Future Retro Zillion - Algorithmic MIDI Sequencer

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moroe

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zilliontop.gif


http://www.future-retro.com/zillionoverview.html



 
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Gibt es hier echt nicht mehr über den Zillion?!?

Eine algorithmische Kompositionshilfe, für die man weder Rechner noch Modular braucht, sondern nur einen Midisynth?
Ok, der sollte entweder duo-/polyphon sein oder hintendran mit einem schönen Delay versehen, aber was dann rauskommt, ist einfach nur überraschend.

Hier ein Beispiel mit dem ja nicht gerade für seinen genial fetten Klang berühmten Akai Timbre Wolf :twisted:
 
Ich finde es merkwürdig so etwas in ein Gerät zu packen. Algorithmische Kompositionen erfordern meiner Meinung nach Flexibilität, mehrere Klangquellen sind da auch sehr von Vorteil.

Einfach nur einen Synth dranpacken und laufen lassen funktioniert für mich überhaupt nicht....
 
Ich kam mit dem Bedienkonzept nicht klar. Irgendwie war mir da zu viel RANDOM-ness drin, bei dem was ich da rausbekommen hab.
 
Rastkovic schrieb:
Ich finde es merkwürdig so etwas in ein Gerät zu packen. Algorithmische Kompositionen erfordern meiner Meinung nach Flexibilität, mehrere Klangquellen sind da auch sehr von Vorteil.

Einfach nur einen Synth dranpacken und laufen lassen funktioniert für mich überhaupt nicht....

Der Zillion kann ja auch seine Signale über mehrere Midi-Kanäle schicken. Und beim Timbre Wolf kann man die vier Stimmen unterschiedlich einstellen.

Ansonsten hast Du schon Recht. Der Zillion ist aber besser als die meisten reinen Random- oder ASR-Module fürs Modular. Wenn man ihn als Kompositionshilfe einsetzen will, müsste man halt seine besten Varianten mit einer DAW oder einem Midi-Sequencer aufnehmen und sich eine Sammlung an algorithmischen Sequenzen erstellen.
 
Ron Dell schrieb:
Ich kam mit dem Bedienkonzept nicht klar. Irgendwie war mir da zu viel RANDOM-ness drin, bei dem was ich da rausbekommen hab.

Ich verstehe auch nicht, warum sie keine Speicher ermöglicht haben. Man kann die Scales speichern, aber nicht die Gesamteinstellungen. 4 davon auf die Auswahltasten gelegt und der Zillion wäre ein Live-Teil geworden. So ist er wirklich eher eine Alternative zu den Randommodulen im Eurorack für Leute, die kein Eurorack wollen :floet:
 
Hab mir vor einem Monat einen Zillion gebraucht gekauft. Grandios. Unendliche Melodiegeneriernung. Schön ist das Spiel des Gerätchens über mehrere Midispuren hinweg. Fein mit multitimbralem Synth oder mehreren Tongeneratoren. Super auch für Drumpattern.
Hier ein Beispiel mit dem ARQ96, der hier als multitimbrales Soundmodul herhalten muss.
ZilliarQ.JPG





30 bpm: Am Anfang spielt der Zillion das Sprachsample garniert mit Splittern aus anderen Spuren. Eingemischt am Zoom wird dann wird ein polyphones Sample, angetriggert vom Zillion, aus dem sich ein evolvierender melodischer Strom auf einer dorischen Skala entwickelt. Das könnte endlos weiterlaufen...


View: https://soundcloud.com/fisherbody/aietes-disquiet0356
 
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@weinglas: Wenn du den Zillion mal mit zum HK bringen könntest (oder gar zum Nerdlich, hint, hint), fände ich das toll!
Ich bringe dann den Synthimuse mit (den ich nächste Woche bekomme); da könnte es durchaus Überschneidungen in der Anwendung geben.
OK?

Schöne Grüße,
Bert
 
@weinglas: Wenn du den Zillion mal mit zum HK bringen könntest (oder gar zum Nerdlich, hint, hint), fände ich das toll!
Ich bringe dann den Synthimuse mit (den ich nächste Woche bekomme); da könnte es durchaus Überschneidungen in der Anwendung geben.
OK?

Schöne Grüße,
Bert

Mach ich doch gerne (den Hint habe ich direkt verstanden ...)

Ich glaube, die beiden sind doch sehr verschieden. Bei der Bedienung dürfte der Synthimuse sehr, SEHR große Vorteile haben. Beim Zillion sollte man alles gleich in die DAW aufnehmen (was ich dummerweise nie mache). Aber Midi Out an mehrere Kanäle und einen multitimbralen Synth geben und dann kann man Stunden vor dem Teil sitzen, sich berieseln lassen und verblüfft sein. Hassliebe halt ...
 
