Elektronische Musikproduktion mit Ableton Live 10. Anfänger braucht Kaufberatung bzgl Hardware :)

marco93

Moderator
Das sind normale DJ Sets, die ich klassisch mit CD Playern (Pioneer CDJ) und Mischpult gemixt habe, mit USB Sticks als Tonträger.
Aufgenommen habe ich die Mixe mit dem PC mit der Software Audacity.
Beantwortet das deine Frage?
Jain bzw. ja :) ... kenne mich da nicht so aus.
Ich denke Windows PC geht voll in Ordnung, steck das gesparte Geld lieber in anderes. Mein Tipp: Nicht so viel planen und drüber nachdenken, sondern einfach anfangen. Mit (freeware) plugins lässt sich auch schon einiges machen. Später kanns du dann besser einschätzen, was und ob du noch etwas brauchst. Würde mir jedenfalls nicht die Bude gleich mit Hardware zustopfen.

Buchtipp im Anhang...
 

Anhänge

Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
Das sind normale DJ Sets, die ich klassisch mit CD Playern (Pioneer CDJ) und Mischpult gemixt habe, mit USB Sticks als Tonträger.
Aufgenommen habe ich die Mixe mit dem PC mit der Software Audacity.
Beantwortet das deine Frage?
Du könntest im Prinzip weiter wie ein DJ arbeiten, kleine Sequenzen bauen und die kombinieren. Ist dann ein wenig wie Magix Music Maker (falls du das kennst) nur eben mit eigenen Sequenzen.
 

maak

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Ahoi Forum,
ich habe mich grade erst angemeldet, bin ebenfalls noch Anfänger und in der "Findungsphase", also kann ich Carina sehr gut verstehen. Ich habe mir ein einfaches Interface und Ableton Live Suite + Push gekauft. Das ist harter Stoff, wenn man alles von der Pike auf lernen möchte. Von den Möglichkeiten wurde ich jedenfalls regelrecht erschlagen und ich verzettel mich dann schnell ob der Sound-Vielfalt. Trotz Push fehlt mir übrigens trotzdem die Haptik eines "echten" Instruments, daher bin ich derzeit auf der Suche nach einem Hardware-Synth um mich zwanghaft auf ein Instrument zu beschränken und nicht wieder mal einen Abend mit Presets hören zu verbringen (macht aber durchaus auch Spaß, nur ist man nicht so kreativ).
Ich weiß, das hilft jetzt nicht bei der Auswahl, aber ich wollte meine Erfahrung gerne teilen. Prinzipiell bin ich mit dem Kauf von Ableton und Push sehr zufrieden.
Ach ja, noch ein Wort zum Klavierunterricht: Klavierlehrer gehen davon aus, dass man Klavier spielen möchte. Das ist (wie bei jedem Instrument) natürlich mit üben verbunden. Der Tastenanschlag eines Klaviers ist was ganz anderes als bei einer Synthesizer-Klaviatur. Übt man zuhause nur auf letzterer und soll das geübte beim Lehrer / der Lehrerin vorspielen, dann geht das wahrscheinlich nach hinten los. In der Musikschule meines Sohnes bieten sie z.B. auch Keyboard-Unterricht an, gibt es bestimmt auch in Frankfurt. :)
Den Mist haben alle durch und es nimmt auch kein Ende... ich meine dass man von den ganzen Möglichkeiten nicht weiss wo links oder rechts ist. Das gilt für alle aktuellen DAWs.

Das was ich gelernt habe ist schwerer getan als gesagt also....

1) Such dir ein YT tutorial was deinem Ding am nächsten kommt.
Es gibt welche die gehen über 2h voll ins Detail aber die sind ehrlich. Du bekommst was du siehst.
Da baust du jedes Detail selbst zusammen...
Gute Tutorials erkennst du auch daran, dass sie nur Stockplugins benutzen.

2) Nimm deinen Lieblings Track/Künstler. Analysier den Aufbau, beschäftige dich mit dem Arrangement.
Wieviel bars intro, drop. (Das kommt auf das Genre an)
Versteh wie man die Spannung im Stück aufrecht erhält, hör genau zu welche FX, Effekte, Neben-Sounds verwendet werden
und vorallem wann, ständig im Hintergrund oder nur jeweils auf der 1? Was macht die Bassline, welche Progression läuft da gerade?
Hör den Beat genaustens an. Liegt vielleicht ein Bass 1/16 nach der Kick. HiHat pattern, Solche Sachen.

Es gibt das tool

https://mrs0m30n3.github.io/youtube-dl-gui/

Damit ziehe ich den Song als mp3 und lege den in die Arrangement von Live.
Setze eine Loop und hör mir das in halber Geschwindigkeit an.

Parallel dazu bau ich dann meinen eigenen TRack.

3) Mach dir in der DAW für die Zukunft, dann genau so eine Schablone: 8 bar intro, 8 bar verse, 8 bar chorus...
aus den Sachen die du dir in 2) aufgeschrieben hast.
In live gibt es im Arrangement View ein Notizfunktion. Da kannst genau an der Timeline notieren was da gerade
interessantes passieren soll.

