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OnTopic KI Workflow/Progress

  • Ersteller Ersteller K4c38v5kdz7rv-332
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Bitte genau im Thema bleiben (wie es im ersten Beitrag steht). Bei neuen oder anderen Themen bitte einen eigenen Thread aufmachen!
  • #31
Da bin ich komplett anderer Meinung.

Ich denke nicht, dass das eine Frage von Meinung ist, das ist eher, wie es aktuell halt ist.

Allerdings sollte man diese Diskussion wohl alle 2-3 Jahre noch mal aufs Neue führen. :)

Ich kann per Hand nicht mit der Performance mithalten, die die KI ausspuckt.

Ja Moment, du bist aber tendenziell eher ein "jeder", als dass du der Lead Developer oder Lead Architekt eines Produktes bist.

Du kannst ja mal dein KI erstelles Disk Streaming mit dem von Reaper vergleichen und mal schauen was performanter ist.

Ich möchte nicht wissen, wie viele Softwarebuden mittlerweile auch auf KI setzen. Ich glaube nicht, dass Steinberg, Ableton, Native Instruments usw. sich der Technologie verschließen.

90% benutzen Assistenz, aber niemand vibecoded.

Die Gründe für Letzteres liegen unter anderem auch außerhalb der Frage ob das mit KI nun überhaupt ginge oder nicht.

Ansonsten glaube ich wirklich, dass per Hand nur noch in der Ausbildung gearbeitet wird, so wie früher mit dem Taschenrechner:

Eine Ausbildung zum Applikationsentwickler ist mir nicht bekannt, und tatsächlich benutzt die junge Generation noch mehr KI Assistenz als die aktuell wirtschaftlich Tätigen es tun, weil es halt einfach Zeit spart.

Dennoch liegen die real existierenden Beispiele für Neuartiges oder besonders Gutes bei genau Null.

Ich lass mich da gerne überraschen, bestimmt kommt der Tag irgendwann.

Wenn man weiß, wie man das per Hand rechnet, kann man auch den Taschenrechner nutzen, vorher nicht.

Nur kann halt nicht jeder rechnen, das ungefähr war mein Punkt. :)
 
  • #32
https://claude.com/de/resources/articles/extending-claude-capabilities-with-skills-mcp-servers

Ich dachte, MCP-Server wären hier schon erwähnt worden, aber das fehlt offenbar noch.

Mit AGENTS.md bzw. CLAUDE.md, MCP-Servern und den verschiedenen Möglichkeiten, Skills, Subagents und sonstige Erweiterungen einzubinden, hat man, glaube ich, so ziemlich alles Relevante abgedeckt, was es aktuell in dem Bereich gibt.

Vibecoding würde ich das aber alles nicht nennen, die Diskussion läuft ja parallel. Ist wohl eher Ai-Assisted Software Development oder so..:cheer:
 
  • #34
90% benutzen Assistenz, aber niemand vibecoded.
Das sagen auch so einige bei uns in der Firma und offiziell gibt es auch Code Reviews, aber in der Realität ist das doch mehr Vibecoding als es kommuniziert wird. Den KI-Output kann man schon zeitlich gar nicht mehr komplett reviewen. Das meiste wird einfach durchgewinkt, es sei denn wirklich kritische Bereiche werden angefasst, aber ne neue WebGUI für ein Backend, das juckt nun wirlich kaum noch jemanden.

Was verstehst du denn unter Assistenz, so wie 2025 ein besseres Intellisense?
 
  • #35
Hier mal den Code für den Ladder Filter, also ich würde da nix mehr rausholen können, ein anderer bestimmt:
[...]
Das ist halt das was man rausbekommt ohne das man groß Arbeit rein steckt.

Es wäre vermutlich viel weniger Arbeit das einfach von einem Kollegen abzuschreiben oder es einzukaufen.

Was mir echt immer nicht so ganz klar ist:
Wie will denn jetzt jemand, der überhaupt nichts davon versteht, das überhaupt kontrollieren und testen?

Da ich z.B. kein C++ kann, kann ich das nicht lesen, verstehen und bewerten.

Und wenn du keine Ahnung von DSP hast oder nicht rechnen kannst, dann kannst du das auch nicht lesen, verstehen und bewerten.

Jemand, der das aber beides kann, der hat sich das vor 20 Jahren bereits geschrieben und muss jetzt nur noch seine eigene Klasse aufrufen, was 3 Sekunden dauert.

