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Gotharmann AnaMono X

  • #32
Ja, das ist ein guter Preis. Du kaufst dir schon ein vertracktes Stück.
Ich bleib meinem treu, weil er mir schon mache feine Überraschung bereitete. Nach langen Reisen ins Ungewisse.
Aber ob ich ihn nochmals kaufen würde, - ich weiß nicht.
 
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  • #33
danke mal für die infos! @Donauwelle kannst du das ein bisschen ausführen… also bzgl vertrackt & warum du ihn nicht mehr kaufen würdest… bin mir selbst nicht sicher, hab eigentlich viel zeugs, modular /seminodular/hydrasynth … aber die synths von gotharmann haben mich irgendwie immer interessiert…
 
  • #34
Die ganze Benutzerführung ist nicht wirklich intuitiv. Um überhaupt was zu hören, mußt du maximal 8 Trigger für die entsprechenden Oszillatoren und Samples vergeben. Die Trigger werden dann von der jeweiligen Sequencer-Spur bedient. Es gibt 8 Spuren für die Trigger und 16 Spuren fürs Modulieren. Da sind ziemlich in sich verdrehte Musiken möglich.
Der Grundsound des Anamono ist eher harsch. Mit den Filtern kann man da ein bisschen gegensteuern.
Das Gute am Anamono ist, dass du quasi alles mit allem modulieren kannst, was aber dazu führt, dass man die Übersicht verliert über das, was man schon "verkabelt" hat. Und machmal erzeugt das ganze dann ein Feedback, und es dauert, bis man herausfindet, was man da irgendwo "kurzgeschlossen" hat.
Die Effekte sind digital und das hört man. Es gibt viel Granulares. Das kann man auch zum Zerraspeln des Inputs gut nutzen.
So gesehen ist der AnamonoX auch ein Effektgerät.

Ich würde im AnamonoX eine Herausforderung an den experimentellen Sounddesigner, aber auch auch den Beatmacher sehen, weil Beats kann er auch mit seinem komplexen, weil krass modulierbarem Sequenzer
Ich nehme ihn immer wieder als "Baukasten" , um eine gewisse "Verkabelung" oder Rückkopplung von Elementen auszutesten. Ob das dann auch was wird, ist nicht garantiert, aber man kommt fast immer wo anders, wo es spannend ist, heraus.


Sowas zum Beispiel. AnamonoX spielt modulierte Samples und sonstigen Firlefanz ab und ich die Gitarre hinein.



Oder das: War bei der Jazz-Battle eingereicht. Der Zuspruch, - verhalten. Was o.k. ist, denn ich wollte nicht den nächstbesseren Jazzstandard abliefern.
Deshalb: AnamonoX spielt Saxophon und Kaossilator 3 Pro + für Drums und Klavier.
Alles verfremdet im Anamono.



Ich mag ihn schon. Glitchmachine pur. Nichts Vergleichbares im Arsenal.
 
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  • #35
danke für deine ausführliche rückmeldung. das war mal hilfreich. werde noch ein bisschen recherchieren und drüber nachdenken! lg
 
  • #36
Wichtig noch: Wie ist denn das Angebot, das du beobachtet ausgestattet?
Mein Anamono hat zwei analoge Filter (Gotharmanfilterbord und Duofilterboard), je vier CV-In und - out, extra großer Sample-speicher.
Hab damals so um 1200€ bezahlt.
 
  • #37
ist leider schon reserviert. war aber eh nicht 100 % überzeugt… prinzipiell wären 2 filterboards dabei (prophet 5 und vcf1) ohne cv outputs, 47 min sampling
 
  • #38
so, ich habe ihn nun doch bekommen, also er wird am montag von tirol nach wien geschickt & ich hoffe er kommt unverseht & voll funktionstüchtig an… werde dann hier berichten. danke auch für die bestärkung von @Kevinside im letzen sequencer steady talk 😊
 
