Habe mir Roland MC 808 gekauft und bin skeptisch...

Dieses Thema im Forum "mit Sequencer" wurde erstellt von thrab008, 1. März 2008.

  1. Hallöchen,

    mein erster Post hier, beginne auch gerade erst nach einigen Jahren DJ mich näher mit der Produktion zu befassen.

    Nun habe ich mir für den Start eine Roland MC 808 Groovebox und den Alesis Micron zugelegt, bei dem ja auch ein MIDI-Keyboard integriert ist. Ausserdem steht mir noch Ableton zur Verfügung.

    Nun muss ich sagen, dass ich mit dem Realtime Recording der MC 808 überhaupt nicht zufrieden bin. Schon allein das Stoppen vor dem Aufnehmen nervt, nun scheint der Recording Modus es aber auch nicht zu schaffen, Input Signale vom Micron aufzunehmen oder mache ich etwas falsch? Ich muss dazusagen, dass ich beide Geräte noch nicht über MIDI-Kabel verbunden habe, aber das ist doch eigentlich nur notwendig, wenn ich Sounds der Groovebox über das Micron-Keyboard ansteuern möchte, oder? Blöde Anfängerfrage, sorry! :)

    Ich möchte aber einfach nur eine Sequenz mit Sounds vom Micron spielen und diese Realtime auf der Groovebox aufnehmen. Nicht im Funktionsumfang? Wäre doch mühselig, alles erst zu samplen.

    Bleibt mir als Alternativlösung nichts anderes übrig, als Ableton als Sequencer zu benutzen? Wie würdet ihr diese Kombination beurteilen, ok oder nicht? Was könnte das Setup noch optimieren? Wünschenswert wäre für mich was, wo ich möglichst live jammen kann. Ist die MC 808 wohl nicht so die richtige wahl, oder?
     
  2. ..

    ist sicher okdie kombi, wenn die sounds dir denn gefallen.

    Da gibts eine Menge Kombinationsmöglichkeiten.
    Kommt aber auf Deine Arbeitsweise an..


    Wenn ich diese Kombo hätte, ich würde die Arpeggiatoren beider Maschinen ausloten, damit den Ion ansteuern und anschliessend die Sequenzen in Ableton audiomässig aufnehmen und arrangieren.

    Du kannst mit dem 808 arper auch in Ableton hineingehen, darin sounds antriggern.

    WEnn der ion einen Arper hat, kannst du dasselbe tun wie mit der 808..
     
  3. klangsulfat

    klangsulfat Gut druff

    Deine Kombination ist schon OK, auch für live. Du willst den Micron nicht MIDI-mäßig aufnehmen, du willst ihn nicht sampeln. Ja, was willst du dann? Audiospuren? Dann darf du nicht zur einer Groovebox greifen, denn die können - wenn überhaupt - nur sampeln. Bevor du dich auf die Suche nach einer Alternative machst: Die perfekte Groovebox gibt es nicht - alle haben essenzielle Macken.

    Vielleicht solltest du dich vom Groovebox-Konzept verabschieden und mal in die MPC-Ecke schauen (MPC1000 oder besser, die 500er ist funktionsmäßig doch ziemlich totgehungert). Die MPC sind halt Arbeitstiere ohne viel Schnickschnack, aber auch etwas langweilig was Sequencing anbelangt. Du brauchst für ne MPC halt schon Zulieferanten (Software, Synths, Grooveboxen).

    Einen gescheiten Computer vorausgesetzt, kannst du das alles natürlich auch mit Ableton Live erledigen.
     
  4. .

    Hi,

    auf mpc würd ich nicht umsteigen. Du hast doch doppelte Sample Möglichkeiten - in der 808 und in Ableton.


    Zugegeben ist die 808 etwas kryptisch aber du wirst sicher nicht gleich alles brauchen.

    Sag doch mal was du genau für Musikalische Vorstellungen hast.
     