Und ginge es nur darum, das zu haben, dann braucht man das auch nicht mehr machen, denn es gibt ja bereits Hunderte davon.

In der Summe verstehe ich die gesamte Idee nicht dahinter, warum sich jeder, der einen Ladder filter braucht, sich jetzt mit KI einen selbst machen kann.
 
  • #36
Und wenn du keine Ahnung von DSP hast oder nicht rechnen kannst, dann kannst du das auch nicht lesen, verstehen und bewerten.
Ich kann C++ und das sieht für mich vom Code her gut aus. DSP kann ich nicht oder kaum und daher beurteile ich das nur nach Klang und ob es für meine Zwecke performant genug ist.

KI Coding ist halt eine neue Abstraktionsschicht. Wenn das Ergebnis für mich stimmt, dann hat sich das Projekt gelohnt. Klar, ich hätte es gern von Scratch selbst geschrieben und habe sowas vor Jahren auch mal angefangen, aber ich kann mir jetzt die Kernelemente bis ins Detail erklären lassen und wenn ich Themen nicht verstanden habe, kann ich mir das von der KI visualisieren lassen usw. und so fort. Sicher, das ist nicht dasselbe, aber es macht unglaublich viel Spaß und ich weiß jetzt wie ich so große Projekte allein auf die Beine stellen kann und das in ein paar Wochen anstatt in vielen Jahren und mit vielen Leuten.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • #37
Dir ist der Fachinformatiker Anwendungsentwicklung nicht bekannt, den es seit Jahrzehnten gibt?

Ich kenne niemanden, der das gelernt hat und deswegen jetzt kann was er kann.

Das fängt schon damit an, dass es so eine Blödsinnsausbildung nur in Deutschland und Österreich gibt. :)
 
  • #38
Früher habe ich diese beiden Bücher hier für meine Sachen zu Rate gezogen:
1792327236728.webp
 
  • #39
Früher habe ich diese beiden Bücher hier für meine Sachen zu Rate gezogen:

C/C++ Programmierung ist das eine. Da dann auch Tontechnik oder tontechnische Probleme
gut abzubilden das andere. Ich denke nciht, dass die großen Klassiker von Hardware Hall- oder
Multieffekten so gut waren, weil die Leute dahinter gut programmieren konnten, sondern
weil sie dazu auch Erfahrung als Musiker, Tontechniker/-ingi/-meister und vor allem an Instrumenten hatten.

Ein Geigenbauer baut keine gute Geige, nur weil er gut schreinern kann.
 
  • #40
Na klar, die Kombi von der Begeisterung Musik zu machen und dann noch die Fähigkeit des Programmieren war mal eine gute Voraussetzung, heute kann man sich das Programmieren fast schenken. Ich mache seit Anfang der 90er Elektronische Musik und weiß mittlerweile was ich will, was mumpitz ist und was ich von Audiophilen und Co halten kann.
 
  • #41
Das dachte ich auch vor 25 jahren, als ich meine ersten Plugins noch händisch programmierte.
Hatte aber weder infos im Netz und auch keine KI und auch keine Ahnung von Tontechnik,
dementsprechend waren auch die Ergebnisse :D

Mein Verzerrer war dann einfach nur das fahren gegen Null :D
Oder klang halt nachm Steinberg* Neon.
 
  • #42
Ja ganz so schlimm klingen meine Sachen jetzt nicht, finde ich, hier die 303 nach einem Tag Arbeit. Ob das jetzt alles perfekt Tontechnischen Prüfverfahren stand hält kann ich nicht sagen, hat beim Entwickeln vom ersten Soundtracker wohl auch keinen interessiert.

Anhang anzeigen 303Test.wav
 
  • #43
Klingt wie eine der ersten 303 Plugins. Wie Muon oder wie der hieß
 
  • #45
Das sagen auch so einige bei uns in der Firma und offiziell gibt es auch Code Reviews, aber in der Realität ist das doch mehr Vibecoding als es kommuniziert wird. Den KI-Output kann man schon zeitlich gar nicht mehr komplett reviewen. Das meiste wird einfach durchgewinkt, es sei denn wirklich kritische Bereiche werden angefasst, aber ne neue WebGUI für ein Backend, das juckt nun wirlich kaum noch jemanden.

Was verstehst du denn unter Assistenz, so wie 2025 ein besseres Intellisense?

Tja wo genau die Grenze ist weiß ich auch nicht und im Null Acht Fünfzehn Business Bereich vermutlich (im Moment noch?) egal.

