Sammlung Kleine (oder große) Ideen, Entdeckungen und Tricks Für den Modular

MvKeinen
MvKeinen
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Hi,

Es gibt ja im Mod wiggler Forum einen coolen "today my small discovery was..." thread. Da der aber leider etwas zugemüllt wird wie vieles dort wäre es doch toll hier sowas auch zu machen.

Es geht um Tricks und Entdeckungen die man gemacht hat und von denen man denkt, dass sie auch für andere hilfreich sein könnten. Dabei wäre es gut wenn diese Methoden mit relativ gebräuchlichen (standart) Modulen reproduzierbar sind. Also nicht "Rings into Clouds" :) Am besten wäre es diese Methoden nicht an bestimmten Modulen festzumachen, sondern das allgemein zu halten. Natürlich kann man gerne bei der Diskussion der Methoden auch über spezifische Module reden.

Auch und gerade sehr einfache Sachen sind erwünscht.
Kommentare wie
  • "das ist doch ein alter Hut"
  • "nimm doch einfach einen Sampler"
  • "ist ja viel zu aufwändig, kauf Dir doch ein Voice Modul!"
eher nicht.

Noch toller wäre es dann wenn andere User diese Ideen dann aufnehmen, diskutieren und mit ihrem Fachwissen und Erfahrungen ergänzen könnten.
  • Hast Du mal eine Abkürzung entdeckt um Module zu "sparen"?
  • Dachtest Du mal: "wow, hätte ich das früher gewusst!"?
Immer her damit!!

Muss auch überhaupt nicht so ausführlich sein wie ich das jetzt mache.

Ich fang mal an:
  • Noise -> Filter res -> Ring mod:
    • Für synthetische Cymbals mit dem Modular ist ein Ring modulator ne tolle Sache. Cymbals sind Physikalisch gesehen eine extrem komplexe Sache. Die übliche Methode mit 5 oder mehr square oscs funktioniert ja schon klingt aber auch sehr elektronisch und ist begrenzt. Die übliche Ring modulator Anwendung mit 2 oscs ist zu tonal für Cymbals. Nur Rauschen ist zu atonal. Gefiltertes Rauschen mit etwas Resonanz geht schon eher in die Richtung und kann für Snares zB. ausreichen. Hier simuliert die Resonanz den Körper der Snaredrum. Mit eimen nicht zu engen (Bandbreite) BP filter habe ich da gute Ergebnisse gehabt. Für Cymbals hab ich aber mit folgender Methode erstaunlich akustisch klingende entdeckt.
      • Das Patch in der einfachsten Form: Rauschen -> Bp oder Hp filter -> Ringmodulator <- Osc | VCA.
      • Der Osc kann hier auch durch ein zweites gefiltertes Rauschen ersetzt werden.
    • Wenn man jetzt die Resonanz der Filters kurz vor die Selbstoszillation hat man schon eine tonale Komponente mit der der Ringmodulator seinen Job machen kann. Richtig gut wirds wenn man die Resonanz per CV steuern kann. (Wenn nicht geht das auch mit einem externen feedback (Filteroutput mit Input mixen) bei dem man per VCA den Pegel des Feedbacks steuert) Mit einer AR Env kann man eine übliche Eigenschaft von Becken simulieren: Der Sound fängt relativ tonal an und mit zunehmender Zeit wird es dann atonal. Je mittiger der drummer auf das Becken schlägt desto länger herrscht die Tonalität des Sounds vor (Bell). Sehr wichtig für den Charakter des Sounds ist natürlich Form der Lautstärkehüllkurve. Dazu der nächste Tip.
  • Compressor und sogar Hall sparen für percussives:
    • Knallige 80er Jahre Snares machen Spass und werden soweit ich weiss oft mit Compressoren gemacht. Der macht aber auch nichts anderes als den Lautstärkeverlauf eines Sounds zu verändern. Da kann man auch gleich die VCA Hüllkurve modifizieren. Hierzu eine einfache AR Env mit minimalem Attack nehmen. Logarithmische Decayphase = Compression = Elektro Snare. Exponentielle Decayphase = eher akustischer Verlauf. Extrem exponentiell = Hall. (ok nicht wirklich, aber die Wirkung kann ähnlich sein)
      • Subtip 1: Eine exponentielle Env erhält man auch wenn man eine lineare env per VCA mit sich selbst verstärkt.
      • Subtip 2: Eine logarithmische env erhält man auch wenn eine lineare env ihre eigene Decayzeit moduliert. Hier ändert sich allerdings anders als bei Subtip 1 die Gesamtlänge der Decayphase.
  • ADSR Hüllkurven können manchmal mehr West Coast sein als AD/AR:
    • Ich bin ja schon froh, dass sich bei Synthesizern die West Coast und East Coast leute nicht gegenseitig erschiessen wie im HipHop :cool:. Variable Gate length in verbindung mit ADSR envs wird oft unterschätzt. Ich hab allerdings nur die SystemX Env ADSR von Frequency Central, davon allerdings 3 Stück weil die Saugut ist und die Instuo Ceis. Daher bin ich mir nichtganz sicher ob das bei allen funktioniert. Die zuerst genannte hat keine CV inputs für die Phasenlängen, was mich zuerst geärgert hat. Wenn man diese aber für AD/AR Anwendungen benutzt (Sustain auf minimal) ergibt sich folgende Möglichkeit: Abhängig von der Gatelänge ist entweder der eingestellte Decaywert oder der Releasewert für das Release zuständig. So hat man immerhin zwei verschiedene Decayzeiten was oft vollkommen ausreicht. Toll zB. für die Tonhöhenbeugung bei Bass drums. Mit Finetuning und minimaler CV -> Gatelength kann man in Fällen wo das Gate-Off zeitlich in die Decayphase fällt sehr variable Hüllkurvenformen erreichen. Natürlich kann man hier auch mit dem Sustainwert spielen.