4) Sounddesign. Ausser du willst Musik machen die praktisch nur aus Sounddesihn besteht, würde ich erst damit anfangen
wenn man weiss wie man ein Stück / Performance von Anfang bis zum Ende bringt.

Das gilt übrigens auch wenn man live performt.

Das klingt jetzt nach viel Mechanik. Aber wenn man ehrlich ist Klavierüben ist nicht viel anderes als eine DAW zu lernen.
Die einen springen von Stück zu Stück und beherrschen nie was richtig. Die anderen konzentrieren sich auf einen Bereich
und machen erst dann weiter bis das sitzt.

Klavierüben/spielen wenn man bock auf so was hat, hilft auch eigene Ideen zu finden.
alternativ ein Stück in Ableton ziehen, 1 bar loopen und schrittweise nach Gehör / probieren die Melodie, die Bassline nachspielen.
Bei Akkorden fange ich mit nur einem Finger an und gucke dass die Bass-Note harmonisch zum Akkrod passt (die
Stelle mit dem Akkord wird immer geloopt) dann kommt die zweite Note. Idr sind es ja nicht mehr als 4 Noten im Akkord.

Benutze ich ständig



hoffe ich konnte etwas helfen :)
 

Rastkovic

PUNiSHER
Sehr netter YT Kanal mit Ableton Live Tipps. Passend zum Thema dieses Video hier....


 

Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
Es gibt ja mehrere Ansätze um Musik zu machen, eine ist z.B. die Loop basierte, man baut mehr oder weniger kurze Loops die man kombiniert, mittlerweile auch per Tastendruck (mit so 'nem Matrix Knopf Controller) abfeuert und im Verlauf vielleicht noch durch Effekte schickt, z.B. Filterautomation etc... Eine andere fußt eher auf Noten und Komposition, bei der man eher ein komplexes zusammenhängendes Stück erstellt und maximal auf div. Pop Regeln achtet, was die Reihenfolge der Komponenten (Strophe/Refrain/Bridge etc.) betrifft. Je nach Arbeitsweise bieten sich imho ganz unterschiedliche Werkzeuge an.
 

maak

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Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
Meistens sind verse chorus einzeln für sich genommen auch nur loops.
Sollten sie nicht sein, aber die Kompositionen werden auch immer einfacher und langweiliger, da bietet es sich an auf Variationen gleich ganz zu verzichten und klar - es lassen sich die Techniken auch kombinieren, wurde in den 80ern schon bei vielen Maxis so gemacht :wegrenn:
 

maak

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Sollten sie nicht sein, aber die Kompositionen werden auch immer einfacher und langweiliger, da bietet es sich an auf Variationen gleich ganz zu verzichten und klar - es lassen sich die Techniken auch kombinieren, wurde in den 80ern schon bei vielen Maxis so gemacht :wegrenn:
Das stimmt, die werden echt langweiliger, hab auch lange überlegt warum das so ist (wegen Techno hehe)
Vielleicht treffen da auch musikhörer die keine Zeit mehr haben im Alltag und den Hook nach 4 bars schon mit lallen wollen auf Musiker die
sich "anspruchsvollere" Experiemente finanziell nicht mehr leisten können. egal, passt nicht hier rein.

Digitakt ist super. Aber da muss man sich auch gut einarbeiten. ZUfall sind so Tracks auch nicht-

Christopher Kah - Session XIV- X-101 - Sonic Destroyer

youtube.com/watch?v=QV1TYqvzv8s

Oder komplett für lau Traktion T7 und freeware plugins = 0 Euro

 

maak

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Cool, das werde ich anwenden wenn ich übe Noten zu spielen
Wenn du interesse hast und ein Iphone/Ipad hast dann gibts im Apple Store ne music app fur ich galube 8 Euro.
TriqTraq. Die app ansich ist auch klasse aber da bekommt man automatisch auch eine Ableton 10 lite lizenz
Ist im Moment der billigste Weg an eine Ableton Lizenz ranzukommen.

Dann brauchtste beim Suchen für Midi Keyboard oder Soundkarte nicht darauf zu achten ob es die Lizenz mit gibt.
Nur so als kleiner tipp :)
 

Carina

......
Sehr netter YT Kanal mit Ableton Live Tipps. Passend zum Thema dieses Video hier....


Vielen Dank für den Link zum Video. Bei Björn Torwellen / Sinee hatte ich geplant später Unterricht zu nehmen (müsste dann nach Köln fahren), Alternativ Online-Kurse von ihm und seiner Schule zu buchen. Der ist richtig gut.
 

