Gehäusereparatur

Moinsen

ich habe mal eine Frage. Gibt es für Plasikgehäuse irgendeine Art von selbstaushärtender Paste, die man verwenden kann um abgebrochene Stücken aus einem Gehäuse zu füllen?

Bei einem meiner Geräte ist am Plastikgehäuse eine Seite der Ecke ein Stück rausgebrochen, also nicht die komplette Ecke, sondern nur von der einen Seite ein Löchlein quasi, wie rausgebrochen. Um nicht das Gerät unbedingt wegen 200 € neukaufen zu müssen dachte ich an eine Heimwerkerlösung, um zumindest so das Loch etwas ansehnlicher zu stopfen. Es gibt zwar Kitt oder Harz, der müsste dann aber nach Austrocknung abgeschliffen werden, und dann würde man wohl wieder vom echten Gehäuse etwas abschleifen, das wäre dann unvermeidlich.

Gibt es nicht irgendwie einen Stoff, der im Weichzustand gut formbar ist und dann austrocknen kann, noch dazu in Schwarz? oder eine andere intelligente Lösung?
 

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Niki

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Sorry für OT aber
Interessante Ansicht der Dinge wie ich finde.

- das bisi was da fehlt würde mich genau so stören wie nicht perfekt korrigiertes Ergebniss.
- als ich die Fragestellung las, dachte ich sofort an epoxid harz, schleifen, anrauen, lackieren...... aber nicht an so eine Art Knete. Interessant was es mittlerweile so alles gibt.
 
klingt gut. die einzige Sache wo noch ein Fragezeichen ist: wenn die Knetmasse angedrückt ist, muss ja wieder abgeschliffen werden.
Man könnte ja quasi vorsichtig Stück für Stück reinpressen und zum Schluss ringsrum abkleben. Und dann abraspeln.
 

laux

_laux
Wenn du die Ecke noch hast, dann würde ich es mit Epoxid versuchen.
Komplett nachmodelieren mit Epoxid stell ich mir kompliziert vor, wird ja extrem hart und du raspelst dann eher noch mehr das Gehäuse kaputt.
 

Niki

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Man könnte ja quasi vorsichtig Stück für Stück reinpressen und zum Schluss ringsrum abkleben. Und dann abraspeln
Mit so einer feile wie im Video wird es nur dann was wenn man echt sehr viel Erfahrung mit feilen hat.
Aber es gibt ja heut zu Tage die Dinge elektrisch, mit denen man schon sehr fein was abschleifen kann.
 
würde es nicht auch so funktionieren, dass man nicht gleich so nen großen Klumpen reinpresst sondern Stück für Stück? dass man nich so viel schleifen müsste? Ein Schleifgerät hab ich mit verschiedenen Aufsätzen und Härtegraden (Pads).

Man kann ja ringsrum abkleben, würde das nicht helfen?
 
@laux
ja, das ist aber MEINE :D nicht deine! LOL. dank dir hab ich jetzt neue Potis, neue Batteriefedern, neue Unterseite.
ich bin grad am Basteln.

ich dachte mir, die Ecke kann man doch auch noch, wenn man grad dabei ist.. ich mag solche Ausbesserungsarbeiten.
 

gerwin

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Vielleicht so was ? Auffüllen und im warmen Zustand mit einem scharfen Messer glatt rasieren.
 
@gerwin - oh wow! das klingt wirklich interessant. und macht irgendwie mehr Sinn.

die Bruchstelle ist wie auf dem Bild zu sehen etwas schwierig. da macht sich reintropfen ganz gut. und das Schwarz hat die passendere Farbe.
 
also, irgendwie haben beide Varianten etwas. Bei dem Petec PowerStahl kann man gut die Form reinpressen, und muss dann abschleifen. Bei den Sticks kann man das über eine kleine Schalung sicher gut hinbekommen, anders wirds nicht, denn von oben reintropfen geht nicht. Ich bin noch am Überlegen.

