Eigenes Album mischen

andre

andre

|
Hallo

Wir sind gerade an der Produktion unseres ersten Album-Projektes. Ein "klassisches" Rap-Album mit Vocals (Kollege) und Beats (Ich), alles Sample basiert und mit der MPC produziert.
Nun sind wir mehr oder weniger fertig mit den Aufnahmen und es stellt sich uns die Frage, wie wir das Projekt abmischen/mastern wollen. 1. selbermachen, 2. mischen lassen von einem Engineer.

Da es durchaus ein bisschen Lo-Fi und selbstgemacht klingen kann (keinerlei Ambitionen an Verkauf oder Ruhm ;-)) würden wir es schon gerne selber machen.
Leider habe ich keine Expertise im Berich Mix/Master und müsste folglich alles selbst erlernen. Es soll am Schluss trotzdem einigermassen gut klinen, den Anspruch haben wir schon.
Schlussendlich soll es Tapes geben und digital auf den gängigen Streaming-Anbietern erhältich sein.

Nun wollte ich Fragen, wie ich an ein solches Projekt angehen kann.
Gibt es spezifische Online-Kurse (Masterclass, Youtube etc.) oder Bücher die man besucht/gelesen haben muss.

Die Vocals wurden alle mit einem Shure sm58/Focusrite Scarlett in Ableton aufgenommen. Die Instrumentale kommen alle von der MPC.
Gute Kopfhörer zum mischen hätte ich, ein spärlich eingerichtetes Home-Studio mit Monitoren ist auch vorhanden.

Ich könnte mir durchaus vorstellen mich einen Monat komplett diesem Prozess zu widmen.

Was denkt ihr? Gute Idee oder eher nicht so?
 
ganje

ganje

Fiktiver User
Wenn ihr euch einen Ingenieur leisten könnt, ist das immer die beste Wahl.
 
verstaerker

verstaerker

*****
Also am zielführendsten wäre es wohl wenn du jemanden findest der dir ganz konkret an deiner Musik zeigen könnte wie er das abmischen würde. Von diesen ganzen youtube-videos gucken halt ich nur bedingt was - da kann man sicher mal den einen oder anderen Tip aufgreifen, aber wirklich lernen wie man eure Musik abmischt wirst du da nicht.

Wenn du sicherstellen willst das es wirklich gut klingt wirst du wohl jemanden dafür bezahlen müssen. Das Thema ist so komplex das wirst du in einem Monat für ein ganzes Album nicht hinbekommen.

Ich hab ca 10 Jahre gebraucht bis meine Musik als passabel abgemischt bezeichnet werden konnte.
Ein Toningenieur lernt das fokussiert in 2-3 Jahren.

Bezüglich es darf ein bisschen Lofi und selbstgemacht klingen : ein guter Toningenieur kann genau das machen, das es technisch gut abgemischt ist aber euren Vorstellungen entspricht und authentisch klingt.
 
Zuletzt bearbeitet:
starcorp

starcorp

|||||||
Im recording.de forum kann man sowas anfragen. Nennt sich Mischmaschine. Nur, dann ist das Album ja unfertig draussen. Auch blöd.
Hier ist das glaube ich der falsche Ort.
 
randomhippie

randomhippie

|||||
Ich könnte mir durchaus vorstellen mich einen Monat komplett diesem Prozess zu widmen
Wie es @verstaerker ja bereits anmerkte... nach einem Monat hast Du gerade mal an der Oberfläche gekratzt, das ist ein jahrelanger Lernprozess. Hört eigentlich nie auf... irgendwas kann man immer optimieren. Zudem kommen über die Jahre neue Techniken und Tools hinzu, bei denen man erst einmal rausfinden muss, ob es in den persönlichen Workflow passt oder eben nicht.

