Erfahrungsaustauch von Usern: sehr unschlüssig DeepMind 12

Re: Erfahrungsaustauch von Usern: sehr unschlüssig DeepMind

SynthSiedler schrieb:
Hi wirehead,

Meinen Moog Sub37 hab' ich aus meinem Set rausgeschmissen und durch den DM12 ersetzt. ;-)

Nee, der Sub37 kommt natürlich wieder, aber ich hab' im Moment etwas Platz Probleme und mit 4 Tastaturen übereinander lässt sich schlecht spielen. Da musss ich mir etwas überlegen.
Puh - ich dachte schon gerade... :shock: Sub37 gegen DM12 - da treffen ja Welten aufeinander. Der Sub37 ist IMHO aber ein gutes Beispiel dafür wo auch übermäßig viele Parameter vorhanden sind, Moog es aber verstanden hat, die essentiellen Parameter mit vielen Knöpfen nach draussen zu legen. Aber die machen das ja auch schon ein bisschen länger. Ich käme beim DM12 eigentlich mit fast allem zurecht - lediglich die Hüllkurven nerven.

SynthSiedler schrieb:
Ja, das habe ich auch festgestellt. Ich denke das liegt wirklich nur an der Programmierung mancher Patches. Wenn man den VCA etwas runterdreht ist's weg. Die Preset Patches sind sowieso eine Art "Flohzirkus".

Gut, daß man auch nur innerhalb einer Kategorie durchsteppen kann (ist auch irgendwie nicht so richtig bekannt).
Das mit dem Verzerren hatte sich damit auch bei mir erübrigt - man erwartet halt nicht, dass das bei Presets schon vorkommt.

SynthSiedler schrieb:
Noch meine Meinung zu den vielen puren Klang-Vergleichen mit anderen Geräten, womöglich noch mit Oszillator oder Wave-Form: Ich halte das für nicht sehr aussagekräftig, da das ein Musikinstrument ist und die eigene Spiel-Dynamik und die beim Spielen erlebte Haptik und das Ansprechen des Klangs und die Rückmeldung über das Gehör eine viel grössere Rolle spielt. Und das können solche Tests gar nicht zeigen.

Deswegen gibt es ja immer wieder Geräte, die super klingen aber einfach nicht "musikalisch" sind.

Gruß
Sehe ich im Prinzip auch so, aber...

ixusixus schrieb:
Der Grundsound der Oszillatoren ist so schwächlich, dass man Angst vor subtraktiver Synthese hat, denn die wird wahrscheinlich kaum etwas übrig lassen.
...das wiederum höre ich leider auch so. Mir ist das eigentlich erst im Vergleich zum Prophet-6 aufgefallen. Ich habe mir ein paar für mich typische Sounds am DM12 programmiert und spätestens wenn ich einmal einen Akkord beim Prophet-6 gegriffen habe, kam ein ganz anderer Druck, ganz andere Dynamik ins Spiel. Ich hätte das so krass nicht erwartet zumal ich auch beim Prophet-6 immer bisschen zwiegespalten bin. Aber letztlich habe ich ihn durch den DM12 jetzt gerade erst mehr zu schätzen gelernt ;-) Ist aber vielleicht auch ein unfairer Vergleich. Trotzdem glaube ich, dass der DM12 seinen Platz finden könnte - auch die Nord Lead Kisten klingen ja immer eher etwas "brav" - fügen sich dann aber doch irgendwie gut ein.
Beim DM12 muss man sich darauf einlassen, dass man vielleicht ganz andere Sounds verwendet, die eher zu seinen Stärken gehören. Dass der DM12 durch seine Effekte deutlich aufgewertet wird, empfinde ich übrigens auch eher als Vorteil, zumal diese ja in die Modulations-Matrix integriert sind. Da geht einiges wo andere (auch der Prophet) völlige Langweiler sind.

