Leslie - Original vs Clone oder doch Simulation?

Dieses Thema im Forum "Akustisches & E-Pianos" wurde erstellt von soderstrom, 8. August 2015.

  1. soderstrom

    soderstrom engagiert

    Hallo Forum,

    ich habe vor kurzem eine Hammond L100 erworben, die ich gerade überhole. Ich weis, dass die L Serie nicht ganz an die "richtigen" Biester aus dem Hause Hammond rankommt und kenne mittlerweile auch die Unterschiede. Ich denke sie kann ein guter Anfang sein und für meinen Einsatzzweck, was meistens Begleitung im klassischer Soul, Blues und Rock bedeutet.

    Die L 100 ist auch eine gute Basis für ein paar Mods, wie z.B das wiederherstellen des Klicks usw. aber bevor ich an dem Sound rumschraube will ich die L100 an einem Rotations Speaker hören, da nach meiner bescheidenen Erfahrung dies die andere Hälfte meines Wunschsoundes darstellt.

    Zum eigentlichen Thema, mich würde Eure Meinung zum Thema Leslies interessieren.

    Meine erste Frage ist, muss es ein Original sein und wenn dann welches? Die amtlichen originalen sind recht teuer. Es gibt wohl auch Modelle ohne Verstärker, die dann zusammen mit dem in der Orgel verbauten Verstärker spielen. Taugt das was? Wie groß sind insgesamt die Unterschiede bei den Leslies und was ist wichtig/ beachtenswert?

    Wie gut oder schlecht sind die Clones von Solton, Dynacord, Hohner, Yamaha usw? Diese werden zum Teil extrem billig angeboten. Wie schneiden diese Teil ab im Vergleich? Insgesamt finde ich für das Thema Studioaufnahmen die Laufgeräusche von den Leslies (Clones) auch nicht unwichtig.

    Als letzte Frage würde mich Erfahrungswerte zu den erhältliche Simulatoren im Vergleich zu den originalen interessieren.
    Hat jemand Erfahrung damit, wie gut sind die Hardware Simulatoren von Strymon, Neo, Dynacord, Roland usw.?

    Fragen über Fragen, ich freue mich über jede Antwort! Im Vorraus danke! :nihao:
     
  2. Klaus P Rausch

    Klaus P Rausch playlist

    Gratuliere zur L100 :)

    Schönes Teil. Ein Leslie ist ein Muss, außer man heißt Tony Banks und macht was anderes, was auch nicht schlecht ist. Er hat nämlich eher Phaser und solche Sachen genommen, um zu einem eigenen Sound zu gelangen.

    Meiner Erfahrung nach ist ein echtes Rotary Speaker Cabinet die beste Lösung, wenn echte Luft bewegt werden soll. Die Leslies sind klasse, mein Favorit ist das 760er. Gibt aber mehrere und man muss sich die selber anhören. Wenn diese Möglichkeit nicht besteht, dann einfach in einem Musikladen die Hammond SK1 ausprobieren, die hat mehrere virtuelle Leslie Modelle drin und man kann hin- und herschalten.

    Nicht unerhebliche Details sind die Parameter Anlauf- und Abbremsgeschwindigkeit sowie der Grad des Distortion, den der Amp im Leslie ermöglicht. Das kann man bei den neuen Lesliesumulationen (Effektgerät) oft selber einstellen, schöne Sache. Die Simulationen sind allgemein gesagt gar nicht verkehrt, stehen nicht im Weg rum und wiegen kaum was. Außerdem gibts keine Technikprobleme wie abgerissene Riemen der Hochtonrotoren oder wegen der vielen Mechanik plötzlich gänzlich stillstehende Speaker. Was ganz schön abtörnen kann, denn man muss erstmal jemanden finden, der sich damit auskennt und das dann wieder instandsetzt, bezahlbar vor allem.