Es gibt genug Angebote im Netz, die einen Mixdown sowie das Mastering für relativ schmales Geld anbieten.
 
verstaerker

verstaerker

*****
oder du gehst es wirklich einfach an , machst wie du denkst und hörst ein bisschen gegen zu anderer professioneller produzierter Musik und stellst dann ein erstes Ergebnis hier vor .. denke da könnten schon konkrete Tips bei rumkommen
 
robo

robo

Fanta ist Saft
Ist ja alles auch eine Frage der Zielsetzung. Du sagst, ihr hättet keinerlei Ambitionen auf wirtschaftlichen Erfolg? Dann ist das doch eine potenzielle Lernreise für dich.
Dümmer wirst davon nicht und den Profi kannst am Ende immer noch buchen (und dann vielleicht mehr lernen, als wenn du ihn heute buchst)

Ich stand im November ganz ähnlich da. Wollte ne EP machen, hatte die Tracks zur Hälfte im Kasten und die Aussicht auf drei Wochen Urlaub über Weihnachten.

Für mich war recht schnell klar, dass ich Bock auf die Lernkurve habe. Also iZotope (was ich heute nur bedingt empfehlen würde) im Sale geholt.
Vorhandenes Wissen aus Youtube über weiteres Wissen auf Youtube ausgebaut und losgelegt. Zwischendrin habe ich auch mal hier Feedback geholt, was sehr hilfreich war.
Das war und ist eine Geduldsprobe. Insbesondere das Produzieren für verschiedene Soundsysteme kann wirklich anspruchsvoll sein, wenn du keine professionelle Abhörsituation hast
(und es ist vermutlich selbst dann immer noch).Mit Kopfhörern mixen hat das für mich nicht gelöst. Habe allerdings diese Nivellierungssoftware auch nie probiert.

Das Ergebnis ist sicher nicht professionell. Aber ich habe unheimlich viel gelernt, was mir jetzt wieder vorne raus in der Produktion hilft.
Was eh so ein Ding ist: Meiner bescheidenen Amateur-Meinung nach, macht gutes Ausgangsmaterial den Löwenanteil. Dies ganze Mixing/Mastering ist dann schnell "nur" noch
wohldosiertes "seasoning" auf einen eh schon geilen Salat. Auf der anderen Seite sind das die 10%, die zwischen "okayer" Track und leuchtenden Ohren entscheiden können.
 
audiotrainer

audiotrainer

||||
Nun sind wir mehr oder weniger fertig mit den Aufnahmen und es stellt sich uns die Frage, wie wir das Projekt abmischen/mastern wollen. 1. selbermachen, 2. mischen lassen von einem Engineer.
... wenn Du wirklich überhaupt keine Ahnung von Mixing hast (und das Album in absehbarer Zeit veröffentlicht werden soll bzw. die Rhymes auch wirklich sprachverständlich sein sollen), möchte ich Dir folgendes Vorschlagen:

1. Extrahiere aus den Spuren sog. "Stems" - das sind einzelne Stereospuren, die jeweils ähnliche Instrumente zusammenfassen; z.B. Stem#01: Vocals, Stem#02: Drums, Stem#03: Bass.
Die Stems sollten ohne Effekte sein und möglichst neutral klingen (wenig EQ, wenig Kompression - wenn überhaupt). Allerdings sollten die Lautstärkeverhältnisse der Instrumente jeweils zueinander möglichst genau sein (pro Stem) - z.B. Snare nicht zu laut in der Drums-Stem. Wenn das schwierig ist, dann kannst Du die Snare z.B. in eine separate Snare-Stem auslagern.

2. Die Stems (Standard sind 8) gibst Du einem professionellen Mixing-Engineer, der kümmert sich dann um den Rest. Die Tätigkeit nennt sich 8-Stem-Engineering :)
Der Techniker könnte sich optional z.B. auch um das Mastering kümmern - kostet natürlich etwas.