  5. motone

    motone recht aktiv

    Was erwartest du von einer Sampling-Groovebox? Wenn du einen Harddisk-Recorder brauchst, dann kauf dir einen... oder nimm Ableton für diese Aufgabe.

    Aber so funktioniert Sampling nun mal. Warum willst du eigentlich nicht über MIDI aufnehmen? So kannst du die Sequenz später abspielen und live am Micron den Sound verschrauben (Filter, etc.).

    Für Live-Jams ist die MC-808 sicher nicht so übel. Du kannst Rhythmen aus Samples programmieren (die Samples der gängigsten Drumcomputer gibts für lau im Internet), weitere Passagen als Loop samplen und wiedergeben, Sequenzen live muten, Pattern umschalten, sowie den Micron über MIDI ansteuern und live schrauben. Was will man mehr?
     
  6. dstroy

    dstroy -

    Ich finde die MC 808 überhaupt nicht Livefähig, man muss den Sequencer stoppen wenn man in den recmode will. Also doch nur alles vorprogrammieren und dann abspielen. Es gibt genug andere kisten auf dem markt die man nicht stoppen muss und wo man fast alles in Echtzeit editieren kann. Sowas nenn ich Livefähig.
     
  7. wi

    wir wissen ja noch nicht wozu er es verwenden will!
     
  8. c

    Aber er hat schon soft. Ausserdem kann man beide Welten sehr gut flexibel verbinden
     
  9. Moogulator

    Moogulator Admin

    Die Unfähigkeit Aunahmen zu machen im laufenden Betrieb ist leider bei den MCs ein Designfehler, der bis heute anhält. Da man keine Steps setzen kann im laufenden Betrieb wirst du lediglich muten können und bisschen an den Reglern drehen. Das ist der Grund, weshalb ich solche Teile immer als bedingt livetauglich einstufe, jedoch ist das nicht für JEDEN so wichtig. Der Aufnahmemodus selbst ist ganz nett..

    Geräte, die nicht verbunden sind, können natürlich nicht kommunizieren. Wenn du vom Micron samplen willst, dann musst du ihn natürlich auch entsprechend anschließen, du kannst ihn auch mit der MC steuern, was durchaus sinnvoll ist.

    Der Klang des Micron ist sicher relativ schwurbelig (vergl. <a href=http://sequencer.de/synth/index.php/Schwurbel>Schwurbel™</a>), aber er kann schon eine Menge tun. Denke die beiden können durchaus ein Live-Setup bilden. Man muss entsprechend sich einarbeiten und seine Maschinen und Synthese kennen. Ich bin sicher, dass man dann damit auch ganz nette Sachen machen kann. Egal, was du planst an Musik.
    Es ist mehr als ich am Anfang hatte, da gabs noch keine Grooveboxen und kleine Synthesizer zum eben mal mitnehmen..
     
  10. Vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Mit den MIDI-Sequenzen sieht die Sache ja schon anders aus. So weit war mein Horizont bis gestern noch nicht ;-). Angeschlossen war der Synthesizer aber schon, das Sampling klappte über die Klinke-Verbindung auch, nur das Realtime Recording enttäuschte mich dann ein wenig.

    Vom Gefühl her würde ich halt gern im Groove produzieren und dazu einfach Basslines oder Soundsequenzen etc. realtime zur von der Groovebox abgespielten Musik aufnehmen. Einfach ein Tastendruck, nimm ne Spur dazu und nimm das auf, was du vom Synthesizer bekommst. Anschliessend wollte ich dann alles mit Ableton arrangieren.

    Mein Musikgeschmack geht Richtung House, Techhouse.

    Mein Post sollte übrigens nicht geringschätzig klingen. Nur hatte ich gerade weil der technischen Entwicklung eine etwas bessere Usability bei diesem doch im Netz recht gepriesenen Gerät erwartet.

    Danke auch für die Hardware-Empfehlung, die sehe ich mir noch mal genauer an!
     
