Mfos VCO

GKMsound

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Systemimmun
Ich habe mit Eagle ein 2 teiliges Board erstellt nach dem Plan von http://musicfromouterspace.com/analogsynth_new/VCO20120618REV0/VCO20120618REV0.html#.
Die beiden Platinen sind nun fertig bestückt und beim einstellen der Wellenformen komme ich nicht weiter. Es fehlt beim TRI die ansteigende Hälfte des Dreiecks.
R5 und R7 bewirken nur ein abschneiden der Spitze.
RMP - ausgang ist gut aber R5 bewirkt da gar nix.
Ich habe leider nur scope.exe über die Soundkarte und kein richtiges Oszi.
Ohne ein richtige Triangelsingnal werde ich auch kein Sinus bekommen. Mich wurmt das ich keinen Fehler finden kann und weiß nicht mehr weiter. Hat jemand ne Idee?
IMG_20180619_190653_326.jpg
 
Tja , das wird schwierig.
Da kommen ja eine Unmenge von Fehlerursachen in Frage . Vom Herstellungs Fehler (Layout Fehler ) auf den Leiterplatten , weiter geht es mit Bestückungs bzw. Löt -Fehlern
auf den Platinen , defekte Bauteile , u.s.w., u.s.w.
Evtl. Orginal Platine besorgen ( https://www.soundtronics.co.uk/mfos-vco-module/ ) und damit Vergleichsmessungen durchführen .
mfg Klaus
 
Naja mit der Original Platine wäre es sicherlich einfacher aber es muss ohne gehen.
Einen Fehler in meinem Layout hatte ich gefunden aber auch gefixt und es ändert nix an dem oben beschriebenen Fehler.
Die Bauteilbestückung und Verbindungen auf der Platine habe ich schon mehrfach durchgecheckt.
Ich habe den C14 in Verdacht aber weiß nicht wie ich kontrollieren kann ob er richtig arbeitet und wie er sich auswirkt. 2nF hatte C14 jedenfalls.
Die Dioden sind auch nach Schaltplan.
Ich versteh nicht das wenn ich den jeweiligen Offset einstelle mit R5 und R7 sich nur der Sägezahn abschneidet bis nix mehr da ist.
Ich habe auch TRI und RMP Ausgang ext. zusammengemischt, da löschen sich beide aus.
 
Das Bild zeigt den RMP Ausgang an dem sich mit R5 nix ändern lässt.
RMP.PNG



Das ist die Kurve vom TRI Ausgang wo durch R5 und R7 die Spitzen flach werden bis ruhe ist.
TRI.PNG

Normal müsste doch durch das trimmen von R5 und R7 die Kurve nach oben und unten schieben lassen oder?
 
Normal müsste doch durch das trimmen von R5 und R7 die Kurve nach oben und unten schieben lassen oder?

Ja. Das Sägezahnsignal sieht auch nicht wirklich sauber aus - muss aber nix Böses bedeuten, sieht eher aus wie Resonanz nicht ganz runtergedreht?

Als ersten Startpunkt mal alle GND-Verbindungen an den entsprechenden Potis prüfen. Wenn da eine nicht (Kabel/Leiterbahn fehlt) oder nicht richtig (schlechte Lötstelle o.ä.) verbunden ist, kann das "eigenartige" Resultate nach sich ziehen - ist mir seinerzeit bei meinem ersten Synthbau (MFOS Soundlab Mini) auch passiert, da fehlte beim LFO ein ganz kurzes Kabel am Panel. Hatte ich schlicht übersehen. Meine Fresse, war das eine Suchaktion, bis ich das endlich gefunden hatte :selfhammer::roll:.

Unabhängig davon - check den Signalweg ab da, wo es komisch wird, Schritt für Schritt mit dem Oszilloskop durch. Jeden einzelnen OpAmp-Ausgang, dann Bauteil für Bauteil weiter. Also erst mal eingrenzen, in welchem Schaltungsteil der Fehler liegt und da dann gezielt weitersuchen.

Und nicht entmutigen lassen - die Nummer mit "Mist, wieso geht das nicht, da kann doch gar nix falsch sein" hat jeder DIYer durch!

Speaking of which... bei mein' zweites Synbal (siehe ggf. "Woran baut ihr gerade so") muss ich auch noch bei (ums mal in Werner-Deutsch auszudrücken, bei uns waren die Comics Anfang der 1980er Pflichtlektüre ;-)).
 
Ich habe mit Eagle ein 2 teiliges Board erstellt nach dem Plan von http://musicfromouterspace.com/analogsynth_new/VCO20120618REV0/VCO20120618REV0.html#.
Die beiden Platinen sind nun fertig bestückt und beim einstellen der Wellenformen komme ich nicht weiter. Es fehlt beim TRI die ansteigende Hälfte des Dreiecks.
R5 und R7 bewirken nur ein abschneiden der Spitze.
RMP - ausgang ist gut aber R5 bewirkt da gar nix.
Ich habe leider nur scope.exe über die Soundkarte und kein richtiges Oszi.
Ohne ein richtige Triangelsingnal werde ich auch kein Sinus bekommen. Mich wurmt das ich keinen Fehler finden kann und weiß nicht mehr weiter. Hat jemand ne Idee?