Welche Sounds das wären müsste ich wohl noch genauer erforschen, aber ich habe für mich entschieden dass ich den DM12 wieder zurück gebe, da es einfach nicht passt. Ich bin ja auch schon über 30 Jahre dabei und mir ist dabei noch etwas klarer geworden, dass ich mittlerweile wohl einfach keine Lust mehr habe, mich durch Menüs zu wühlen. Weiss ich das also jetzt auch ;-)
 
Re: Erfahrungsaustauch von Usern: sehr unschlüssig DeepMind

Hi,
@wirehead
wirehead schrieb:
...das wiederum höre ich leider auch so. Mir ist das eigentlich erst im Vergleich zum Prophet-6 aufgefallen.
genau diesen Vergleich mit einem amerikanischen Polysynth habe ich halt nicht.
Ich wollte mir eigentlich einen zB von DSI leisten, aber der DM12 kam halt dazwischen und er ist ja auch deutlich preisgünstiger.

@all
Zu den Presets:
Der DM12 hat ja wahnsinnig viele Presets unterschiedlichster Qualität. Ich habe auch keine Struktur oder Logik in der Anordnung ausmachen können.
Vielleicht hat da jemand etwas erkannt.

Zumindestens kann man über die Kategorien "browsen".

Und leider gibt es keine leere Bank (wie es zb Moog beim Sub37 vorbildlich gemacht hat), dh. man muß sich erst eine Bank für eigene Kreationen freischaufeln.

@Behringer:
Manchmal ist weniger mehr. ;-)

Gruß
 
Re: Erfahrungsaustauch von Usern: sehr unschlüssig DeepMind

SynthSiedler schrieb:
Hi,
@wirehead
wirehead schrieb:
...das wiederum höre ich leider auch so. Mir ist das eigentlich erst im Vergleich zum Prophet-6 aufgefallen.
genau diesen Vergleich mit einem amerikanischen Polysynth habe ich halt nicht.
Ich wollte mir eigentlich einen zB von DSI leisten, aber der DM12 kam halt dazwischen und er ist ja auch deutlich preisgünstiger.
Das sollte aber nicht heissen dass der DM12 total schlecht klingt. Auch z.B. der Analog Four gewinnt erst so richtig durch seine Effekte. Schaltet man das alles mal weg, nimmt den defaultmäßgen "Bassboost" durch den zweiten Filter raus, klingt der A4 eher nach SID-Chip :lol:

Letztlich hat der DM12 ja die Effekte inclusive EQ, Kompressor etc. und damit kann man bestimmt noch einiges klanglich optimieren.
 

tom f

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Re: Erfahrungsaustauch von Usern: sehr unschlüssig DeepMind

ach irgendwie würde ich den mal gerne gründlich testen - aber wieso kaufen wenn man nichts braucht.


stellt sich wieder die frage (eigentlich pseudomoralisch - denn dafür ist die regelung ja im sinne der konsumeten da) ob man den nicht bestellen soll und dann nach 2 - 3 wochen zurückschickt.

...mit der option dass er bleibt wenn man doch besonders begeistert ist.
 
Re: Erfahrungsaustauch von Usern: sehr unschlüssig DeepMind

OT:

Ich würde Dich darin jetzt mal bestärken. Ist natürlich immer der Punkt, daß das Ding davon nicht besser wird, ganz gleich, wie pfleglich oder vorsichtig damit umgegangen wird. Allein Kondensatbildung bei Versand im Winter. Oder macht das nicht so viel aus?
 
hi

ich habe den deepmind jetzt seit ca 2wochen...

