Eigenes Album mischen

einseinsnull

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[nur noch musik]
"richtiges" audio mastering kann man gar nicht von irgendwo her lernen, und mischen nicht in 3 tagen.

aber machen lassen und selbst machen sind eigentlich keine widersprüche. du kannst doch einfach beides tun.

nimm das material auf möglichst vielen verschiedenen spuren auf, wenn du kannst, und erzeuge aus den einzelnenspuren lauter gleichlange audio dateien. in diesem format kann man dann später problemlos jedes beliebige programm und jede beliebige arbeitsweise benutzen, um das - falls überhaupt nötig - veernünftig zu mischen und du wirst leicht jemanden finden, der dir das auch kostenlos macht.

erfahrene produzenten sind übrigens häufig keine gelernten toningenieure. wobei letztere allerdings die basics im regelfall auch beherrschen. um eine technisch sauberen mix zu machen, muss jemand nämlich gar kein musiker sein, er muss nicht mal mögen oder verstehen, was er da bearbeitet. beim mastering gilt das um so mehr.
 
ID_nrebs

ID_nrebs

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Mal rein aus Interesse... Magst du mal einen deiner Songs posten und evtl noch ein Vorbild? Dann sieht man mal was da ist und wo es hingehen soll. Dan könnte man dann schon eher Wege aufzeigen wie man da evtl auch selbst weiter kommt. Der Wille zu lernen vorausgesetzt.

Mastering bitte immer beim Profi wenn man selbst keiner ist.
 
G

Gisel1990

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Ich kann den Unterschied zwischen einem professionellen Mix/Mastering und dem, was ich mache, nicht hören. Und das, obwohl ich null Ahnung habe. In Fruity Loops die Kanäle auf die richtigen Level gemischt, hier und da ein paar unerwünschte Frequenzen raus EQ't, auf den Master den Fruity Multiband Compressor Preset "Mastering 2.4db" und fertig ist die Soße. Ich investiere meine Zeit und Energie lieber in die Komposition.

P.S.: Wir reden hier doch über Hobbymusik und nicht über kommerzielle Produktion? Ansonsten vergesst meinen Beitrag.
 
einseinsnull

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[nur noch musik]
In Fruity Loops die Kanäle auf die richtigen Level gemischt, hier und da ein paar unerwünschte Frequenzen raus EQ't

du weißt aber grundsätzlich schon mal wie es geht, und wenn du dann noch ein bischen talent hast, dann machst du eigentlich schon bereits das gleiche wie die meisten derer, die das beruflich machen oder studiert haben.

du darfst auch nicht vergessen, das chart und club orientierte produktionen nicht die allerhöchsten akademischen meisterarbeiten sind. vieles dort ist eigentilch kompletter schrott und du bist möglicherweise jetzt schon besser.
 
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marco93

marco93

Moderator
Ich kann den Unterschied zwischen einem professionellen Mix/Mastering und dem, was ich mache, nicht hören. Und das, obwohl ich null Ahnung habe. In Fruity Loops die Kanäle auf die richtigen Level gemischt, hier und da ein paar unerwünschte Frequenzen raus EQ't, auf den Master den Fruity Multiband Compressor Preset "Mastering 2.4db" und fertig ist die Soße. Ich investiere meine Zeit und Energie lieber in die Komposition.

P.S.: Wir reden hier doch über Hobbymusik und nicht über kommerzielle Produktion? Ansonsten vergesst meinen Beitrag.

Dann lass mal was hören. Ich höre da immer einen Riesenunterschied und das macht mich nahezu wahnsinnig.
 
mixmaster m

mixmaster m

なんでもない
Ich würde das auch einfach selber machen,vor allem bei Hip Hop oder überhaupt meiner eigenen Musik. Die Produktionsqualität ist in dem Genre völlig verschieden. Es zählt nur, was man selber mag und so sollte es dann ungefähr klingen. Früher hab ich auch solche Musik gemacht und mir gefällt das bis heute. Andere versauen das meistens und das macht es nur unnötig kompliziert.

Ich meine z.B. Smith n Wessun, jeder Track klingt vollkommen anders,was zum Beispiel "punchiness" betrifft.
Aber wahrscheinlich macht ihr modernen Hip Hop, ausnahmslos 808, da wüßte ich jetzt nicht.. weil es mir zu langweilig wäre.

Also Referenztrack und los geht's, heutzutage ist das doch echt einfach, weil die Mittel jedem zur Verfügung stehen.
 
mixmaster m

mixmaster m

なんでもない
Es kommt immer drauf an, mit was du es vergleichst. Ältere Sachen, andere Genres, Vinyl, CD, was lief grad vorher ...
Und dann ist da noch die eigene Wahrnehmung: Hat die Musik ein bekannter Künstler gemacht, von wem kenne ich die Musik, was verbinde ich damit, hat es einen coolen Background?, das Cover. Auf einmal hört es sich entweder geil, normal oder scheiße an.
 