Woher ich das weiß? Weil ich mit meinem eigenen Album ursprünglich so vorgehen wollte - hier, die machen sowas:

Dann kann man nämlich damit angeben, daß es in den Abbey Road Studios gemischt wurde ;-)
 
verstaerker

verstaerker

*****
macht gutes Ausgangsmaterial den Löwenanteil. Dies ganze Mixing/Mastering ist dann schnell "nur" noch
wohldosiertes "seasoning" auf einen eh schon geilen Salat
das stimmt nicht ganz (aber ich weiss was du sagen willst) ... weil man zwischen Mixing und Mastering unterscheiden muss und nicht wenige gar nicht wissen was der Unterschied ist.

Mixing ist bei mir schon essentieller Teil des musizierens .. ein Song entsteht auch am Pult . Man gleicht Lautstärken aufeinander ab, betont oder verringert Frequenzbereiche, stellt panning ein .. mischt Effekte dazu .

Mastering ist hingegen wirklich er Endschliff der einen fertigen Track den letzten Schliff verleit und vorallen bei einem Album Lautstärke und Klang aufeinander abstimmt
 
audiotrainer

audiotrainer

||||
... Nachtrag: Mixen ist eine große Kunst und bedarf neben Können auch sehr viel Erfahrung (neben guten Ohren und einer gewissen Portion Musikalität).
Billie Eilish (und ihr Bruder) haben deren Album komplett selbst aufgenommen (allerdings mit einem richtig gutem Mikro) - im Schlafzimmer.
Gemixt wurde es von einem Profi (mit einem richtig feinem SSL Pult).
Wenn Eure Musik Radio-tauglich sein soll bzw. wie zeitgemäße Pop-Produktionen klingen soll, dann würde ich das an Deiner Stelle nicht selber machen - Dilletantismus-Charme hin oder her.
 
robo

robo

Fanta ist Saft
das stimmt nicht ganz (aber ich weiss was du sagen willst) ... weil man zwischen Mixing und Mastering unterscheiden muss und nicht wenige gar nicht wissen was der Unterschied ist.

Mixing ist bei mir schon essentieller Teil des musizierens .. ein Song entsteht auch am Pult . Man gleicht Lautstärken aufeinander ab, betont oder verringert Frequenzbereiche, stellt panning ein .. mischt Effekte dazu .

Mastering ist hingegen wirklich er Endschliff der einen fertigen Track den letzten Schliff verleit und vorallen bei einem Album Lautstärke und Klang aufeinander abstimmt
Stimmt. Auch ein bisschen mein "Problem", wenn man so will. Aus der klassischen Recording-Welt mit akustischen Instrumenten heraus, ist diese Aufteilung in Komposition/Arrangement, Mix, Master sicher total sinnvoll.
Ich ertappe mich aber gerade mit meinem kleinen Mischer permanent dabei, dass ich Panning, Lautstärke, grobes EQ'ing und auf jeden Fall das Gros der Effekte bereits beim Komponieren mache.

Mag aber auch dem Genre geschuldet sein, weshalb ich das hier nicht weiter hijacken möchte.
 
ganje

ganje

Fiktiver User
Ich bin in dieser Hinsicht sehr altmodisch. Deshalb habe ich zum Profi geraten.

Heute "muss" jeder alles können und selbst machen, aber Mixing und Mastering sind sehr komplexe Themengebiete, die nicht nur Wissen/Erfahrung, sondern auch technische und räumliche Voraussetzungen erfordern. Das ist nicht nur zeit- und geldraubend, sondern lenkt auch vom Eigentlichen ab. Hier sind sehr viele technikversierte Leute unterwegs, denen es Spaß macht, ewig an den Knöpfen zu drehen, bis was Brauchbares dabei rauskommt, wer aber nur Musik machen und kreativ sein möchte, dem kann dieses ganze Zeug zu viel werden.