Ich muss sagen das ich mich erst am 3. Tag so richtig wohlgefühlt hab erst wenn man intuitiv zu den Edits und die schnelle kombination aus fader und dem feiner justierbaren Drehknopf verwendet...

der Synthesizer fühlt sich schon sehr an wie 1980 wo erwartungshaltungen (in diser preisklasse 699DM) noch nicht sich auf höchstniveau befanden...
Nein ich bin nicht der meinung das sich aufgrunde von hochwertigeren potis und faderkappen der preis ändern sollte! Die derzeitige Preisleistung geht meiner meinung nach doppelt positiv für den käufer aus! (ps: man kann sich bestimmt selber customfaderkappen anstecken die bombenfest sitzen....

das lüfterproblem ist nur so lange ein problem bis man ihn auf 30 runterschraubt

-der ausdruck „osc2“ is vielleicht einbischen falsch gewählt. Aber auch so seh ich das grösste handycap des deepmind im osc bereich (osc 1 und 2 sind im endeffekt siamesische twins)

-es gibt im osc edit bereich einen menüpunkt den man von off auf on stellen sollte wenn man keine wechselnde timbrierung des sounds haben will

-Die modsection ist fast so schön gelöst wie beim matrix brute aber auch nur fast... fakt is das es sauviel spass macht wenn man lieber die shortcuts benutzt als die gewünschten destination herzudrehen!

-Soundtechnisch kann man den Deepmind tatsächlich sehr unterschiedlich nutzen und hat sogar eie absolute daseinsberechtigung als hauptsynth zu fungieren!


bis auf die oscsection ein absoluter creamtraum / workhorse!


edit:

der threat is von 2017 haha... sirry für meinen eintrag lol
 
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Bernie

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Habe den DM-12 seit einigen Monaten im Einsatz. In dieser Preisklasse gibt es nicht mal annähernd Alternativen.
Der Sound ist eigentlich prima, gerade weil er nicht so dominant ist und sich immer in den Vordergrund schieben will.
Ein Delay, Hall und Chorus an dem Ding wirken übrigens Wunder.
 

Scenturio

O̡̯̮̘̗̻͟͡i̸̼̘͞ṟ́͢u̻̯̤͘t͉̪̦͇̹̥n̛͚̯̯͙ͅͅe̛̟̠̞c҉҉̤͕̹̩
wo ich hier mehrmals gelesen habe, dass die Doppelbelegung der Hüllkurven nerven:
Ich bin eigentlich absolut kein Fan von Doppelbelegungen und Reglersprüngen, aber gerade beim DeepMind kommt ich erstaunlich gut mit der Programmierung der Envelopes zurecht: Da die gesamte Hüllkurve sofort bei Auswahl des Edit-Modus im Display angezeigt wird, weiß man direkt, wie die Werte stehen, und es ist kein Problem, die Regler, die man anfassen will, schnell auf die richtige Position zu bringen.
Bei z.B. der BSII nervt mich das um einiges mehr ...
 

Bernie

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wo ich hier mehrmals gelesen habe, dass die Doppelbelegung der Hüllkurven nerven:
Der Deepmind ist unter den polyphonen Synthies sicherlich in vielen Bereichen ein Kompromiss.
Er bietet aber immer noch deutlich mehr, als die meisten alten Vintagekisten, die man damit ersetzen möchte und ist nagelneu.
Wenn man damit nicht leben kann, dann gibt es genug Auswahl ab dem dreifachen Preis bis hin zum Moog One.
Klar, es gibt immer etwas daran zu kritisieren, aber hier muss man ganz klar auch den günstigen Preis berücksichtigen und da ist er ganz weit vorne.
Das Ding hat immerhin 12 Stimmen, Effekte, Speicher, gute Tastatur -alles für gut 600 Huhns -das bietet sonst kein Anderer.
 

MC/DC

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Also ich kann die Kritik an den Oszis überhaupt nicht nachvollziehen. Die klingen erschreckend nach Juno 106. Der Deepmind ist mit eines der besten Behringer-Geräte bisher. Ich hätte allerdings liebend gerne auf Effekte, ModMatrix, Wlan etc. verzichtet und dafür ein paar Regler mehr gehabt. Jaja, und nen Bender-Stick (kann's nicht lassen). Ich zumindest rate niemandem vom Kauf eines DM12 Desktop ab. Das ist ein ganzganz feines Gerät, das.
 


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