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marco93

marco93

Moderator
Also sofern ich mich erinnere, war das wohl ziemlich gut.

Es klingt irgendwie ok, ja, aber ich hab auch keine gute Raumakustik, denke da ist noch mehr drin. Gerade im Bassbereich klingen professionell abgemischte Sachen deutlich wärmer. Das höre ich selbst auf meinen Eris 5, die nur bis 60 Hz runter gehen. Aber vielleicht sollte man sich auch nicht damit vergleichen.... Ich habe den Raum nicht, das Equipment nicht und schon gar nicht die Erfahrung. Mir macht das aber Spass und selbst wenn es nur für Soundcloud ist, würde ich das gerne besser hinbekommen.
 
G

Gisel1990

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Dann lass mal was hören. Ich höre da immer einen Riesenunterschied und das macht mich nahezu wahnsinnig.
Das Problem ist, dass ich bei deutschem Rap immer Blitzherpes kriege, und mit meinem Disco-Kram möchte ich dich eigentlich nicht bestrafen ;-)
Aber ich hab tatsächlich auch mal was Hip-Hop-mäßges mit FL Studio produziert (nur die Vocals sind nicht von mir). Damals sogar noch mit reinen Werksplugins. Kannst ja mal anhören und berichten, ob dich der Sound wahnsinnig macht. Für meine Ansprüche langt es allemal.

https://www.youtube.com/watch?v=z1YYPcoNnq4
 
marco93

marco93

Moderator
Das Problem ist, dass ich bei deutschem Rap immer Blitzherpes kriege, und mit meinem Disco-Kram möchte ich dich eigentlich nicht bestrafen ;-)
Aber ich hab tatsächlich auch mal was Hip-Hop-mäßges mit FL Studio produziert (nur die Vocals sind nicht von mir). Damals sogar noch mit reinen Werksplugins. Kannst ja mal anhören und berichten, ob dich der Sound wahnsinnig macht. Für meine Ansprüche langt es allemal.

https://www.youtube.com/watch?v=z1YYPcoNnq4

Finde das klingt super. Untenrum könnt's noch mehr haben, aber sonst klingt das sehr gut.
 
S

StopTheNerd

nIcHt AlLeS wAs StÖhNt IsT mUsIk
Da es durchaus ein bisschen Lo-Fi und selbstgemacht klingen kann (keinerlei Ambitionen an Verkauf oder Ruhm ;-)) würden wir es schon gerne selber machen.
Dann macht es doch auch selber und nehmt die Chance wahr euch da reinzufuchsen denn irgendwo sollte man auch einmal mit den Dingen anfangen wenn man Prozesse kennen und verstehen lernen will. Verkehrt ist das absolut nicht und was hat man schon zu verlieren ?
Sehr wahrscheinlich wird man im Detail zunächst nicht die Qualität eines teuflisch guten Profis erreichen aber selbst so viele Sachen aus den kommerziellen Schienen klingen auch nicht gerade so nach Championsleague.

Klar braucht es schon etwas länger um auf ein Profilevel zu kommen.
Wenn man da aber auch wirklich mal selbst oder in die Nähe hin will wird man das natürlich nie erreichen wenn man immer nur andere machen lässt.
 
einseinsnull

einseinsnull

[nur noch musik]
Dann lass mal was hören. Ich höre da immer einen Riesenunterschied und das macht mich nahezu wahnsinnig.

sowohl das "gut" als auch das "richtig" sind doch außerhalb der erfüllung von vorgegebenen industriestandards im profesionellen bereich rein subjektiv.

z.b. klingen für mich sachen oft einfach nur "toll gemacht" weil die sounds schon toll waren, oder weil die neue generation von hallgeräten plötzlich sauberer klingt, oder weil das ganze ding irgendwie neu und anders ist, als sachen früher so waren.
 
Zuletzt bearbeitet:
andre

andre

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Persönlich finde ich das "Muddy Waters" Album von Redman sehr wohlklingend/gut abgemischt. Liegt auch am Produktionsstil von Erick Sermon der mir sehr zusagt, vor allem die Bässe und die Details bei den Drums. Ansonsten "Midnight Marauders" von Tribe Calles Quest oder halt "The Chronic 2001" von Dr. Dre. Die neuen Trap-Produktionen höre ich mir schon auch an, empfinde ich aber als eher anstrengend und überproduziert. Mir gefällt z.B. nicht wenn alles in Reverb ertränkt wird und ich das Gefühl habe in einem Action Film zu sein weil mir alles nur so um die Ohren fliegt vor lauter Effekten.