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M.i.a.u.: Donauwelle
  • #39
so gestern ist er angekommen. nach Akklimatisierung erstes antasten: und nicht die Liebe auf den ersten Dreh. Erschließt sich nicht wirklich intuitiv, aber das habe ich ja gewusst. Irgendwie ist der Output-Gain auch nicht besonders stark - aber dann ein bisschen im Manual gelesen und schön langsam wird's.
Er klingt tatsächlich sehr brutal/harsch im Moment - mal schauen ob ich ihn zähmen kann ... aber schon ein krasses Teil das Spass macht... so als kleine Modulare Groovbox genial - zugleich aber auch unübersichtlich . man verliert tatsächlich auch rasch die Kontrolle darüber, was was moduliert (aber das ist ja manchmal auch schön ;)) und etwas Menü-Taucherei. Aber ein "Instrument" mit Seele & Kanten...
Werde mich weiter & intensiver damit auseinandersetzen ... war ja erst ein Kratzen an der Oberfläche und nur 2 der 15 Modulations-Seqeuncen verwendet 😅

Hier so einer der ersten jams falls jemand reinhören mag (anamonoX pur nur etwas Ableton- Limiter beim Recorder):

Anhang anzeigen 20260123_LoopSamp.mp3
 
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M.i.a.u.: Randow, Donauwelle und weinglas
  • #40
gleich die frage an die profis. ist das bei euch auch so, dass der output gain ziemlich schwach ist. kommen da nur auf max. -12dB 🤔
andere frage: hab ihr da irgendeinen workaround für die parametersprünge, das nervt mich am meisten, dass der wert jedes mal sofort auf die poti-stellung springt, das macht das spielen/performen irgendwie extrem schwer. wenn ich einen wert - etwa attack envelope am amp vca - auf minimum/sehr niedrig habe und dann zB zum Cutoff wechsle und denn von ganz offen schließen will, ist er gleich mal ganz unten und ich muss ihn erst von 0 auf maximum drehen, um. dann schließen zu können. ist eh ein altes problem, generell auch bei controllern, aber normalerweise gibt’s da so eine abholfunktion oder „morph“ oder irgendwas - diese krassen sprünge sind echt ein problem. habe dazu nichts im netz oder manual gefunden…
 
  • #42
Also das Problem mit der Lautstärke hab ich nicht. Wenn der Output zu leise ist, hängt es manchal damit zuammen, dass das Routing eines AEen zum Output hin nicht richtig aufgedreht ist. Checke mal die Outputs der Envelopes.

Die Parametersprünge, die du angibst, - da muß ich mal meinen Anamono hervorholen, um zu sehen, ob sich der auch so verhält.
 
  • #43
An einen zu niedrigen Pegel kann ich mich auch nicht erinnern. Aber wie @Donauwelle schon geschrieben hat: Da gibt es so viele Stellen an denen man die Lautstärke eines Patches einstellen kann …

Zu den Parametersprüngen: Es sind halt Potis und keine Encoder verbaut. Und eine Abholfunktion gibt es meines Wissens nach nicht.
 
  • #44
danke mal... das mit der lautstärke geht schon irgendwie... habe die VCAs & AEnvelopes am Schirm... Ist schon ein sehr spannendes Teil...
Habe heute weiter experimentiert und nur mal so ein kleiner "Patch" mit Osc. / <filter und Effekten im drone modus... Nix externes.. nur der AnamonoX

Anhang anzeigen 20260124_OscFilterFx.mp3

Ja das mit den Parametersprüngen / Potis ist für mich schon ein kleiner Wermutstropfen... da passieren rasch mal grobe Schnitzer... aber ja ist halt so, auf moddwigger habe ich gelesen, dass in späteren Instrumenten von ihm Encoder verbaut sind und das Problem dadurch behoben ist... mal schauen, vielleicht wird's ja noch was anderes von Gotharman...
 