Wenn Du nur ein Soundkarten Oszi hast, dann siehst Du keinen Offset, weil die Soundkarte kein DC-Coupling macht. Ohne echtes Scope mit DC-Coupling wirst Du bei Synths nicht glücklich; leihe Dir notfalls eines.

Bekommst Du denn das RMP (=Ramp) Signal (pin7 U4)? Sollte der Sägzahn, aber mit ansteigender statt abfallender Sägeflanke sein.
Wenn ja, prüfe ob D2 und D3 wirklich mit der Kathoden zu R21 / R13 zeigen. Wenn ja: löte die Kathodenseite raus, und schau Dir da das Signal an (ggf Dioden kabudd).
 
Also ändert R5 und R7 schon den Offset aber ich kann ihn nicht sehen, sowas dachte ich schon.
Aber ich habe auch schon Stundenlang an den Trimmern gespielt ohne annähernd eine ansteigende Kurve im TRI-Ausgang zu bekommen, es bleibt immer SAW.
Mal sehen ob ich ein richtiges Oszi auftreiben kann.
 
Also ändert R5 und R7 schon den Offset aber ich kann ihn nicht sehen, sowas dachte ich schon.
Du siehst nicht, ob sie den Offset ändern oder ob sie ihn nicht ändern. Das ist ein bisschen was anderes.

Ich nehme an Du hast ein Multimeter. Ändert sich an pin3 des TL074 die Spannung, wenn Du an R5 drehst? Das gleiche mit R7 und pin 10?
 
Ja das ändert sich bei allen. Und ich habe mit dem Multimeter zusätzlich nochmal versucht die Wellen einzustellen (bei hohen Frequenzen) und beim RMP komme ich nicht unter +1,8V bei allen anderen schon (0V opt.) und so ist es mit gelungen die annähernden Kurven einzustellen aber noch ungenügend. Es muss also noch was am/um R5 geändert werden...?
 
Hi, ich habe mir jetzt ein USB Oszi geliehen und da kann man gut sehen das es schon im RAW Signal zuviel Offset ist:RAW2.PNG

Bei tieferen Frequenzen noch krasser:
RAW bei70Hz.PNG

Ich komme also mit dem R5 Trimmer nicht in die Mitte um GND:
RMP.PNG

Nun ist die Frage was ich am Kern ändere damit RAW mehr zu GND kommt?
Ich habe R70 im Auge? Oder doch lieber die Reichweite von R5 vergrößern mit kleinerem R6?
KernRaw.png
 
Ganz doofe Lösung: die Raw-Verbindung zwischen U2 pin1 und R12 mit einem Kondensator AC-koppeln...
 
Wäre es nicht besser einen Widerstand anzupassen? Nur welchen?
 
den Designfehler an der Wurzel zu packen
Das wäre gut aber ich habe keine Ahnung... kann nur oberflächlich verstehen wie die Schaltung funktioniert.
Auf jeden fall habe ich jetzt einen 100k parallel zu R6 gelötet und damit kann ich das Offset genügend einstellen um annehmbare Wellenformen zu erhalten.
Der Offset verschiebt sich aber mit steigender Frequenz nach oben.
Nun habe ich auch versucht das V/Hz -tracking einzustellen aber auch das will nicht gelingen. 0V - 100Hz und bei 3V komme ich nicht über 580Hz (800Hz sollten es sein).
Ich bin für jede Hilfe dankbar die mich einem guten VCO näher bringt.
 

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Nun habe ich auch versucht das V/Hz -tracking einzustellen aber auch das will nicht gelingen. 0V - 100Hz und bei 3V komme ich nicht über 580Hz (800Hz sollten es sein).
Ich bin für jede Hilfe dankbar die mich einem guten VCO näher bringt.

Darf ich ganz offen sein? Ich glaube immer noch an einen Bug in Deinem Layout und/oder einen Bauteil- oder Bestückungsfehler.
Ich hab insgesamt 5 MFOS-VCOs gebaut und kalibriert (3 im Ultimate, 2 im Sound Lab Mini), und bei allen war genug Reserve zur Oktavkalibrierung. Und die Schaltung zumindest der Ultimate-VCOs ist jetzt nicht soooo weit ab von Deinem Modul-VCO ;-).
 
Es ist gut möglich das sich Fehler eingeschlichen haben, nur finde ich keinen.
Ich bleibe aber dran...
 
Ich hab insgesamt 5 MFOS-VCOs gebaut und kalibriert
Schön das es bei Dir gut ging. Mich würde interresieren ob die Wellenformen (SIN) bei Dir über das ganze Frequenzspektrum stabil und sauber bleiben?
Ist RAW genau bei GND und 2,2V ?
Evt. ist es auch bei der Schaltung normal das ein gewisser Drift im Offset ist, abhängig von der Frequenz. Dann wäre es bei mir wirklich nur die Reichweite der Trimmer.
 