Ich verstehe auch nicht, warum sie keine Speicher ermöglicht haben. Man kann die Scales speichern, aber nicht die Gesamteinstellungen. 4 davon auf die Auswahltasten gelegt und der Zillion wäre ein Live-Teil geworden. So ist er wirklich eher eine Alternative zu den Randommodulen im Eurorack für Leute, die kein Eurorack wollen :floet:

Die Gesamteinstellung lässt sich schon speichern. Damit hat man zumindest 1 gute Line zum Livespiel und zum live weiterspinnnen. (Hab ich schon gemacht.)
4 auf die Tasten verteilt wäre natürlich besser.
 
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Hier noch was vom Zillion. Hätte eigentlich für Oli´s Albern-Kitschiges-Musik-Battle getaugt. Zu spät. Hab´s dann bei einem anderen Projekt eingereicht.
Der Harfen-Sound des Stücks und alle andern (ausser dem Lallalalla am Ende, - das ist der Vocoder des Kaossilators ) kommen von einem handtellergroßen Alesis Nano-Synth. Die Harfe ist vom Zillon getriggert. Ab 0:43 hab ich ihn auf multitimbral geschaltet. Dann berührt der Zillion neben der Harfe auch die Perkussion; man kann u.a. eine Pfeife aus
dem Perkussions-Kit hören. Der kann schon musikalisch, der Kleine. Nicht nur random.


View: https://soundcloud.com/fisherbody/melvyn-in-clouds-disquiet0362
 
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Glaub nicht.
Es gibt ein paar Software-Implementierungen der/des Triadex Muse von Marvin Minsky und Edvard Fredkin. Spielerei aus dem KI-Labor. Nach dem Triadex-Prinzip arbeitet auch der Zillion.
Einfach Triadex Muse Software googeln.
 
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dann hast du ja auch den algorithmus selbst gemacht, darauf wollte ich ja hinaus.

aber obige geräte haben ja nur 3 regler und 5 knöpfe und der anwender kann überhaupt nicht voraussehen, zu welchem ergebnis es führt, daran herumzuschrauben.
 
dann hast du ja auch den algorithmus selbst gemacht, darauf wollte ich ja hinaus.

aber obige geräte haben ja nur 3 regler und 5 knöpfe und der anwender kann überhaupt nicht voraussehen, zu welchem ergebnis es führt, daran herumzuschrauben.

Sowohl die Muse als auch den Zillion kann man voraussehend und geplant einstellen, wenn man das Prinzip verstanden hat. Man kann aber immer weiter variieren bis hin zum freien Lauf des Patterns.
Tatsächlich aber ist der Zillion auch und gerade ein Maschinchen, mit dem sich über trial and error zu guten Ergebnissen kommen lässt. Und ich möchte nicht wissen, wieviele Elektromusikanten / Euroräcker sich auf diese Art und Weise zum sweet spot hinschrauben. Macht ja nichts, wenn das Ergebnis stimmt.
 
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1.) dann habe ich das ding völlig unterschätzt und 2.) sind die demos oben in den videos mehr als ungeeignet um das potential zu zeigen.

die grundidee war 1970 sicher bahnbrechend, aber mir ist das heutzutage ein bischen zu wenig, mithilfe von festen algos eine einzelne spur zu erzeugen. was wenn ich 2 brauch? oder pitch und duration anders verändern will wie eingebaut? ;-)

sich auf diese Art und Weise zum sweet spot hinschrauben.

natürlich hast du recht, improvisation ist genau so eine kompositionsmethode wie exakte planung.
 
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Wenn du deine Sequenzen exakt planen willst, ist sowas wie der Zillion (oder MUSE) überflüssig. Da reicht eine Tastatur oder ein Stepsequenzer.
Der Zillion macht dir Angebote. Die können auf einer von dir erzeugten Notenfolge basieren oder auf einer vom Zillon berechneten. Und er wird nie müde, dir immer und immer neue Angebote zu machen. Manches ist langweilig, manches Brot und Butter, manches ist richtig gut. Wenn ein Angebot funktioniert, wird es in den Trak eingebaut. Die Beispiele zeigen die Zilllon-Sequenzen im Zusammenhang. Da ordnet er sich ein.
Sie sind deshalb lehrreich, weil sie dartun, dass er nicht nur ungeplant vor sich hinlaufen kann.
Ganz oben präsentiert der Entwickler ihn wie einen Arpeggiator. Ein solcher kann er natürlich auch sein und Basslinien produzieren. Ich nehme ihn aber gerne als "Bandmitglied" unter anderen. Bei "Melvyn in clouds" ist er halt die Harfe.
 
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