Es ist auch immer eine Frage der eigenen Anforderungen an das Werk. Möchte man etwas rausbringen, das sich nach einem Demotape anhört, kann man es selbst machen (Erfahrung ist ja nicht vorhanden). Möchte man das Kapitel ordentlich abschließen und etwas rausbringen, das an jeder Anlage funktioniert, gibt man Mix und Mastering in fremde Hände und konzentriert sich auf's nächste Projekt.
 
Zuletzt bearbeitet:
andre

andre

|
Vielen Dank für euren zahlreichen Antworten und Tipps, hat mir sehr geholfen.
Ich werde nun einen professionellen Mixing engineer aufsuchen, dieser Person die Musik zeigen und dann das weitere Vorgehen besprechen. Je nach Ziel/Vorstellung gibt es dann verschiedene Wege die wir einschlagen können. Die Idee, das Album selbst zu mischen (mit Unterstützung von einem Profi) will ich noch nicht ganz verwerfen.
 
Bernie

Bernie

||||||||||||||||||||||
Nun wollte ich Fragen, wie ich an ein solches Projekt angehen kann.
Gibt es spezifische Online-Kurse (Masterclass, Youtube etc.) oder Bücher die man besucht/gelesen haben muss.
Es gibt viele Möglichkeiten im Netz.
Aber du wirst dir das Wissen von Null ausgehend nicht in einem Monat draufschaffen können, wofür Andere mehrere Jahre gebraucht haben.
Der effektivste Weg ist es, sich mit Jemanden zusammen zu tun, der da schon mehr Erfahrung mitbringt.
Vielleicht kennst du da Jemand, der das mit dir zusammen machen würde, da lernst du mehr, als in jedem Tutorial und du lernst es an deiner Musik.
Du möchtest es ja online stellen und da sollte die Qualität schon gut sein.
Ein schlechter Mix schadet dir mehr, als er nützt.
 
andre

andre

|
Es gibt viele Möglichkeiten im Netz.
Aber du wirst dir das Wissen von Null ausgehend nicht in einem Monat draufschaffen können, wofür Andere mehrere Jahre gebraucht haben.
Der effektivste Weg ist es, sich mit Jemanden zusammen zu tun, der da schon mehr Erfahrung mitbringt.
Vielleicht kennst du da Jemand, der das mit dir zusammen machen würde, da lernst du mehr, als in jedem Tutorial und du lernst es an deiner Musik.
Du möchtest es ja online stellen und da sollte die Qualität schon gut sein.
Ein schlechter Mix schadet dir mehr, als er nützt.

Also mir ist schon auch klar, dass ich in einem Monat keinen professionellen Mix erreichen werde. Das wäre eine Zeitspanne für eine DIY-Lösung, die dann dementsprechend roh klingt. Wenn ich mir dadurch eventuell mehr kaputt mache als etwas erreiche, ist es aber natürlich schon sinvoller, von anfang an eine bessere Lösung zu finden.
 
Henk Reisen

Henk Reisen

Ist doch so. Oder?
Wenn du Interesse daran hast UND die nötige Gelassenheit und Geduld mitbringst, finde ich den DIY-Weg nicht verkehrt. Natürlich kannst du beim ersten Album keinen perfekten Mix erreichen, beim dritten oder vierten dann aber vielleicht schon. Ihr müsstet euch halt darauf einlassen und erst mal mit klanglichen Kompromissen leben. Und das fünfte Album kann dann ja der coolere Remix des ersten sein. ;-)

Für mich persönlich war das Selbermischen der bessere Weg. Es hat zwar eine Weile gedauert, dauert immer noch an (und manche würden sicher sagen, dass ich noch nicht besonders weit gekommen bin :) ), aber zumindest kann ich in Eigenregie Ergebnisse erzielen, die mich zufrieden stellen, ohne dass ich dafür immer jemanden engagieren muss. Diese Unabhängigkeit schätze ich. Ich habe auch Spaß daran zu mischen, es gehört für mich zur Komposition und Produktion dazu. Wir wäre es angesichts der für mich(!) zu erzielenden Einnahmen schlichtweg auch zu teuer, immer fürs Mischen zu bezahlen.