    Obwohl ich ein alter Hammondfan bin und auf Leslies schwöre, habe ich bei CD Alben schon drauf verzichtet und elektronische genommen. Die haben durchaus Vorteile wie Stereosound und anderes. Welches davon deinen Geschmack treffen kann, ist auch wieder Ausprobiersache. Das Dynacord CLS222 etwa ist ganz nett, aber für mich nicht "echt" genug. Ein ehemaliger Mitarbeiter von Alesis, der bereits die Rotary Speaker Effekte in den MIDIVerb Geräten programmiert hat, ist nun selbstständig und hat erst vor ein paar Wochen ein kleines Bodentreterleslie vorgestellt, gefällt mir sehr gut, ist aber noch nicht in Deutschland lieferbar. Das BOSS Leslie ist auch sehr schön, hat auch interessanten Distortioneffekt. Usw. usf.
     
  3. swissdoc

    swissdoc back on duty

  4. Klaus P Rausch

    Klaus P Rausch playlist

    Das ist ja eine coole Seite, danke für den Tipp, Georg!
     
  5. Jaguar

    Jaguar aktiviert

    Oha, gratuliere, ein echter Fan, willkommen im Club!
    Ich hab Zuhause eine B3 mit Leslie 147 aber live Spiele ich eine XK3 mit Ventilator - nach vielen Vergleichen die mit Abstand beste Lesliesimulation.
    Ich hab auch versuchsweise die B3 ( hat auch einen Lineausgang) mit dem Ventilator getestet: OK, the real thing ist es natürlich nicht, aber keinesfalls schlecht.
    Was du noch in Betracht ziehen solltest: Gönn dir den Reussenzehn Organ Preamp, damit wertest du den Sound deiner ( cleanen) L100 gewaltig auf
    Viel Spaß
     
  6. soderstrom

    soderstrom engagiert

    Oh, vielen Dank für die vielen Glückwünsche! :supi:

    Das war ein spontaner Glückskauf, direkt aus dem Nachbarskeller im gleichen Haus in mein Keller gerollt. Fehlerbeschreibung war, "die braucht ne Weile bis ein Ton rauskommt". Stimmt, genau so lange, bis die Röhren warm sind.Sonst ist die Orgel in einem schönen Zustand, wurde quasi nie gespielt und nach einer intensiven Ölung und Reinigung spielt fast alles wieder, ich habe nur noch ein paar kleine Kontaktprobleme, das Fuß-Bass Manual geht z.B. nicht, das bekomme ich aber auch noch hin.

    @Klaus. Danke für deine Ausführungen! Wahrscheinlich werde ich auch mit beiden Versionen, also Leslie und Simulation enden. Ein bekanntes Studio von mir hat auch ein 760er. Jetzt gilt es einiges Probe zu hören, die Jagd ist eröffnet!

    @swissdoc. Danke für die coole Seite, ich habe heute morgen mir vieles angeschaut und -gehört, das könnte ich stundenlang machen...

    @jaguar

    Ich tendiere auch zum Neo Ventilator 2, nachdem ich alles Verfügbares auf Youtube mir angehört habe, heute ging einer bei eBay für ca. 250€ weg, ein Schnäppchen und kann man auch für Gitarre benutzen...#selbstverkaufsgespräch off#

    Den Reussenzehn Organ Preamp finde ich sehr spannend, den muss ich mir mal in natura anschauen/anhören! So was könnte ich auch selbst bauen, ich kenn mich ziemlich gut mit Tube-Preamps aus und habe die Bauteile vorrätig. Anderseits, ist der Reussenzehn Preamp wirklich gut gemacht, von dem was ich bisher gesehen habe, vielleicht läuft mir einer über den Weg.