So das reicht erstmal Ich hab noch ein paar mehr sachen und notiere das stichwortartig um das in späteren Posts ausführlich zu beschreiben:
  • delay feedback negativ env follower
  • comparator sparen für probability
  • lfo -> ringmod
  • lfo -> recifier
  • Gate oder Square LFO -> S&H für zeitliche Quantisierung von gates

Bitte nicht von der Ausführlichkeit meiner Ausführungen abschrecken lassen.
 
MvKeinen
MvKeinen
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  • Comparator sparen für Probability:
    • Wenn man sich klarmacht, dass Comparatoren ein interner Teil vieler Module sind kann man mit dem (polarized) Mischen einer stepped random voltage und einem Gate signal eine schöne Probability Funktion erreichen. Das Random sollte bei jedem Gate-On einen neuen Wert annehmen und sich eher im negativen Bereich befinden, bzw. im Pegel den Schwellwert des folgenden Moduls nicht überschreiten. Viele (alle?) Trigger und Gate Eingänge haben einen Comparator, ob das jetzt bei Envelopes, LFO Sync oder digitalen Logikmodulen ist. Feinjustierung des Mischverhältnisses zwischen von Gate und stepped CV ergibt die Probabiltiy. Sinnvoll zB für Acid bass lines um die Filterenv nicht immer zu triggern. Wenn man das random mit einem LFO -> S&H erzeugt ergeben sich auch nette rythmische Überlagerungen. Apropos Gates mischen: Wird oft unterschätzt. Gerade wenn es ein Polarized Mixer ist und man mehrere rythmisch interessante Gates unterschiedlicher Länge hat für CVs jeglischer Art. Hier kann man sich auch gut Gates aus anderen Stimmer leihen wenn man zB ein Liveact setup plant und module (in dem Fall Sequenzer) sparen will. Mixer kann man sowieso nicht zu viele haben.
 
sushiluv
sushiluv
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Hi,

Es gibt ja im Mod wiggler Forum einen coolen "today my small discovery was..." thread. Da der aber leider etwas zugemüllt wird wie vieles dort wäre es doch toll hier sowas auch zu machen.
Zumüllen kommt hier ja kaum vor :)

Passive LPG´s, wie zb das Meng-Qi DLPG, kann man auch als Envelopes für zb. Filter verwenden.
 
