Frequenzgang von Nahfeld-/Studiomonitoren

Dieses Thema im Forum "SyntheTisch!" wurde erstellt von Anonymous, 1. Januar 2009.

  1. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hallo und erstmal allseits ein schönes Neues Jahr 2009 :huhu:

    Tja, ich möchte mir jetzt mal neue Boxen und ne Soundkarte kaufen. Bei der Soundkarte hab ich an die m-audio "audiophile 192" gedacht. Beim Stöbern nach guten Monitoren ist mir aufgefallen, daß viele Boxen im preislichen Mittelfeld (oder solche, für die sich der Durchschnitts-Homerecordler so interessiert oder angeboten bekommt), einen Frequenzgang von um die 50-60 Hz aufwärts haben und enden so um die 20 KHz. Wieso ist das eigentlich so. Ich dachte ein optimaler Frequenzgang liegt so zwischen 25 und 22000 Hz. Die M-Audio Studiophile BX 5 A beginnt erst bei 56 Hz und die M-Audio AV 40 sogar erst bei 85 Hz :?
     
  2. swissdoc

    swissdoc back on duty

  3. Und je nach Alter hörst du über 12-15Khz eh nix mehr.
    Ausserdem geht das CD Format auch nur bis 16Khz.
     
  4. BBC

    BBC -

    Das würd ich nicht so pauschalieren :)

    wo hast Du denn das her ???
    Die normale Audio CD hat eine Sampling Rate von 44.1 khz, bedeutet etwa 22 khz Audiosignal. Da die Filter aber nicht absolut steilflankig sind, im Audiobereich etwas weniger. Aber die 20 khz haste auf jeden Fall.

    Es gibt Leute, die hören auch die 20 khz ;-)
     
  5. BBC

    BBC -

    @klcsounding
    die audiophile ist schon ne recht gute Karte. Nicht HighEnd, aber bietet eine sehr gute Audioqualität, dafür dass die Wandler auf der Karte sind. Treiber sind auch ok.

    Was die Boxen angeht, würde ich Dir empfehlen, nicht zu sehr auf die Specs zu schielen und die Teile lieber nach Gehör zu kaufen. Optimal ist ein echter (Lautstärkeangeglichener) Direkt-Vergleich.
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hi, danke schon mal für den Link. Alles zum Teil doch auch sehr wissenschaftlich - aber daß die untere Grenzfrequenz auch abhängig von der Volumengröße ist, ist schon klar geworden. Hmmm, also muß ich ob ich will oder nicht, Kompromisse eingehen :sad: Bei der oberen Grenzfrequenz reichen mir dann die 20 KHz.

    Ich war gestern bei Musikstore und hab mir da mal die von vielen so hochgelobte Fame-Box 5080 angehört. Also da war ich dann doch nicht so begeistert von. Oder die vom Store haben die diversen Einstellungen der Boxen nicht wirklich gut bewerkstelligt. Die Fame hat da ja jede Menge Einstellmöglichkeiten auf der Rückseite (Mäuseklavier).
    Anschließend bin ich zum Saturn und ging da so durch die Computerabteilung und plötzlich erreichten meine Ohren angenehme Klänge und einen angenehmen Bass. Ich stand vor der Logitech Z Cinema Advanced Anlage :) Die werd ich mir morgen auch noch mal vorknöpfen - wäre vielleicht auch eine Alternative. Jedenfalls kann man viel positives über die Cinema lesen (Frequenzgang 20Hz-20kHz, Nennbelastbarkeit gesamt 180W, Subwoofer 110W, 35 W je Sat.)
     
  7. Anonymous

    Anonymous Guest

    Und wie verhält sich das mit der Watt-Angabe? Am Beispiel mit der Logitech Cinema nochmal: Gesamtleistung 180 W hört sich ja viel an - teilt sich aber dann auf in: 110 W Bass, 2x26W Mitteltöner und 2x9W Hochtöner - Relativiert sich das jetzt oder ist es ehrlich zu sagen... ich hab jetzt eine 180W Anlage und empfinde das jetzt auch so?
    Viele Fragen und Verunsicherungen - echt nicht so leicht das ganze
     
  8. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Monitorboxen sollen ja nicht "schön" klingen, sondern das Material möglichst genau (linear) wiedergeben. Die (Consumer) Boxen von Logitech sollen dagegen gut klingen (was auch immer das heisst).
     