    Vielen Dank noch mal für die Antworten, vielleicht findet sich noch jemand der zu dem Thema Leslie orginal vs Clones was sagen kann, sind die Unterschiede groß?

    grüße

    thorsten
     
  7. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Ich habe leider keinen Platz oder Verwendung für ein echtes Leslie oder eine der Varianten, ich habe nur Simulanten, cool ist der Kram von Wersi:
    viewtopic.php?f=75&t=90453&p=1213148

    Ansonsten bin ich aber recht hingerissen von den Produkten der Firma Dynacord. Fast noch einen Tick solider als Roland Gear. Eine Leslie-Variante von denen würde ich sofort nehmen. Evtl. noch was mit Röhren davor, was gerade so herumliegt und gut ist.
     
  8. Klaus P Rausch

    Klaus P Rausch playlist

    Meinst du mit Clones die elektronischen oder die Rotary Speaker Cabinets anderer Hersteller?

    Wenn es um Cabinets geht: Die Konstruktionen unterscheiden sich. Es gibt Leslie Modelle mit Röhrenamp drin, das findet man bei den Modellen anderer Hersteller selten. Ich hatte mal ein Allsound Cabinet, zweiteilig und passiv. Das habe ich einfach mit einem Fender Showman angesteuert. Das Dynacord DC300 etwa hat einen feststehenden Bass Speaker, nur das Horn rotiert. Da musst du mal forschen, gibt ja extra Orgelforen aus aller Welt, mit richtigen Experten besetzt. Ich hatte noch ein zweites Cabinet, eins von Echolette und sehr kompakt. Dafür reparaturanfällig, der Bassrotormotor blieb immer wieder stecken. Und der Keilriemen des Hochtonrotors ist immer wieder gerissen. Auch die Verankerung wurde mit der Zeit lose und musste neu fixiert werden.

    Die Leslies dagegen sind immer recht hochwertig verarbeitet, kosten ja auch eine Menge. Außerdem sind die Speakersysteme bei manchen Modellen sehr ausgefuchst, z.B. eine Reihe mit extra Mitteltönern.

    Wenns um die elektronischen Clones geht: Die bewegen halt keine Luft. Ich finde den Unterscheid enorm. Allerdings haben die große Vorteile bei Aufnahmen, denn nix 2 Mikros, einfach aus dem Output in den Mixer. In der Musikproduktion eingebettet klingt das richtig gut, es gibt ja mehrere sehr taugliche Electronic Leslies. Für mich ist immer Anlauf- und Abbremsgeschwindigkeit von besonderer Bedeutung, weil ich fast nur Slow benutze und mit Fast so umgehe, wie mit einem Modulation Wheel, also nur temporär. Wenn man also an da rankommt, ist das zumindest für mich die halbe Miete. Fast darf nicht komisch jammern, sondern nur schnell sein.
     
  9. Horn

    Horn ||

    Ich schließe mich Klaus P Rausch an. Es ist die Frage, ob es um Aufnahmen geht oder um Live-Einsatz. Für Aufnahmen würde ich fast behaupten, dass die Emulationen des Leslie-Effekts z. B. im Korg SV-1 oder in den neueren Nord Electros nahezu optimal gelöst sind, aber das nutzt Dir für Deine Hammond natürlich nichts. Live geht nichts über die echten rotierenden Lautsprecher, würde ich meinen.
     
  10. Jaguar

    Jaguar aktiviert

    Also wenn's um den Vergleich mechanischer Leslies geht: hatte früher,als ich noch die B3 mitschleppte, 2 Soltonkabinette mit Hiwatt Amps auf der Bühne, weil sie unschlagbar laut sind ( in einer Rockband überlebensnotwendig)
    Aber wenn's um den Sound geht, sind mMn die original Leslies unschlagbar, weil 1. der Dopplereffekt am ausgeprägtesten ist, 2. das Verhältnis Treble/Bass irgendwie runder klingt.
    Gerade die Percussion klingt damit unnachahmlich holzig, schmatzig ;-)
    Ein 760 hatte ich auch mal, aber wenn schon : 147 oder 260, nix geht über satte Röhrenpower ( 760 ist Transistor)
     