Beim Petec Powerstahl was @Summa gepostet hatte, könnte ich mir die Formbarkeit gut vorstellen, man müsste dann eben auch versuchen solange es weich ist noch mit einem Messer glattzustreichen.
 

gerwin

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also, irgendwie haben beide Varianten etwas. Bei dem Petec PowerStahl kann man gut die Form reinpressen, und muss dann abschleifen. Bei den Sticks kann man das über eine kleine Schalung sicher gut hinbekommen, anders wirds nicht, denn von oben reintropfen geht nicht. Ich bin noch am Überlegen.

Beim Petec Powerstahl was @Summa gepostet hatte, könnte ich mir die Formbarkeit gut vorstellen, man müsste dann eben auch versuchen solange es weich ist noch mit einem Messer glattzustreichen.
Beim Petec Powerstahl ist fraglich, ob eine Athesion zum Kunststoff zustande kommt. Probiere erstmal den Heißkleber.
Ich würde folgendermaßen vorgehen:
1. Gehäusehälften trennen
2. Von innen das Loch erstmal grob auffüllen
3. Die untere, intakte Stoßkante mit Frischhaltefolie abdecken
4. Gehäuse wieder zusammenbauen
5. Mit Kleber von außen großzügig auffüllen ( Frischaltefolie verhindert zusammenkleben )
6. Kleber mit scharfen Messer anpassen ( probiere, ob es ausgehärtet besser geht )
7. 80er Schmierkelleinen auf einem Bügeleisen moderat erhitzen
8. Heises Schmierkelleinen mit leichtem Druch auf die Fläche pressen, um die Oberflächenstruktur zu übertragen
9. = 1.
10. Frischhaltefolie entfernen
11. = 4
 
@gerwin - das klingt super.
wie meinst du das bei Punkt 3? Du meinst damit quasi die intakte Gehäusehälfe links unterhalb des weißen Cinch-Steckers mit Frischhaltefolie abzukleben? Weil das ist ja die echte Oberseite vom Sampler, wenn du allerdings mit "unten" die echte untere Kante des Samplers in der Realität meinst, dann wäre das in dem Bild hier "oben". Ich hab von oben nach unten fotografiert, also was auf dem Bild hier oben ist ist in Wirklichkeit unten. Der Bruch ist also, wenn man den Sampler auseinanderbaut, am oberen Teil des Gehäuses. Und genau da wirds ja fummelig. Weil innen sieht man ja so ein dünne Plastiknase, die dafür gedacht war, ein wenig Führung zu geben bzw. einzurasten. Damit die nicht zuklebt, müsste ich die also auch mit umkleben, willst du das damit sagen (siehe auch Punkt 5) ?

Und ob ich das innen so gut grob auffüllen kann ist fraglich. Schraubt man den Boss auseinander, beginnt ja gleich die Platine. Die ist glücklicherweise mit Kupferfolie abgedecktl, aber naja ... hmh.

Bei Schmierkelleinen musste ich erstmal schauen, was du meinst? Du meinst sicher Schmirgelleinen ?
 

gerwin

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Lass den Kleber über einen Tag lang aushärten, dann lässt sich ein Span besser abheben und der Untergrund ist stabiler gegen Ausreißen und Verschmieren. Das Resultat ist dann halt zu einem hohen Grad abhängig von deinen handwerklichen Fähigkeiten. Schnitze erst mal vorsichtig mehre Schichten herunter und schau, wie es sich entwickelt.
 

gerwin

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@gerwin - das klingt super.
wie meinst du das bei Punkt 3? Du meinst damit quasi die intakte Gehäusehälfe links unterhalb des weißen Cinch-Steckers mit Frischhaltefolie abzukleben? Weil das ist ja die echte Oberseite vom Sampler, wenn du allerdings mit "unten" die echte untere Kante des Samplers in der Realität meinst, dann wäre das in dem Bild hier "oben". Ich hab von oben nach unten fotografiert, also was auf dem Bild hier oben ist ist in Wirklichkeit unten. Der Bruch ist also, wenn man den Sampler auseinanderbaut, am oberen Teil des Gehäuses. Und genau da wirds ja fummelig. Weil innen sieht man ja so ein dünne Plastiknase, die dafür gedacht war, ein wenig Führung zu geben bzw. einzurasten. Damit die nicht zuklebt, müsste ich die also auch mit umkleben, willst du das damit sagen (siehe auch Punkt 5) ?