  9. um Himmels Willen Finger weg von den Logitecs - die sind für deine Zwecke völlig ungeiegnet

    solche Boxen betonen immer den Tiefen und Höhenbereich, damit weisst du also gar nicht wie deine Mischung egtl. klingt
     
  10. Anonymous

    Anonymous Guest

    Vergiss die technischen Daten und zwar *komplett*.
    Vor allem bei Konsumelektronik - aber auch bei günstigen "Studiomonitoren".

    Geh noch mal in den Store und höre dir mal eigene Tracks und Sprech(!)stimmen auf richtigen Monitoren (4 stelliges Preisschild) an. *So* klingt es richtig. Vielleicht überzeigt dich das auch davon, doch lieber etwas weiter zu sparen. (ca. 500€/Paar ist m.E. die Einstiegsklasse für richtige Lautsprecher. )

    Fertig gemasterte Tracks sind darauf optimiert, auch auf schlechten Anlagen gut zu klingen, da kann man sich schnell von einem "Blender"-Sound übertölpeln lassen. Vor allem im *Mittenbereich* verstecken sich gerne eklige Fehler, die man beim Mixen dann gar nicht gebrauchen kann.
    (Mit dem unsauberen Bassbereich muss man in der Preisklasse leben - Tiefgang vs. Impulstreue, Gaukelei (per Klirr erzeugte Oberwellen statt Grundton) - richtiger Bass ist teuer und braucht Membranfläche und Volumen. Die von dir genannten 20Hz in Studioqualität kosten 5 stellig ... )
     
  11. Anonymous

    Anonymous Guest

    Also zugegeben... hab in dem Bereich (Aufnahme, Abmischen usw.) noch keine Erfahrung, besonders was das Equipment angeht.

    Hab halt bisher immer nur über Stereoanlage bzw. Computeranlage (0815 Soundchip) + Trust Soundwave 240 Speaker meine Instrumente gespielt.

    Also darf ich erstmal schlußfolgern daß 1. ich spez. Lautsprecher (Abhörmönitore) für das Recording benötige und 2. gute Hifilautsprecher für den Genuß der Endmischung. Das wird ja dann ein schön teurer Spaß wenn dann auch noch eine gute Soundkarte her muß.

    Wenn ich aber nicht so den Schwerpunkt auf Recording lege, könnte ich also mit der Logitech gut fahren ?
     
  12. Anonymous

    Anonymous Guest

    Dein Beitrag hat sich gerade mit meinem letzten überschnitten... Tja, so viel Geld möchte ich nicht investieren, da ich das nicht so professionell machen möchte ;-)
     
  13. BBC

    BBC -

    naja, günstige Monitore wären zB. die Yamaha HS80M oder die kleineren HS50M.
    Hier gibts ein paar Infos: https://www.thomann.de/de/onlineexpert_35.html

    Mit ein bißchen Übung und Vergleichen kann man auf den oben genannnten Boxen schon einen vernünftigen Mix hinkriegen. Natürlich erfordert jeder neue Lautsprecher erst mal eine längere Eingewöhnung bis man die Mixe so gut hinbekommt, dass sie auf jeder Anlage gut klingen. Auch auf teure Monitore musst Du Dich erst "einhören" und die Mixe auf anderen Anlagen gegenhören. Aber von diesen Logitech würd ich wirklich die Finger lassen :)
    Die Hifi Sachen aus dem Saturn und co. sind idR wirklich nur für Schönklang optimiert. Da wird ein ausgewogener Mix echt schwierig.
     
  14. Anonymous

    Anonymous Guest

    Eine gute Soundkarte braucht man erst wenn man auch richtige Lautsprecher hat - ich würde meine kleinen Geithain RL906 am OnBoard-Sound jedenfalls 500€ Einsteiger-Lautsprechern an beliebig teurer Kette (Wandler&Co.) vorziehen!

    Von zwei Lautsprecherpaaren würde ich abraten - das ist m.E. nur was für professionelle Anwender *und* mit entsprechendem Budget.

    In der Homestudioklasse (eben die genannten ca. 500€) gibt es einige Lautsprecher die sowohl mixtauglich sind *und* mit denen das Hören schon Spaß macht. (+1 für die Yamaha HS-80)
    Für deutlich weniger gibt es weder noch - wobei einige Leute auf erschreckend schlechten Lautsprechern hörbare Mixe hinbekommen, guter Klang wird eben *gemacht* und nicht gekauft. Bei den meisten hört man allerdings die schlechten Lautsprecher im Mixergebnis.