Ich kann aber auch jeden verstehen, der dir davon abrät. Es ist grundsätzlich immer gut, die Grenzen der eigenen Kompetenz zu erkennen und ernst zu nehmen. Und es ist sonnenklar, dass ein Profi bessere Ergebnisse erzielt als du es für eine ganze Zeit hinbekommen kannst.

Es ist wie oft im Leben eine Frage der persönlichen Vorlieben.
 
ossi-lator

ossi-lator

||||||||
Vielen Dank für euren zahlreichen Antworten und Tipps, hat mir sehr geholfen.
Ich werde nun einen professionellen Mixing engineer aufsuchen, dieser Person die Musik zeigen und dann das weitere Vorgehen besprechen. Je nach Ziel/Vorstellung gibt es dann verschiedene Wege die wir einschlagen können. Die Idee, das Album selbst zu mischen (mit Unterstützung von einem Profi) will ich noch nicht ganz verwerfen.

Man konnte bisher nicht lesen welche Art von Hip-Hop ihr produced und wo Du herkommst. Wenn Ihr von dem Album/Tracks überzeugt seid und das Geld für einen Profi ausgeben möchtet, dann solltet Ihr Euch auch einen aus dem Bereich HipHop buchen. Viele HipHop Artists findet man im Web auf Facebook oder Instagram und kann die anschreiben welchen Mixing Engineer die empfehlen würden. Und ich meine damit auch eher die Underground Schiene - beispielsweise findet man die Jungs von Too Strong aus Dortmund im Web und die haben bestimmt einen guten Tip im Ruhrgebiet für Profi-Mixing und Mastering im HipHop Biz.

Good luck!!
 
The POLYGIRL

The POLYGIRL

||||||||||||
wenn du/ihr noch nie was gemastert has/bt würde ich das vom 'n pro machen lassen !

zudem ist auch die frage soll das digital veröffentlicht werden oder auf vinyl ?
denn da gibts schon wichtige unterschiede im mastering die man kennen sollte...
 
Altered States

Altered States

||||||||||
Ich könnte das nicht, also ein ganzes Album hin zum fertigen Produkt mischen - weil ich das nämlich noch nie gemacht habe. Einzelne meiner Tracks ja das ging auch ganz gut soweit, aber die dann alle alleine so anzugleichen das man dann z.B. eine CD etc. von vorne bis hinten durchhören kann und nicht ständig bei jedem Track die Lautstärke am Verstärker korrigieren will/muss oder die Höhen und Bässe nachregeln möchte, sollte ja nicht so sein. Ich meine für den Heimgebrauch geht auch das sicherlich, aber wenn man es sich leisten kann den Mix und dann noch das Mastern machen zu lassen, würde ich das meinen eigenen bescheidenen Fähigkeiten vorziehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
GlobalZone

GlobalZone

||||||||||
Ich würde dir empfehlen deine Titel, oder einen davon, in die Mischmaschine auf Recording.de zu hauen.

Vlt hat ja wer bock drauf und bestenfalls gefällt Euch das Ergebnis, dass man daraus eine Zusammenarbeit
entwickeln könnte.

Da ich mich eh gerade in verschiedene Musikspareten versuche einzuarbeiten, würde ich mich auch probieren wollen,
also sag gern Bescheid!

 
BLK

BLK

I ❤️ cheap beats !
Hmmm, ein Greenhorn ... nix schlimm.

Wenn man partout kein blassen Schimmer hat irgendwo anzufangen bzw. Starthilfe :

Bevor Du rangehst und irgendwelche Fader rauf od. runter ziehst, ist es ratsam, dass Du dir einen schon fertigen Referenz-Track auf eine extra Spur legst. Irgendwas, was Du mit Deinem zukünftigen Werk vergleichen od. wie/nach was Du Dich genrne anhören möchtest.
Dann erst easy anfangen die eigenen Spuren auf die gleichen Level zu bringen usw.

