Neu

Ich habe meinen ersten Liveact gespielt: ein Drama in Kapiteln … und die TR-1000 ist schuld

  • #31
Amüsiert gelesen und mitgefiebert, danke 😅 Vor allem: ich konnte mich soooo gut da reinversetzen. Neben dem Auflegen habe ich früher hin und wieder mal ein Liveset gespielt und im besten Fall war es dann „okay“, aber auch ganz schlimme Momente wenn ich nicht reinkam, die Leute dann auch nicht…und eine Stunde dann plötzlich so lang werden wie die Entwicklung Affe -> Mensch.

ich musste auch die verschiedensten Setups probieren weil ich nie so richtig zufrieden war (das Gerödel musste allein auch noch per Zug oder Flieger transportiert werden können (nicht lustig) und da ich kein Set zweimal gespielt habe, war das zeitweise sehr viel Arbeit. Im Grunde habe ich immer dran gefeilt bis ich zum Gig musste und - ich glaube - kein einziges Set vorher am Stück mal durchorchestriert/gejammt. Immer nur die einzelnen Tracks. Das war dann auch das größte Problem. Auf der Bühne erst feststellen, dass das gerade irgendwie ungeil ist macht keinen Spaß. Letztenendes habe ich vor fast 17 Jahren das letzte mal live gespielt. Wenn es gut lief mochte ich das schon, aber „Schnauze voll“ war dann größer. Ganz durch bin ich mit dem Gedanken aber noch nicht. Der Gedanke „Einmal noch“ kommt und geht hin und wieder…
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Daumen hoch
  • Zustimmung
M.i.a.u.: notreallydubstep, Kick, Orphu und 4 andere
  • #32
Würdest du die Tr-1000 nochmal dafür einsetzen?
Ich hab gespeichert: Sound und Bedienung top.
Durch Bugs und Eigenheiten aber sehr herausfordernd in der Vorbereitung.

Habt ihr die Latenz der verschiedenen Instrumente geregelt bekommen?
Ja, es ist genau die Drummachine, die ich immer wollte. Ich kann damit so dynamisch performen, wie ich mir das vorstelle, die Soundästethik stimmt, und sie kommt mit dem Featureset, das mir erlaubt, den Sound top aus der Maschine zu bekommen.
Ich weiß natürlich, was ich im Moment zu umfahren habe und wie man sie am besten effizient organisiert (werde dazu demnächst ein paar Tipps im TR-1000-Thread posten). Die Schmerzen kenne ich also und kann sie nun größtenteils vermeiden.

Kann ich sie im momentanen Zustand jedem ans Herz legen? Nein. Dafür hat sie noch zu viele Baustellen. Das muss aber jeder für sich entscheiden, und es kommt sehr darauf an, wie man sie einsetzt.

Ich habe vor ein paar Tagen mit Brian Lamb gesprochen, der für Roland Workshops gibt. Er hat mir dasselbe erzählt wie vor ein paar Monaten Roland direkt auf der Superbooth: Der Fokus liegt weiterhin auf der Verbesserung des Timings, was Auswirkungen auf viele Funktionen hat und Priorität genießt. Ein Timeframe ist weiterhin nicht zu nennen, da es aus meiner Sicht praktisch einen OS-Rewrite bedeutet bzw. man zurück auf Operations-Level 1 muss. Was mich in dem Gespräch jedoch überrascht hat, war die Information, wie "klein" das Entwicklerteam von Roland bei der TR-1000 ist. Aber es wird weiter akribisch daran gearbeitet, und es werden Lösungen kommen.

Ich sehe für mich einfach keine Alternative auf dem Markt, außer einem Eurorack-System. Das würde aber mindestens den doppelten Invest bedeuten und auch nicht so eine Integration der Funktionen mit sich bringen. In den süßsauren Apfel beiße ich jetzt, und der Gig hat mir eher noch mehr Gründe gegeben, an der Maschine festzuhalten.

TIMING : Wenn man keine Drums mit der TR-1000 clockt (z.b. eine zweite Drummachine oder einen Sequencer der Drums sequenziert). Dann ist der Jitter Live ok. Es fällt dann nicht so auf. Bei uns waren es halt nur Synth-sounds. Ich muss auch 2 Mal im Set gegen Ende die TR-1000 Start/stoppen, weil der Oxi und der Hapax aus dem Tritt gekommen sind. (Bei 1:22:00 z.b. im Recording.)Kann man ganz gut in die Performance bauen.
Ja, alles nicht ideal und meiner Meinung nach kaum zu akzeptieren, für solch ein "Flagship"-Produkt.

It is what it is .....
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Daumen hoch
  • hilfreich
M.i.a.u.: sllk, Audiohead, verstaerker und 5 andere
  • #34
Es ist irgendwie gerade total interessant: Ohne diese ganze Geschichte im Vorfeld, der Stress, die Fails, der rettende Bruder, der Zeitdruck, die Verzweiflung hätte dieses Video für Viele überhaupt keinen Wert (Auch für mich nicht: just another Techno track). Erst durch die Geschichte, die Menschlichkeit dahinter, wird es zu etwas, was die Leute dann neugierig macht. Hier sind ja mehrere Poster, inkl. mir, die es sich trotz Genre-Desinteresse reingezogen haben.
Was lernen wir daraus? KI kann das nicht? Musik lebt auch von der Geschichte dahinter? Keine Ahnung aber, wie ich schon schrieb: interessant und spannend.

