Mathe&Musik: Melodieskizzen aus Sprachsätzen und andere pseudaleatorische, algorithmische Kompositions-Ansätze

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38fhwtoshAe

Guest
Verstehe Deine Punkte, aber Du würdest es ja mit Deinem Output trainieren, nicht mit Bach.

Und Modelle wie sie heute existieren lernen (oder erfinden) stark übergeordnete quasi semantische "Metamuster" -
und noch Ebenen darüber.
Ich hab ein Beispiel im AI Thread gepostet vorher, das hätte ich auch in den Neubauten/Depeche Mode Thread posten können.

Da ist ein künstliches Zitat von Blixa Bargeld drin, das zumindest mich tatsächlich an seine Sprache erinnert.
Keine Ahnung wie das Modell das auf Englisch funktionieren sollte und nicht auf Deutsch das gelernt hat.

Wie auch immer, Deine Punkte gelten dann zwar trotzdem noch, aber die Frage ist wie wäre es wenn es ein natürliches neuronales Netz wäre,
geklont aus Deinen Nervenzellen?
Und dann weiter gedacht, wo wäre der Unterschied zu a) Deinem Kopf und b) zum künstlichen Netz?

Das sind jetzt mehr rhetorische Fragen, bzw Fragen die ich mir selbst stelle.

Also Du willst nicht würfeln und keine stochastischen (Meta)Muster nutzen, was dann?
 
Neusiker

Neusiker

Textmusiker
Also Du willst nicht würfeln und keine stochastischen (Meta)Muster nutzen, was dann?
Würfeln ist im Prinzip auch das, was hier passiert - nur füttere ich den Zufallsgenerator eben mit einem Seed aus Unicode-Text. Ich möchte das Ergebnis so reproduzieren können. Und wenn dieser Unicodetext etwas für mich bedeutet, so suggerier ich mir selber, dass die resultierenden Noten damit zusammenhängen. Tun sie auch - nur eben auf keine von mir kontrollierbare, vorausschaubare Art und das ist wichtig, um mich überraschen lassen zu können.

Die Zufallsdaten jedenfalls, ob sie nun gewürfelt sind oder aus einem deterministischen Algorithmus stammen wie hier, können halt durch ein Markovnetz geschickt werden, wodurch ihre Entropie reduziert wird, Strukturen sich herausbilden können. Quasi reine Stochastik: Jedes mögliche Intervall wird einem Bereich x-y zugeordnet. Wenn ein einzelnes Zufallsdatum in diesen Bereich fällt, führt es zu dem jeweiligen Intervall. Natürlich müssen diese Bereiche lückenlos aneinander anschließen, damit jeder mögliche Wert zu einem eindeutigen Ergebnis führt.

Das ist erklärbare Deterministik. Zugegeben, nicht mehr so leicht und knapp erklärbar, wenn der Wertbereich zu jedem Intervall, in den ein Wert fallen muss, um das jeweilige Intervall zu ergeben, sich Markov sei dank aus der letzten entschiedenen Note, bzw. den soundsoviel letzten Noten ergibt.
 
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38fhwtoshAe

Guest
Und wenn dieser Unicodetext etwas für mich bedeutet, so suggerier ich mir selber, dass die resultierenden Noten damit zusammenhängen. Tun sie auch - nur eben auf keine von mir kontrollierbare, vorausschaubare Art und das ist wichtig, um mich überraschen lassen zu können.
Verstehe. Ist dann sozusagen Magie.
 
 


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