    Bei einem Klavier kauft doch auch keiner Plastikspielzeug, nur weil er kein Konzertpianist ist.
    Und viel Geld ist relativ - für jemanden der Musik ernst nimmt und damit entsprechend Zeit verbringt, finde ich 500€ nicht viel. Das Auto ist z.B. meist teurer, obwohl man doch gar kein Rennfahrer ist....
     
  15. Anonymous

    Anonymous Guest

    Das was Fetz sagt ist Sache.

    Vergiss den ganzen Kram mit Frequenzgang, sondern hör einfach hin. Ich hab mit so vielen Monitoren gearbeitet, die als amtlich gelten und doch sind sie alle verschieden. Auch unterschiedliche Monitore "als Vergleich" verwenden ist Käse. Besser einmal ein Pärchen aussuchen, dass genau die Eigenschaften hat, die du als "richtig" empfindest und mit denen dann alles kontrollieren. Die eigenen Ohren sind die einzige Referenz.

    Lieber eine Abmischung dann hinterher einer Vertrauensperson in die Hand drücken und sich ein Feedback dazu geben lassen und dann wieder mit dem gewohnten Pärchen die Korrekturen machen.

    Namen sind in der Monitorszene einerseits Schall und Rauch, andererseits begründet. Das muss man selber rausfinden, wo es einen hinzieht. Es ist schon auch so, dass Hersteller bestimmte Philosophien verfolgen. Wenn du also Genelec oder Yamaha Speaker testest, dann wirst du schon einen gewissen roten Faden vorfinden.

    Und es gibt Leute, die mischen mit Kopfhörer, ausschließlich. Wäre nix für mich, aber wer sich da zurechtfindet, so what.
     
  16. ich kann auch nur raten, lautsprechern mit vorsicht zu begegnen, die einen mit tollem klang quasi "anspringen". die haben meist "eingebaute loudness" und gehen mit der zeit tierisch auf die nerven. studiomonitore sind/sollten normalerweise auf lineare frequenzwiedergabe getrimmt sein, nicht auf effekte. dadurch klingen sie im vergleich eher langweilig, geben dafür das klanggeschehen wahrheitsgemäss wieder.

    eine möglichkeit wäre evtl. ein system, welchen man auch nachträglich mit einem subwoofer erweitern kann. bei raumgrössen unter 20 qmeter sind tiefbässe sowieso reine glückssache. da ist ein (marken-)subwoofer mit zwei 7"" oder max. 8""-tieftönern völlig ausreichend.

    aber nach wie vor gilt -wenn man nicht lautsprecher auf gut glück kaufen will- : die lieblings-cd mit ins geschäft nehmen und in ruhe auf mehren systemen anhören. da erkennt auch ein laie ganz schnell grobe fehler und nerv-lautsprecher. den so gefundenen lieblingsspieler zur probe mit nach hause nehmen und dort das zimmer/studio standorttechnisch an die lautsprecher anpassen, nicht umgekehrt. nach einem wochenende mit dem system weiss man, obs was für einen ist oder nicht.
     
  17. ach... zum thema: "hab ich jetzt eine 180-watt-anlage"

    nein. die messkriterien sind bis heute völlig subjektiv, sogar bei markenherstellern. vor allem muss man sich klar darüber sein, dass die abgestrahlte "lautstärke" eines lautsprechers nicht hauptsächlich von seiner belastbarkeit, sondern von seinem wirkungsgrad abhängt, d.h., wieviel zugeführte energie er in membranbewegung umsetzen kann. ein grosser magnet ist da hilfreich (aber kein allerheilmittel), der kostet natürlich auch mehr.

    ich habe hier z.zt. eine alte studioendstufe laufen, die etwa 60 watt "grundleistung" pro kanal liefert. wenn ich die an deinen logitech-subwoofer anschliessen würde und bei guter zimmerlautstärke eine aktuelle dubstep-maxi auflegen würde, würde es beim ersten tiefbass-grummeln einmal kurz "brfzzzz" machen und danach ein bisschen nach plastik riechen. das wärs dann auch schon gewesen.
     
  18. :piano:
     

Diese Seite empfehlen