Musik Lieder gegen Krieg und Gewalt

bezieht sich wohl eher auf die niederländische Kolonialzeit, mit läufts aber immer noch eiskalt den Rücken runter:
 
the chronicles of Kronstadt (Rome)

https://www.youtube.com/watch?v=sjaLIICUTL8

Ich versinke im Eis von Kronstadt
Ich liege unter dem Pflaster von Paris
Ich klebe an den Mauern Warschaus
Ichi steh' versteinert in Berlin
Ich liege in den Strassen Barcelonas
Ich falle im Kugelhagel
Der weissen Garden
Ich liege im Schnee Petrograds
Lieg' verscharrt in den Waldern Perus
Ich verblute in Spaniens Sand
Ich liege in der ukrainischen Steppe
Ich friere in Sibirien
Aufgerieben zwiscihen Hammer und Kreuz
Ich rette mich ubers Meer
Und mich frostelt es auch dort
Man schickt mich zuruck
Man schickt mich fort
Man verbannt mich
Man trostet sich mit Sicherheit
Uber mich hinweg
Ich liege im Hafen von Odessa
Liege garrotiert in Leon
Zerfleischt von den Bluthunden
Der neuen Ordnung
Ich fliesse aus aufgebissener Gurgel
Ich bin der Schrei
Der aus der Steppe aufsteigt
Der vom Meer heruberseht
Zu selten drange ich mich in Zirkeln
Zentren, Flugeln
Und auch mein Freundlichseinwollen
Ist gezeichnet vom langen Kampf
Mit der Brutalitat
Vom Versteck, vom Hinterhalt
Von der Vorstellung und der Luge
Ich spreche in sperriger
Vielstimmigkeit
Icih bin Steppenbrand
Bin Gerucht, Teil und Grund
Und nun fuhrt dich deine Suche nach mir
In das Exil besiegter Revolutionen
In entlegene Dorfer
Der franzosischen Provinz
In brusseler Mansarden
In Dachwohnungen
In Amsterdam und London
In die Hinterhofe Barcelonas
In die Scheunen der Gascogne
Meine Spur ist verwischt
Vergilbt, zerfleddert
Fast vergessen
Sparlich bleibt das
Was die Broschuren und Traktate
Flugblatter und Reportagen
Essays und Biografien
Reden und Memoiren
Von mir zu berichten wissen
Ich liege im Bombenkeller verscharrt
In improvisierten Verstecken
Und Bunkern
Zwischen Zeitungen
Und falschen Wanden
Hinter Portraits versteckt
In den Kellern der Verbannung
Finden sich nur Reste
Von Verschworung
Vom Leben im Untergrund
Von der unsterblichen Kameradschaft
Und Hoffnung
Was du hier geschrieben findest
Ist durch tausend heimliche
Hande gegangen
Weitergereicht
Durch Generationen hindurch
In uberlieferten Einsichten
In Dekreten und Zeugenberichten
In heimlich weitergereichten
Exemplaren
Illegaler Druckschriften
In Manifesten
In halb verschollen Zeitungen
In bruchigen Konvoluten
Voll totgeglaubter Buchstaben
In sparlichen Andeutungen
Findet sich dann doch immer noch
Etwas von meinem schwarzen Gewebe
Das uns einst alle umspann
Suchst du nach Zeugnissen
Deiner Vorkampfer?
All dies kann nur Fragment bleiben
Man bleibt allein
Und doch in jedem Atemzug von dieser
Totalitat umfangen
Doch wie willst du mich
In Schrift fassen?
Wie willst du Wanderer
Mir eine Stimme geben?
Diesem Rauch eine Form?
Wie diese Luft kodifizieren?
Und wer will nun
Deutungshoheit erlangen?
Wer Endgultigkeit errichten?
Ist es schade um die Menschen? Ist es?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ichwar nur bis zur Jilted dabei, danachwares mir zu rockig.
No Good war mein Einstieg ;-) Ging halt mehr Richtung EBM, Industrial und komplexere Rhythmen und die Akkorde hatten 'nen Gänsehaut Faktor. Wenn man die Tricks kennt verschwindet leider ein klein wenig von der Magie, aber war 'ne schöne Auswahl an Samples.
 
da kann ich leider so garnicht widerstehen
www.youtube.com/watch?v=bev4RtZXb6k zu erwaehnen. auch wenn
"gegen gewalt" hier vielleicht eine etwas kreative auslegung erfordert, passt es ja gerade recht genau...
(oder vielleicht auch nicht, und das ist alles gaaanz anders gemeint..., keine ahnung wie der alexander das so sieht)
Das Lied entstand im Zuge von Hoyerswerda, Rostock und den Morden von Solingen ist thematisch richtig hier.
 
Habe selbst auch einige Songs über Gewalt und teilweise auch Macht und Ursachen gemacht, teilweise auch eher etwas anders - betraf einen als eher jugendlicher Mensch auch noch mehr - mehr so aus der Sicht des Unverständnis bzw. mit leicht absurden Vorschlägen, wie sich die Aggros untereinander begegnen könnten - für sich und den Rest bitte in Ruhe lassen mit ihrem Quatsch. Das meiste davon auf 2 frühen Alben von 1993ff.
Aber ich werde sie nicht posten - mache ich ja meist nicht - aber wer möchte - die passenden Alben heißen Regression und ein bisschen auch auf Volition (Consequence heißt der Act). Bandcamp. Nur der Form halber - würde wohl auch in den Your Tracks Thread passen, theoretisch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Plakativ, aber in der Live Version finde ich das einfach großartig, vor allem gegen Ende:

 
Und hier noch ein altes Reinhard Mey Ding als Cover mit einer recht überraschenden "Lucilectric" (3:16)
 
Habe selbst auch einige Songs über Gewalt und teilweise auch Macht und Ursachen gemacht, teilweise auch eher etwas anders - betraf einen als eher jugendlicher Mensch auch noch mehr - mehr so aus der Sicht des Unverständnis bzw. mit leicht absurden Vorschlägen, wie sich die Aggros untereinander begegnen könnten - für sich und den Rest bitte in Ruhe lassen mit ihrem Quatsch. Das meiste davon auf 2 frühen Alben von 1993ff.
Aber ich werde sie nicht posten - mache ich ja meist nicht - aber wer möchte - die passenden Alben heißen Regression und ein bisschen auch auf Volition (Consequence heißt der Act). Bandcamp. Nur der Form halber - würde wohl auch in den Your Tracks Thread passen, theoretisch.
Die Sache von dem Boss Regression fand ich :tanz:
Da find ich Dive blood money

https://www.youtube.com/watch?v=BRdQ2Yzt9ko
 


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