Melodien mit Sequencer

Dieses Thema im Forum "mit Sequencer" wurde erstellt von Anonymous, 4. Februar 2008.

  1. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ich stell mir das ziemlich umständlich vor mit nem analog sequencer durch einen normalen CV-Ausgang, Melodien zu programmieren. Gibts da bei gewissen Sequencern irgendwie einen speziellen CV Ausgang der auf chromatische Tonhöhe quantisiert ist, oder wie macht man Melodien mit dem Sequencer?
     
  2. Anonymous

    Anonymous Guest

    Am besten benutzt du dafür einen Quantizer. Dieser rastert Steuerspannungen in vorgegebenen Mustern:

    [​IMG]
     
  3. serenadi

    serenadi Tach

    Um Sequenzer-Potis auf Halbtonschritte zu quantisieren, ist das Doepfer - Teil ok.

    Die Option für die Scales ist jedoch schlichtweg musikalisch unbrauchbar.

    Die Minor-Scale ist keine Moll-Tonleiter.
    Es wird lediglich die Terz vermindert, die Septime bleibt die große Septime. Diese Tonleiter *gibt* es nicht.

    Auch die Sext bleibt von der Stellung *Dur* oder *Moll* unberührt.

    Dazu kommt, daß die eingehenden Spannungen (Annahme: von einem CV-Keyboard oder MIDI/CV-Konverter) völlig unbrauchbar den einzelnen Tönen der Scales zugeordnet werden.

    Aber wie gesagt, wer nur mit Halbtönen arbeitet, ist da bei dem Preis für 2 Einheiten bestens bedient.


    Ein - in Bezug auf Scales - schönes Teil scheint der Analogue Systems RS130 zu sein.
    Kostete aber auch *nur* 325 GBP (ungefähr 440 €). :cry:
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

    der snd sam 16 sequenzer kann halbtonschritte mittels 12 fach encoder.
     
  5. Anonymous

    Anonymous Guest

    Also ohne Scales kann man schon leben oder? geht doch fast genau so lange bis man am Modul den Akkord eingestellt hat wie wenn man mit den Potis den richtigen Halbton sucht. Geht denn die Halbtonscala über mehrere Oktaven hinaus?

    Und so wie ich das sehe haben eben nur die ganz teuren Sequencer wie der SAM so einen speziellen Ausgang für Pitchcontrol..oder?
     
  6. Ilanode

    Ilanode Tach

    Für die Blacet/Wiard MiniWave gibt es einen ROM, der sie in einen Quantizer verwandelt. Es ist einer von Matthew Davidsons ROMs: http://www.hylander.com/miniwave.html

     
  7. serenadi

    serenadi Tach

    Wenn man nur Geräusche produziert ... *G*

    Nein, im Ernst, deshalb hatte ich ja gesagt, um Sequenzer-Potis zu quantisieren, ist man mit dem Doepfer bestens bedient.
    Da ist der Preis für 2 Quantizer in einem Modul unschlagbar.

    Aber es ist eben auch ganz lustig, wenn man den Quantizer mit anderen Signalen füttert, LFO z.B. gibt nette Arpeggios, oder S&H - dann wäre es halt schön, wenn sich die Töne innerhalb der Scales bewegen.

    Und dafür ist der A156 halt nicht geeignet, er spielt dann einfach "falsche" Töne. Außerdem ist es so, daß er dabei auch gewisse Töne doppelt produziert, da er immer 12 Töne pro Oktave ausgibt.

    Er arbeitet übrigens in einem Spannungsbereich von 0..10V, d.h. er macht 10 Oktaven.
     
  8. tronique

    tronique Synthesist

    Kann es vielleich sein, dass man beim Einsatz der Scales mit dem A156 ausschließlich mit diesem Quantizer arbeiten muss, damit die Töne stimmen?
    Z. B. : Der Sequencer steuert durch den A156 in Minor-Einstellung den VCO1 an. Dazu möchte ich mit meinem MIDI-Keyboard durch ein MIDI-To-CV-Interface ein paar Moll Töne spielen.
    Da stellt sich mir nämlich gerade die Frage: Was für ein Moll spielt das A156 jetzt? Hängt das davon ab wie ich den VCO1 tune?
    Eigentlich müssen ja "nur" die Spannungsverhältnisse innerhalb der Scale stimmen.
    Und dass der A156 pro Oktave ein paar Töne doppelt spielt, wäre ja dann logisch. Kommt ja dann auf die Eingangsspannung an wann der nächste Ton innerhalb der Scale erreicht wurde.