  • #45
Vielleicht kann mir noch mal jemand von den AnamonoX Usern auf die Sprünge helfen:

Ich checke das mit den 8 Note-Sequencern nicht ganz. Also so weit ich das verstehe, ist jeder der 8 Seqeunxer einem der 8 Trigger zugeordnet. Jedem der 8 Trigger kann ich unterschiedliche bis zu 8 Trigger-Ziele zuweisen oder auch abstellen.
Wenn ich jetzt zB drei Note-sequencer laufen habe und steps aktiv sind, werden dann die Notenwerte der aktiven Steps von allen 3 Sequencern an alle Oscillatoren gesendet?
Wie kann ich die unterschiedlichen Oszillatoren mit unterschiedlichen Note-Sequencern ansteuern?
Hoffe ich habe mich irgendwie nachvollziehbar ausgedrückt?
 
  • #46
sorry, will nicht lästig sein oder aufdringlich, aber vielleicht kannst du @weinglas oder @Donauwelle ein bisschen licht in meine letzte anfrage bringen?🙏
 
  • #47
Wenn ich jetzt zB drei Note-sequencer laufen habe und steps aktiv sind, werden dann die Notenwerte der aktiven Steps von allen 3 Sequencern an alle Oscillatoren gesendet?
Das kannst Du für die einzelnen Oszillatoren über die „Trigger“ bzw. die Modulation ein- und ausstellen. Siehe das angehängte Bild.

Dabei ist Notetrack 1 fest Trigger 1 zugeordnet, Notetrack 2 fest Trigger 2, usw. Über einen Trigger kannst Du jeweils einen oder mehrere Oszillatoren ansteuern, theoretisch damit wohl auch einen Oszillator mehrfach über mehrere Note- und/oder Controllertracks. Das weiß ich aber nicht mehr.

Ist schon eine sehr verkopfte Bedienung, die sich stark am Strippenziehen vom Eurorack orientiert. Angesichts der unglaublichen Menge von Modulationszielen und Modulatoren geht das aber wohl kaum einfacher. Eine entsprechende Modmatrix müsste gigantisch sein. Trotzdem nervt es manchmal 😉
 

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  • #48
Wenn ich mich recht erinnere, sind die Trigger bei Auslieferung alle mit den selben Werten eingestellt.
Flemming Christensen hat mal beschrieben, wie man die Trigger behandelt, damit jede Sequenzerspur separat klingt.
DSC_0004.webp
 
  • #49
danke euch erstmals ….

schon eine sehr verkopfte Bedienung
das stimmt 😅
nun, das jeder notetrack einem trigger zugeordnet checke ich ja, und ich kann jedem der 8 trigger 8 ziele zuweisen … unter anderem sample 1-5, aber ich kann den einzelnen triggers keine oszillatoren zuweisen, sondern nur samplerslots bzw. einzelne sub-samples…
klar kann ich wie @Donauwelle bzw flemming schreibt, mit den notesequencern dann die 4 unterschiedlichen VCAs ansteuern und bei den VCAs einstellen, welcher input reinkommt. also wie im oberen bsp. weise ich vca 1-4 jeweils osc 1-4 zu.

irgendwie habe ich den eindruck, dass aber alle aktiven notesequencer alle aktiven oscillatoren ansteuern. da habe ich einen knoten im kopf.

als ich das gerade am gerät testen wollte, bin ich aber am noise-modul hängengeblieben und habe es durch die effekte geschickt - ist ein absolut verrücktes teil…

werde meine notesequencer experimente / erkundungen weiterführen, hoffe aber mich wieder bei euch melden zu können. danke jedenfalls für eure unterstützung.


Über einen Trigger kannst Du jeweils einen oder mehrere Oszillatoren ansteuern, theoretisch damit wohl auch einen Oszillator mehrfach über mehrere Note- und/oder Controllertracks.
denke jedenfalls die lösung liegt hier irgendwo…
 
  • #50
Der AnamonoX ist wie ein Waldgang im Böhmerwald, wenn man sich an den Wegmarken orientiert. Man kennt das Ziel und findet sich doch ganz woanders wieder. Wo's auch schön ist.
Ich hab das akzeptiert.
 
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  • Daumen hoch
  • HaHa
M.i.a.u.: banalytic und weinglas
  • #52
nachdem der audio-input auch defekt war und der output gain zu gering, habe ich den anamonoX wieder an den verkäufer retourniert. irgendwie schade, schon ein sehr interessantes gerät, aber auch ziemlich „umständlich“…
 

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