Crossinger
Crossinger
Dilettant™
Cooler Thread! 👍

Nachfolgend ein "Poor Man's Logic". Ich hatte vor ewigen Zeiten dieses Bild schon mal bei modwiggler gepostet. Obwohl ich (aus diversen Gründen) inzwischen ein Logic-Modul habe, ist das hier immer noch eine interessante Variante:

A150_Poor_Man_Logic.PNG

EDIT: Ok, damit es nicht allein beim Doepfer A-150 bleibt, hier noch etwas Erklärbär: Das A-150 ist ein "Voltage Controlled Switch (VCS)". Wenn am CV Eingang ein Signal von ~2.5V oder höher anliegt, dann schaltet der Switch auf I/O 2, sonst fällt er auf I/O 1 zurück. Das kann man sich für eine einfache Logikmatrix wie im Bild gezeigt zunutze machen.

"0": es liegt kein Signal an
"1": es liegt ein Signal von 2.5V oder höher an.

Die 5V habe ich als "typisches" Gate angegeben. Aber eigentlich ist alles erlaubt, was den Switch im Modul auslöst, also auch 3V oder 10V.
 
Zuletzt bearbeitet:
sushiluv
sushiluv
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Cooler Thread! 👍

Nachfolgend ein "Poor Man's Logic". Ich hatte vor ewigen Zeiten dieses Bild schon mal bei modwiggler gepostet. Obwohl ich (aus diversen Gründen) inzwischen ein Logic-Modul habe, ist das hier immer noch eine interessante Variante:

Anhang anzeigen 128032

EDIT: Ok, damit es nicht allein beim Doepfer A-150 bleibt, hier noch etwas Erklärbär: Das A-150 ist ein "Voltage Controlled Switch (VCS)". Wenn am CV Eingang ein Signal von ~2.5V oder höher anliegt, dann schaltet der Switch auf I/O 2, sonst fällt er auf I/O 1 zurück. Das kann man sich für eine einfache Logikmatrix wie im Bild gezeigt zunutze machen.

"0": es liegt kein Signal an
"1": es liegt ein Signal von 2.5V oder höher an.

Die 5V habe ich als "typisches" Gate angegeben. Aber eigentlich ist alles erlaubt, was den Switch im Modul auslöst, also auch 3V oder 10V.
Zusatz: AND kann man auch mit einem VCA machen.
 
sushiluv
sushiluv
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Offset ist oft gut um bei Modulen einen erweiterten Reglerbereich zu erreichen.
Beispiel: Die PWM am Furthrrrr Generator ist immer hörbar, mit Offset kann man sie ausdünnen bis die Pulswelle unhörbar ist
 
MvKeinen
MvKeinen
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Apropos Logik: Ich hab erste neulich realisiert, dass ein passives OR modul auch als MAX funktioniert. Die MAX Funktion find ich praktisch zum Zusammenführen von CVs die beim mixen sonst zu sehr heruntergepegelt werden müssten. Beispiel Env und LFO. Wenn man die mixt wird die env oft vom LFO "verschluckt" bzw. umgekehrt. Bei analog OR und verherigem attenuieren passiert das nicht. Allerdings muss der lfo in den positiven bereich geschickt werden damit die negative Halbwelle nicht durch das OR abgeschnitten wird.
 