Aber vemutlich ist die Grenze genau das, was du gerade angesprochen hast, nämlich dass mindestens mal noch vollumfänglich kuratiert werden muss, damit daran noch irgendwas "selbst gemacht" ist.
Aktuell ist es nur eine philosophische Frage, aber früher oder später wird man das wohl auch juristisch klären müssen.

Ich vermute allerdings mal, dass eure Firma Perlscripte verfasst oder Webshops bastelt, und nicht unbedingt Desktop Anwendungen erstellt - und schon gar nicht dabei Innovationen schafft und Standards setzt.

Von 100 Audio bzw. Plug-in Entwicklern, die ich kenne, sind ein Drittel Autiodidakten, ein Drittel Akademiker, und ein weiteres Drittel irgendwas dazwischen.

Steinberg* und Kracht waren reinrassige Autodidakten.

Lengeling ist Mediziner und sein Notator-Kollege (Name entfallen) hat irgendwas mit Technik studiert.

Die beiden Papis von Celemony sind ein Musikwissenschaftler und ein Autodidakt.

Die Köpfe hinter DP sind Musikwissenschaftler vom MIT.

Audio-Pioniere wie James McCartney, Sophia Poirer, Paul Kellet... sind alles 100%ige Autodidakten (genau wie Bill Gates oder Linus Torvalds, for that matter.)

Miller Puckette ist Mathematiker, Zicarelli hat irgendwas mit Kognition studiert, Scarletti ist Komponistin, Hebel hat immerhin theoretische Informatik studiert, aber auch dabei lernt man nicht coden.

Einzige Gegenbeispiel wäre der FL Typ, der hat das Programmieren wohl tatsächlich ausbildungsmäßig gelernt.

Gäbe es irgendwas Relevantes, was eine KI gemacht hätte, dann gehe ich davon aus, das wir das alle kennen würden.

Im Bereich Health Care kommen heute mehr als Hälfte aller Innovationen von KI Agenten, aber bei Musiksoftware behaupte ich, dass das eine fette Null steht und kann das auch begründen.

Für mich persönlich fiele alles noch unter "Assistenz", bei dem eine Interaktion von User und Agent stattfindet, bei der der User aber die Fäden in der Hand hält und sich tatsächlich noch als Ingenieur betätigt und eigene Entscheidungen trifft.
 
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  • Daumen hoch
M.i.a.u.: K4c38v5kdz7rv-332
  • #49
Frag doch deine KI einfach wo sie den Code geklaut hat, dann wisst ihr es. :)
Wenn man mit KI nur geklauten Code nutzen könnte, dann wäre mein Projekt auf Arbeit mit KI gar nicht möglich, da es dazu nichts im Netz gibt. Das ist also völliger Unsinn dass alles nur geklaut ist. Die KI kann schon selbstständig sich Schaltpläne anschauen und die z.B. nach Wave Digital Filter modellieren, da muss nichts geklaut werden.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: ecaep
  • #50
Ich kenne niemanden, der das gelernt hat und deswegen jetzt kann was er kann.

Das fängt schon damit an, dass es so eine Blödsinnsausbildung nur in Deutschland und Österreich gibt. :)

Eieiei, was ist an diesem Beruf Blödsinn?

Tja wo genau die Grenze ist weiß ich auch nicht und im Null Acht Fünfzehn Business Bereich vermutlich (im Moment noch?) egal.

Aber vemutlich ist die Grenze genau das, was du gerade angesprochen hast, nämlich dass mindestens mal noch vollumfänglich kuratiert werden muss, damit daran noch irgendwas "selbst gemacht" ist.
Aktuell ist es nur eine philosophische Frage, aber früher oder später wird man das wohl auch juristisch klären müssen.

Ich vermute allerdings mal, dass eure Firma Perlscripte verfasst oder Webshops bastelt, und nicht unbedingt Desktop Anwendungen erstellt - und schon gar nicht dabei Innovationen schafft und Standards setzt.

Von 100 Audio bzw. Plug-in Entwicklern, die ich kenne, sind ein Drittel Autiodidakten, ein Drittel Akademiker, und ein weiteres Drittel irgendwas dazwischen.

Steinberg und Kracht waren reinrassige Autodidakten.

Lengeling ist Mediziner und sein Notator-Kollege (Name entfallen) hat irgendwas mit Technik studiert.

Die beiden Papis von Celemony sind ein Musikwissenschaftler und ein Autodidakt.

