LED mit unipolarem OpAmp und Audiosignal aussteuern

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von osterchrisi, 20. Mai 2010.

  1. Hi!

    Ich bin mal wieder zu blöd irgendwie... Wie kann ich es schaffen, mit einem OpAmp, der aber nur unipolare Spannungsversorgung hat (9V-Batterie) ein Audiosignal zu verstärken und damit eine LED anzusteuern? Das Signal am Input hat ca. 0,5V - 2V. Irgendwie krieg ich's nicht hin...

    Vielen Dank!
     
  2. Ok, ich hab jetzt eine Methode gefunden und steh aber vor folgendem Problem:

    Das ganze soll für eine befreundete Künstlerin eine Art "umhängbares Herz" werden, dass mit ansteigender Lautstärke zu glühen anfängt (jeder, der E.T. gesehen hat, weiß von was ich spreche). Nun funktioniert das ja. Aber die LED flackert halt ziemlich unruhig rum und ich würd das Signal gern ein bisschen beruhigen, glätten. Habs mit Tiefpass probiert, aber 's hilft irgendwie nicht allzu viel...

    Gibts da vielleicht andere Methoden? Ich arbeite mit dem Schaltkreis grade nur mit positiver weil gleichgerichteter Spannung, das is ja mal 'n Anfang würd ich sagen :)

    //edit
    's muss auch keine Lösung mit LEDs sein, können von mir aus auch Soffitenlampen oder ähnliches sein, das ganze sollte jedenfalls orange leuchten und hell sein und dabei ungefährlich, weil um den Hals hängend...
     
  3. Anonymous

    Anonymous Guest

    Erst Gleichrichter, dann Mittelwert.
    Halbwellengleichrichter reicht.

    Der Filter muss natürlich sehr Langsam sein, also relativ hochohmig (noch ein OP) (Zeitkonstante ist tau=RC, 1MOhm und 1µF sind also 1Sekunde. )

    Wenn du LEDs nimmst, solltest du deren Strom steuern, nicht die Spannung. Denn bei der Helligkeit passiert sonst erst mal nichts, bis du etwa die Schwellenspannung der LEDs erreicht hast. (Wahlweise kannst du auch eine Pulsweitenmodulation bauen - das erscheint erst mal umständlich, ist aber auf jeden Fall recht linear. )
     
  4. Ok, ich glaub, zu 75% bin ich dabei :D
    Also Halbwellengleichrichter hab ich bereits; den Mittelwert krieg ich durch ein langsames Filter (mit Opamp) und das ganze dann in einen Spannungs-Strom-Wandler und evtl. Transistor, damit's ordentlich hell wird - hab ich das so richtig verstanden? Zurzeit nehm ich einfach nen 547C Transistor, damit's schön leuchtet. Und welches Filter dann, LP? Oder egal?
    Yay!

    //edit
    Achso, checko: 1MOhm und 1µF ergeben zusammen ja wohl ein ziemlich schlechtes Tiefpass :mrgreen:
     
  5. Anonymous

    Anonymous Guest

    Schlecht ist der Tiefpaß nicht - nur eben nicht das, was man fix nennen würde.
    Eine Sekunde ist dir vermutlich auch zu langsam, ich würde so mit 300ms starten.

    Wie viel Transistor du brauchst hängt von den LEDs ab. Normale LEDs wollen 20mA sehen, das schafft auch jeder Transistor. Als Stromquelle wird eher seine Verlustleitung zu Ende sein als sein Maximalstrom. (Wenn du ihn nicht mehr anfassen kannst wird es knapp, SMD-Transistoren können sich allerdings selber auslöten, soooo kritisch ist das also nicht. )
     
  6. Haha, selber auslösten ist gut :D
    Ich betreibe damit drei fette 20mm LEDs, die können jeweils bis zu 60mA ab! :shock: Kann sich später aber auch noch herausstellen, dass ich keine drei brauch, mal gucken...
    Ich glaube, eine Sekunde könnte vielleicht sogar hinkommen, ich probiers gleich aus...
     
  7. Ok, großartig! Mit 0.47uF und 100k bin ich ziemlich genau dort, wo ich hinwollte!! Hurra!
    Vielen Dank, du lieber Fetz!
     
  8. Ok, einen letzten Schritt muss ich noch nehmen: Wie genau mach ichs am geschicktesten, wenn ich den LEDs eine konstante Spannung aber veränderlichen Strom zuführen will?
    Derzeit hängen die LEDs nach dem Halbwellengleichrichter und dem 'langsamen' aktiven Filter, dann an einer Emitterfolgerschaltung von einem BC547. Den hab ich allerdings eher 'aus Gefühl' dahin gemacht - und weil die LEDs ca. doppelt so hell leuchten wie ohne Transisor :D

    Aber das ganze 'n bisschen kontrollierter zu machen wäre fein. Ich benutze übrigens diese 20mm Riesendinger http://www.reichelt.de/?ACTION=3;ARTICLE=31615;PROVID=2402, ich glaub, die fressen ganz schön. Ich kanns aber leider grad nicht messen, weil ich bemerken musste, dass mir wohl die Sicherung in meinem Multimeter durchgebrannt is...

    Wie kann ich's am geschicktesten machen, dass ich z.b. immer 6,5V Spannung aber schwankenden Strom zwischen sagen wir 10 und 20 mA krieg?

    //edit: Achja, und gäbs nicht auch eine Möglichkeit, das ganze mit einer 9V-Batterie zu lösen, ich häng derzeit immer noch an +/- 15V (Schaltplan: http://sound.westhost.com/project60.htm ganz unten)
     
  9. redled

    redled Tach

  10. Ok, cool. Nach so was hab ich prinzipiell gesucht aber kannte den Namen nicht. Diese Riesendinger fangen überhaupt erst so ab 5V zu leuchten an und nehmen 20mA bis 60mA laut Datenblatt, da muss ich wohl noch ein bisschen Denkarbeit investieren.

    Egal, jetzt hab ich das richtige Stichwort, die Schaltung funktioniert erst mal (muss am Samstag einsatzfähig sein), danach kann ich das Teil immer noch perfektionieren....

    Regelbare Konstantstromquelle, was für ein wunderbares Wortspiel! :D
     

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