MvKeinen
MvKeinen
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Seit ein paar wochen bin ich voll begeistert von einer Patchidee mit einem Delayfeedback. Da ich oft auf subtraktiver Basis arbeite was IMO nach wie vor besonders am modular sehr ergiebig ist tut es oft gut da mal rauszubrechen und erweiterte Klangmöglichkeiten mit einem resonierendem Delayfeedback (extrem kurzes Delay) zu erforschen. Da geht sehr viel in Richtung kleine Resonanzkörper bis hin zur Badezimmerakustik. Was da sehr interessant klingt sind die Bereiche kurz vor der Resonanzkatastrophe, da passiert so viel, dass man da mit winzigen regelbewegungen sehr viel unterschiedliches erreichen kann. Problematisch ist es aber in diesem Bereich zu bleiben ohne dass das Signal entweder "verhungert" oder in ein unbrauchbares Pfeifen übergeht. Gerade wenn man live spielen will hat man ja schon ne große Verantwortung für das Wohlergehen des Publikums. Wenn man dabei Vorsichtig ist kann es sein, dass das Nutzsignal zu leise ist um sich im Mix durchzusetzen. Am Ende der Signalkette dann mit 10facher Verstärkung zu arbeiten ist auch nicht immer so toll wegen dem Rauschabstand.

Es geht also darum ein sich selbst korrigiernedes Patch zu erstellen.

Code:
Signal -> Mixer -> Delay -> Multimodefilter -> VCA ---->|-------> Signal
            ^                                   ^       |
            |                                 CV-in     |
            |                                   ^       |
            |                                   |       |
            |                              -x + offset  |
            |                                   ^       |
            |                                   |       |
            |                            Env-follower <-|
            |                                           |
            ^-------------------------------------------|

Funktionsweise:

Je Grösser die Amplitude im Feedback desto mehr dämpft der Follower das signal. Man kann zusätzlkich in den Feedbackpfad noch etwas saturierendes einfügen. Nach feinjustierung der Parameter haben wir dann nichtmehr einen winzigen bereich der gut klingt sondern können wild an vielen reglern schrauben und bleiben immer im Bereich kurz vor der Resonanzkatastrophe. Was da für Klänge rauskommen ist teilweise der Hammer.
 
stuartm
stuartm
organisateur de bataille
Meine "Entdeckung" von letzter Woche: Hüllkurven als Folge-Oszillator.

Ein Rechteck-Oszillator fungiert als Gate für eine (ADSR) Hüllkurve.
Wenn die Hüllkurve schnell agiert und kurz genug eingestellt ist, bekommt man ein Signal mit der gleichen Frequenz wie der Haupt-Oszi, aber mit "scharfen" Spitzen. Diese lassen sich widerum mit größeren Attack-Zeiten etc. abdämpfen.
Den Ausgang der Hüllkurve als Audio dann wieder mit dem Hauptoszi zusammengemischt gibt interessante Wellenformen.

Ich hab das mit den beiden ADSRs SystemXEnv und CEMvelope von FrequencyCentral probiert.
Die SystemX ist extrem schnell und macht auch bei hohen Frequenzen noch extrem steile Attacks, sprich sehr scharfe Spitzen im Signal.
Die CEMvelope ist da etwas träger, funktioniert aber auch. Bei längeren Attackzeiten hatte ich sogar dein Eindruck das sich Subharmonische einstellen, hab das aber bislang noch nicht reproduzieren können.
Beide haben auch eine invertierte Hüllkurve als Ausgang, je nach dem welche Welle vom Hauptoszi man dazu mischt ergeben sich auch damit andere Wellenformen.

Über die Pulsweite vom Hauptoszillator lässt sich der Anteil vor/nach Release steuern.
Ein weiterer Kniff wäre jetzt noch CV-Kontrolle der ADSR-Parameter, hab ich aber bei meinen vorhandenen Module leider nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
siebenachtel
siebenachtel
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Es geht also darum ein sich selbst korrigiernedes Patch zu erstellen.
Envelope Follower sind ein richtig grosser Trick, wenn man es erst mal entdeckt hat !
Volle zustimmung

...und die " (patchmässige-) verfügbarkeit" im modular/Euro eine der ganz grossen stärken dieser Plattform !