Anbei ein Link zu zwei Songs von unserem Album-Projekt:

Obacht, Triggerwarnung; Schweizerdeutsch (Zürich) ;-)
 
andre

andre

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Ich würde das auch einfach selber machen,vor allem bei Hip Hop oder überhaupt meiner eigenen Musik. Die Produktionsqualität ist in dem Genre völlig verschieden. Es zählt nur, was man selber mag und so sollte es dann ungefähr klingen. Früher hab ich auch solche Musik gemacht und mir gefällt das bis heute. Andere versauen das meistens und das macht es nur unnötig kompliziert.

Ich meine z.B. Smith n Wessun, jeder Track klingt vollkommen anders,was zum Beispiel "punchiness" betrifft.
Aber wahrscheinlich macht ihr modernen Hip Hop, ausnahmslos 808, da wüßte ich jetzt nicht.. weil es mir zu langweilig wäre.

Also Referenztrack und los geht's, heutzutage ist das doch echt einfach, weil die Mittel jedem zur Verfügung stehen.

Gutes Beispiel, habe mir vor c.a. einem Jahr "Da Shinin" auf Vinyl gezogen, weil ich das Album sehr mag. Allerdings fehlt mir bei den Drums der nötige Punch. Generell finde ich die Platte was das LowEnd betrifft ziemlich schwach. Vor allem bei Sound Bwoy Bureill wünscht man sich förmlich noch eine 808 unter der Kick.
 
mixmaster m

mixmaster m

なんでもない
Witzig, ja Sound Bwoy Bureill ist schon sone Sache. Aber definitiv einer meiner Lieblingstracks, weil so simpel gemacht und trotzdem mit der Tiefe.
Der rundeste ist wohl P.N.C schon allein wegen des Samples und natürlich der Drums.Die Auswahl der Klänge machen den Sound.
 
mixmaster m

mixmaster m

なんでもない
Persönlich finde ich das "Muddy Waters" Album von Redman sehr wohlklingend/gut abgemischt. Liegt auch am Produktionsstil von Erick Sermon der mir sehr zusagt, vor allem die Bässe und die Details bei den Drums. Ansonsten "Midnight Marauders" von Tribe Calles Quest oder halt "The Chronic 2001" von Dr. Dre. Die neuen Trap-Produktionen höre ich mir schon auch an, empfinde ich aber als eher anstrengend und überproduziert. Mir gefällt z.B. nicht wenn alles in Reverb ertränkt wird und ich das Gefühl habe in einem Action Film zu sein weil mir alles nur so um die Ohren fliegt vor lauter Effekten.

Anbei ein Link zu zwei Songs von unserem Album-Projekt:

Obacht, Triggerwarnung; Schweizerdeutsch (Zürich) ;-)
Ist cool die Mucke, mit dem Schweizerdeutsch kommts schon fast ausländisch rüber.
Vielleicht klingt es etwas trocken (beim King Kong) aber besser als andersrum.
Was mir wichtiger wäre, die Drums etwas zu sortieren. Die sind zwar gut, nur entweder zu laid back, oder zuviel oder zu wenig Swing. Die Zwischenschläge beim ersten Track ( Puff..)
lieber weglassen oder anpassen. Ist natürlich alles Geschmackssache.

Zum "Mastering", einfach nochmal mit einem EQ rübergehen, sanft. Fertig
 
ID_nrebs

ID_nrebs

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Nette Tracks. Da hat doch schon mal jedes Element seinen Platz... was eine gute Voraussetzung ist wenn man das selbst machen mag.

Ich würde dir nun vorschlagen das selber zu machen! Das ist kein Hexenwerk und du kannst ne Menge lernen. Auch wenn es am Ende vielleicht nicht wie Low End Theory von ATCQ klingt ;-)

Stylistisch gesehen muss das ja auch nicht perfekt sein... du kennst ja sicherlich das Madvillian Album, das ist auch super rough.

Wenn du Zeit hast, misch das selbst und spar dir die Kohle für ein professionelles Mastering.
 
GlobalZone

GlobalZone

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Anbei ein Link zu zwei Songs von unserem Album-Projekt:

Soviel muss da gar nicht gemacht werden, mMn.

Ich würde die zwei Titel in einem professionellen Mastering Studio, die auch Rap mastern und wissen
wie es klingen soll, mastern lassen oder gleich zwei ausprobieren. Dann haut man mal 200€ in den Sand,
bekommt aber idR auch Feedback, ob in der Mischung was geändert werden sollte und auch selbst
den Eindruck wo man tatsächlich steht.

