Zustimmung
M.i.a.u.: RealRider
  • #65
gemeint ist: Der sweetspot zeigt besonders deutlich den grundklang eines gerätes oder macht sich den deutlicher zu nutze.

schwierig
das so zu sagen

ich sehe das so:

der Begriff Sweetspot bedeutet für mich nur : die Einstellungen zu wählen, bei denen der best mögliche Sound, zu dem der Synthesizer in der Lage ist, entsteht
die Eigenschaften seines Grundklang sind dabei immer gegeben, auch im Raum zwischen Spots

Ich würde (mit einigen Ausnahmen) eher dazu neigen zu sagen, je einfacher ein Synth gestrickt ist, desto eher hat er einen breiteren Sweetspot. Also wenn viele zusätzliche „Werkzeuge“ zum „Kaputtmachen“ des Sweetspots fehlen.
genau
umso Komplexer und/oder auch je hoher seine Parameter Ranges sind,
umso schwerer sind Sweetspots eben auch zu "finden" / programmieren ...
bestes Beispiel ist der Prophet 6 .... die grossen Parameter Ranges, gepaart mit den kleinen Knöpfen , da ist es manchmal ein µ Knob-Bewegung , was den SwSp ausmacht
deswegen ist der , trotz seiner Einfachheit, eher schwer zu Programmieren weil der Raum zwischen Sweetspots gefühlt viel Grösser ist,
deswegen mögen ihn auch viele nicht und schieben die Defizite es auf den Grundsound

DX-7 sweetspots sind auch Hard To Find ... FM ist das eine aber sein für einen FM Synth warmer, rauschiger und griddiger Grundsound haben gar keinen Einfluss drauf
die Snythese und was der User draus macht führen zum SwSp

umgekehrt mögen deswegen so viele den einfachen Juno 60 und meinen der klänge besser als ein Jupiter 8 o. 6
weil es eben auch viel einfach ist, ihn gut klingen zu lassen ...
Was alleine der Chorus ausmacht, welcher sicher zum Grundsound gehört
aber alleine keinen Sweetspot macht!

Betrachtet man den Unterschied zw. Juno 60 und 106
wenn man die einzelnen Komponenten direkt miteinander vergleicht , hört man kaum unterschiede, also DCO gegen DCO und VCF gegen VCF usw.
vergleicht man aber Patches, dann klingen die anders, haben also einen anderen Grundsound,
dennoch haben sie sehr ähnliche und genauso viele Sweetspots

Jupiters hingegen können schnell auch richtig scheisse klingen

Noch ein Beispiel
bei der SH-101 ist es viel einfacher Sweetspots zu finden als beim Pro-One..... Pro-One im Sweetspot fickt die 101 weg,
aber ein Anfänger macht mit der 101 bessere Sounds und vor allem schneller
Sweetspots sind also mehr den User gebunden und nicht an den Grundsound, dieser bietet höchstens ein Gewisses Potential...
 
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  • Daumen hoch
M.i.a.u.: micromoog
  • #66
DX-7 sweetspots sind auch Hard To Find ...
Ich hab' den DX7 mal scherzhaft den Minimoog unter den FM-Synthesizern genannt, denn beim DX7 wird (ob jetzt bewusst oder aus technischen Gründen) vieles richtig gemacht, die Envelopes haben einen minimal Versatz was für Transienten sorgt, ähnlich wie der Versatz bei analogen Filterhüllkurven.
FM ist das eine aber sein für einen FM Synth warmer, rauschiger und griddiger Grundsound haben gar keinen Einfluss drauf
die Snythese und was der User draus macht führen zum SwSp
Ein bischen schon, weil das oft auf mit der Auflösung der FM Engine und der Input Mixer der Operatoren zusammenhängt, Feedback bei höherer Auflösung möglicherweise nicht mehr zu Rauschen zerfällt, Fixed Frequecy Operatoren als Träger oder zwischen Modulator und Träger von der Wirkung weniger aggressiv ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #67
Jupiters hingegen können schnell auch richtig scheisse klingen

Kann ich bestätigen.
bei der SH-101 ist es viel einfacher Sweetspots zu finden als beim Pro-One..... Pro-One im Sweetspot fickt die 101 weg,
aber ein Anfänger macht mit der 101 bessere Sounds und vor allem schneller

Ich hätt's nicht besser beschreiben können. Der Pro-One hat viel weniger Sweet Spots als 101, aber bei holzigen Bässen und schnappigen Reso-Sounds kommt eine 101 nicht mit.
Das sind also wesentlich schmalere Sweet Spots beim Pro-One, die aber eben genau seinen "Grundsound" in den Ohren der Zuhörer ausmachen.

Imho wird der Grundsound hauptsächlich durch die Filter bestimmt (Korg Traveller, Moog Ladder hört man fast immer raus, ebenso ein SSM2044).

Die "Ausstattung" eines Geräts, speziell bei Vintage-Instrumenten macht aber auch einen Teil des Grundsounds aus.
  • Der 101/202 oder auch 303-Sequencer...
  • Der Chorus bei den Junos
  • Die 12bit-Struktur alter Sampler (eingeschränkte Oldschool-Digitaltechnik als Feature)

Ich gebe zu, dass ich die meisten meiner Instrumente im Sweet Spot nutze, habe fast gar keine neutralen Klangerzeuger. Ein gewisser Charakter eines Instruments ist für mich ja auch Teil meiner Musik.
Dabei ist es essenziell, dass wenn überhaupt jemand meine Musik hört derjenige meist aus dem Klientel derer stammt, die sie auch wegen meiner Instrumente hört. Da freut man sich dann, wenn man es auch hört womit es gemacht wurde. Die tanzende Crowd auf dem Festival interessiert sich nicht für genau den einen Pro-One-Bass, die warten nur auf den Drop. Das ist hauptsächlich funktionell.
 
  • #68
Das ist für mich OK das jeder hier das thema anders interpretiert - bzw ihr scheint euch ja mehr oder weniger einig zu sein.
Ich finde das OK wie gesagt. (Ich lese auch mit)


Ich darf aber an meinem faden weiter stricken:
MIr geht es vorallem darum den "grundcharakter" eines synth schneller oder überhaupt zu erkennen.

Dabei geht es eher um eine herangehensweise/methode/strategie (Ich weiss das sind wieder für einige hier triggerwörter!?)
Dabei spielt die technik erstmal keine rolle...

Ich will einfach in zukunft zb folgendes vorbeugen bzw verhindern können:

Am beispiel des Waldorf PULSE MK1:

a) Ein toller druckvoller synth, mit ganz vielen möglichkeiten.
b) Die patches klingen auch erstmal unterschiedlich...
c) Es hat kein jahr gedauert da ging mir der PULSE mal so richtig auf´n 3ack - In jedem patch war etwas was ich nicht mehr ertragen konnte - alles klang gleich: hatte immer die gleiche "folie" vor dem sich die sounds abspielten.
d) Ich musste ihn verkaufen.
 
  • #69
Der Pulse klingt halt hart - und das kann man oft nicht gebrauchen im Arrangement. Hab hier die Erfahrung gemacht man fängt besser mit dem Pulse an und baut alles andere drumherum...
Zum Prozedere: ich hör mir erst mal den initsound an, das ist meistens ein oszillator bei offenem Filter. Dan dreh ich weitere osc bzw Wellenformen rein und veränder mal die Parameter ausgiebig auf osc Ebene. Danach nur 1 osc und das Filter wird durchprobiert.

Sowas ist z.bsp am microbrute gut zu erfahren, der ist schön übersichtlich
 

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