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doepfer vocoder system

  • #31
Mich interessiert sehr, wie Du das Arbeiten mit den Slewlimiter-Modulen bewertest. Ich hatte die nur ganz kurz geliehen, hat aber nie wirklich nachvollziehen können, was die bringen sollen.
 
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  • #32
Mich sehr interessiert sehr, wie Du das Arbeiten mit den Slewlimiter-Modulen bewertest. Ich hatte die nur ganz kurz geliehen, hat aber nie wirklich nachvollziehen können, was die bringen sollen.
ok - werde ich untersuchen; spontan fällt mir ein, dass man die A-129-3 Module mit Rechteckspannungen ansteuern könnte (also nicht mit Sprachsignal) und dann schleifen lässt.
Dieter erwähnt das in der Anleitung zum Vocoder S.7-8.
 
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  • #33
Für einen allerersten Test benutze ich nur A-129-1/2, die ich direkt verbinde. Das sind schon mal 15 Patchkabel. Daran habe ich mehrere Tage (!) herumprobiert: Kabellängen, Auswahl und Anordnung der Module und ganz wichtig: wie liegen die Kabel zu anderen Modulen?

Natürlich ist es unerheblich, wenn sie die (zunächst) nicht benutzten Module A-129-3 abdecken. Ich möchte aber für weitere Experimente die Kabelbäume schnell wechseln können. Also zum Beispiel, wenn ich nur A-129-2 und die A-129-3 als variable Filterbank benutzen möchte. Dann muss es genügen, wenn ich in diesem Grundaufbau rechts die drei Kabelbäume löse und dann mit Kabeln von den drei A-129-3 zum A-129-2 stecke. Komplizierter wird es, wenn ich die A-129-3 zwischen Analyse- und Synthesemodul ebenfalls benutze, dann kommen nochmals 15 Kabel hinzu.
Da ich ursprünglich auch viele Doepfer-Kabel angeschafft habe, die nicht so dick wie die Stoffummantelten sind, kann ich mehrere Kabelbäume im Zwischenraum von MCV24 und Haken CVC verstecken.
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MCV24 war übrigens eine meiner allerersten Anschaffungen zum Euroracksystem im Jahr 2007.
Es ist ein sehr komfortables Midi zu CV-System. Wie der Name schon sagt, hat es 24 CV-Ausgänge, auf die man Tonhöhensteuerung (vier Ausgänge mit 16bit- die anderen mit 8bit-Auflösung), LFOs und Hüllkurven programmieren kann.

Ich möchte im Wesentlichen viele Ausgänge mit LFOs belegen, um damit die darüber liegenden CV-Eingänge der A-129-3 zu steuern.
Ob die Auflösung reicht, werde ich dann ja feststellen. Warum sollte ich nicht das ehrwürdige Gerät ausprobieren?

Wie im Original verwende ich für den Mikrofoneingang das Modul A-119 (links oben im folgenden Bild). Es besitzt einen Multiplexer zur Weiterleitung an den Voiced/Unvoiced Detector A-129-5, zunächst noch ohne Einflussnahme; der andere Ausgang wird zum Signalausgang des Vocder-Synthese-Moduls bei Bedarf hinzugemixt.
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Den von Dieter Doepfer vorgeschlagenen Aufbau konnte ich stark vereinfachen. Anstelle von A-110 (VCO), A-117 (Digital Noise), A-140 (ADSR), A-120 (VCF) und A-131 (VCA) verwende ich den Komplettsynthesizer A-111-6 und das schmalere Noise-Modul A-118-2. Den eingesparten Platz belege ich mit dem 6-stimmigen Spherical Wavetable Navigator von 4ms.
Das Spannungsgesteuerte Mischen übernimmt nach Rücksprache mit Dieter Doepfer das Panning Modul A-134, das erst in weiteren Anwendungen zum Tragen kommt.
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Ein erster grober Testverlauf war schon mal vielversprechend. Allerdings wies Florian Anwander darauf hin, dass die Sprache möglichst durch einen Compressor stark vorbehandelt werden muss.
Da ich keine neuen Zusatzgeräte anschaffen möchte, hab ich mir den Umweg über Logic Pro „gegönnt”.
Aus diversen Gründen ist die Verknüpfung von Hardware, Software, Audiointerface, Modularsystem sehr komplex.
Da ich ja sehr geduldig und vor allem hartnäckig bin, konnte ich einen Teilerfolg bezüglich der Mikrofonstimme erzielen.
Logic verwaltet eine Audiospur, die sowohl die Möglichkeit schafft, vorhandene Sprachdateien oder direkte Eingabe über ein Mikrofon über eine Leitung in das Modularsystem einzuschleifen.
Durch Logic kann ich nun über sends PlugIns wie DeEsser und Compressor einfügen und hoffentlich so die Sprachqualität verbessern. Die konkreten Einstellungen muss ich noch erlernen.
Das hat wiederum zwei - manchmal frustrierende - Nachmittage gekostet.
Dasselbe „Spielchen” habe ich übrigens für das Trägersgnal vor. Externe Synthesizer schleife ich über ADAT in das Audiointerface ein. Logic wiederum kann sowohl Hardware- wie auch Software-Synthesizer zurück an das Audiointerface und schließlich an das Vocodersystem A-129 übergeben.
Das wird sicherlich wieder zwei Nachmittage kosten, aber für mich lohnt es sich (ein herrliches Hobby !!!).

Es bleibt mir dann auch immer noch der zusätzliche Weg über den Software-basierten Vocoder von Logic offen !!
 