Ich höre aus dem Stehgreif zumindest keine groben Patzer o.ä.

Btw. Ich würde sprachlich in dem Raum bleiben, in dem auch gerappt wurde, also Schweiz.
 
randomhippie

randomhippie

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Persönlich finde ich das "Muddy Waters" Album von Redman sehr wohlklingend/gut abgemischt. Liegt auch am Produktionsstil von Erick Sermon der mir sehr zusagt, vor allem die Bässe und die Details bei den Drums. Ansonsten "Midnight Marauders" von Tribe Calles Quest oder halt "The Chronic 2001" von Dr. Dre. Die neuen Trap-Produktionen höre ich mir schon auch an, empfinde ich aber als eher anstrengend und überproduziert. Mir gefällt z.B. nicht wenn alles in Reverb ertränkt wird und ich das Gefühl habe in einem Action Film zu sein weil mir alles nur so um die Ohren fliegt vor lauter Effekten.

Anbei ein Link zu zwei Songs von unserem Album-Projekt:

Obacht, Triggerwarnung; Schweizerdeutsch (Zürich) ;-)
Ich finde das schon ziemlich gut... Platzierung und Verhältnisse stimmen für meinen Geschmack. Das solltet Ihr mal dem Moses in Frankfurt schicken... das könnte ihm gefallen. Und wenn der Kerl Hand anlegt, wird es so richtig fett ;-)
 
Henk Reisen

Henk Reisen

Ist doch so. Oder?
Ich find beide Tracks musikalisch sehr geil und schon ziemlich rund. "Hörst du da Fünf Sterne?", fragte meine Frau gerade in nebenan. Und diese Art von Hip Hop sollte nach meinem Geschmack auch nicht völlig glatt ausproduziert werden. Die von dir genannte Rauheit passt da wirklich gut.

Nach deiner Eingangsfrage hätte ich gedacht, du wärst noch viel mehr am Anfang.
 
S

Sebastian R.

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Toll, dass es Leute gibt, die konsequent ein Album-Projekt vor Augen haben und dies auch eifrig anstreben.

Ich selbst habe mich von "Album-Zwang" schon lange verabschiedet, ich schaffe es einfach nicht.
Habe zwar genug fertige Tracks, aber alle master-relevanten Details für mehrere Tracks auf einem "Level" zu bringen,
da endet bei mir das Hobby. Zumal "Single-Track-Mastering" bei mir eh eine Pflicht-Lektüre darstellt.

Zumal ja noch andere Faktoren bei einem Album eine Rolle spielen, wie etwa Dur-Art des vor-Tracks,
evtl. Übergänge, passt das Ende eines Tracks zum Anfang des nächsten, ein einziges Genres, oder Genres-Abweichungen
nachfolgender Tracks, soll der Album-Hörer 12x nach Art "You’re My Heart, You’re My Soul" verwöhnt werden, oder soll er
musikalische Höhen und Tiefen erleben, ruhig und laut im Wechsel, Themen der Texte, usw.

TS, ich würds einem Profi überlassen, im Mix steckt so viel Arbeit, die Ideen, Emotionen, Termine / Zeit,
Mischen, Abhören, da würde ich fürs Finish nichts mehr riskieren, gerade bei einem Album.
 
betadecay

betadecay

Dronemaster Flash
Als Startpunkt könntest du mal hier reinsehen:


Ich würde mir von solchen "Mastering-in-einer-Stunde"-Kursen nicht zu viel erwarten - nur weil ich weiß, wo ein C-Dur- oder D-Moll-Akkord in erster Umkehrung liegen, bin ich ja auch noch kein Bach oder Chopin. Es muss schon einen Grund haben, warum man bei so vielen Dingen so viel Erfahrung braucht. Aber als Startpunkt für eigene Versuche könnte es doch was sein. Und wenn das Ergebnis nicht befriedigt, hast du immerhin auch was gelernt ;-)

Ich bin übrigens froh, dass ich meine letzten beiden Werke nicht selber gemastert habe. Man muss ja nicht immer alles selber machen.
 
ZH

ZH

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"Mixing Secrets" von Mike Senior
Danke fuer den Tip, das hab ich mir gleich mal bestellt. Ich stehe zur Zeit vor aehnlichen Ueberlegungen, das Thema Mixing & Mastering ist fuer mich schon immer irgendwie ein riesiges Mysterium - ich hoffe dass bei mir da auch endlich mal der Groschen faellt...

Mit "andere mastern lassen" hab ich oft die Erfahrung gemacht, dass ich meinen Track hinterher nicht mehr so wirklich wiedererkannt habe, daher wuerde ich das eigentlich schon ganz gerne selbst irgendwann hinbekommen...
 
 


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