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OnTopic Der Grundsound eines Synthesizers zeigt sich besonders? in seinen "Sweet-Spots"!?

Bitte stark genau im Thema bleiben wie es im ersten Beitrag steht. Alles andere gilt als OT und kann gelöscht werden.
  • #31
Meine grund-annahme ist:
"Der Grundsound eines Synthesizers zeigt sich in seinen "Sweet-Spots"!?"
Ja* oder unsinn* - das ist hier die frage.

Wenn "unsinn" wäre eine erklärung wunderbar...

Das war eine idee die mir kam aufgrund des threads hier:
(Welcher Hardware-Polyphone kommt dem Charakter des Sequential Prophet 5/10 am nächsten!?)

Da wird ja viel darüber geredet was eigentlich den besonderen sound ausmacht
(übrigens ohne polemisch zu werden)

Und meine idee ist einfach oder mein vorschlag ist einfach:
Vielleicht zeigt sich dieser ja besonders in den sweetspots - und man sollte sich diese vielleicht mal besonders anschauen/anhören.


Das ist nicht kompliziertes oder interllektuelles und hat auch nix damit zu tun was man mag oder nicht oder wie man patches baut... oder das man pragmatisch sein sollte oder oder oder...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #33
Wer bestimmt denn den Sweetsppt? Das ist doch genauso schwammig ( subjektiv, individuell….) wie alle anderen Beschreibungen von Sound (warm, kalt, seidig usw….)
Ein Sweetspot kann doch am gleichen Synth für zwei Menschen ein völlig anderer Klangbereich sein, je nachdem, was man mag…. also für die Suche nach dem Grundklang wenig geeignet.

Ich denke, der Grundklang ist ( wie hier im Thread schon mehrfach gesagt) eher abhängig von technischen Eigenschaften, also Oszillatoren, welche Filter, schnelle/langsame Envelopes, LFOs, wie gut funst FM usw…

Manche dieser Eigenschaften begünstigen vielleicht bestimmte Sounds und so kommt es zu Sweetspots, zb langsame Hüllkurven eher für weiche Sound, Flächen usw…. keine Ahnung, ob man in den Bereichen besonders gut den Grundklang hört, weil da klingt er ja besonders gut und außerhalb dieses Bereiches klingt er nicht so toll/ weniger gut.

Also kann man davon ausgehen, das Synth mit vielen/großem Sweetspot insgesamt eher gut klingen, einer mit wenigen Spots eher schlecht. Also zur Beurteilung sollte man sich eher die Bereiche anhören, wo kein Sweetspot ist.

Dazu kommt noch, das moderne Synth, wie zb der Iridium, so viele Möglichkeiten bieten, das es eigentlich kaum möglich ist, einen Grundklang rauszuhören.

Das macht so Teile wie die 101 und viele alte Monosynth so „sweetspottig“, weil die wenige, gut skalierte Parameter haben die gut ineinander greifen.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: dubsetter
  • #34
Wie unterschiedlich Aspekte wie Grundklang und Sweetspot wahrgenommen werden, dafür bin ich ein gutes Beispiel:
Viele SH-101-Fans würden vermutlich unterschreiben, dass einer dessen Sweetspots die Resonanz ist und unbedingt zum Grundsound dieses Synths dazugehört.
Ich dagegen (auch SH-101-Fan seit 1985) könnte nicht mal mit Gewissheit sagen, ob der Resonanzregler meines SH-101 nicht schon seit ca. 30 Jahren außer Funktion ist, weil ich den Fader NIE hochziehe (vermutlich ist er durch die jahrzehntelange Nichtbenutzung mittlerweile komplett eingerostet)...

Schöne Grüße
Bert
 
  • #35
Klar könnte ich das... So malen wie Picasso ist auch nicht das problem.
Aber das "mindset" von Picasso zu haben - ist dann schon eine andere nummer - das gleiche gilt für Marninelli.
Das Werkzeug zu beherrschen bestimmt nicht welches Werkstück du damit erstellst.
 
  • Daumen hoch
  • Gute Idee
M.i.a.u.: robworld und ganje
  • #36
Witzig, gerade den SH-101 emfinde ich überhaupt nicht als Sweetspot Kiste (oder ich nutze ihn nicht sweetspotkonform :D ).

Was im Grunde ja auch schon grob zu Beginn so gesagt wurde, wird aus der Kombination: viele gut ineinandergreifende Funktionen der Grundsound.
Bei der einen Kiste gibts mehr davon, bei der anderen weniger, aber ich behaupte mal: wenn viele Leute unabhängig mit vergleichbaren Einstellungen sehr ähnliche Sounds zusammenschrauben, kann man durchaus von Sweetspots und dem daraus resultierenden Grundsound sprechen.
 