Thomasch

MIDISynthianer
Apropos kostenlose VST Plugins, hier mal ein paar persönliche Empfehlungen die gut für Techno und House gehn:
  • Dexed ist eine richtig gute Emulation des legendären Yamaha DX 7. Lade dir auf jeden Fall zusätzlich noch die Dexed_cart_1.0.zip dazu runter, da sind dann nochmal tausende DX7 Sounds drin. Das Plugin ist vom Sound kaum vom Original zu unterscheiden und lässt sich darüber hinaus deutlich einfacher Programmieren, als das Original. Das Ding ist ein must have!
  • Von u-he gibts gleich ne Reihe richtig toller Freeware Plugins:
    Podolski - gut klingender VA Synth mit integriertem Arpeggiator
    Tyrell N6 - geiler Synth mit vielen verfügbaren Presets
    Zebralette - geht Richtung Wavetable Synthese und klingt entsprechend harsh und digital. Auch hierfür gibts massenhaft Presets.
    Triplecheese - Ungewöhlicher Synth mit Compfiltern zur Klangerzeugung, klingt sehr interessant und eigen.
  • Der TAL U-NO-62 emuliert einen Juno 62, es gibt auch noch eine erweiterte kostenpflichtige Version. Auf der TAL Webseite gibts noch einige weitere Freeware Plugins die man alle bedenkenlos runterladen kann. Besonders erwähnenswert wäre hier der TAL-Chorus-LX, das ist quasi der Chorus aus dem Juno aber als eigenständiges Plugin. Klingt absolut Klasse und bringt jede Fläche zum wabern.
  • Der OB-Xd von DiscoDSP orientiert sich an den alten Oberheim Synths.
Wenn du dir MIDI Controller und Keyboard holst, sind die auch gelegentlich mit Software gebundlet.
Beim Korg microKey gibts zb Den Korg M1 LE aus der Korg Legacy Collection (der stand in den 90ern in jedem Studio, insbesondere das House Piano und den Organ Sound kennt man aus zahlreichen Houseproduktionen der 90er), diverse UVI und AAS Instrumente und einen $50 Rabatt Coupon für Ableton Live.
Den Korg M1 LE hab ich mir damals während ner Rabatt Aktion für 50,- auf die Legacy Collection geupgraded, da ist dann neben der M1 noch die legendäre Wavestation, sowie PolySix, MonoPoly, MS-20 und ein 90er Jahre Style Multi-Effekt dabei. Ich nutze die Korg Plugins wirklich gerne.
Bei den MIDI Controllern und Keyboards von der Konkurrenz gibt es ähnliche Angebote mit zusätzlicher Software und Rabatt Coupons.
 
Zuletzt bearbeitet:

lfo2k

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Also nur um rauszufinden ob dir das Produzieren liegt, und du überhaupt die Zeit finden wirst, würde ich keinesfalls für den Anfang gleich in einen Apple (zumal hier die leistungsstarken Geräte sehr teuer sind), und finanzschweres Zubehör investieren.

Sicher dass Ableton nicht auf deinem jetzigen PC läuft?

Amtliches Midi Keyboard (gibts gebraucht für 100-150.-): https://www.thomann.de/de/cakewalk_a500pro.htm
(Gibt es auch in 5 Oktaven 61 Tasten A-800 PRO, welches ich persönlich benutze und empfehlen kann. Waren gebraucht glaub 250 Euro). Wenn du Klavier Unterricht nehmen willst, sind 5 Oktaven finde ich eh das Minimum.

Preisgünstiges Soundinterface für den Anfang (gerne auch gebraucht): https://www.thomann.de/de/focusrite_scarlett_2i2_2nd_gen.htm

Samples gibt es tonnenweise im Netz, und gute kostenlose VST-Synth ebenfalls: https://tal-software.com/products

Dann hättest du finanziell nicht viel verloren wenn es nichts für dich ist, und auch nicht wenn du in besseres investieren möchtest.

Zack-Bumm : )

PS: Du hast dir sehr viel vorgenommen (Musikunterricht, Theorielehre, Musik produzieren, wie ein Musik-Programm funktioniert, etc.)
Das sind Prozesse die Jahre benötigen um gelernt zu werden.

Ein Grund mehr klein(er) anzufangen. Es gibt enorm viel zu entdecken : )
 
Zuletzt bearbeitet:
Ohne den kompletten Thread durchgearbeitet zu haben, hier mein Senf:

- Ich kann Dir empfehlen, fange mit einem Thema an. In Deinem Fall wohl Ableton. Du wirst früh genug spüren, was Dir tatsächlich fehlt oder nicht. So erarbeitest Du Deine Arbeitsweise.
- Bzgl. Unterricht. Es gibt auch Keyboard-Unterricht. Hier steckt auch immer ein gewisser Technik-Teil mit drin. Und, je nach Lehrer, sind die am Synthesizer näher dran. + Tastatur-Spielbarkeit. Ich habe eine Zeit lang O-key.de genutzt.
- Solltest Du irgendwann ein Audiointerface kaufen, man kann nie genug INs haben. Und hier ist der Mac im Vorteil. Ist Dein Audiointerface voll, steck das nächste dran. Bei Windows geht das nicht so einfach. (ja ich habe Windows, 5 Jahre alt, Win7, problemlos > immer)
- Grundsätzlich zum Geldeinsatz. Du entscheidest, wie teuer dieses Hobby wirklich wird. Auf Ebay-Kleinanzeigen steht so viel Zeug zur Verfügung. Man muss nicht neu kaufen.
 


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