  11. Klaus P Rausch

    Klaus P Rausch playlist

    Da die Leslies eben ziemlich unterschiedlich konzipiert sind, halte ich den Selbsttest für die beste Lösung. Man kauft sowas ja nicht jeder Woche. Bei der deutschen Hammond Vertretung gibt es ein großes Gebrauchtangebot, zur Zeit haben die so etwa 20 Dinger rumstehen. Ich jedenfalls würde die Reise dorthin antreten und bei Gefallen eventuell gleich eins mitnehmen oder liefern lassen. Die haben auch schwer Ahnung und unter anderem ist Michael Falkenstein da, der ist ein verdammt guter Orgelspieler (hat bei James Brown gespielt) und kennt sich mit den Sachen richtig aus.

    Hier die Website: http://www.hammond.de/orgel-gebrauchtmarkt.html
     
  12. soderstrom

    soderstrom engagiert

    Danke für den geilen Input! :supi:

    Ja, mir ging es noch um den Vergleich Leslie vs mechanischer Clone. Ich bin ja auch Dynacord Fan, habe mittlerweile einiges im Rack von dehnen und warte immer noch auf die richtige Gelegenheit für ein DRP 20 x aber das ist eine andere Baustelle.

    Mir ist aufgefallen, das manche Leslie Clones z.B von Allsound oder anderen Hersteller unglaublich billig bei Ebay rausgehen, da sind die Spritkosten für die Abholung der größte Posten. Solange die Mechanik und der grundätzliche Aufbau, also rotierende Bässe und Höhen, gegeben ist, könnte ich den Rest so machen wie ich es brauche. Ich habe noch nen Röhrenamp im Keller (Twin Clone) der mächtig Laut ist, dazu eine korrekte Weiche, die bei 800Hz trennt und voila, fertig ist der Leslie-Himmel! Ich bastle ja gerne, das wäre ein schönes Winterprojekt! :opa:

    Anderseits, stimmt es dass man sowas tatsächlich nicht so oft kauft und dann sollte man auch in das Richtige investieren.
    Ich werde jetzt in den nächsten Wochen einiges probehören, da freu ich mich drauf, das wird Spaß machen...

    Vielen Dank Klaus für den Tip, da bin ich noch gar nicht drauf gekommen, das Hammond auch eine Deutschland Vertretung hat.

    Die zwei Hiwatt Soltons an der B3 hätte ich gerne gehört! :phat:
     
  13. Horbach

    Horbach current GAS level: 21%

    Für mich ist ein wichtiger Aspekt, dass für die echten Leslies noch praktisch jedes Ersatzteil verfügbar und einfach zu finden ist.
    Versuch mal, einen Ersatzmotor für einen Solton/Dynacord/Sharma-Speaker zu finden...

    Ausserdem kauft man sich den Leslie nicht, ich sehe den Preis mehr als Pfand (wie auch bei anderen Vintage-Geräten). Schliesslich kriegt man so ein Gerät meist auch wieder zu einem ähnlichen Preis weiterverkauft. Im Gegensatz zu einer Kaffeemaschine, PCs oder einem Fernseher.

    Bei der Verwendung eines Gitarrenamps must du schauen, dass er auch genug Druck in den unteren Frequenzen hat. Sonst klingt die ganze Sache etwas dünn. Ich hab mal mit einem Orange Tiny Terror experimentiert, eigentlich der perfekte Amp, um auch zuhause noch angezerrt zu spielen. Klang aber eher enttäuschend an meinem 760er Leslie.

    Ich schmeiss noch die Motion Sound Geräte in die Runde. Ich habe zwar keine Ahnung, wie die klingen, aber sie schauen nach einer interessanten modernen Alternative zu echten Leslies aus.
     
  14. Klaus P Rausch

    Klaus P Rausch playlist

    Ich auch!