  • #38
Du möchtest ja hier der profi sein...
Wie kommst du darauf?
Dann kann ich Dir ja mal erzählen was ich tue um "kein profi" zu sein:
a) Ich zerlege das interface
b) Ich stelle bestimmte geräte hinter ein rack versteckt - sodass sie für mich unsichtbar sind!
Ich kann nur raten, aber müsstest du nicht erst mal die Geräte beherrschen um dann zu versuchen sie wieder wie ein Einsteiger zu bedienen?
 
  • #40
Man müsste auch mal darüber nachdenken...
Ein grundklang / klangcharakter drückt der sich eigentlich eher im "besonderen" aus oder eher im "allgemeinen/ alltäglichen"! ??

Nochmal:
Meine fragestellungen sollen eigentlich als werkzeug dienen wie man sich einen synthy aneignen könnte.
Aber vielleicht ist das ja alles blödsinn...
da kann ich nur sagen im sinne von Miles Davis .. ....


euer :picard:
 
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  • #41
Können durchaus mehre sweetspots sein...
Könnte man das so sagen oder ist das falsch!?
So einfach ist es nicht, ein einfacher Synth wie Juno,Prodigy oder SH101 hat zwar faktisch nur Sweet Spots - aber warum zB ein SH101 oder SH01A besser erscheint als ein S1 liegt an anderen Faktoren, die sehr nerdig werden können - Reaktion der Komponenten, und trotzdem kann auch ein S1 an vielen Stellen Sweet Spot sein. Bei einigen FM Synths oder komplexeren Strukturen hingegen gibt es auch ein paar Einstellungen die ziemlich fräsig oder anders wild klingen, oder puristisch. Das kann man umgehen, ist aber komplex und liegt dann nicht nur an ein paar Skalen.

Du kannst natürlich nur Sweetspotsynths kaufen, aber ich denke, es würden vorwiegend einfache Gesellen werden. Oder solche ohne bestimmte Eigenschaften. Trotzdem gibt es schon Teile, wo es einfach sehr viel mehr gut klingt als anderswo - deshalb lieben Leute Roland, Oberheim oder Moog. Nicht jeden Synth ever aber sehr viele. Die Frage ist nicht dumm - aber es gibt hier sehr viele Gründe, wieso es wieder "es kommt drauf an" Aussagen gibt, die auch vom Bediener abhängen und dem, wie dieser Sounds bewertet.

Es ist nicht sofort "Unsinn" aber es gibt systembedingte Grenzen - mit bestimmten Features, die manche unschön empfinden wenn FM oder Xmod oder sogar schon bei Ringmod ins Spiel kommt. Ist sicher also auch schon ein bisschen abhängig was "schön" empfunden wird oder "richtig".
Aber - auch kann Sweetspot auch bedeuten, dass ein paar interessante Einstellungen nicht möglich sind zB sehr schnelle Modulation oder Pulsbreiten die hart am Rand sind etc. - das kann klanglich auch beschränken.

Sich bewusst random an Parameter zu begeben ist allerdings etwas, was ich für bestimmte Parameter oder bei einigen Syntheseformen dann schnell sehr viele als Zufallsprodukt sehen würde und das ist dann nicht mehr Sounddesign sondern eher sowas wie Happy Acciddents als Basisidee.

Dazu eine kleine Analogie als "Musikerwitz" getarnt:
"Stell dir vor einer legt dir eine Partitur vor, die aus dem Kopf geschrieben ist - und du hältst dir die Ohren zu, weil das was da steht schon hörst."
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #42
Für mich ist der Grundsound, wie die wichtigsten Teile klingen. Also die Oszilatoren und das Filter, ohne irgendwelche "Manipulation". Das ist der Grundsound.

Ob sich an dem entsprechenden Synthesizer leicht "Sweet Spots", also, einfach und schnell zu programmierende, "massentaugliche Wohlklänge" einstellen lassen hängt (wie weiter oben schon mehrfach genannt) oft mit limitierten und gut abstimmten Parametern zusammen, mit denen ich die Hauptkomponenten beeinflussen kann.

Ein "guter" Grundsound ist die Voraussetzung für gute und viele Sweet Spots. Aber wenn viele Menschen von Sweet Spots sprechen, befindet man sich eben im Mainstream. Ein "One-Fits-All-Synthesizer" kann dann eben auch schnell langweilig werden. Es sei denn, man weiß mit dem Instrument umzugehen.

Es ist letztendlich alles Geschmackssache. Wenn man nicht auf das Geld angewiesen ist, sollte man Musik immer nur für sich machen. Wenn es dann anderen gefällt, ist das ja nicht schlimm ;-)
 

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