es geht aber oft auch einfacher, z.bsp. bei in die module integrierten feedbacks, wo man ja gar nicht volle patchbarkeit hat.
Dann kann es sehr nützlich sein CV signale an verschiedene destinationen zu senden. Damit kann man auch rumtricksen.
Manchmal gegenläufig, manchmal plus zusätzlichem offset,....wie du das in deiner Grafik auch mit reingenommen hast.


auch hier ein wichtiger punkt für euro:
vorausgesetzt man hat die nötigen "kleinen helferlein" zur Hand, kann man immer auch CVs mit offsets mischen,
UND: hats im direkten manuellen zugriff.......was weiteres jammpotential bedeutet.
 
siebenachtel
siebenachtel
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Wenn die Hüllkurve schnell agiert und kurz genug eingestellt ist, bekommt man ein Signal mit der gleichen Frequenz wie der Haupt-Oszi, aber mit "scharfen" Spitzen. Diese lassen sich widerum mit größeren Attack-Zeiten etc. abdämpfen.
yup ! ...und patch mal noch nen justierbaren clock divider mit rein, wie von 4ms z.bsp. ;-)

ich nutze die WMD MME envelope, da kannste auch noch die kurve einstellen.
mit der art patches kann man krasse sachen machen die in das buchla "ratter VCO" patches reingehen.....aber auch darüber hinaus.

geht noch übler:
mit modulen wie PEG (4ms), was btw. den clock divider schon mit drin hat !....aber nicht CV-bar iirc,
jetzt anfangen das ganze auch noch über die sync inputs vom VCO zu verbinden.
Da gehen ganz gestörte patches, die wenn sie gut ausjustiert sind, schon sehr geile klingen können.

Ich bhab dazu den WMD phaseoszillator* benutzt gehabt iirc, ......und noch A-133, VC polariser jeweils in die verbindungen gehängt.
* D.h. Alles wo man phasenlage (bei VCOs) oder "skew" ( bei ADs/LFOs) auch modulieren kann öffnet nochmals Türen.
und zwar die mit entscheidenden (edit: für was "ich" gesucht hab) !!! .....weil: jetzt kann man frequenzen + Frequenzverhältnisse beibehalten,
----> kann aber das geiere was entstehen kann justieren, kontrollieren, und jammen. (trifft natürlich vor allem auf patches zu die nicht rein im VCO speed laufen.
Also z.bsp. patches die hin und her gehen im speed/pitch)

schnelle delays könnte man auch noch mit reinnhemen, was auch ne kontrolle von ner art "pseudo-phasenlage" bringen könnte.
"Das" hatte ich gar nie gemacht. Neuer Gedanke :lol:
Mit dem delay könnte man es vor allem auch glitchen lassen, innerhalb gewisser -gemässigter- Frequenzbereiche. Denk ich mal.


Hab ich seit jahren nicht mehr so gepatcht !!
war aber ein grund wieso ich gewisse Module nie verkauft hab.
/ wir reden hier modular in reinkultur........mir bekommts lust zu patchen.......(ich patche ja nur noch sehr wenig rum)
 
MvKeinen
MvKeinen
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Meine "Entdeckung" von letzter Woche: Hüllkurven als Folge-Oszillator.
Geil! Das hab ich bisher nur mal angekratzt mit dem Maths. Dein Patch muss ich unbedingt ausprobieren! Vielleicht kann man das sogar mit dem ADSR "Trick" aus meinem Anfangspost kombinieren. Da müsste die negative Halbwelle des oscs in die Decayphase fallen, kann man ja mit der Pulsweite genau anfahren. Aber ob as im Audiobereich Sinn macht weiss ich nicht. Die SystemX Env ist halt schon der Kracher und Saugünstig dazu. Da Du die CEMvelope ansprichst: Wie würdest Du die im Vergleich beschreiben?