    Ich interessiere mich nämlich auch für den A156, aber gerade WEGEN der Scale-Funktion. Aber wenn die untauglich ist - was hat Doepfer denn da so aufwendig konstruiert?
     
  9. serenadi

    serenadi Tach

    Richtig, die Spannungsverhältnisse *müßten* stimmen, das Tuning des VCOs bestimmt dann nur die absolute Tonhöhe.

    Du kannst die Scales in der Anleitung nachlesen.
    http://www.doepfer.de/a100_man/a156_anl.pdf

    Es ist halt so, daß bei der Moll-Scale wirklich nur die kleine Terz erzeugt wird (im Gegensatz zur großen Terz bei Dur), die Septime bleibt *groß*.

    Und mit der von mir erwähnten Zuordnung habe ich an folgendem Beispiel ausprobiert:

    Das Keyboard steuert zum einen VCO 1, gleichzeitig den Quantizer.
    Der Quantizer steuert VCO 2.

    Der Effekt sollte dabei sein, daß VCO 1 halt alle Töne spielt, der VCO 2 von den gespielten Tönen aber nur die Töne der Scale.
    (Ob das sinnig ist, sei mal dahingestellt. *G*)

    Ausgehend von c-moll würde man erwarten, wenn auf dem Keyboard ein "E" gespielt wird, der Moll-quantisiierte VCO ein "Es" hervorbringt.

    Dem ist aber leider nicht so. Ein gespieltes "Es" erzeugt auch ein "Es", ein gespieltes "E" erzeugt aber ein "F" (das "E" kommt ja in c-moll nicht vor). Und das ist ziemlich daneben.
    Genauso ähnlich verhält es sich mit "B","H" und "C'".

    Das aber nur am Rande.
    Viel schlimmer ist, daß die Septime nicht vermindert wird.
    Daß es noch einige andere moll-Tonarten gibt, bleibt sowieso außen vor.

    Dazu gehört als nahliegendstes Beispiel die Verminderung der Sext.
    Und obwohl das Modul einen Schalter für eine zusätzliche Sext hat (bei der sog. "Chord"-Einstellung, die nur den Dreiklang plus Sext und/oder Septime ausgibt), reagieren hier die Sext und die Septime auch nicht auf den Moll-Schalter, sie bleiben stur in der Dur-Tonart.

    Was D.D. sich dabei gedacht hat, bleibt wohl ein großes Rätsel.


    Wie oben erwähnt, das Analogue Systems Modul bietet alle Kirchentonarten.
     
  10. Ilanode

    Ilanode Tach

    Das ist, was ich auch erwartet hätte, da ich (fälschlicherweise?) davon ausgegangen bin, dass ein Quant. einen eingehenden Ton (tatsächl. CV, die die Tonhöhe bestimmt) in den nächst passenden Ton der gewählten Tonart verwandelt, so dass ein Ton, der in der gwählten Tonart vorkommt, nicht verändert wird.
     
  11. serenadi

    serenadi Tach

    Man könnte es so sehen, ja.
    Ich bin aber davon ausgegangen, daß der Ton (in diesem Fall "E"), der sich mit dem Ändern der Tonart auch ändert (in "Es") auch dementsprechend zugeordnet wird.
    Das "F" bleibt ja das "F" - in Dur und Moll.
     
  12. Anonymous

    Anonymous Guest

    Erscheint mir auch plausibler.
     
  13. tronique

    tronique Synthesist

    Wahrscheinlich muss man bei diesem Quantizer ganz simpel in Spannungsverhältnissen und nicht in Noten oder Tonarten denken. Darauf reduziert sich das ganze wohl. Die Spannung die am Ausgang rausgeht entspricht dann einem bestimmten "Muster". Bei der Eingangsspannung gibt es dann wohl bestimmte "Spielräume".
     
  14. serenadi

    serenadi Tach

    Hmm.
    Versteh' ich nicht.
    Kann ich querdenken, geradeausdenken, denken_was_ich_will, nichts_dabei_denken ...
    'ne Molltonleiter bekommt der trotzdem nicht hin.
    .
     

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