Die Köpfe hinter DP sind Musikwissenschaftler vom MIT.

Audio-Pioniere wie James McCartney, Sophia Poirer, Paul Kellet... sind alles 100%ige Autodidakten (genau wie Bill Gates oder Linus Torvalds, for that matter.)

Miller Puckette ist Mathematiker, Zicarelli hat irgendwas mit Kognition studiert, Scarletti ist Komponistin, Hebel hat immerhin theoretische Informatik studiert, aber auch dabei lernt man nicht coden.

Einzige Gegenbeispiel wäre der FL Typ, der hat das Programmieren wohl tatsächlich ausbildungsmäßig gelernt.

Gäbe es irgendwas Relevantes, was eine KI gemacht hätte, dann gehe ich davon aus, das wir das alle kennen würden.

Im Bereich Health Care kommen heute mehr als Hälfte aller Innovationen von KI Agenten, aber bei Musiksoftware behaupte ich, dass das eine fette Null steht und kann das auch begründen.

Für mich persönlich fiele alles noch unter "Assistenz", bei dem eine Interaktion von User und Agent stattfindet, bei der der User aber die Fäden in der Hand hält und sich tatsächlich noch als Ingenieur betätigt und eigene Entscheidungen trifft.

Also min. 2 Deiner Beispiele sind nicht zutreffend und den Rest will ich nicht überprüfen, jedoch meine ich, dass Thorvals Informatiker ist und Gates hat min. Informatikkurse an der Uni belegt.

DSP-Entwicklung sich selbst zu erarbeiten ist eher unüblich. Primär geht es da doch nicht um die Entwicklung von Audio-Plugins, was ich schon eher als eine brotlose Kunst bezeichen würde. Aber ein Studium der Elektrotechnik/Elektronik/Nachrichtentechnik/Mathematik und Informatik (mit Spezialisierung) ist da schon hilfreich. D.h. nicht, dass es ein Autodidakt nicht auch schaffen könnte, sich die Grundlagen zu erarbeiten. Jedoch ist Programmierung und DSP-Entwicklung doch schon ein großer Unterschied - vorsichtig ausgedrückt.
 
  • #51
Ein autodidaktisches Selbststudium würde ich nicht unterschätzen. Wer diese Form zur Herzensangelegenheit macht, kommt oft zu besseren Ergebnissen und fundierteren Erkenntnissen - Mal ausgenommen die Nachteile keinen Zugriff auf kostenintensive Materialien oder Einrichtungen zu haben.
 
  • #52
ein ladderfilter ist halt meistens eher keine modellierung eines analogen signals, deiner z.b. benutzt für die sättigung nur eine simple trigonometrische funktion - was ja auch völlig ausreichend ist in der praxis.

aber wenn du schaltpläne eingelesen hast, dann ist ja jetzt geklärt wo es geklaut wurde.

du arbeitest also mit "primärquellen" und bist von daher auch in der lage die völlig falsche schaltung, die roland da damals verbockt hat, und die wir alle lieben, korrekt nachzubilden, das ist schon mal gut.

wozu man überhaupt etwas bauen sollte, was es schon gibt, dazu kennst du meine meinung, aber das hat dann nichts mehr mit "workflow" zu tun und ich mache es daher nicht noch mal auf. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #53
Eieiei, was ist an diesem Beruf Blödsinn?

Naja ein Ausbildungsberuf, der dazu führt, dass die Leute nachher nicht in diesem Beruf arbeiten?

Um sich dann von Schlubbrechern wie mir erklären lassen zu müssen wie man sinnvoll an Softwarearchitektur herangeht?

Es ist doch beschreibend, dass ganz offenbar Autodidaktentum oder ein wissenschaftliches Studium viel besser dazu geeignet ist später mal Entwickler von mehr oder weniger relevanten Dingen zu werden.

Stell die mal vor du hast den Beruf vor 20 Jahren gelernt und willst jetzt in Frankreich einen Angestelltenjob als Entwickler haben. Diesen Beruf und diese Ausbildung gibt es dort aber nicht. Außerdem wird in der Industrie jetzt überall mit KI Assistenz gearbeitet. Die gabs aber vor 20 Jahren in deiner Ausbildung nicht. Genauso wenig wie Rust, oder Swift, oder PPC, oder Homeoffice oder chinesische Stakeholder. Alles, was man damals gelernt hat, kann man heute wegschmeißen.