Und ob ich das innen so gut grob auffüllen kann ist fraglich. Schraubt man den Boss auseinander, beginnt ja gleich die Platine. Die ist glücklicherweise mit Kupferfolie abgedecktl, aber naja ... hmh.

Bei Schmierkelleinen musste ich erstmal schauen, was du meinst? Du meinst sicher Schmirgelleinen ?
Ja, Schmiergelleinen. Da ist der Leghasteniker in mir durchgegangen.
Frischaltefolie über die intakte Stoßkante als Trennmittel, damit die Gehäusehälften nicht miteinander verkleben, wenn du außen mit dem Kleber auffüllst.
 
@gerwin - du meinst also da?
ich glaub innen sollte ich da mehr kleben mit der Folie, damit nix drinnen verschmiert usw.

ok das Schmiergelpapier kriegt man ja im Baumarkt, Obi und so. mit 80er meinst du die Körnung, nicht wahr?

Ob die die schwarzen Sticks auch dort haben, hmmmm..
 

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Zuletzt bearbeitet:

gerwin

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Vielleicht ist eine 80er Körnung auch zu grob. Du musst verschiedene Körnungen vergleichen und abschätzen, was zum Gehäuse am besten passt. Das kann ich auf dem Foto schlecht beurteilen. Das mit der Folie hast du richtig verstanden. Ich wünsch dir gutes Gelingen!
 

gerwin

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Noch ein Tipp zum prägen der Oberfläche.:
Das Schmiegelleinen darf nicht zu heiß sein, sonst verflüssigt sich der Kleber . Da würde ich vielleicht erstmal auf einer ausgehärteten Wurst experimentieren, um die optimale Temperatur und Methode zu entwickeln. Keine Experimente am Stift durchführen! Der hat andere Eigenschaften nach dem Erhitzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich hab mir heute erstmal die Sticks bestellt. Mein Vater ist auch handwerklich sehr begabt, dem werd ich das mal schildern und schauen, was er dazu sagt. Im Grunde kann ich das selbst, aber ich will es mir nicht verunstalten ^^

Notfalls kann man das Schmiergelpapier ja weglassen. Es geht ja nur darum die Struktur an der einen Ecke nachzuahmen.
 

Miks

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Leute - ist es echt sooo schwer, 'Schmirgelleinen' bzw. 'Schmirgelpapier' zu schreiben??? Das hat nämlich nix mit Schmieren zu tun...
 
Also 80er würde ich abraten. Diese Kratzer bekommst Du dann nie wieder heraus.


400 o. 600er Körnung würde ich beginnen. 800 o. 1000er. Nass, schleifen. Daher "Autoschleifpapier" oder "Wasserfestes".
2000er nass, kann man Plastik am Schluss, so schleifen, dass man nichts mehr sieht, von Kratzern.


Aber das geht erst, wenn das Epoxid Voll, ausgehärtet ist. Sonst verpickt das Schleifpapier. Bei so einer Stärke würde ich mal mind. 1-2 Wochen warten. Mach Dir irgendwo noch einen zusätzlichen Patzen, den Du mit aushärten lässt, zum Testen ob du schon schleifen kannst am Gehäuse. Damit ersparst Du Dir Probleme am Gehäuse selbst.


Das Gehäuse ist ja so Metallic ähnlich. Wie willst Du das nachbilden? Da wäre ein Metallic Lack Finish eine Lösung.

Oder

Schau Dir einmal das hier an, vielleicht ist das die Lösung. Dort gibts eh auch andere Links, Verweise, den 50g ist vielleicht zu wenig?
www.amazon.de/dp/B07X4F36DN


Vielleicht kann Dir aber so eine Kosmetikerin dann das Finish machen, mit so etwas?
 
Schau Dir einmal das hier an,..

die frage ist ob man deinen Artikel mit den Sticks die ich bestellt habe vermischen kann.

da es Epoxidharz ist, steht wieder das Problem der Formbarkeit zutage.

ideal wäre sicher, das Lock mit den Heißsticks aufzufüllen und dann oben bischen Glitzer drauf.

das SANDpapier - weil unter diesem Namen kenne ich das nämlich (nicht Schmiergel, Schmirgel, oder sonstwas), lasse ich sein.
 


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