Lebensdauer aktueller Synths

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Der Amiga 500 verwendet allerdings THT und kein SMD. Spätere Amigas (z.B. 1200) haben erhebliche Probleme mit auslaufenden SMD Elkos. Wenn diese nicht getauscht wurden bzw. werden, dann ist es nur eine Frage von kurzer Zeit bis das Board geschrottet ist. Das Elektrolyt ätzt die Leiterbahnen weg.
Habe noch vor ein paar Tagen nach einem Bild der Amiga Platine gesucht und ich habe fast nur Silizium-Chips gesehen und ich frage mich wo dann bezüglich der Langlebigkeit dieser Bauteile der Unterschied sein soll und SMD ja im Grunde noch langlebiger sein dürfte da diese maschinell gefertigt werden und dadurch keine menschlichen Fehler sich einschleichen.

Im Grunde kommt es doch bezüglich der Langlebigkeit erstmal auf den Rohstoff an der dafür verwendet wird und der ist bei SMD und nicht SMD gleich.

Und wenn der Amiga schon länger als 30 Jahre funktionieren kann, wie lange halten dann erst die besseren SMD Chips?

Ich habe hier abgesehen davon auch noch einen PC mit einem Pentium 4 am laufen, der auch die ganzen Jahre relativ viel gelaufen ist und der macht keine Probleme. Sind auch schon mindestens 15 Jahre die der auf dem Buckel hat.
 

Reisender

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Dieser Effekt wird aber nur bei Höchstintegration interessant, also nicht bei den ganzen Standard SMD Bauteilen, sondern eher bei Hochleistungs CPUs GPUs wie in aktuellen PCs oder Mobile Computern. Wie die Integrationsdichte bei DSPs und FPGAs ausschaut weiß ich nicht, sind die auch schon im 14nm Bereich angekommen?

Gibt es denn schon irgendwelche Studien ob dieser Effekt überhaupt schon zum Ausfall bei heutigen Komponenten führt? Ich glaube bei allen jetzt auf dem Markt befindlichen Synths muss man sich deswegen keine Sorgen machen. Da werden auslaufende Elkos oder zu hoher Wärmestress eher zum Ausfall führen als eine Elektromigration.
 
Zuletzt bearbeitet:
smd ist ja nicht einfach smd. Wenn es logic Chips sind, dann wäre ein 14nm Chip so winzig, dass er kaum noch verdrahtet werden könnte. Also sind die breiten da sehr viel dicker und das sollte keinerlei Problem sein. Die FPGAs sind da eher kleiner gebaut, aber auch da wüsste ich nicht was das Problem sein sollte. Ich habe noch nie, in noch keinem Gerät jemals einen defekten Chip gehabt. Nur wenn ich die selber gebraten habe (falsch angeschlossen, oder verlötet etc pp.). Was halt kaputt geht sind Netzteile, spannungswandler, kondensatoren. Alles andere geht evtl. mechanisch kaputt (korrosion z.B.) aber nicht elektronisch. Einzige Ausnahme sind z.B. MOS Chips, abrnauch hier nehme ich an, das die durch elektromagnetische Schocks zerstört werden (unsachgemäße Behandlung) und nicht von alleine.
 

engineer

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Ich stimme zu, wobei die alten Modelle japanischer Produkte früher noch in Japan gemacht wurden. Dort herrschen generell hohe Standards, auch außerhalb der Musikindustrie. Das kann man an vielen Produkten sehen. Warum heute praktisch alle japanischen Firmen ihre Elektronik in China produzieren lassen, ist mir nur sehr bedingt schlüssig. Kann eigentlich nur an der extrem billigen Handbestückung der Bauteile liegen, sowie an den "minimal" lockeren Umweltauflagen. Führt man sich das vor Augen, dann weiß man wenigstens, warum manche Musikinstrumente aus bestimmten Quellen so unfassbar billig sind. (und warum viele Flüsse in China mit Schwermetallen belastet sind.).
 


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