Leider kann ich grad nicht abpatchen weil ich derzeit aufnehme. Das ist zB ein kleiner Nachteil beim modular, Man kann wärend Aufnahmesessions nicht kurz mal was anderes ausprobieren. Daher sollte jeder Modularist sein System ein zweites Mal kaufen .:selfhammer:

Bezüglich Subharmonien ist der Maths sehr interessant, weil CH1 während der attackphase nicht re-triggert. Da ist der attackregler gleichzeitig der Clockdivider. Mit de Folgemöglichkeiten die sich im Maths ergeben ist das sehr geil!
 
stuartm
stuartm
organisateur de bataille
Da Du die CEMvelope ansprichst: Wie würdest Du die im Vergleich beschreiben?

Bislang war mir da kein (hörbarer) Unterschied aufgefallen, aber im Audio-Bereich scheint die SystemX noch deutlich schnelleren Attack zu haben als die CEMvelope.
Dafür ist die CEMvelope einfacher zu bauen - weniger Bauteile, da ja das meiste im 3310 passiert.
 
MvKeinen
MvKeinen
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Modulation von Envelope times macht grundsätzlich Spass. Minimale Modulation von zB decay kann viel Bewegung in den Sound bringen und kann menschliche imperfektionen beim Anschlag eines Instrumentes bringen.

Wenn man das etwas verstärkt, also die Modulationstiefe auf env phase erhöht ist das gerade für Leadsounds oder Bass nett, man muss allerdings damit rechnen das sich bei einer kontinuierlichen CV der Charakter der Phase verändert. Wenn sich also der Decay Wert während der Decayphase ändert. Das kann natürlich gut sein aber auch ungewollt. Um das zu verhindern schick man die VC in ein S&H welches immer dann einen Wert ausspuckt wenn die env getriggert wird. Wenn Die env geloopt ist nimmt man als S&H trigger einen EOD oder EOC Ausgang.

Eine weiterführende Entdeckung die ich hatte war folgendes:
Grundsätzlich werden mir einfache Gatesequenzen schnell zu langweilig. Wenn man per OR zwei Gatesequenzen mit unterschiedicher Sequenzlänge zusammenführt ist das in vielen Fällen ausreichend. Nun hat man aber ne Menge gates und gerade beim Bass wenn man eine filterenv bei jedem Gate startet kann diese schnell auf die nerven gehen. Einfach eine der beiden Gatesequenzen negativ als CV auf die decay length patchen. Funktionert bei Maths sogar mit triggern. Einfach mal ausprobieren, das bringt sehr lebendige Filterbewegungen.
 
M
Marwie
..
Interessanter Thread, könnte man den nicht oben anpinnen? Die Tipps sind ja universal und sonst besteht die Gefahr, dass der Thread zu weit nach Hinten rutscht...
 
olutian
olutian
arschimov
für "spectrale sounds" kann man einen total dreckigen sound nehmen und mit einem de-noiser wieder säubern.

ist eigendlich ein vst tipp, dürfte aber auch mit hardware funktionieren.
 
Jeltz
Jeltz
zerfrettelter Grunzwanzling
Eine Variante zur Generierung abwechslungsreicher Sequenzen:
Man summiert per CV-Adder (z.B. Döpfers A185-2 oder Fraptools 333) zwei oder mehr Sequenzen miteinander.
Die beiden können/ sollten mit unterschiedlichen Clocks und/ oder Sequenzlängen laufen.
Sequenzer wie Make Noise Rene 2 oder Tip Top Audio Z8000 eignen sich hierfür hervorragend.

Dadurch verändert sich die Sequenz mit jedem Durchlauf und führt bei z.B. 3 unterschiedlichen CVs oft zu unerwarteten aber interessanten Ergebnissen.
Es ist ratsam, am Ausgang des Adders einen Quantizer zu patchen um in einer definierten Skala zu bleiben.
 
