Ich habe mir den Nord Modular G1 direkt zu seinem Erscheinen gekauft und bin später auf den G2X umgestiegen. Heute betreibe ich den Editor auf einem dedizierten MacBook.
Der G2 ist mit seinen 8 Endlos-Drehreglern inklusive LED-Kränzen und dem Umschalter für 3 × 5 × 8 Drehregler = 120 direkt zugängliche Parameter schon ziemlich beeindruckend. Klanglich geht damit fast alles – außer Samples. Das Gerät ist extrem mächtig, und es gibt tatsächlich Leute, die den Synth bis an seine Grenzen ausgereizt haben (siehe z. B. electro-music.com, Nord-Modular-Forum).
Klanglich ist er ohnehin sehr stark. Ich kenne ihn inzwischen so gut, dass ich ihn heute nicht mehr allzu häufig nutze. Trotzdem: harte Electro-Percussion, FM-Sounds, Effekte, Vocoder, klassische VA-Sounds – all das beherrscht er souverän. Der G1 bietet zwei Eingänge, der G2 vier, beide haben vier Ausgänge. Allein damit lassen sich schon sehr spannende Setups realisieren. Ich habe ihn viel live eingesetzt: Sounds im Editor gebaut und ihn auf der Bühne dann wie einen „normalen“ Synthesizer gespielt. Genau dafür ist er eigentlich perfekt gemacht.
Würde ich ihn heute noch kaufen?
Schwierig. Es gibt inzwischen sehr gute Software-Alternativen, und das Gerät ist leider schon ziemlich alt. Die Software wird nicht mehr offiziell unterstützt.
Aber: Das Konzept ist nach wie vor einzigartig. Am nächsten kam ihm aus meiner Sicht noch der Arturia Origin, zumindest was die grundsätzliche Idee betrifft.