Live-Backing Tracks / Electronik live

Dieses Thema im Forum "DAW / Komposition" wurde erstellt von Edge Of Dawn, 3. August 2006.

  1. Hi,

    mich würde mal interessieren, was die Live-Elektroniker unter uns für ihre Backing Tracks verwenden. Was könnt Ihr empfehlen - Notebook, MiniDisc, DAT, CD, MP3-Player?

    Was kommt bei Euch aus der Dose und was spielt Ihr live?

    Grüße,
    - Edge Of Dawn -
     
  2. Plasmatron

    Plasmatron aktiv

    http://www.dar.uk.com/

    was aus der professionellen Gegend, wird auch gerne in Theatern benutzt - gibt da auch ältere Maschinen , sind aber sehr gefragt...

    ansonsten bietet es sich an einen Recorder mit dem kompletten Material per Timecode mitlaufen zu lassen - und falls was abstürzt einblenden....
     
  3. Ermac

    Ermac -

    Unseriös! Sehr unseriös! Das petze ich! Das petze ich! ;-)

    Ich mache so was nicht, würde aber im Zweifelsfall einen handelsüblichen CD Player anschließen. Wenn es zu wackelig ist auf der Bühne (Ihr macht schließlich Tanzmusik) würde ich mir mal diese Flash-Player anschauen. Da ist wenigstens in Sachen Laufwerk nix, was irgendwie kaputt Aussetzer bekomen kann.
     
  4. Für lange Athmosounds und Hintergrundgeraüsche verwende ich live einen D-12 Hd Recorder von Korg, gelegentlich auch einfach nur nen Minni-Disc, aber mit dem D-12 kann man die Sachen meist übersichtlicher verwalten und auch einfacher loopen.
     
  5. ppg360

    ppg360 fummdich-fummdich-ratata

    Tja, live sieht´s so aus:

    Komplexe Atmos und Drones fahre ich in der Regel mit dem Electrix Repeater und den Oberheim Echoplexen sowie mit den anderen Klangerzeugern, die ich so mitnehme. Mit denen schaffe ich einen backdrop für die übrigen Instrumente; es sei denn, es handelt sich um sehr lange und komplexe Klangfarben, die ich a) live mangels Speicherplatz auf den Repeater-Karten nicht abgelegt bekomme oder die b) empfindliche Klangerzeuger erfordern, die ich nicht mitschleppen will.

    Ambiente Field Recordings oder ähnlich schwer nachzumachende Schallereignisse (irgendwelches Geblubber aus dem ARP oder extrem processed klingende Moog-Loops) bereite ich auch in der Regel auf CD zum Einfliegen vor. Die fahre ich dann meist von CD ein; mir ist es einerlei, ob ich die Sounds zuhause im Studio oder live auf der Bühne erschaffe, unter´m Strich sind es meine, wen kümmert´s, ob ich die gerade live mache oder sie live im Studio produziert habe. Meist werden diese Sounds live eh nochmals durch den Wolf gedreht und processed, sodaß das Livelement weiterhin erhalten bleibt.

    Dasselbe gilt für Sequencer- und Rhythmusbackings. Ich produziere meist komplexes Material vor, das ich live nur unter großem technischen und materiellem Aufwand -- den mir keiner bezahlt -- realisieren könnte, wobei mir dann immer die Gefahr im Nacken sitzt, daß irgendein Rädchen im Getriebe plötzlich nicht mehr mitmacht.

    Im Interesse eines vernünftigen Konzertes ziehe ich es vor, solche Sachen lieber offen -- d. h. mit so wenig tonalen Vorgaben wie möglich -- vorzuproduzieren, bevor mir wieder dasselbe passiert wie bei einem unserer ersten großen (und wichtigen) Konzerte vor einigen Jahren in den Niederlanden, als unser HauptSequenzer dank einer Handyeinstreuung abgeschossen wurde. Und das vor ausverkauftem Haus, fast 700 Zuschauer...

    Von der Schlepperei und dem möglichen Schaden an Leib (Rücken!) und Geräten ganz zu schweigen. Damals hatten wir den gesamten Krempel auf der Bühne, heute brauche ich diese Egodemo nicht mehr. Lieber ein geiles Konzert machen als irgendwelchen Leuten, die ich soweiso nicht mag, mit irgendwelchen Knallapparaten beeindrucken zu wollen. Vor allem sind die Gagen nicht so toll, daß man mal eben einen geklauten oder runtergefallenen Mini Moog neu kaufen könnte. Vielleicht werde ich irgendwann mal auf eine Groovebox und einen VA umsteigen, wenn ich mal was finden sollte, das mir gefällt.