    Bin ja in Bezug auf Leslie voll verstrahlt, nach dem Rockpalast Gig von Patty Smith, deren Keyboarder 6 weiße 147er Leslies in 2 Reihen übereinander aufgestapelt und synchron rotierend hatte. Dann musste ich wenigstens die 2 parallel haben (Allsound mit Fender Showman plus Echolette) :)

    Die von Horbach erwähnten Motion Sound sind super, keine Frage.
     
  15. soderstrom

    soderstrom engagiert

    Das sind zwei wichtige Argumente, eine gute Ersatzteilversorgung ist was wert. Es stimmt, dass man bei Vintage Geräte sein Geld mindestens wieder rein bekommt, meistens mehr.
     
  16. soderstrom

    soderstrom engagiert

    6 Stück gehen als Windmaschiene durch! :mrgreen:
     
  17. Habe seit Jahren ein Leslie "Pro-Line" 925 (den 2.teiligen Kühlschrank, Schlepp') und ein Dynacord DC-100 (lässt sich alleine bewegen auf Hund), also beide Transistor, was ich mit einer Röhrenzerre (für mich und Studio) bisher ausreichend ausgleiche (Orgel: meist M100, anderes wie Elka und Yamaha klingt auch gleich besser. Gibt ja aber genug gute Organisten, die ohne Leslie lebten: Brian Auger, Booker T, Irmin Schmidt..).
    Durfte mal ein Leslie 147 mit Orange-Amp davor spielen, der Unterschied war wie oft bei Gitarren-Amp-Vergleichen: hörbar, aber mensch gewöhnt sich andereseits an einen Sound und gleicht z.B. unterschiedliche Rotor-Anlauf und -Brems-Zeiten durch früheres/späteres Schalten aus. Das Leslie hat eine etwas längere Anfahrt, das Dynacord kommt schneller auf Touren. Die konstanten Tempi unterschieden sich kaum. Das 925 ist mehr "HiFi" im Vergleich zum 147, das ist bissiger und weniger Bassig (für Pedalspiel..), ein Röhren.Git-Amp zerrt bei Akkorden grade mit Terz nochmal anders eine Röhren-Vorstufe...
    Der Grundsound zwischen 147, 925 und Dynacord unterscheidet sich natürlich etwas, aber das Spektrum lässt sich ja bei einer Hammond ganz formidabel an den Drawbars regeln, und die Lautstärke der "Percussion" kann ja auch eingestellt werden, lässt sich also auch alles ausgleichen, und jede_r schafft sich einen eigenen Sound. Röhren "irgendwo" macht Sinn, grade die "Percussion" klingt mit Röhrenzerre neben dem Rumgeschwelle schon sehr anders als ohne Röhren irgendwo. Deine L-100 hat ja aber kein Percussion-Register, stimmt's?

    Dabei gab's mit dem Dynacord bisher (20 Jahre Konzerte) genauso wenig Probleme und Ersatzteilsorgen wie mit dem Leslie (jeweils einmal Rotorband, mal was am Motor-Umschalter...). Da ist ja auch kaum Technik drin, die Autos- und Gitarrenamps- Schraubende nicht reparieren könnten. Bei "echten" alten Leslies (147, 122..) ist auch immer die Frage, wie oft daran schon gedengelt wurde und wieviel noch "original" ist. Wenn so was 30 Jahre im Keller oder auf Tour war, sind Weichteile (Bänder, Hochtöner) natürlich immer in Gefahr, schnell kaputt zu gehen, wenn's dann wieder viel gespielt wird - Evtl. gleich suchen?