Kann nicht schaden das mal auszuprobieren ;-)

P.S. Mischen und hinterher Mastern sind zwei ganz verschiedene Schuhe.
 
Hi-Tech Music

Hi-Tech Music

||||||||
Was haltet ihr von Landr? Da werden doch Songs nicht von Menschen gemastert sondern...ja von was eigentlich, von einem Algorythmus?
 
BLK

BLK

I ❤️ cheap beats !
Landr macht generisches Mastering per Algorithmus. Kann passen, muss aber nicht.
Manchmal hört auch ein Mensch in's Ergebnis rein ( oft, wenn es nicht gefällt ).
Automatische Mastering DAW-PlugIns à la Ozone machen's auch nicht viel anders.

Der Andre hier ist aber noch weit davon entfernt = beim Mischprozess.
 
Zuletzt bearbeitet:
andre

andre

|
Wenn du Interesse daran hast UND die nötige Gelassenheit und Geduld mitbringst, finde ich den DIY-Weg nicht verkehrt. Natürlich kannst du beim ersten Album keinen perfekten Mix erreichen, beim dritten oder vierten dann aber vielleicht schon. Ihr müsstet euch halt darauf einlassen und erst mal mit klanglichen Kompromissen leben. Und das fünfte Album kann dann ja der coolere Remix des ersten sein. ;-)

Für mich persönlich war das Selbermischen der bessere Weg. Es hat zwar eine Weile gedauert, dauert immer noch an (und manche würden sicher sagen, dass ich noch nicht besonders weit gekommen bin :) ), aber zumindest kann ich in Eigenregie Ergebnisse erzielen, die mich zufrieden stellen, ohne dass ich dafür immer jemanden engagieren muss. Diese Unabhängigkeit schätze ich. Ich habe auch Spaß daran zu mischen, es gehört für mich zur Komposition und Produktion dazu. Wir wäre es angesichts der für mich(!) zu erzielenden Einnahmen schlichtweg auch zu teuer, immer fürs Mischen zu bezahlen.

Ich kann aber auch jeden verstehen, der dir davon abrät. Es ist grundsätzlich immer gut, die Grenzen der eigenen Kompetenz zu erkennen und ernst zu nehmen. Und es ist sonnenklar, dass ein Profi bessere Ergebnisse erzielt als du es für eine ganze Zeit hinbekommen kannst.

Es ist wie oft im Leben eine Frage der persönlichen Vorlieben.

Magst du etwas zu deiner Herangehensweise erzählen? Wie hast du dich in die Materie eingearbeitet?
 
Henk Reisen

Henk Reisen

Ist doch so. Oder?
@andre
Ich habe mir den 4-Spur-Kassettenrekorder angefangen, dann irgendwann ein Mischpult und Cubase gekauft und dann über die Jahre probiert und experimentiert. Dazu immer vier gelesen, Bücher, Zeitschriften, Internet, in Foren wie diesem hier immer viel gefragt. Da ich auf viel live spiele, konnte ich da immer auch mit Fachleuten sprechen und mir Tipps holen. Würde ich jetzt frisch starten, würde ich mir zwei Bücher kaufen, 200 Artikel auf den gängigen Seiten lesen und dann probieren, machen, tun, testen, scheitern, besser machen, Fragen stellen.

Ein Freund von mir hat vor zwei bis drei Jahren angefangen, seine zwei Bands aufzunehmen und zu mischen, nachdem er mit den Ergebnissen von Profis nie richtig zufrieden war. An Anfang hat er mich immer wegen irgendwelcher Details befragt. Macht er mittlerweile mit noch selten, weil er es alleine gut hinbekommt. Seine Ergebnisse finde ich wirklich klasse.

Ich finde es immer auch wichtig, Feedback zu den eigenen Mischungen einzuholen. Die Rückmeldungen, die ich auf dem schon empfohlenen recording.de bekommen habe, waren immer Gold wert.
 