    Für den Fall der Fälle mache ich für jedes Konzert noch ein Backup von einigen Schlüsselpassagen fertig, welches ich auch von CD einfahren kann. Es kann immer mal passieren, daß irgendwo ein Kontaktproblem oder ein sonstiger Ausfall auftritt, und wenn ich dann das Loop nur im Repeater hätte, könnte ich das Konzert nicht so durchziehen, wie ich es mir zurechtgelegt habe. Daher nehme ich vorher immer ein längeres Segment zuhause im Studio auf, damit ich es zur Not anstelle des Repeaters einfahren kann. Das hat dem Finale bei unserem letzten Konzert den Hals gerettet. Schlußendlich hängt es aber stark von der Musik ab, die man machen möchte.

    Ein Set für Dark Ambient erfordert andere Maßnahmen als ein Set für rhythmischere Musik. Bei Dark Ambient hätte ich mehr Mikrophone für akustische Live-Instrumente dabei.

    Der Mitschnitt erfolgt seit einem Debakel auf einem Festival direkt bei mir/uns auf der Bühne auf DAT. Da muß ich mir keine Gedanken machen, ob der Typ am FOH-Pult überhaupt weiß, was er tut. Da brauche ich nur mir selbst in den Arsch treten, wenn was schiefläuft mit der Aufnahme.

    Ja, Martin, das *darfst* Du ruhig petzen ;-). Steve Roach stand vor einigen Jahren mit vidnaObmana bei einem Festival auf der Bühne, und Steve hatte sechs Discmen dabei... einen für Atmos, einen für Drones, einen für Rhythmen, und was weiß ich noch mehr. Konzert war trotzdem toll (war die "On this Planet"-Tour 1997).

    Stephen
     
  6. ppg360

    ppg360 fummdich-fummdich-ratata

    Ähm :oops: ... der langen Rede kurzer Sinn:

    CD-Rs und Repeater für backings.

    Stephen
     
  7. Plasmatron

    Plasmatron aktiv

    noch kürzer:

    Wiedergabe Gerät

    :D
     
  8. Danke für die Antworten! ;-)
    Gibt es hier jemanden, der bei Gigs auf MiniDisc-, CD- oder MP3-Player zurückgreift?
     
  9. Moogulator

    Moogulator Admin

    haben früher bei einer ganz anderen sache 8tracker genutzt ,der auch midi kann.. heute geht sowas ja eher mal live, aber 99% der heutigen projekte sind komplett live.. der tracker hatte durch seine midi clock die möglichkeit die ext. maschinen zu syncen und so musste man nicht alles mit auf die bühne stellen.. bei aufwendigen (aufwändig, jaja.. scheiss neue alte neue rechtschreibung) sachen mit modular und co muss man sich da was einfallen lassen..

    aber irgendwie ist das doof, einfach nur audioclips abzuschießen.. das ginge ja mit live in gehobener form schon besser.. was denkste? ist das nicht auch besser, denn so kannst du immer noch variieren..

    ansonsten F242 methode: mehrere tracks und einmischen der spuren, die vorn sein sollen, mal krach, mal beat, mal melodie..
     
  10. Ist halt immer eine Budgetfrage. ;-)

    Gibt es denn einen Multitracker (vorzugsweise mit USB-Anschluss), der auch mehrere Ausgänge hat, sodass man sie einzeln mit Effekten bearbeiten kann?
     
  11. EinTon

    EinTon -

    Benutzt Du nicht auch vorprogrammierte Sequenzen :cool: ?
     
  12. Ermac

    Ermac -

    Selten, höchst selten! Und wenn würde ich das nicht als Audiofile abspielen, da mir dann die Möglichkeit vergönnt wäre, in den Klang einzugreifen.

    Aber Dir ist schon klar, dass das ein Spaß von mir war und die Musik von Edge of Dawn völlig unterschiedlich von meiner ist und sich daher automatisch Unterschiede in der Ausführung ergeben.
     

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