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  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Feedback und sbur
  • #34
Ich warte noch auf Expert Sleepers ES-10 (8-Kanal ADAT-Interface); dann kann ich hoffentlich einfachst über Logic und AudioFuse 16Rig Sprache und Trägersignal einspeisen.
 
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  • #35
Ein sehr beachtliches Vocodersystem. Ich kann nur weiterhin viel Spaß damit wünschen und hoffen daß wir davon vieleicht
irgendwann mal was zu hören bekommen.
Ich möchte bei dieser Gelegenheit mal die Frage stellen was eigentlich diesen besonders "metallischen" Klang dieses Vocodersystem ausmacht?
 
  • #36
Ein sehr beachtliches Vocodersystem. Ich kann nur weiterhin viel Spaß damit wünschen und hoffen daß wir davon vieleicht
irgendwann mal was zu hören bekommen.
[...]
definitiv, aber ich arbeite sehr langsam und gründlich (übertrieben perfektionistisch?)
 
  • #38
Vor einiger Zeit habe ich mal Klangbeispiele mit meinem Doepfer Vocoder für meine A100-Website gemacht. Weil ich diesen speziellen Anwendungsfall sehr mag, verwende ich überall (banale, natürlich klingende) Drums als "Speech"-Input und ein farbiges Rauschen (A-118) als "Carrier".

Zuerst nur die Basis-Module A-129/1 und /2:

Modulbeschreibung dazu:
https://a100.ideenhase.de/2021/03/16/a-1291-vocoder-analysis-section/


Dann die drei A-129/3 Slewlimiter (hier zum separaten Filtern einzelner Bänder verwendet):

Modulbeschreibung dazu:
https://a100.ideenhase.de/2021/03/16/a-1293-vocoder-slew-limiter/


Dann der Slew Limiter Controller A-129/4 (zum Verschleifen, in der zweiten Hälfte mit der "Freeze"-Funktion):

Modulbeschreibung dazu:
https://a100.ideenhase.de/2021/03/16/a-1294-slew-limiter-controller/


Am Ende noch der Voiced/Unvoiced Detector A-129/5 (der kann auch eher wilde Dinge):

Modulbeschreibung dazu:
https://a100.ideenhase.de/2021/03/16/a-1295-voicedunvoiced-detector/

Andreas
 
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  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Rolo
  • #41
Mit etwas weniger Aufwand schaffst Du das auch mit 'nem Hochpass.
das ist klar. Mir ist nur aufgefallen daß man in diesem Fall automatisch schon die Vorraussetzung geschaffen hat und
jetzt interessiert mich natürlich auch wie es dann klingen wird im Gegensatz zur einfachen "Entbassung".
 
  • #43
Ich warte noch auf Expert Sleepers ES-10 (8-Kanal ADAT-Interface); dann kann ich hoffentlich einfachst über Logic und AudioFuse 16Rig Sprache und Trägersignal einspeisen.
gestern bekommen, korrekt den ADAT-Ausgang des Audiointerfaces AudioFuse 16RIG an den ADAT-Input des ES-10 angeschlossen.
Haupt-LED leuchtet wie erwartet (notwendige Verbindung).
Waldorf Iridium Klang wird über Arturia AudioFuse X8 IN an das Hauptinterfase AudioFuse 16RIG übergeben und dort direkt wieder an einen ADAT-Ausgang gelegt. Das kann man im Control Center sehr schön nachverfolgen. Eigentlich müsste jetzt an der entsprechenden Ausgangsbuchse des ES-10 der Ring violett leuchten.
Leider bleibt er schwarz.
Dasselbe mit meinem alten Motu Ultralite-mk4 ausprobiert, auch Fehlanzeige :( .

Montag schicke ich es zurück und lasse es austauschen. Der umgekehrte Weg (Sägezahn des Modularsystems in IN-Buchsen des ES-10) zeigt einen violetten Ring und der Klang wird auch an das Audio-Interface übertragen; allerding gibt es auf allen Kanälen auf der Empfangsseite ein mehr oder weniger regelmäßiges Knacksen alle paar Sekunden. Und ja, ich habe darauf geachtet, dass alle Geräte mit 48kHz laufen.

PS: Bei der Gelegenheit habe ich mir auch noch mechanisch einen der ADAT-Ausgänge am AudioFuse 16RIG beim ersten Einstecken des ADAT-Kabels zerstört. Irgendwie stehe ich auf dem Kriegsfuß mit ADAT-Kabeln. Gerade beim Einstecken bin ich mir immer über die Einsteckrichtung im Unklaren, da man sie sehr kräftig einschieben muss, bis sie Einrasten? Die äußerst kleine Schutzkappe am ADAT-Kabel habe ich natürlich übersehen. ARRGG mein Fehler. Dadurch brach die Schutzkappe des ADAT-Ausgangs am AudioFuse 16RIG ab und ohne scheint das Kabel nicht einzurasten. Trotzdem habe ich den Test mit dem zweiten ADAT-Ausgang durchführen können (s.o.).
Also auch noch zur Reparatur des 26 Monate alten und geliebten Audiointerfaces. Zum Glück kann ich aber mit dem MOTU noch anderweitig weiterarbeiten, aber das musste ja nicht auch noch sein :(((( .

OK - in den letzten jetzt 40 Jahren Musik-Machens im Studio erst die dritte Reparatur. Geduldig warte ich die nächsten hoffentlich wenigen Wochen ab.
 
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