Schön das es bei Dir gut ging. Mich würde interresieren ob die Wellenformen (SIN) bei Dir über das ganze Frequenzspektrum stabil und sauber bleiben?

SIN hat der VCO im Ultimate nicht (wird zumindest nicht abgegriffen; nur Sägezahn und Rechteck). Ich hab die Kalibrierung genau nach Rays Angaben in der Projektbeschreibung (Abschnitt "Troubleshooting") gemacht, und das lief alles ganz glatt (wenn man davon absieht, dass der erste SSM2210 im VCO3 nicht tat und ich den ersetzen musste). Sägezahn und Rechteck bleiben von ganz unten bis ganz oben tipptopp in Form.

Ist RAW genau bei GND und 2,2V ?

Ja, das war bei allen dreien schön sauber der Fall.
 
Das ist gut,
ich habe wegen dem Tracking 1V/Okt auch den SSM2210 in Verdacht das Teil habe ich aus China. Aber mit den Wellenformen hat der ja nix zu tun.
 
Der defekte SSM2210 hat sich bei mir so geäußert, dass an den entsprechenden Messpunkten nur "wirres Rauschen" auf dem Oszi zu sehen war. Ich hab dann probeweise mal statt dessen einfach zwei Transistoren "einfach so aus der Dose" in den Sockel gesteckt, und *ah-haaaaa!* plötzlich gabs glaubwürdigen Sägezahn und Rechteck. Transistoren also wieder raus, Reserve-SSM2210 (ich hatte bei dem Bau genau einen in Reserve gekauft *puha*) rein, et voilà.
 
die Raw-Verbindung zwischen U2 pin1 und R12 mit einem Kondensator AC-koppeln...
Würde ich gerne versuchen. Was für einen Kondensator mit welchen Wert würdet ihr vorschlagen?
Da hätte ich 4,7uF und 2,2uF unipolar Keramik und 10uF bipolar Keramik, meine Folienkondensatoren sind alle kleiner (0,22/0,15uF).
 
0.47 - 1 uF müsste schon reichen. Wenn Du nen Folien-C mit .47 hast, probier den.
ansonsten halt einen Keramik oder gar einen Elko.
 
Gematchte Transistoren machen das Tracking auch nicht besser als der China SSM.
 
So ich habe nun einen zweiten VCO aufgebaut und dabei genau auf die Werte der Bauteile geachtet. Leider verhält es sich genau wie beim ersten VCO. Bei steigender Frequenz steigt auch das Offset und damit sind keine sauberen Wellenformen möglich.
Nun habe ich auch einen 0,47uF Folien Wima vor R12 gesetzt, damit verändert sich der Offset nicht mehr allerdings ist nun die Schräge der Rampe nicht mehr gerade sonder ein wenig nach oben gebogen. Das macht ebenfalls einen sauberen Sinus unmöglich.
Falls jemand Interesse hat sich mit der Problematik zu beschäftigen sende ich gerne die Eagle Dateien zu. Bin Dankbar für jeden Tipp.
 
Hmmm, zweimal nach dem gleichen Layout gebaut und zweimal der gleiche Fehler, sorry, aber das schreit nach dem Layout.
Um das auszuschließen: Kannst Du das Ding nicht nach Schaltplan auf Breadboard bauen? Wenn das auch den gleichen Fehler produziert ist der Bug schon in der Schaltung. Falls nicht, hast Du zum Vergleich etwas das läuft...
 
Also mit diesen Experimentierplatinen weiß ich nicht einfache Schaltungen ok aber diesen VCO ?
Ich habe ja eigentlich auch nur den Schaltplan auf Platinen gemacht...
Ich habe noch einen Verdacht : bei meiner Platine sind Q1, C6, C12 und C13 ziemlich dicht beieinander.
Da der PN4391 (Q1) sehr empfindlich ist (man hört wenn man mit dem Finger in die Nähe kommt) könnte es sein das die Kondensatoren auch irgendwie daraufeinwirken?
 
RAW das rohe Signal AC zu koppeln bringt schon mal ein gleichmäßigen Offfset.
Das Grundproblem ist nach wie vor die Reichweite der Trimmer R5 an Pin3 von U4-A ist völlig auf GND gestellt und das reicht noch nicht ganz. Also könnte man evtl. den Trimmer nicht an +12V sonder an -12V anschließen. ???
So ähnlich beim 1V/Okt Trimmer er ist voll auf Durchgang und das reicht noch nicht ganz, U1-A müsste ein wenig mehr verstärken um auf 1V/Okt zu kommen. R24 auf 1,8k zu ändern, würde das funktionieren?
R11 der Hochfrequenz Comp. Trimmer hat bisher noch gar keinen Effekt gezeigt.
Das mit der Experimentierplatine wär wohl gar nicht schlecht, allerdings hatte ich schon weniger komplexe Schaltungen gesteckt und es gab immer wieder Kontaktprobleme.
 
Alternativ halt auf Lochraster. Mich würde meine eigene Platine betriebsblind machen. Als nochmal von Grund auf nach Schaltplan.
 

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