Vor roundabout 25 Jahren waren Computer so gut, dass sie einen Menschen im Schach schlagen konnten.

Dann ist den Leuten aufgefallen, dass sie nicht einfach gute Schachspiele sehen wollen, sondern Menschen beim Schach spielen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Daumen hoch
  • Zustimmung
M.i.a.u.: Modulette, fcd72 und Lumm
  • #35
Ich muss auch 2 Mal im Set gegen Ende die TR-1000 Start/stoppen, weil der Oxi und der Hapax aus dem Tritt gekommen sind. (Bei 1:22:00 z.b. im Recording.)Kann man ganz gut in die Performance bauen.
Man sollte der Ehrlichkeit halber sagen: das ist bei jedem etwas komplexeren Live-Setup so.
Das ist einer der Gründe, warum ich mein eigenes Clocking-System entwickelt habe, damit ich jederzeit jeden einzelnen Teilnehme ins Timing der Gesamtsystems zurückholen kann.

Mit Deiner Beschreibung ist ja auch nicht gesagt, dass die TR-1000 der Verursacher des Problems ist. Der Fehler kann ja auch bei Oxi und/oder Hapax liegen.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Modulette und Audiohead
  • #36
Man sollte der Ehrlichkeit halber sagen: das ist bei jedem etwas komplexeren Live-Setup so.
Das ist einer der Gründe, warum ich mein eigenes Clocking-System entwickelt habe, damit ich jederzeit jeden einzelnen Teilnehme ins Timing der Gesamtsystems zurückholen kann.

Mit Deiner Beschreibung ist ja auch nicht gesagt, dass die TR-1000 der Verursacher des Problems ist. Der Fehler kann ja auch bei Oxi und/oder Hapax liegen.
Ja, das wäre auch meine Wahl und ich würde meine Multiclock mitnehmen. Aber als Clock-Empfänger ist die TR-1000 zu latent für mich. Dann reagiert alles träger auf der TR-1000.
 
  • #37
Aber als Clock-Empfänger ist die TR-1000 zu latent für mich. Dann reagiert alles träger auf der TR-1000.
Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Ich meine, ich glaube Dir das schon, aber verstehe nicht ganz, bei welcher Anwendung das auftritt.
Wenn ich das selbst hier ganz einfach ausprobiere und die Clock für den TR1000, entweder extern oder intern, nach vorne versetze, dann reagiert das Gerät nicht anders als intern synchronisiert.
 
  • #38
Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Ich meine, ich glaube Dir das schon, aber verstehe nicht ganz, bei welcher Anwendung das auftritt.
Wenn ich das selbst hier ganz einfach ausprobiere und die Clock für den TR1000, entweder extern oder intern, nach vorne versetze, dann reagiert das Gerät nicht anders als intern synchronisiert.
Das kann natürlich eine individuelle Wahrnehmung sein. Ich nehm das sehr wahr. Sogar bei Filter Sweeps. Die Timing-Geschichten wurde ausgiebig im TR-1000 Thread diskutiert und auch von Roland bestätigt. Das sind auch zwei verschiedene Dinge. Einmal die Phase, die man am Gerät oder einer "shiftbaren Clock" leicht kompensieren kann. Das andere ist eine erhöhte Latenz des Gerätes als Midi-Clockj Receiver. Wie oft erwähnt, muss das jeder für sich ausprobieren und entscheiden, ob es persönlich ein Faktor ist oder nicht.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: TommNoise
  • #39
Das kann natürlich eine individuelle Wahrnehmung sein. Ich nehm das sehr wahr. Sogar bei Filter Sweeps. Die Timing-Geschichten wurde ausgiebig im TR-1000 Thread diskutiert und auch von Roland bestätigt. Das sind auch zwei verschiedene Dinge. Einmal die Phase, die man am Gerät oder einer "shiftbaren Clock" leicht kompensieren kann. Das andere ist eine erhöhte Latenz des Gerätes als Midi-Clockj Receiver. Wie oft erwähnt, muss das jeder für sich ausprobieren und entscheiden, ob es persönlich ein Faktor ist oder nicht.
Alles klar, danke für die Erklärung. Ich selbst bemerke davon (glücklicherweise) tatsächlich überhaupt nichts. Weder bei den Parametern, noch beim live Eintappen. Beim live einspielen im INSTR REC mode sitzen die Schläge auch da, wo sie sollen.
Falls es da eine Latenz geben sollte, ist sie offenbar wesentlich kürzer als diese 50ms beim Sync. Denn das würde ich merken.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Modulette
×
Dir gefällt Sequencer.de? ❤️ Lasse dir unsere neuesten Inhalte in der Google-Suche ganz oben anzeigen!

Zurück
Oben