  11. Moogulator

    Moogulator Admin

    Nun, live siehst du wesentlich mehr MPCs, Electribes, Machinedrums und Monomachines - Kaum MCs, wie schätzt du das ein? Nun, die sind eben live besser drauf.
     
  12. motone

    motone recht aktiv

    MPCs sind auch nicht so der Live-Brüller, sie haben eben den Ruf des "rock solid"-Systems ("Stürzt nie ab!") und des timingfesten Sequencers. Was die Eingriffsmöglichkeiten im laufenden Betrieb angeht, sind sie auch nicht viel besser als die Roland-Groovekisten, und die Anzahl der Regler ist auch ziemlich mau. Im Großen und Ganzen beschränkt sich das Live-Spiel an den MPCs auch nur auf Spur-Muting und Pattern-Umschalten. Okay, man kann bei den (neueren) MPCs in den Overdub-Record-Modus und wieder zurückschalten, aber ob das so praktikabel ist...?
     
  13. klangsulfat

    klangsulfat Gut druff

    Wie Mic schon schrieb: Wer's braucht. Schrauben, muten, Pattern/Sounds wechseln - damit kann man live schon viel machen. Nicht jeder will/muss live Sequenzen aufnehmen/ändern. Dafür hat die 808 Motorfader, was live ja auch nicht das schlechteste ist.
     
  14. motone

    motone recht aktiv

    Warum dann nicht gleich in Ableton aufnehmen? Für diese Anforderungen gibts AFAIK keine bessere und intuitivere Lösung, vor allem nicht im Hardware-Bereich. Es gibt zwar z.B. die Korg Electribe SX, die auch im laufendem Zustand samplen kann, aber das Zurechtschneiden des Loops ist dann ziemlich frickelig und ohne grafische Darstellung der Wellenform ziemlich mühsam, vor allem im laufenden Live-Betrieb.
     
  15. dstroy

    dstroy -

    nicht zu vergessen Jomox Xbases.....
     
  16. dstroy

    dstroy -

    echt ? Wäre mir neu ? Kenne ehrlich gesagt keinen einzigen der so eine MC808 hat. Ich hatte die auch mal 2 Wochen, die Motorfader haben mir recht gut gefallen, aber ständig den sequencer zu stoppen hat mich wahnsinnig gemacht. Die Kiste ist schon ganz ordentlich, nur nichts für meine Arbeitsweise.

    Beste Grüße
     
  17. das finde ich etwas zu einfach gesagt.
    es kommt immer darauf an, wie man die 808 nutzt.
    ich kenne mittlerweile vielleicht höchstens 20% der funktionen meiner 808
    und finde die bearbeitungs-möglichkeiten jetzt schon (ja, auch live) sehr vielfältig.

    natürlich ist die 808 eine komplette workstation und daher automatisch etwas komplexer von der bedienung, als es bspw. ein einzelner drumcomputer/synthesizer/sampler wäre.

    sich nur an anderen live-setups zu orientieren,
    ist nicht besonders individuell.
    es kommt immer darauf an, was man aus den jeweiligen geräten macht.
     
  18. hat sich jemand von euch schon genauer mit der 808-editor-software auseinandergesetzt?
     
  19. Zolo

    Zolo aktiviert

    Ja ich :D Sehr komplex - kann man ganz schön in die Soundgestaltung abtauchen im Editor.
    Wollte meine ja verkaufen, aber hatte keine Interesse. Ich dachte ich mach die mal eben für die Bucht klar und beim durchzappen ist mir aufgefallen, daß ich eigentlich viele geile Sachen mit der Groovebox gemacht habe. Ich dachte ich hätte mich nur mit der rummgeärgert, aber in wirklichkeit wars recht produktiv. Besonders als Studiozentrale inklussive anderer Hardware und Computerersatz. Jetzt bin ich die ganze Zeit am überlegen ob ich sie doch behalte und ihr nochmal ne Chance gebe - anderseits könnte ich das Geld gut gebrauchen.... Ach immer die Qual mit der Hardware :D
     

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