    Es gab von Yamaha noch in einige Heim-Orgeln eingebaute und, seltener, seperate Kabinette mit sich um eine horizontale (!) Achse drehende Höchtöner (RA-Serie), wie Leslie "Pro-Line" im Tour-Design. Die kleinen Modelle sind für's Heimstudio auch völlig ok, Mikrofone können ja auch anders aufgebaut werden und dann Links/Rechts gepannt werden. Mit den großen habe ich keine Erfahrungen, aber z.B. David Gilmour: http://www.gilmourish.com/?page_id=416

    Zu "mechanisch VS emulation":
    Die Vorteil von mechanisch beim live-Spiel sind ja eigentlich klar (Druck im Rücken, Rückentraining, nicht auf Monitor angewiesen seien müssen...), bei Studio sehe ich einen weiteren Vorteil: mensch kann gleichzeitig unterschiedliche Mikrofone aufbauen und hinterher entscheiden (bei genug Spuren). Ist angesichts von Milliarden PlugIns natürlich "vorsintflutlich", aber immer noch eine schöne Technik, Sound zu färben, wenn eh' schon was schallgewandelt werden muss...


    Ooops, jetzt bin ich hier ins Forum wegen Synths, und mein erster Post ist dann doch über diese Klapperkisten... Meine Vergangenheit lässt mich wohl nicht los :D
     
  18. Bernie

    Bernie Anfänger

    Bin mittlerweile komplett von den alten mechanischen Rotorkabinetten weg.
    Die Dinger sind sperrig und schwer und auch wartungsintensiv.
    Mal quitscht ein Lager, dann rumpelt die Trommel, dann ist wieder mal was defekt -man ist ja ständig am Basteln.
    Hete nutze ich dafür entweder die internen Leslies (Nord Elektro / Korg Kronos) oder, wenn ich mal was ganz besonderes möchte, den Simulator von Digitech RPM-1 (19" / 1HE) mit einer echten Röhre drin. Schmatzt sehr gut das Teil, gefällt mir persönlich besser, als das Dynachord 222.
     
  19. soderstrom

    soderstrom engagiert

    @UnsyncedSymon: Vielen Dank für deine Erfahrungen! Herzlich willkommen :hallo:

    @Bernie: Das Digitech Teil kannte ich noch gar nicht! Thanks
     
  20. ygorr

    ygorr -

    Hallo,

    ist bei Deiner L 100 Lesliekit-mässig schon irgendwas verbaut ?
    Wie man welches Leslie an die Orgel anschliesst ist ja nochmal ein Thema für sich.
    Am flexibelsten ist man bei einem Original-Leslie, wenn man den passenden Combo-Preamp dazu hat.
    Dann ist die Geschichte auch offen für andere Klangerzeuger. Allerdings ist so ein Bodentreter bei Spinettorgeln immer ein bischen schwierig unterzubringen.
    Da wäre ein Schalter im Bereich des Spieltisches schon praktischer.
    Einen Line-Ausgang an die Orgel zu bringen, dürfte ja kein besonderes Problem sein.
    Habe selber die transportable Version der L 100, klangmäßig habe ich da nie etwas geändert, es ist halt keine Jazz-Orgel und soll es mMn auch nicht sein.
    Keith Emerson brauchte auch keinen Key-Click ...

    Wenn man Ableton und Max for Live hat, sollte man unbedingt auch mal Henkes Circular Doppler ausprobieren.
     
  21. soderstrom

    soderstrom engagiert

    Hi ygorr, nein zur Zeit ist sie noch nicht für den Leslie Einsatz vorbereitet, ich beschäftige mich gerade mit diesem Thema. Den Combo Preamp finde ich gut, ich habe mir auch mal die Schaltpläne angeschaut.

    Einen Line Ausgang zu realisieren ist leicht, ich würde das mit einem schaltbaren Lastwiderstand kombinieren unter Umständen könnte auch eine regelbare Pegelanpassung hilfreich sein.

    Key-Click finde ich recht wichtig, ich glaube ich werde den entsprechenden Kondensator ändern oder sogar schaltbar machen, dann kann man es haben, wie man es braucht.

    Danke für deine Erfahrungen! :nihao:
     

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