FOTOGRAF MARcX

FOTOGRAF MARcX

step by step sequencer
Was haltet ihr von Landr? Da werden doch Songs nicht von Menschen gemastert sondern...ja von was eigentlich, von einem Algorythmus?
... würde sagen dass das deep learning ist wenn es wirklich ohne zutun eines menschen gemacht sein sollte. es geht ja um eine art betontes ausdrücken der musik, wenn aber keiner sagt betone bitte dies oder das mehr als in der letzten wiederholung dann kann ein algorythmus sowas nicht da er zwar flexibel aber bedingt flexibel ist. würde mich auch mal interessieren wie die ergebnisse sind ... nen ernsthaften song würde damit aber glaube ich keiner machen da da ja jegliche handschrift fehlt. zumindest in meiner welt ist die handschrift der beteiligten das was den unterschied macht zwischen ok oder play it again&again&again. schlussendlich will man sich am liebsten jedes mal neu verlieben in ein stück und das geht nur interdisziplinär. man isst ja nicht jeden tag gleich...

ergo:mach selber wenn du es eh drauf haben willst oder finde jemanden in der fehlenden disziplin der dem level entspricht welches du hast in deiner disziplin und dann wird sich gegenseitig hoch geholfen quasi... würde auch mal gern horchen worum es geht...
 
marco93

marco93

Moderator
... würde sagen dass das deep learning ist wenn es wirklich ohne zutun eines menschen gemacht sein sollte. es geht ja um eine art betontes ausdrücken der musik, wenn aber keiner sagt betone bitte dies oder das mehr als in der letzten wiederholung dann kann ein algorythmus sowas nicht da er zwar flexibel aber bedingt flexibel ist. würde mich auch mal interessieren wie die ergebnisse sind ... nen ernsthaften song würde damit aber glaube ich keiner machen da da ja jegliche handschrift fehlt. zumindest in meiner welt ist die handschrift der beteiligten das was den unterschied macht zwischen ok oder play it again&again&again. schlussendlich will man sich am liebsten jedes mal neu verlieben in ein stück und das geht nur interdisziplinär. man isst ja nicht jeden tag gleich...

ergo:mach selber wenn du es eh drauf haben willst oder finde jemanden in der fehlenden disziplin der dem level entspricht welches du hast in deiner disziplin und dann wird sich gegenseitig hoch geholfen quasi... würde auch mal gern horchen worum es geht...

LANDR ist schon ok, aber ich finde mit ein bisschen Erfahrung macht man es schon besser.
 
randomhippie

randomhippie

|||||
Mal ganz oldschool zwei bescheidene Buchtipps von mir, falls Du, @andre, Dich selbst ins Thema reinhängen willst (mach das ruhig... macht Spaß und bringt Dich auch als Musiker weiter):

1. "Mixing Secrets" von Mike Senior: https://www.amazon.de/Mixing-Secrets-mischen-Homestudio-Kreativ/dp/3747501206


Der gute Mann bietet zudem eine riesige Übungsressource an - alles frei zugänglich: https://www.cambridge-mt.co.uk/

2. "Mischen wie die Profis" von Bobby Owsinski: https://www.amazon.de/Mischen-wie-Profis-Toningenieure-Factfinder-Serie/dp/3910098444/ref=sr_1_4?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=3SV49EO10DWT5&dchild=1&keywords=bobby+owsinski&qid=1618068771&s=books&sprefix=bobby+o%2Cstripbooks%2C184&sr=1-4


Evtl. etwas angestaubt mittlerweile... die Interviews bzw. Tipps von Profis sind aber definitiv interessant und auch unterhaltsam.

Ich wünsche Dir/Euch auf jeden Fall viel Erfolg für die bevorstehende Veröffentlichung. Zieht euer Ding einfach durch... ;-)
 
 


News

Oben