Also min. 2 Deiner Beispiele sind nicht zutreffend und den Rest will ich nicht überprüfen, jedoch meine ich, dass Thorvals Informatiker ist und Gates hat min. Informatikkurse an der Uni belegt.

Die Frage ist halt ob man in einem Informatikstudium wirklich lernt wie man Desktopsoftware entwickelt.

DSP-Entwicklung sich selbst zu erarbeiten ist eher unüblich.

Ihr könnt ja gerne mal ein paar Beispiele nennen wo jemand das in einer Ausbildung gelernt hat.

Natürlich ist Mathematik oder Informatik recht dicht dran und man kann sich da viel Fachliches rausziehen, was man ja auch braucht.

Aber wenn du dir mal anschaust was die Leute gelernt und studiert haben, die das Zeug vorangebracht haben, dann sieht es da Berufsprogrammemachern eher mau aus.

Eigentlich ist das doch selbsterklärend bei einer Ausbildung, die es nur im deutschsprachigen Raum und erst seit 20 Jahren gibt, oder? Welche Relevanz könnte die denn schon haben? :)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #54
wozu man überhaupt etwas bauen sollte, was es schon gibt, dazu kennst du meine meinung,
Weil der neue Weg dahin für mich interessant ist. Es war eine Challenge ob ich in der Lage bin als Einzelperson eine DAW mit allen Instrumenten und FX in Wochen auf die Beine zu stellen, die für mich so gut ist, dass ich die großen Player in dem Segement nicht mehr brauche. Das alles war vor ein paar Monaten noch nicht möglich gewesen, jedenfalls nicht in der Form.

Es ist einfach mein Weg mich mit den neusten Technolgien der Entwicklung auseinanderzusetzen.

Wozu bauen die Menschen Sachen die es schon gibt? Wozu machen Menschen Musik die es schon gibt? Wozu malen Leute Bilder die es schon gibt? Wozu erzählen Leute Geschichten die schon mal erzählt wurden? ....

Wenn hier einer meint die 303 von oben klingt wie die Muon Tau2, ja dann hört er das so, andere hören was anderes, ich auch. Wer bin ich ihm zu sagen was er hören soll? Aber als Tontechniker würde ich ihn mit den Ohren nicht engagieren😂 Ich finde den Klang für ein Tag Arbeit ganz in Ordnung, aber über Geschmack lässt sich ja schlecht streiten.

Am Ende habe ich einen Riesenspaß an dem Projekt und allein das ist es schon wert.
 
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  • #55
Weil der neue Weg dahin für mich interessant ist.

Das ist alles legitim und nachvollziehbar in Bezug auf das Individuum.

Streiten möchte einzig um die Frage ob das deswegen jetzt jeder kann oder gar muss, um wettbewerbsfähig/kreativ/(oder was auch immer das Ziel ist) zu sein.

Wozu bauen die Menschen Sachen die es schon gibt? Wozu machen Menschen Musik die es schon gibt? Wozu malen Leute Bilder die es schon gibt? Wozu erzählen Leute Geschichten die schon mal erzählt wurden? ....

Ja, sagt mir Bescheid wenn es die Wissenschaft herausgefunden hat.

Wenn hier einer meint die 303 von oben klingt wie die Muon Tau2, ja dann hört er das so, andere hören was anderes, ich auch.

Er hat halt nicht verstanden, dass Kognition subjektiv ist.

Wir könnten theoretisch leicht überprüfen, wer von Euch Recht hat, wenn das irgendwie wichtig wäre.

Mir persönlich wäre es allerdings bei Audio DSP zu wenig, mich auf meine Ohren zu verlassen, und das obwohl meine Ohren ja die einzig richtigen Ohren sind während Eure alle falsch hören.

Es gibt Sachen, die misst mal lieber nach oder rechnet sie sich vorher aus.

Und falls du jetzt denkst "das macht die KI aber doch auch", hast du natürlich Recht.

Ne echte 303 rauscht wie Sau. Das in 1998 durch Nachbearbeitung wieder wegzubekommen war ein Scheißproblem.
 
  • #56
Ja, was soll ich sagen, mir gefällts und es ist ja auch nichts was ich für die Öffentlichkeit mache, außer dann die Musik, die ich damit mache mal auf Soundcloud und Bandcamp hochzuladen und zu schauen ob es jemand auffällt dass das nicht mit kommerzell professionellen DAW + Plugins gemacht wurde. Natürlich nicht unter dem Pseudonym hier.