MvKeinen
MvKeinen
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^jau, das ist cool, geht auch ohne adder wenn einer von den sequenzern einen transpositions Eingang hat. Wenn beide gleichzeitig resettet werden zB alle 32 clocks, dann wiederholt sich die sequenz auch und ist reproduzierbar. dann reichen 2 8step sequenzer für interessante sequenzen
 
intercorni
intercorni
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Was ganz einfaches: ein Sequencer steuert ganz traditionell den VCO welcher durch ein Filter geht. Gate triggert die Envelopes und diese das Filter sowie VCA.
Gate geht dann aber auch in einen Sample&Hold. Die zB aus Noise generierte Zufallsspannung moduliert dann das Filter-Cutoff.
Somit hat man für jeden gespielten Sequncer-Step einen leicht anderen Klang.
 
SynthGate
SynthGate
Your black mirror ♪♪♪✇✇✇♩♫♩♫♩♫
Gate geht dann aber auch in einen Sample&Hold. Die zB aus Noise generierte Zufallsspannung moduliert dann das Filter-Cutoff.
Also wenn ein Sample&Hold seine Werte aus einem Gate zieht, dann dürfte der Wertebereich, von eventuellen minimalen Abweichungen mal abgesehen, aus genau zwei Werten bestehen. Damit gibt es dann auch genau 2 Cutoff-Stellungen. Deswegen benutzt mal ja auch Noise für den Input eines Sample&Hold.

Oder wie meinst du das genau?
 
intercorni
intercorni
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Also wenn ein Sample&Hold seine Werte aus einem Gate zieht, dann dürfte der Wertebereich, von eventuellen minimalen Abweichungen mal abgesehen, aus genau zwei Werten bestehen. Damit gibt es dann auch genau 2 Cutoff-Stellungen. Deswegen benutzt mal ja auch Noise für den Input eines Sample&Hold.

Oder wie meinst du das genau?
Gate geht natürlich in den Trigger-Input weil Noise als S&H Quelle dient.
 
borg029un03
borg029un03
Elektronisiert
Weiß nicht ob das der so super coole Patch ist:

Ich nutze gern 2 Clep Diaz, bei denen der erste regulär mit der Clock gefüttert wird und selbiger mit seinem End of Cycle Ausgang, die Clock des zweiten füttert. Dadurch entstehen extrem lange Sequenzen mit ansteigender Volt Zahl. Normalerweise nutze ich sowas zwischen 500 und 1000 Steps, aber theoretisch geht bis 3900 Steps. Je nach Tempo kann ja jeder selbst ausrechnen wie lange das geht ;-)
 
Q960
Q960
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Habe heute für mein kleines , aber wachsendes System einen Stepsequencer vermißt. Steppy kostet ne Stange Kohle. Dann habe ich mich an meine eingemottete RD-6 von Behringer erinnert und viel Geld gespart. Klangerzeugung über einen Envelope Follower geschickt und dazu noch 2 Trigger outs , sowie Clock-Out. Mehr geht nicht für 89€
 
MvKeinen
MvKeinen
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dieses posting von @fanwander hat mich an eine Methode erinnert wie ich ein clock/reset problem gelößt habe.

Ich weiss nicht ob ihr das kennt, aber wenn ein Sequenzer aus der gleichen triggerquelle geclockt UND resettet wird (reset ist eine division der clock) kann es sein, dass hier und da steps verschluckt werden. Für das und viele andere Probleme bei Sequencern (wenn zB. eine synchrone cv-sequenz und gate-sequenz ein S&H beschicken und der cv-wert nicht "punktlich" zum Samplevorgang des S&H vorhanden ist)

Lösung: Negative Flanke der Clock (muss dann natürlich ein triggerimpuls sein) als Clock benutzen also die clock in ein Logic NOT schicken.

Ich hab mich schon oft gefragt wie das mit signal "Laufzeitdifferenzen?" im Modular ist. Sowas wie Gleichzeitigkeit gibts ja eigentlich nicht wenn man nur nah genug auf der Zeitachse reinzoomt.

Wenn da jemand was dazu weiss gerne schreiben.

Kann ja auch sein, dass das problem beim S&H ist und wenn dort eine stepped cv und ein trigger "Gleichzeitig" reinkommen der alte Wert gesampled wird.
 

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