Der Vorteil für mich an dem Projekt ist auch dass ich mir nie wieder ein DAW Update oder Plugin kaufen muss, da ich ja nun in der Lage bin mir meine Sachen selbst basteln zu lassen. Und wenn ich sone 303 in einem Tag hinbekomme, was kommt dann bei raus wenn ich da einen Monat dran sitze und das alles viel mehr feintune und anpasse?

Wir könnten theoretisch leicht überprüfen, wer von Euch Recht hat, wenn das irgendwie wichtig wäre.
Ne nicht wirklich.
 
  • #57
Naja ein Ausbildungsberuf, der dazu führt, dass die Leute nachher nicht in diesem Beruf arbeiten?

Um sich dann von Schlubbrechern wie mir erklären lassen zu müssen wie man sinnvoll an Softwarearchitektur herangeht?

Es ist doch beschreibend, dass ganz offenbar Autodidaktentum oder ein wissenschaftliches Studium viel besser dazu geeignet ist später mal Entwickler von mehr oder weniger relevanten Dingen zu werden.

Stell die mal vor du hast den Beruf vor 20 Jahren gelernt und willst jetzt in Frankreich einen Angestelltenjob als Entwickler haben. Diesen Beruf und diese Ausbildung gibt es dort aber nicht. Außerdem wird in der Industrie jetzt überall mit KI Assistenz gearbeitet. Die gabs aber vor 20 Jahren in deiner Ausbildung nicht. Genauso wenig wie Rust, oder Swift, oder PPC, oder Homeoffice oder chinesische Stakeholder. Alles, was man damals gelernt hat, kann man heute wegschmeißen.



Die Frage ist halt ob man in einem Informatikstudium wirklich lernt wie man Desktopsoftware entwickelt.



Ihr könnt ja gerne mal ein paar Beispiele nennen wo jemand das in einer Ausbildung gelernt hat.

Natürlich ist Mathematik oder Informatik recht dicht dran und man kann sich da viel Fachliches rausziehen, was man ja auch braucht.

Aber wenn du dir mal anschaust was die Leute gelernt und studiert haben, die das Zeug vorangebracht haben, dann sieht es da Berufsprogrammemachern eher mau aus.

Eigentlich ist das doch selbsterklärend bei einer Ausbildung, die es nur im deutschsprachigen Raum und erst seit 20 Jahren gibt, oder? Welche Relevanz könnte die denn schon haben? :)
Das ist ein anderes Problem.
Viele Leute studieren/lernen etwas, weil sie meinen, sie könnten damit Geld verdienen, und nicht, weil sie sich wirklich dafür interessieren. Es werden nur die herausragen und langfristig bestehen, die sich dafür interessieren. Liegt in der Natur der Sache. Nichts destotrotz, wird sich ein nicht geringer Anteil der Menschen auch wirklich für die Dinge interessieren, die er lernt, schon allein deshalb, weil es die Grundvoraussetzung für nachhaltiges und effektives Lernen ist.

Und ja, im Informatikstudium lernt man auch programmieren, sollte es aber schon vorher in Teilen können, weil man sich ja auch dafür interessiert hat.

Na ja, und der Fachinformatiker ist doch im IT-Bereich wirklich sehr sehr weit verbreitet. Wie die das in Frankreich nennen ... keine Ahnung. Der sollte aber auch Deine Desktopsoftware hinbekommen, was prinzipiell kein Problem darstellen sollte. Der Punkt ist doch eher die Programmlogik, was i.d.R. wieder eine weitere Spezialisierung bedingt. Man will doch mit der Software ein spezielles Problem lösen.

Dein gefordertes Beispiel eines gelernten Softwareentwicklers, wäre Linus Thorwalds, Stroustrup (C++), die Google-Gründer, Zuckerberg ...

Lernt man im Informatikstudium, wie man Desktopsoftware entwickelt? Wenn man sich dafür interessiert, bekommt man einen Grundstock an Wissen und kann irgendwo als Junior anheuern. Man kommt jedoch nicht umhin, erstmal zu verstehen, auch in der Theorie, wie Programmierung und Software funktioniert. Dann kommt doch erstmal die Praxis.
 
  • #60
Klar kann man das alles tun. Ich habe einen anderen Weg gewählt.
Na ja, und der Fachinformatiker ist doch im IT-Bereich wirklich sehr sehr weit verbreitet.
Na klar sind sie das, wir haben Informatiker mit Master die unserem Fachinformatikern nicht das Wasser reichen können und umgekehrt. Es hängt immer vom Menschen ab!
 
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